Zum Inhalt springen

Fragen und Antworten um C/SE und DU und WIR

24. Mai 2020

Auf vielfache Nachfrage zu unterschiedlichsten Fragen kurze Antworten.

Viele denken gerade daran, ihre Arbeit neu zu strukturieren und zu überarbeiten, deshalb kommen erstaunlich viele Anfragen zu Gruppendynamik, generelle Arbeitsstrukturen und Varianten, viele beginnen mit grundsätzlichen Themen und fragen nach, wie das mit dem DU und WIR war.

Dann viele Fragen zur Mobilität speziell zu C/SE (City-SynErgy) wie es in pandemischen Zeiten wirken würde und wie würde sich das aufs Auto, Bahn und Flieger auswirken? Dieses Thema ist kürzer und für viele interessanter, deshalb keine langen Vorreden, auf gehts:

C/SE ist kurz und steht für City-SynErgy. SynErgy kombiniert die staatlichen Aufgaben für Infrastruktur bei Mobilität und Energie und war eine Basis für weitere Infrastruktur. Für die Stadt wurden einige Änderungen vorgenommen. Voll ausgebaut könnte man mit C/SE sich in einer der Kabinen von Haustür zu Haustür ohne Ampel oder einem anderen Stopp chauffieren lassen und das recht zügig: Oft mit 60 oder 100 km/h oder schneller. Binnen Minuten wäre man am anderen Ende der Stadt oder aus der Stadtmitte auf dem Land und umgekehrt. Für C/SE braucht man keinen Führerschein, Kinder, Kranke und Geschwächte wären so mobil wie ein Erwachsener mit Führerschein und Auto – nur schneller.

Man braucht keine eigenen Kabinen, manche Firmen werden sich jedoch welche anschaffen, um sie speziell auszustatten z.B. Handwerker.

Die Kabinen können gemeinsam genutzt werden aber auch individuell. Während Epidemien ist die wichtigste Wirkung die Vereinzelung und wegen der kurzen Fahrten ist der Aufenthalt in der Kabine kurz oft lohnt es sich nicht sich hinzusetzen. Mit ein paar Regeln sollten selbst Schmierinfektionen vermieden werden können. Die Mobilität könnte aufrecht erhalten bleiben, die Vereinzelung und kurzen Aufenthalte reduzieren die Ansteckungsgefahr. Kurz Bei Epidemien wäre C/SE hilfreich.

C/SE und Autos. C/SE erledigt die innerstädtische Mobilität weit besser als Autos und ja, C/SE verbindet auch die Stadt mit seinen Außenposten und mit anderen Städten und Dörfern besser, aber auf dem Land bleibt das Auto die bessere Option, die Stadt kann vollständig ausgestattet werden; Dörfer werden wahrscheinlich eher angebunden werden – nicht jedes Haus wird direkt angesteuert werden können, stattdessen gibt es eher Haltestellen.

Auch mit C/SE kann per Algen z.B. Wasserstoff oder andere Produkte hergestellt werden, dabei fallen große Mengen Algen an, aus denen man CO2 neutralen Sprit machen kann. Hier hilft C/SE dem Auto sogar wieder auf die Beine. Und dann kann mit C/SE gut und billig neue Gebiete durch sein Netz erschließen z.B. in Afrika, Indien und Asien. Auch hier wird es eher Haltestellen geben weil nicht jedes Dorf oder alleinstehendes Haus angeschlossen sein wird, da es nun auch dort Treibstoffe vor Ort gibt kann es auch Autos geben, allein schon weil es durch C/SE nun Infrastruktur gibt, gibt es auch gutes Internet etc. und neue Jobs – Kaufkraft und neue Märkte eben. Das ist eines der wenigen Wachstumsbereiche, die heute möglich sind, der zweite ist „von Menge zur Qualität zu wechseln“.

DU & WIR

 

Das DU ist auf die eigene Gruppe ausgerichtet, alle anderen sind „Fremde“, die aus irgendwelchen Gründen die Regeln nicht kennen – und dass sie deshalb den „Anderen“ gegenüber auch nicht gelten und sie deshalb auch nicht „über den Tisch gezogen“ werden können usw..

Das DU benötigt kaum interne Organisation denn jeder kann alles und erledigt die Aufgabe, wenn er sie bemerkt. Man lernt durch Zuschauen und Nachmachen.

Das DU braucht kein Wissen, es fürchtet es sogar, denn es basiert auf dem Bauchgefühl und baut auf Parolen. Der Grund ist: Da es kein „belastbares Wissen“ gab, ist jede Entscheidung so gut wie jede andere – Streit um „welche Entscheidung die bessere wäre?“ erübrigt sich bzw. führt nur zu internem Streit und Zwist: Deshalb entscheidet einer und die Entscheidung wird zur Parole. Manchmal wählt die Gruppe den Entscheider, manchmal ist es immer derselbe und der führt dann.

