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Zur Diskussion gestellt

Nichts Besinnliches zu Ostern – warum? Die Frage höre ich seit einiger Zeit.

Nachdenklich war ich schon – seit geraumer Zeit schon. Aber es fällt einem schwer, dabei immer ernst zu bleiben denn: Wenn sie nicht so tragisch und leidvoll wären, die wirtschaftlichen und politischen Stilblüten, die aktuell in Massen produziert werden, hätten komisches und satirisches Potenzial, das jetzt einfach so verschleudert wird. Eigentlich ist es schade drum. Auf der anderen Seite sind die Possen derart dreist und gefährlich, dass sie alles in Frage stellen können – die ersten sicheren Anzeichen stehen im Raum:.

Die anstehenden Aufgaben sind in meinen Augen: Eine Wirtschaft, die den Namen „allgemeine Wirtschaft“ oder eine ausgeglichene Wirtschaft verdient – das wichtigste ist, dass Geld fliesst und nicht geparkt oder in einen geparkten Markt fliesst (ich liste hier nicht alle weiteren denkbaren Fallen auf, die statt dessen installiert werden könnten, weise aber darauf hin, dass es sehr viele gibt).

Das geht nicht ohne die Kooperation gegenüber dem Wettkampf in der Wirtschaft zu stärken. Für den einzelnen Mitarbeiter ändert sich lediglich, dass in kleineren Einheiten gearbeitet wird und dass es keine Firmenphilosophien gibt sondern eigene verantwortliche Meinungsbildung und sachliche Beratung.

Zudem: Dezentral ersetzt das bis heute propagierte Zentral. Der Grund ist einfach: Die allgemeine Entwicklung geht bereits in diese Richtung, weil es z.B. unsinnig ist alle Autos für die Welt in einer zentralen Firma zu bauen, denn ab einem bestimmten Moment verbessern grössere zentrale Einheiten nichts mehr, im Gegenteil, die Kosten würden sinken, wenn mehrere Produktionsstrassen an verschiedenen Orten verwendet werden würden.

Einige rechnen so: Um die Produktion nur zu verdoppeln, ist meist eine zweite Produktionsstrasse beim Hersteller und oft auch bei den Zulieferern nötig – räumlich sind diese jedoch meist ausgereizt: Neubau steht an. Wer jetzt „rechnen kann“, stellt schnell fest: Zwei räumlich weit entfernte Produktionsorte verdoppeln auch die Zahl der Zulieferer, was die Position der Zulieferer schwächt, weil es plötzlich potenziellen Ersatz für jeden gibt.

Diese Rechnung ist freilich nicht die, die hinter IvaP etc. steht, man sieht aber warum sie es heute machen wollen: Weltweite Lohnkonkurrenz. IvaP etc. setzen auf weitere Dezentralisierung, denn diese erlaubt nun vor Ort zu ortsüblichen Preisen zu produzieren: Die Arbeitskosten neutralisieren sich mit IvaP und Co. mit den Zielen der – nennen wir es: minimal verteilten Produktion, die die Kosten zum alleinigen Kriterium machen und übersteigern wollen, optimieren derart, dass die Kosten der „Optimierung“ sich erst in Jahren amortisieren werden – das ist keine echte Optimierung, das ist kein Fortschritt.

Der rechnerische Unterschied, der beim Kunden ankommt, ist nicht nachweisbar, denn: wenn in einer Gegend höhere Preise möglich sind, werden diese von zentral geführten Firmen auch gefordert. Bei IvaP und Co gibt es direkte Konkurrenz, das hält die Preise automatisch im Rahmen, bietet aber Raum für individuelle Leistungen, da alle die regionalen Verhältnisse kennen, sind Wünsche und Ideen leichter zu kommunizieren und werden motiviert verfolgt.

Die Produkte können so, wie ein Schwamm Wasser aufsaugt, Ideen umsetzen, die wieder andere inspirieren und die Produkte so immer technisch usw. aktuell gehalten werden, statt die Entwicklung auszubremsen, wie das bei zentralen, monolithischen, hierarchischen Firmen aus betriebswirtschaftlichen Gründen, betrieben wird.

Der Blog kann freilich nicht behaupten, dass er allein alles besser machen kann, aber er wird seiner Aufgabe gerecht: Er weist auf Alternativen hin. In diesem Fall, darauf, dass Wirtschaft die Gesellschaft spiegelt, zumindest die, die meinen in diesen Bereichen am Lautesten zu sein. Mit „Werten“ hat das, was da durchgesetzt werden soll, hat das jedoch wenig zu tun.

Doch im Blog wurden diese Themen oft und breit genug beschrieben, das muss hier nicht wiederholt werden. Das Thema hier ist vielmehr: Menschen opfern Zeit, die sie mit der Familie verbringen könnten mit einem interessanten / intensiven Thema aus der Arbeit, um ihre Arbeitsmoral wiederherzustellen, weil sie das in der Arbeit nicht dürfen. Das stellt deren Familiensegen in Frage und die Art, wie in Firmen geführt wird – oder deren Ziele. Da das scheinbar ein allgemeines Phänomen ist, werden die allgemeinen Ziele der Wirtschaft an sich in Frage gestellt. Das lässt die Leute sich auf kleinere Einheiten konzentrieren – parallel zu denen, die meinen, dass der Vorteil grosser Binnenmärkte und deren Regeln, mit einem persönlichen Erfolg verwechseln.

Man betrachte schlicht und ergreifend mein zurückliegendes Ostern: Im Grunde ein verregnetes Wochenende, weshalb sich auch einige für den Chat angemeldet hatten. Aber mit einem Bekanntem ergab sich dann ein intensiver Austausch über die Art, wie eine bestimmte Aufgabe gelöst werden könnte oder sollte und über das, was sein aktueller Arbeitgeber von ihm in diesem Punkt erwartet.

Der Teil des Wochenendes mit der Arbeit, war angenehm und erfolgreich. Der Teil, aber dass ehemalige Mitarbeiter sich Ostern lieber mit einer interessanten Fachaufgabe beschäftigen, als mit der Familie überraschte. Die Frage wurde beantwortet: In der Arbeit können wir das nicht mehr tun und unsere Frauen, wissen, dass wir ab und zu mal etwas Interessantes machen müssen. Dass sie endlich wieder einmal konstruktiv sein können.

Die erarbeitete Lösung wäre im Prinzip für viele der Firmen interessant gewesen. Auch für die Firmen, in denen die Leute arbeiten, die am Wochenende begeistert ihren Teil beitrugen. Ganz allgemein gesagt, gibt es viele Einsatzbereiche für solche Sachen – deshalb wollten einige ja auch wissen, wie das im Detail funktionieren kann. Was hält diese Firmen von ihrer ureigensten Aufgabe ab? Was lässt sie ihre Mitarbeiter daran hindern, an der Zukunft der Firma zu arbeiten?

Doch was treibt Leute an, statt die Zeit, die sie mit Familie, Freunden und Bekannten verbringen könnten, mit einer Aufgabe aus ihrem Arbeitsbereich zu füllen – einer Arbeit, von der die meisten sagen, dass sie nicht (mehr) befriedigend sei, dafür aber immer öfter destruktiv sein können. Was treibt sie an? Sie selbst sagen:

Es wurden „nebenbei“ Erfahrungen ausgetauscht und es erwies sich, dass sich die meisten einig waren, dass sie heute nur in die Arbeit gehen, um vom Arbeiten abgehalten zu werden. Jeder hatte gleich mehrere Geschichten über „nicht nachvollziehbaren“ Entscheidungen und Phänomenen, die nur dann „begründet“ wären, wenn es Tabu Bereiche gäbe. Und ja, spontane Umfragen ergaben dass „in alles, was die gewünschte Internet-Welt nutzt oder braucht, unterstreicht, Geld ohne Ende bekommt, alles, was Alternativen schaffen oder die gewünschte Welt auch nur in einem schlechten Bild erscheinen lasse, nicht unterstützt, meist sogar bekämpft wird“. Einer resümierte: Sie wollen eine Parole erfüllen, egal, was es kostet, egal, was die Fakten sagen, sie wollen die Welt zwingen“.

Dann wurden massive Manipulationen und Beeinflussungen besprochen, die der Welt eines Erdogans gerecht werden würden. Neben „Alternativen Fakten“, die sich an Wünschen orientieren und als fast magisch angesehen werden, gibt es das Prinzip: „der Zweck heiligt die Mittel“. Dann kippte die Stimmung, weil die These: „Wie in den Staaten, so auch bei uns – in zwanzig Jahren“ aufgestellt wurde, und sich alle einig waren, dass sie solche Verhältnisse nicht haben wollen.

Ob das nun Amerika-Bashing sei? Fragte einer und er wurde mit ganz grossen Augen angesehen und es wurde ihm gesagt, dass er doch bitte erst Lesen, dann Denken, dann Fragen oder Schreiben solle, denn dann hätte er Gelesen, dass die USA als Beispiel diene, nicht als Ziel, dass die Beobachtung „versetzte Wiederholung“, als These aufgestellt wurde und deren Ergebnis unerwünscht sei. Der Frager hakte nach: Klingt aber stark nach AfD!? Und er bekam zur Antwort: Die AfD rege sich nur gerne auf – hier ginge es um Lösungen, Alternativen und Möglichkeiten. Gelegentlich um Utopien, weil weder das einzelne Mitglied noch die ganze Gruppe die Möglichkeiten hätten, das, was nötig sei, durchzusetzen.

An dieser Stelle meldete ich mich zu Worte und meinte: „Es ist nötig und möglich, darüber zu sprechen und Ideen zu entwickeln. Alles was nun nötig ist, um die Dinge zu ändern, sind nun da: Ideen und Tatkraft. Beides mag allein und für sich als nicht stark genug erscheinen, aber das sei an dieser Stelle auch nicht wichtig, wichtig sei, dass die ersten Schritte gegangen wurden und ob sich alle weiteren benötigten Eigenschaften einstellen, hängt davon ab, ob weitergegangen wird, es ist noch nicht einmal wichtig, wer da weitergeht, nur, dass jemand weitergeht. Die ersten Schritte wurden gemacht, wenn weitergegangen wird, dann kann das was werden.

Plötzlich redeten alle wieder von der aktuellen Aufgabe. War ich erfolgreich oder -los? Trägt einer die Ideen weiter, redet aber nicht mehr davon, oder habe ich alle vertrieben? Es gab mehrere Meinungen dazu – doch ich will die hier nicht wiedergeben sondern das allgemeinen zur Diskussion stellen.

Auch zur Diskussion stellen, will ich, ob diese Welt wirklich so destruktiv ist, wie sie so vielen erscheint?

Ein anderer meinte, dass wenn es möglich wäre, ein digitales Werkzeug zu schaffen, das es dem Endbenutzer ermöglichen würde, ohne eigene IT oder noch schlimmer: ohne eigene handwerkliche oder wissenschaftlichen Kenntnisse etwas machen zu können, dass es dieses Produkt nie geben würde. Früher nicht, weil die Handwerker Gilden sich absprachen und heute – weil es andere Gilden gibt, die dasselbe machen wollen. Ihnen ist wichtig, dass sie die Kontrolle behalten wollen über die Produkte, die auf den Markt kommen? Wäre es z.B. denkbar, dass das Internet nicht aus Menschenfreundlichkeit sondern nur zu Zweck der Überwachung und zum Spionieren (es stammt schliesslich aus dem militärischen Bereich) geplant und auf den Markt gebracht wurde und die Märkte bewusst manipuliert wurden, dass nur solche Produkte es schaffen können, wenn sie bestimmte Qualitäten erfüllen? Was würde das wirtschaftlich und gesellschaftlich bedeuten?

Können wirtschaftlich disruptive Ereignisse gehandhabt werden?

Das hängt ganz vom Wirtschaftssystem ab. Im aktuellen geht es bei disruptiven Ereignissen für die Betroffenen um alles. Sie haben einiges investiert und haben einiges zu verlieren, ausserdem haben sie gelernt, dass sie sich durchsetzen müssen, mit allen Mitteln, oder verlieren – alles. Kein Wunder, dass derart konditionierte Menschen dazu bereit sind fasst alles zu tun. Unser gegenwärtiges System unterstützt das nicht nur, es fordert es – heute ging es auch anders.

Wer „es“ geschafft hat, wer sein Produkt etablieren konnte, der hat viel geleistet: Zuerst hat er Gespür für den Markt bewiesen und er hat den Biss gehabt das Produkt und die Produktion aufzubauen und weitgehend zu optimieren. Dann hat er den Markt erschlossen, den Verkauf organisiert und / oder aufgebaut. Dann hat er versucht sich auf dem Markt zu halten, ihn auszuweiten, evtl. ihn zu dominieren, dabei den Kunden an das Produkt anzupassen, weil es einfacher wurde, den Kunden und Stimmungen zu „optimieren“ statt das Produkt selbst. Dabei hat er viel Kraft darauf verwendet alles, was „anders“ war, klein zu reden, die Befürworter und das Andere zu diskreditieren – mit allen Mitteln (hier beginnen die gruppendynamischen Effekte und die Hybris, den Markt steuern und lenken, zumindest ihn und den weiteren Verlauf des Marktes planen zu müssen (bitte immer im Hintergrund behalten: Das passiert, um lange verschleppte Entwicklung zu verhindern und zu verschleiern)).

Disruptive Ereignisse werden i.d:R. erst zu einem Thema, wenn das Produkt überaltert ist oder der Markt dominiert und Entwicklungen verhindert wurden. Eine andere Gelegenheit bietet sich für disruptive Ereignisse nur, wenn mehrere Produkte gleichzeitig versuchen den neuen Markt zu bedienen.

Dass ein solches Ereignis in anderen Phasen eines Produkts oder Marktes geschehen, ist sehr unwahrscheinlich, denn solange der Kunde mit dem Produkt zufrieden ist, tendiert er dazu, dass Änderungen in das bestehende Produkt aufgenommen werden sollen (er sieht die Änderung als eine interessante Erweiterung des Originals) – was meist verhindert werden soll (da sonst mit der Zeit immer mehr beim Produkt „mitreden“ wollen, was mit der Zeit die Dominanz des Marktes in Frage stellen würde.

Mit den Patentfragen geht es meist auch um viel Geld – und um viele verpasste Gelegenheiten: Rund um die aktuell geschützten Märkte gibt es massenweise patentierte Produkte, die der Kunde gerne kaufen würde, die aber nie angeboten werden, weil der Platzhirsch um seinen Einfluss bangt.

Wirtschaftlich wirken sich solche Dinge wie folgt aus: Die Produktion und die Geschäfte des Platzhirsches werden immer weiter optimiert und der Markt immer intensiver manipuliert. Neue Produkte sind teurer als bereits optimierte und der Platzhirsch hat ein Interesse daran, dass Ausstattungs- „Teile“ nicht mehr Gewinn abwerfen, als das Grosse und Ganze (denn wenn der Teil genauso erfolgreich ist, wie das eigene Produkt (was unumgänglich ist, wenn es „mit“ dem eigenen Produkt vertrieben wird), dann steigt die Gefahr, dass das Teil so viel gewinnt, dass es das „Grosse und Ganze“ kaufen könnte).

Basiert die Wirtschaft auf Auseinander- und Durchsetzung , werden selbst kleinste praktische Erweiterungen wie potenzielle disruptive Ereignisse behandelt, weil von diesen Gefahren ausgehen, die man den „Kleinen“ nicht zutrauen würde.

Dabei wird der Arbeitsmarkt zwei mal geschädigt: Die Produktion des „Grossen und Ganzen“ wird immer weiter optimiert und benötigt immer weniger Mitarbeiter und da die Innovationen kaum eine Chance bekommen (solange sie keinen bereits etablierten Hersteller finden), werden auch keine neuen Arbeitsplätze (Innovationen benötigen aktuell noch mehr manuelle Tätigkeiten) geschaffen.

Kann man das also handhaben? Kann es ein Wirtschaftssystem geben, das nicht destruktiv sondern konstruktiv aufgebaut ist? IvaP schafft das locker: Wer etwas erfindet, der kann das Produkt von Anfang an recht günstig produzieren (wenn es richtig gut geht, dann finden sich auch genügend, die den Herstellungsprozess verbessern).

Die Hersteller finden es nur gut, wenn neue Produkte auf den Markt kommen, weil es ihre Geschäfte belebt. Den Verkäufern, Designern und Individualisierer geht es ähnlich. Mit anderen Worten: Disruptive Ereignisse werden geradezu herbeigesehnt, geschehen aber immer seltener, weil es eine bei weitem kontinuierlicher Entwicklung gibt, als bisher.

Selbst der Erfinder kann sich gut mit den Ereignissen anfreunden, denn er wird nach Masse bezahlt und gewinnt, wann immer sein Produkt von anderen aufgegriffen wird, selbst wenn es disruptive Ereignisse geben sollte, dann haben seine Ideen längst den Weg in andere Produkte gefunden und werfen für eine gewisse Zeit kontinuierliche Gewinne ab.

Anfangs saniert er sich, könnte evtl. Privatier werden, doch selbst wenn seine Idee oder Produkt plötzlich verebben würde, würden die Gewinne nicht verebben, denn es gibt eine Weile noch etwas oben drauf: Oft mehr als er mit dem eigenen Produkt verdient hat, wenn die Idee oder beten Teile davon aufgegriffen und den Weg in viele andere Produkte findet, diese aufwertet und ihm einen Obolus zahlen.

Ein paar Menschen werden diesen Weg gehen, andere werden mit mehreren kleinen Ideen, kontinuierlich gut leben können, dazu kommen die „ganz normalen“ Arbeiten, denn Ideen sind „nur“ ein Zubrot, das aber eine gewisse Attraktivität hat.

Mit einem Wort: Disruptiv sind diese Dinge nur dann, wenn der Markt und das Wirtschaftssystem darauf setzen und das Gegeneinander und das „the winner takes it all“ statt „win-win“ Situationen zu bevorzugen – nötig sind diese Dinge nicht.

Hier soll nicht diskutiert werden, ob das auch früher hätte gemacht werden – diese Diskussion hätte von Menschen geführt werden sollen, die es heute schon lange nicht mehr gibt. Das ist vorbei. Es kann aber gezeigt werden, dass es heute anders gemacht werden könnte – falls man wollte.

Kurz und bündig

Was hältst Du von „starken Männern“? Sie entstehen ihm Chaos und sie brauchen das Chaos – besser wird es nicht, denn sie verstecken (bestenfalls organisieren sie) das Chaos nur; zumindest die Korruption bleibt. In diesem Umfeld muss Wirtschaft chaotisch bleiben – besser würde es mit einem funktionierenden Rechts- und Gesellschaftswesen werden.

Könnte das die Türkei, Ungarn, Polen und Russland etc. ? Diese Frage sollen andere beantworten. Dazu kenne ich die Länder und die Menschen dort zu wenig.

Kann das Referendum in der Türkei als Indiz – und wenn, für was – gesehen werden? Ein demokratisches Referendum könnte das vielleicht leisten – aber da in der Türkei keine Meinung sondern Stimmungen, die durch Gruppendynamiken die Menschen vor die Wahl: „Vielleicht Ruhe im Staat oder sicher weiter Krieg – kann ich mich für ‚Ruhe‘ und ‚Frieden‘ tief genug und lange genug ducken und verleugnen?“ stellen, ist das Ergebnis nicht weiter relevant für dieses Thema.

Was folgt auf das Referendum? Einige meinen, dass, egal wie es ausgeht, die Unterdrückung in der Türkei weitergehen und intensiviert wird – sie meinen, dass das Referendum so oder so nur die Rolle eines Sündenbocks spielt. Andere meinen, dass es aufhört, wenn er es gewinnt, wieder andere antworten darauf, dass es dann erst richtig losgehen wird. Die meisten sind der Meinung, dass das Referendum nur ein Auftakt ist. Manche hoffen, dass es sich auf die Türkei begrenzen wird – aber wie? Gegner, die er ja braucht, um es weiter eskalieren zu lassen, gibt es in der Türkei selbst kaum noch. Die müssen – seiner Ansicht nach – schon von aussen kommen. Das wird auch in den anderen Staaten, die autoritär geführt werden, so gesehen.

Du äusserst häufiger die Meinung, dass es das Auto weiter geben wird. Warum? Weil der Mensch mehr als nur Mobilität will; z.B.: Repräsentation und Spass. Auf dem Land wird sie Pate stehen. Auch bestimmte Innenstädte oder Ballungsräume, werden sich für (Elektro-) Autos entscheiden statt für City-SynErgy. Dazu kommen Rennen und Touren. Ebenso wird es Traditionalisten geben und, – vielleicht das Wichtigste – es dauert eine Weile bis die neue Mobilität überall angekommen ist.

USA und Trump? Wozu jemanden kommentieren, der nur an Taten zu messen ist? Der Tag ist lang und Trump redet viel. Er hat keine Meinung, weil er offen für alles und nicht taxierbar sein will und dadurch am offensten für Manipulation wird. Interessant wäre an ihm nur, wer bei ihn gerade das Sagen hat. Aber ich denke das ist klar: Er wird ein Getriebener der Entwicklungen sein, nachhinken und hinterherrennen und die Lösungen von vorgestern liefern. Mehr als Kontrapunkte wird er nicht setzen können. Die USA verlieren unter ihm an Einfluss und die meisten sind bereits daran, den Kuchen neu zu verteilen.

Wann kommt SynErgy? Und wovon träumst Du nachts? Die Politik und die Wirtschaft sind zu feige. Ausserdem befürchten sie, die „Kontrolle“ zu verlieren (dabei zeichnet sich heute schon klar ab, dass in Zukunft die Autoindustrie von anderen Ländern (USA und China) betrieben werden wird, sie machen sich aber noch Hoffnungen bzw. Illusionen). SynErgy kommt erst, wenn sie es als ihre Idee verkaufen oder sie sich als die Macher darstellen können.

Warum machen es die Macher nicht? Mal sehen, zwei hatten merkwürdige Unfälle, einer liegt seit langem im Koma. Andere bekommen keine Aufträge mehr und werden geächtet – was zumindest vermuten lässt, dass sie bekannt sind. Darüber hinaus haben sie sich bei den Ämter gemeldet und wurden abgewimmelt – da sie es vorher mit denselben Leuten zu tun hatten und damit Erfolg hatten, kann das mit Fug und Recht behauptet werden. Da wundert es nicht mehr, dass sich niemand an sie gewendet oder mal nachgefragt hat. Es fehlt etwas am Geld und zwei oder drei Tests müssten noch gemacht werden (um die staatlichen Anforderungen zu erfüllen). Es ginge schnell – zu schnell, nach deren Geschmack.

Aber ist SynErgy nicht disruptiv? Kann man das handhaben? Was soll an SynErgy (und IvaP etc.) disruptiv sein? Die Konzepte zeichnen sich ja genau dadurch aus, dass sie die aktuelle Situation mit minimalen Mitteln so umbauen, dass es wirtschaftlich und gesellschaftlich weitergehen kann und sich Perspektiven – für alle – öffnen.

Arbeitsplätze? SynErgy schafft an Knotenpunkten wirtschaftliche Zentren – Arbeitsplätze. Es ist zu bauen und damit ändern sich auch die Gesichter der Städte – auch das ist Arbeit. Das ist so viel Arbeit, dass wir Maschinen dazu brauchen werden. Dezentrale Produktion schafft Arbeitsplätze. Selbst die durch die neuen Techniken gefährdeten Arbeitsplätze würden schlicht ersetzt werden können: Motorenbau wird abgebaut? Kein Problem: Da SynErgy viele Berührungspunkte mit der Erde hat und die Umgebung dort – weil sich die Dinge ändern – umgegraben wird, können etliche von diesen für Erdwärme genutzt werden (einer hat ausgerechnet, dass im Sommer zusammen mit „grünen Fassaden“ die Temperatur in den Städten unter der des umgebenen Landes liegen könnte). Erdwärme können Sterling-Motoren antreiben, die sehr kontinuierlich Energie liefern (aber auch gesteuert werden können), die SynErgy grundlastfähig machen kann. SynErgy und IvaP schaffen Arbeitsplätze – die aktuellen Vorgehen schaffen sie ab. Vorsichtige Schätzungen zeigen, dass die EU eher die umgekehrten Probleme als heute mit Arbeitsplätzen hätte (wenn es ohne IvaP, das mit der Arbeit, die die Menschen vor Ort liefern können, auskommt, umgesetzt wird).

Warum macht man es nicht? Aktuell fehlt eigentlich nur der politische Wille. Der fehlt vielleicht, weil sie sich an den Transrapid und andere Infrastrukturprojekte erinnern, die nicht gut gegangen sind. Sie trauen sich nicht und werden darin von denen bestätigt, die bereits den Abgesang auf Industrie und Arbeitsplätze mit ihrem: „Weiter so – Gewinne machen, solange wir das noch können. Auf die kommende Sintflut dann mal Prost“ singen.

Wie wichtig wäre Europa und der Westen dann noch? Ideal umgesetzt ist mit IvaP und SynErgy jeder Ort, an dem sich Menschen zusammenfinden und arbeiten, wichtig: Regional, für die Menschen dort selbst; überregional, weil auch sie regelmässig Beiträge zur Erneuerung der Märkte und Produkte liefern.

Macht, Waffen und Nationen? Diese Art von Zusammenarbeit schafft Frieden. Ich weiss, das sind schlechte Nachrichten für „starke Männer“ – aber es gibt da ein paar Wettbewerbe, die extra für sie eingeführt würden, damit sie sich ihren Teil vom öffentlichen Jubel abholen können – wir denken doch an alle.

Was sagst Du zur Lage in Deutschland? Dass ich nicht an die Konstruktivität vieler Politiker glaube (am wenigsten den Politikern der AfD) – wen wundert das, bei den Erfahrungen mit SynErgy und IvaP? Sie wollen wiedergewählt werden, nichts anderes. Dass die CDU nun, wie die CSU das schon länger macht, die Bürger fragen muss, was die Politik machen soll, zeigt, dass sie keine konstruktive Beziehung zur Bevölkerung pflegen und ihrem Auftrag aus dem Grundgesetz: Meinungsbildung nicht nachgehen – sondern nur Eigeninteressen () Wiederwahl und gut in der eigenen Sippschaft dastehen) verfolgen. Deutschland, selbst das von ihnen am meisten angesprochene zentrale Thema: „Ruhe und Ordnung“ sind ihnen weniger wichtig, Terror ist willkommen (als Ausrede um Überwachung statt einer lebenden Gesellschaft (mit Meinungsbildung usw.) zu etablieren) – im Gegenteil: Je chaotischer es zugeht, umso wichtiger wähnen sie sich.

Gilt das für alle? Das gilt für alle, die das „leidende WIR“ leben – also falsch verstandene Gruppendynamik ala Nationalisten und Sendungsbeauftragte (Missionare mit Grabenkriegen), für sie sind diese Aktivitäten typisch – und das sind selten gute, positive, führende Menschen, sie sind Traditionalisten, die regelmässig die Zukunft verpassen – und darauf auch noch stolz sind. Aber es gibt andere: Also nein, das gilt nicht für alle. Da darf sich jeder aussuchen, wo er steht und wohin er eigentlich will.

Und wo ist der Unterschied zu den anderen, den schlechten Staaten? Dass alleine schon diese Frage gestellt wird, zeigt, dass das „leidende WIR“ gelebt wird – langweilige, schlechte Zeiten sind das, in denen wir leben – müssen.

wirtschaftliche Vor- und Nachteile rund um SynErgy und IvaP

Es scheint so manchem schwer zu fallen, die Vorteile von Vorschlägen wie SynErgy und IvaP zu sehen.

Da das nun doch etwas theoretisch wird, hier eine allgemeinverständliche Fassung vorab: Weil SynErgy und IvaP an der Stellschraube Zentralisation/Dezentralisation und dadurch indirekt an der „Gewinnmaximierung“ drehen, wird einiges geradegerückt, was aktuell schiefläuft. Details folgen.

Die kurze Variante ist, dass unsere Gesellschaft bewusst und gewollt an einer Wirtschaft festhält, die einige Konstruktionsfehler hat: Sie basiert auf einer übertriebenen Gewinnmaximierung und sie setzt zu sehr auf Auseinandersetzung statt auf Kooperation.

Kooperation ist in einer arbeitsteiligen Wirtschaftsorganisation die zentrale Schnittstelle zwischen den Beteiligten. Damit sie funktioniert, ist es notwendig, unter mehreren Anbietern ohne Spezialwissen vergleichen und einen wählen zu können. Monopole sind auch in diesen Bereichen für die gesamte Wirtschaft schädlich. Ebenso, wenn Schlüsseltechnologien oder Infrastrukturen ihre Position eher korrumpiert erfüllen, z.B. ein Kartell bilden und so massiven Einfluss auf alle anderen Märkte haben.

Kompetitive Strukturen und Motive in einer fairen (zumindest geregelten) Konkurrenz, sichern die Leistungsbereitschaft der Beteiligten, man kann auch „die altruistische Ausrichtung der aktuellen unternehmerischen Tätigkeit“ sagen. Geht diese allgemeine Ausrichtung verloren, dann bleibt der Egoismus übrig. Das ist ab einer bestimmten (Markt-) Dominanz (durch Grösse, Monopole oder Protektionismus in jeder Form) der Fall. Wenn der Markt sich nicht mehr am Kunden orientiert, dann lenkt und drängt (ond gängelt) der Markt einen nahezu hilflosen Kunden

Die alte These, dass Egoismus als Motivation dienen kann, stimmten – wie alle „kann“-Regeln gelegentlich. Wir haben viel Energie aufgewendet, um den Menschen den Egoismus nahezubringen und sie darauf zu konditionieren. Die meisten, die die Vorzüge interagierender Gruppen kennenlernen, tendieren ganz von selbst dazu, sich auch einzubringen, denn das wird vorgelebt – Egoismus dagegen baut auf Zerstörung, ist destruktiv und wird instinktiv abgelehnt. Egoismus muss sich eine Gesellschaft leisten können.

Bei der Gewinnmaximierung ist ein längerer Weg von einer konstruktivem Moment entwickelt sie sich schrittweise zum Destruktiven hin. Glaubt man dem Kredo, dass Gewinnoptimierung immer gut ist (die Grenzen zeigen dann die Märkte auf) stimmen nur, wenn die Märkte funktionieren – das tun aber die wenigsten Märkte, denn die meisten sind gesteuert – freie Märkte gibt es sehr selten und sie sind gefürchtet, denn man kann es sich in ihnen nicht gemütlich machen.

Zur Gewinnmaximierung gehört alles, was unternommen werden kann, damit es das Produkt gibt, es verbessert, variiert und es besser am Markt positioniert und wie man es billiger und / oder schneller produzieren (manuell, Klein- / Mittel- Grossserie oder industriell, automatisiert) kann. Die Tätigkeiten, um und am Produkt selbst sind weniger kritisch (vor allem dann, wenn es wirklich weiterentwickelt und wenn sich daraus ergebende neue Produkte weiterverfolgt werden) aber bei den Aktivitäten am Markt und bei den Interaktionen mit der Politik wird es schnell kritisch.

Die Grenzen der Maximierung erkennt man, wenn der Aufwand gegenüber dem erhofften Gewinn einfach zu gross und damit nicht mehr lukrativ wird. Das ist ein Zeichen dafür, dass aus dem Produkt ein voll angepasstes / durch optimiertes Spezialprodukt wurde. Wer in diese Situation gerät hat sicher den Markt aus den Augen verloren oder vertreibt ein Nischenprodukt. Der Ausweg ist über weitere, dem eigenen naheliegenden, Nischenprodukten den Markt zu erweitern um wieder einen breiteren Markt zu finden..

Übrigens: Wer es mit der Optimierung übertreibt, der landet schnell in einem unflexiblen Moment, das durch die kleinste Änderung des Marktes vollständig einbricht und neu gemacht werden muss. Bei 70% liegt i.d.R. das vernünftige und noch flexibelste Maximum.

Das bedeutet in der Gegenrechnung ca. 30% manuelle oder zu steuernde Produktionsanteile übrig. Ein weiteres Moment ist auch interessant: Wenn die Produktion verbessert wird und die nun erreichbaren neuen Kunden um denselben Betrag wachsen, bleibt alles gleich. Das sollte aber mit etwas Vorsicht gebraucht werden, denn es ist nicht sicher, dass die aktuellen Mitarbeiter die neuen Arbeitsschritte leisten können.

Volkswirtschaftlich ist Gewinnoptimierung neutral, wenn durch die Optimierung neue Märkte oder Kunden erschliessen und dadurch die Abläufe mehr Personal benötigen und die neuen Märkte andere Märkte (z.B. die, in die sie dringen) nicht zu sehr belasten, oder wenn sie den Markt entsprechend beleben.

Volkswirtschaftlich sind die Grenzen der Gewinnoptimierung schneller erreicht als betriebsintern. Sie werden erreicht, wenn die Gewinne zentralisiert und die lokalen Arbeitskräfte massiv abgebaut werden und wenn es keine ausgleichenden Momente gibt. Mit anderen Worten: Wenn die Innovationen weniger Arbeitsplätze schaffen als durch Gewinnoptimierung verloren gehen, dann werden die Effekte hier spürbar und bringen evtl. die Politik ins Spiel.

Durch grosse Produktionseinheiten kann man „für die ganze Welt“ produzieren. Nach der „idealen Theorie“ produziert jeder ein Teil für die Welt und kauft alles andere ein – das gleicht sich aus? Nur dann, wenn die zentral einfliessenden Gewinne lokal verteilt und nicht abgezogen werden.

Die Politik hat nicht viele Eingriffsmöglichkeiten. Zwar kann über einen Bann von Optimierungen, die einzig der Zentralisierung der Gewinne dienen und nur deshalb dem Arbeitsmarkt massiv schaden, gesprochen werden, aber ihn über die Gesellschaftsarbeit wie z.B. der Aufforderung, dass der Markt diese Entwicklung nicht unterstützen soll (und da gibt es das grosse Argument, dass kein Kunde einen spürbaren Schaden hat sondern meist den Vorteil einer höheren Qualität geniessen kann) diese in Gesetzen umsetzen zu wollen, dürfte schwer werden, da sollten sich Leute dazu äussern, die das besser beurteilen können.

Politisch gibt es jedoch ein gewichtiges Interesse, dass die minimale Grundversorgung bestimmter Regionen gegeben ist und es deshalb auch sicherzustellen ist, dass es das benötigte Wissen und handwerkliches Können vor Ort gibt, ebenso dass die Versorgung für eine bestimmte Zeit gegeben ist. Kombiniert mit Landschafts-, Kultur- und Traditionspflege kann das mit „Urlaub in der Region“ (Bauernhof, Altertum, Theater usw.) finanziell unterstützt werden.

Globalisierung ist ein Thema für sich, ist aber von den hier genannten Faktoren oft betroffen, da sie heute so gestaltet ist, dass die pure betriebswirtschaftliche und egomanische Sichtweise mit einer Fixierung auf Gewinn und Finanzmarkt betreibt, weil sie der Meinung ist, dass es den Staat an sich nicht braucht, da alles Markt ist und die Massen nur Kunden, keine Menschen und erst recht keine Kultur oder Bildung benötigen, falls sie es sich nicht leisten können (das ist praktisch, denn es schützt die eigenen Märkte und Möglichkeiten weil so viele Talente in der Versenkung bleiben und die eigenen Planspiele nicht mehr stören können).

Würde die Wirtschaft in mindestens drei Bereiche (lokal, regional, überregional (national / international)) unterteilt und dort die minimale Grundversorgung für eine bestimmte Zeit angestrebt (was passiert heute im Katastrophenfall? Wie lange dauert es, bis Hilfe von Aussen kommen könnte, würde es die geben? Was wäre nötig und wie kann das organisiert werden?) würde, am besten über einen längeren Zeitraum, sagen wir zehn Jahre, und das kombiniert mit einer Absicherung der Gefahren der industriellen Produktion (z.B. Monokulturen, Hagel mag in diesen Grössenordnungen nur die Gewinne reduzieren aber eine Krankheit oder Frost würde Totalverlust und evtl. einen weiteren Anbau auf dem Boden unmöglich machen. Es werden entsprechende Massnahmen in der Landschaft nötig um industrielle Bereiche soweit wie möglich zu trennen und zu schützen, dass lokal auf andere Produktionsweisen umgeschaltet werden kann usw..

SynErgy hat Effekte

Ein Bild sollte es sein! Eines, das SynErgy zeigt. In aller Pracht. Ich bat jemanden darum und der lehnte mein Anliegen schlicht und rundweg ab: „150 Meter hoch, 2 Meter Durchmesser und durchsichtig; die Ringe: Eine zentrale Röhre mit 10 cm Durchmesser, der Rest ist ein verspanntes Gitter? Mehr als eine ganz dünne Linie und die auch nur im klaren Himmel sieht man nicht: Das Ding ist praktisch unsichtbar, ausser Umgebung sieht man auf dem Bild nicht.“ Nichts wollte ich Euch nicht geben. Alle anderen Illustrationen sehen aus wie Autostudien oder wie beim Flughafen auf den endlosen Bändern.

Grundsätzliches zuerst. Sowohl die Bauweise der Röhren, des Unterbaus als auch bei den Wagen und Antrieben wird anfangs auf Pluralität gesetzt. Das beginnt bereits bei der äusseren Form, sie kann rechteckig, rund oder alles dazwischen sein – denn unterschiedliche Situationen bevorzugen unterschiedliche Formen, Wagen und Antriebe. Das mag mit der Zeit ausdünnen, Lösungen können mit der Zeit zusammenwachsen, zusammen prügeln muss man sie nicht. City-SynErgy zeigt, dass Modifikationen zu praktischen Lösungen führt: Andere Geschwindigkeiten ermöglichen leichtere Bauweisen, die relative Bodennähe ermöglichte die „Fussgängerbänder“und die Lieferröhren.

Eine Frage, die häufiger gestellt wird ist (sinngemäss): „Sieht man was? – oder sieht man nur in die Röhre?“. Da es verschiedene Bauweisen gibt, kann das pauschal nur mit „mal mehr, mal weniger“ beantwortet werden. Je gerader und dünner das durchsichtige Material ist, umso besser und schärfer sieht man durch. Manche wollen die Innenseite der Röhre oder die des Wagens mit aktiven Folien bekleben, die die Umgebung zeigen. Einer animierte das – wenn der ganze Wagen (incl. dem Boden beklebt) wird, ist das ein Erlebnis das manchen ans Fliegen erinnert, andere daran, dass sie einen empfindlichen Magen haben.

In der Röhre können die Fahrzeuge sehr leicht gebaut werden. In der leichtesten Bauweise sind das gut unter hundert Kilogramm für ein Mehrpersonenfahrzeuge. Die Antriebs- und Steuereinheit kann ausserhalb des Fahrzeugs in der Röhre untergebracht werden. Die Luftverdrängung spielt eine ganz andere Rolle und erleichtert meist die Sache z.B. kann mit kleinen Antrieben, schnell gefahren werden.

Manuelle oder automatische Steuerung? In der Röhre ist nicht viel zu steuern und wenn, dann ist auf den Punkt zu steuern – automatisch ist besser. Dafür spricht auch, dass die Steuerung nach aussen, in den Antrieb wandert. Diese Steuerung ist sehr einfach und zuverlässig, zudem gibt es in der Röhre weder Fussgänger, spielenden Kinder oder Gegenverkehr. Nur die Distanz zum Vorfahrer, die Geschwindigkeit und der Wechsel der Röhre sind zu steuern, darüber hinaus meldet die Röhre unmittelbar wenn sich irgendwo eine Beschädigung ereignet hat und was zu tun ist.

Wie wird es gebaut? Die Röhren selbst sind leicht und benötigen eher eine Verankerung als einen massiven Unterbau (er wird schnell schwerer als die Röhren selbst). Bei Kurven spielt die Geschwindigkeit eine Rolle. Es gibt Berechnungen für Mauern und Pfeiler aus verschiedenen Materialien (je leichter der Unterbau ist, umso höher kann er werden).

Höhe hat viele Vorteile u.a. dass man nicht in Fenster sehen kann, dass über Gebäude und Bodenerhebungen gefahren werden kann und dass ab einer bestimmten Höhe Wind geerntet und über Gefälle Flüssigkeiten geleitet werden können). Es ergibt sich eine Optimierungsrechnung zwischen Höhe, Unebenheiten und zusätzlichen Nutzen.

Antriebe? Alles ist möglich. Wahrscheinlich werden es elektronische Antreibe sein doch selbst Verbrennungsmotoren wären möglich, sie benötigen mehr Aufwand, würden aber durch die Verbrennung das Luftvolumen erhöhen und damit den Ertrag beim Austausch der Luft in der Röhre.

Energie? Es gibt viele Momente und die unterschiedlichsten Formen von Energie, die gewonnen bzw. geerntet werden können:

Zur Belüftung der Röhren ist ein regelmässiger Austausch der Luft nötig. Die angezogene Aussenluft wird von der bewegten Luft in der Röhre beschleunigt, damit das kontrolliert werden kann, sind Rotoren nötig, die tendenziell bremsen statt antreiben. Beim Bremsen generieren sie Strom statt ihn verbraucht.

Der Druck der bewegten Fahrzeuge gegen die Röhrenwand kann unterschiedlich genutzt werden: Piezoelemente oder mechanisch um Druckluft zu erstellen (die auch beim Austausch der Luft anfallen kann). Mit der Druckluft kann z.B. mit Hilfe von Wirbelrohren die Klimatisierung unterstützt werden oder bei City-SynErgy (eine spezielle Lösung für den Nahverkehr in Ballungsräumen) die Personenplattformen bewegen.

Die Klimatisierung der Röhre wird wegen der Sonneneinstrahlung nötig, weil sie die Luft in den Röhren aufheizt. Das kann durch häufigeren Austausch der Luft in der Röhre erreicht werden, doch das steigert die Baukosten, senkt den Ertrag und steigert den Energieverbrauch der Antriebe.

Baulich kann eine offene Schale zur Beschattung helfen. Es entsteht ein Zwischenraum, der unterschiedlich genutzt werden kann (z.B. als Gewächshaus für „urban farming“). Die Nutzung kann mehr Gewicht und höhere Belastungen durch den Wind mit sich bringen, das wirkt sich auf den Unterbau aus. Allerdings liefert er je nach Nutzung auch etwas: Wenn in der Schale Algen z.B. Wasserstoff erzeugen, dann kann dieser direkt zum Antrieb der Fahrzeuge in der Röhre genutzt werden, auch die Biomasse der Algen, kann dazu genutzt werden. Der Ertrag kann durch „künstliche Bäume“ (sie entziehen der Luft CO2 der von den Algen direkt verbraucht wird) gesteigert werden. Die Algen können auch anderes produzieren: Andere Stoffe und Gase, angeblich aber auch Medikamente usw.).

Über Wärmepumpen die die Fläche und Bodenwärme unter den Röhren sowie die Umgebungsluft nutzen, kann eine grundlastfähige, kontinuierliche Energieerzeugung zusätzlich zur Windenergie und der Ernte eines Teils der „bewegten Luft“ in der Röhre, und dem Sonnenschutz, evtl. auch der Drücke wird genügend Energie dezentral erzeugt, die Gewinne können der Region zu Gute kommen.

Es wird eine landesweite und flächendeckende Grundinfrastruktur geschaffen. Das ist ideal wenn neu erschlossen werden soll aber auch der allmähliche Umstieg wird möglich und leichter handhabbar. Da drei grosse staatliche Aufgaben kombiniert werden, bekommt man zum Preis von einem drei Lösungen plus ein Innovationskeim da über diese drei Bereiche hinaus die grossen Strukturen auch für Produktion und Büroräume und Wohnungen (sie werden „Schwalbennester“ genannt, weil sie wie Schwalbennester unter die Röhren „geklebt“ wirken (oft zur besseren Steuerung und Nutzung des Windes) genutzt werden können.

Was ändert SynErgy wirtschaftlich? Da mindestens drei Aufgaben in einer Lösung erledigt werden, ergeben sich solide Einsparungen für Land, Staat und Region. Zudem bleiben die Gewinne, die heute für Mobilität ausgegeben werden (in Form von Benzinkäufen) oder in grosse Konzerne abflossen, in der Region ebenso schafft es einige Arbeitsplätze. Wie immer, wenn neue Strukturen entstehen, entstehen auch neue Möglichkeiten und Nutzungen – es ändert sich etwas. SynErgy wird am besten mit IvaP kombiniert, denn IvaP (Individuelle, vollautomatische Produktion) ist etwas, das sich aus dem aktuellen wirtschaftlichen Geschehen ergeben wird, doch aktuell kann man das noch regeln, es steht z.B. an zu regeln, wer die Gewinne einstreicht: IvaP belässt sie in der Region und strebt dezentrale Lösungen an; wenn dagegen grosse Konzerne die Gewinne zentralisieren, arbeitet die Wirtschaft nicht für die Bürger sondern gegen ihn und zum Wohle der Konzerne.

Und wie wirkt es sich auf die bestehende Wirtschaft aus? Der wichtige Punkt ist, dass die Strukturen kleiner und dezentraler werden: Arbeitsplätze entstehen durch die Individualisierung und paradoxerweise durch die automatische Produktion, da bei der Produktion die Vorteile der Massenproduktion auf Einzelprodukte angewendet werden können und deren Preise akzeptabel machen.

Zudem kann jeder jede Idee aufgreifen (der Nutzer zahlt dafür seinen Obolus, der Massenmarkt macht die Bemühungen für Ideengeber lukrativ), das macht ein Festhalten an Produkten aus reinem Kalkül schwer – das bedeutet, der freie Markt wir gestärkt und verfestigt sich statt in immer heftiger ausschlagenden Zyklen zu verlieren.

Grosse Strukturen werden aber die Zeit haben sich anzupassen (z.B. indem sie Büroräume, Produktion oder Lagerung anbieten, oder ihre Strukturen, ihren Verkauf und ihre Verbindungen nutzen lassen). Ihre Produkte wird es auch weiterhin geben. Wenn sie ihre Patente nicht freigeben, werden sich Alternativen finden – in dieser veränderten Umgebung, ist das fasst Pflicht: Wenn sie nicht mitarbeiten, gehen sie leer aus. Aber das muss nicht sein, denn sie können sich einbringen, sie haben vielfältige Möglichkeiten und die Wahl, sie können aktiv werden. Lediglich ein „den Markt an sich reissen“ ist neben anderen selbstverständlichen Punkten verboten.

F&A zu Erdogan und Trump

Erübrigt sich ein türkisches Europa-Referendum, wenn das Verfassungsreferendum schlecht für die Türkei ausgeht? Ja.

Warum wird es dann vorgeschlagen? Um den Eindruck zu erwecken, dass beides getrennt zu sehen wäre, dass beides nichts miteinander zu tun habe. Wieder mehr Schein als Sein.

Warum hat beides etwas mit einander zu tun? Weil mit dem Verfassungsreferendum z.B. die Todesstrafe kommen soll und eine ganz neue Türkei, die sich vollkommen neu der EU gegenüber positioniert. Todesstrafe gleich rote Linie zum Beitritt; wenn sich die Türkei bislang mehr oder weniger schnell auf die EU zubewegte, dann bleibt für etwas Neues nur das Gegenteil, also weg von der EU.

Ist einer, der Nein-Sagt einer der nicht türkisch sondern ein Terrorist ist? Nein.

Warum nicht? Wenn es tatsächlich eine demokratisches Referendum ist, dann kann auch nur eine demokratisch legitime Frage gestellt werden. Dumm dürfte die Frage sein, illegal nicht. Dann wäre das Ergebnis des Referendums nicht gültig und alles bliebe, wie es ist.

Wird Trump nun weniger trampeln? Es ist sehr viel wahrscheinlicher, dass er wieder einen Krieg erklärt. Ob er ihn den Republikanern erklären wird, ist nicht wahrscheinlich, operativ bis taktisch (weiter kommt er nicht), die ersten Zeichen weisen Richtung Demokraten. Der ausgesuchte und erklärte „Feind“ wird die Opposition sein – hinter den Kulissen wird er sich die repulikanischen Abgeordneten vornehmen

Und wird das demokratisch sein? Theoretisch kann es demokratisch sein, aber bei ihm?

Wie kann es demokratisch werden? Nur durch starke Kontrollgremien und Abgeordnete, die sich weder bestechen noch anderweitig korrumpierbar sind.

Und – sind sie das? Ich kenne diese Menschen zu wenig, um so eine Frage beantworten zu können.

Könntest Du sie für Deutschland beantworten? Nein.

Warum ist das so wichtig? Wenn Politik verhandelt wird, darf nicht alles zur Verhandlungsmasse werden – Rechtsstaatlichkeit ist die Basis, wer das Recht beugt, begeht einen massiven Fehler.

EU-Alternative oder Quo vadis EU?

Weil ähnliche Losungen anstehen, überfällig sind und sie sich geradezu aufdrängen – doch noch wird am Alten festgehalten, krampfhaft. Das Alte sind neben Staaten (die werden wohl bleiben) grosse Strukturen in der Wirtschaft (die politisch und wirtschaftlich gewollt und propagiert werden, um Erfolg und Stärke (im Sinne einer Macht, politisch und kämpferisch) darzustellen).

Hier diskutieren wir nicht, warum das immer so war, hier wird nur darauf hingewiesen, dass es heute andere Lösungen gibt.

Die angestrebten grossen (starken) Strukturen in der Wirtschaft, bremsen aus betriebswirtschaftlich nachvollziehbaren Gründen den Markt stärker als es für beide, Markt und Einzelbetrieb, gut ist. Werden aus grossen Teilnehmern gar Monopolisten, dann verschwindet der Markt für den Rest der Welt, denn er ist denkbar unattraktiv. Politisch wird dieser Markt dagegen attraktiver, da die Kommunikation mit dieser Art Markt aus politischer Sicht einfacher ist.

Das Beste, was solch einem Markt passieren kann, wäre eine zufällige Entdeckung auf einem anderen Markt, die eine passable Lösung darstellt, mit der es die Firma probiert und die angenommen wird.

Das kann zwar der Untergang der bewahrenden Firma sein, doch seien wir ehrlich, die Häufung von Fehlentscheidungen lässt nur ein Ende dieser Art zu. Selbst die „unsichtbare Hand“ geht vom vernunftbegabten Händler und Produzenten aus, der aus egoistischen Gründen sich am Kunden orientiert. Egoismus fordert Altruismus, wenn es auf Dauer klappen soll und man über die nötige Vernunft verfügt. Um es deutlich zu sagen: Gewinnmaximierung um jeden Preis und die Reduzierung der Wirtschaft auf diese einfache Formel (braucht sich nicht wundern, wenn das politisch, dann gesellschaftlich kopiert wird), demonstriert keinerlei Vernunftbegabung sondern nur den Wunsch, nach einer einfachen Welt.

Volkswirtschaftlich ist das Ereignis sinnvoll, da der Markt wieder offen ist und es wieder einen Markt gibt – viel aufbauende Arbeit statt puren aber die Arbeit abbauenden maximalen Gewinn.

Mit anderen Worten: Wenn der Markt aus betriebswirtschaftlich nachvollziehbaren Gründen erst immer kleiner wird und letztlich stirbt, ist keinem gedient; volkswirtschaftlich sind Märkte, die ständig Innovationen liefern, gesünder. Diese werden von Firmen alter Bauart jedoch gefürchtet und bekämpft, um möglichst lange (und viel) an der damals geleisteten Arbeit verdienen zu können.

Die aktuellen Aufgaben werden durch viele, kleine dezentrale und kooperative statt wenigen grossen, hierarchisch organisierten / geplanten Strukturen. Die 150er stellen eine Organisationsform dar, die auf Selbstorganisation setzt und das Dezentrale unterstützt, SynErgy liefert die Energie, Infrastruktur und Mobilität dazu und IvaP die konkrete wirtschaftliche Umsetzung. Es greift alles gut ineinander und unterstützt sich gegenseitig.

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Die Aufgabe der 150er ist es Grenzen zwischen gesellschaftlichen Gruppen zu durchbrechen, dadurch soll der gefährlichen Abgrenzung (heute: Echoblase) der einzelnen Gruppen vorgebeugt werden. Die 150er sind politische Gruppen, die gross genug sind, um bestimmte Aufgaben selbst zu lösen aber klein genug, um ständig auch auf andere Gruppen angewiesen zu sein. Sie sind durchlässig und fangen so die negativen Tendenzen der Gruppendynamik auf.

IvaP liefert die Firmen, die ab heute benötigt werden: Jeder macht, was er besonders gut kann und kooperiert ansonsten mit denen, die ihren Job besonders gut erledigen können. Wie geht das?

In einem Portal kann man seine Produktidee eingeben (Text oder Konstruktionszeichnung). Wer will, kann diese aufgreifen und produzieren lassen. Ideen können auch verändert werden, die Vorgänger haben nichts dagegen, denn die Masse macht es: Sie bekommen einen kleinen Lohn pro Verwendung der Idee und verdient umso mehr, umso häufiger dies geschieht.

Damit kann sich jeder in jedes Produkt einbringen, entweder Ideen und Verbesserungen für die Erarbeitung und Gliederung der Produkte in in den Arealen produzierbare Untereinheiten, den Arbeitsprozessen in den Arealen oder in die Produkte selbst liefern.

Was macht der Verkäufer? Er verkauft – dabei hat er die Wahl wie breitbandig er sich aufstellen will. Was macht der Produzent? Er produziert die Aufträge seiner Region zusammen mit anderen Produzenten. Was machen Designer? In Arbeit ertrinken, denn die Individualisierung wird ihnen Aufträge für spezielle Ereignisse einbringen und wenn sie etwas von Technik verstehen, können sie auch hier Anpassungen anbieten. Evtl. werden sie zu Ideengeber und Stilikonen – oft lokal geprägt, was die Produkte vielfältiger macht und flexibler, damit wird der Markt kundenfreundlicher und belebter als man das heute so gewohnt ist (denn einen freien Markt haben wir heute noch nicht).

IvaP ist ein Beispiel für die Anfangsthese, dass alles was dazu gebraucht wird, bereits angedacht wurde. Die Erarbeitung des aktuellen Fragenkatalog, war im Chat Schwertarbeit. die Antworten drängten sich dann auf. Man will das nur noch nicht, denn noch kann man Gewinne mit dem Alten machen und wer weiss, wie das dann wird, wenn alles anders wird? Auch diese Antwort drängt sich auf: Man wird überholt werden und schnell alle Gewinne verlieren. Das ergibt ich, weil es eben diese Ideen gibt – und damit die Quereinsteiger, denn disruptiv geht nur auf geschützten (heute könnte man auch „nur auf starken“) Märkten (sagen), freie fliessen – z.B. per IvaP.

IvaP macht etwas Altbekanntes: Gewaltenteilung. Es unterbindet damit die „Firmenphilosophie“, die, wenn die Firma gross genug ist, ganze Marktsegmente beherrschen. Da es nun immer die ganze Palette im Markt gibt, hat der Kunde die Wahl und eben nicht mehr diese Firmen, die oft genug der Meinung sind, diese Entscheidungen den Kunden abnehmen zu müssen (was in einem freien Markt unnötig ist und letztlich auf Planwirtschaft hinausläuft).

IvaP, SynErgy und freie Märkte benötigen gut ausgebildete Kunden und Beteiligte. Das eigene Produkt, im speziellen das häufiger erwähnte Lingua (ein Teilprodukt), wäre da hilfreich. Leider kann ich die voll angezogenen Bremsen nicht lösen.