Im DU herrscht die Willkür, auch weil es kein belastbares Wissen gibt. Wer willkürlich herrscht, kann Widerspruch nicht hinnehmen und wird seine Meinung mit Gewalt „verteidigen“ bzw. durchsetzen. Das DU ist kriegerisch und vergleicht sich gerne neidisch.

Größere Verbünde kann das DU schaffen, indem es hierarchisch wird, die örtlichen Chefs delegieren bestimmte Parolen an den Herrscher und übernehmen sie (wie gesagt, die sind ja fast beliebig austauschbar) bleibt aber vor Ort der willkürliche Herrscher seines Bereichs, er wird zum Funktionär.

Das DU funktioniert nur in der autarken Gruppe. Es gibt nur ganz wenige Spezialisierte und meist auch nur wenige Rollen. Herausragend ist nur der Chef / Herrscher und der Schamane, der meist auch der Arzt war. Es kann sich auch in hierarchische Systeme mit willkürlichen Untergruppen retten.

Dem DU kann alles, was vor der Urbanisierung angesiedelt ist (Nomaden, Bauer, Dorf und die großen Imperien) zugeordnet werden, politisch tendiert es eher nach rechts.

Das WIR zeichnet sich durch Spezialisierung, Kooperation und Strukturierung bzw. Organisation aus. Die Gruppe spielt nur noch eine untergeordnete Rolle, sie dient meist nur als austauschbares Etikett, denn man gehört nicht nur einer Gruppe sondern vielen an und man ist frei jeder Gruppe bei- oder aus jeder Gruppe auszutreten. Das nötigt die Gruppen konstruktiv und aktuell zu bleiben – das nimmt die Aggressionen heraus, manchmal verstecken sie sie nur.

Dem Spezialist ist klar, dass er so speziell ist, dass er seine und die anderen ihre Ziele nur mit anderen Spezialisten erreichen können und da er jederzeit – so er sich das nötige Wissen aneignen kann – ein anderer Spezialist werden kann. Deshalb ist und bleibt er kooperativ und konstruktiv. Der Spezialist kennt keinen Claim nur „seinen Teil der Arbeit“ und, um den erfüllen zu können, ist er jederzeit bereit „über seinen Tellerrand sehen“ und bleibt neugierig; deshalb schützt er auch keinen Claim, er arbeitet immer mit anderen Spezialisten zusammen und meidet Hierarchien nach dem Motto „so wenig wie möglich, so viel wie nötig“. Das liegt u.a. daran, das die Zahl der nötigen Mitarbeiter gesunken ist und größere Zahlen nur temporär nötig werden; jetzt werden andere Strukturen und Organisationsformen nötig.

Am deutlichsten wird das wenn man das Apollo und das Mars Programm vergleicht. Um die nötigen Berechnungen für Apollo durchzuführen wurden viele Mathematiker benötigt, die in Schichten Teilberechnungen durchführten und zusammenführten. Angeblich ähnlich viele Astronomen und andere Spezialisten. Bei einer Mars-Expedition war ein Astronom, ein Mathematiker und ein oder zwei Informatiker fest dabei, den Rest erledigten meist Computer.

Übrigens, einer hat mal ausgerechnet ob es möglich gewesen wäre diese Berechnungen auf dem „alten Weg“ zu berechnen, sein Ergebnis war: Im geforderten Zeitrahmen: Nein.

Deshalb legt er Wert auf flexible Strukturen und Organisation. Im Prinzip läuft das in der IT dann so: Für jedes Produkt gibt es ein kleines Kernteam, das aus Spezialisten fürs Fach, Organisation und Umsetzung (technische, grafische, ergonomisch …) besteht, das auf Spezialisten zurückgreifen kann, die nacheinander aber auch parallel in mehreren Projekten arbeiten können und die technische Umsetzung wird an einen Pool von Programmierer übergeben, die auch an eigenen Projekten bzw. bei OpenSource Projekten mitarbeiten sollen – schließlich nutzen wir sie alle.

Das kann auf alle Bereiche, bei denen „on demand“ gearbeitet werden kann, übertragen werden. Doch ist das freilich nur ein grober Rahmen, bei den Details kann man dann viel falsch machen doch gibt es da wenige allgemeine Regeln, denn das wird schnell speziell – doch dieser Punkt sprengt den aktuellen Rahmen, bei Interesse kann das in einem speziellen Post geschehen.

Kommentar verfassen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: