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Fragen und Antworten

8. Mai 2017

Tröpfelt das Geld der Reichen wirklich durch bis ins Volk?

Hinter diesem alten Bild steckt die These, dass der Reiche (hier im Sinne des Gutsherren) sein Geld in der eigenen Region investiert. Die These basiert auf dem Gutwill des Gutsherrn, es gibt und gab nie eine Garantie dafür. Heute wandern diese Gelder in den Finanzmarkt. Weder für die Region noch für dessen Bürger werden sie heute eingesetzt; die Gelder mehren die Gelder der Besitzer – die sich oft auch den Steuern entzieht und ansonsten gerne die Regeln der Staaten aushebeln, wenn sie das können (so lautet zumindest deren offizielles Credo).

Was könnte in der Wirtschaft geändert werden?

Bei Geldwirtschaft gilt nur eine Regel: Es soll möglichst kontinuierlich in Bewegung bleiben. Veränderliche Geschwindigkeiten bringen unterschiedliche Aufgaben hervor. Die erste Aufgabe ist es also die Geldmenge und den Geldfluss in Gang zu halten.

Alles andere ist relativ frei definierbar – falls es direkte oder indirekte Verbindung zu einem oder beiden der oben genannten Kriterien gibt, dann ergeben sich „von – bis“ Regeln für verschiedene Situationen (das kann gut in Simulationen gezeigt werden). Allerdings ist da Kreativität und harte Arbeit statt sture Anwendung gefragt – das ist also nichts für jedermann.

Ist das schon alles?

Das ist jedenfalls schon eine ganze Menge. Aber wenn wir schon mal dabei sind: Wir hören heute einfach zu früh auf, wir kommen zu früh – auf den Markt und hören dann auf, dabei beginnt es jetzt erst.

Was beginnt dann erst?

Die Optimierung. Das ist der effektivste Punkt in der Produktentwicklung. Firmen und Vordenker liefern im Prinzip gute Basisprodukte – die, um den grössten Markt zu gewinnen, nicht mehr als eine Art von „von Allem etwas“ sind. Das Produkt erfüllt seinen Zweck – sicher. Aber es passt noch nicht ganz. Da ist noch Luft nach oben.

Da setzt die Optimierung ein und schafft einen sich selbst belebenden Markt, wenn die Ideen frei aufgegriffen werden können (gegen Bezahlung versteht sich). Mit dieser Optimierung für den konkreten Fall, setzt Individualisierung ein – statt zentral und gut durchrazionalisiert mit wenigen Produktdesignern zu arbeiten, werden nun viele Produktoptimierer vor Ort nachgefragt.

Statt zentral mit wenigen Mitarbeitern möglichst querschnittsmässige Produkte zu erstellen, wird dezentral von allen an allem gearbeitet – mit wechselnder Spezialisierung, Interessen aber immer professionell und in einem sich ständig belebenden Markt:

Da Ideen und Produkte zügig umgesetzt werden können und Ideen andere Ideen beflügeln, sind die Teilnehmer an jeder Position um jede Hilfe dankbar – Neuerungen werden schnell angenommen und schaffen die Grundlagen für weitere Ideen und Produkte. Automation wäre dann hilfreich, heute wird sie als Gegner betrachtet.

Und was hält uns davon ab?

Vor allem die Gewohnheit. Wir sind gewohnt zu denken, dass Neu- und Weiterentwicklung einfach nur Geldverschwendung ist. Heute werden diese Gelder lieber geparkt. Beim Vorgehen oben bleiben sie im Fluss – wie gesagt: dann ist alles gut aus Sicht des Geldes, weniger aus Sicht des Gewinns. Es gibt zwar Gewinn, aber jeder kann mit kontinuierlicher Leistung sich und seine Familie finanzieren und Rücklagen (in sinnvollem Umfang) für alle Fälle bilden.

Wer heute einen „Fachmann“ dazu befragt, der bekommt viele Mythen und Legenden erzählt – es besteht offiziell ein Denkverbot in diese Richtung, die Unis arbeiten schon an ihnen – es ist nicht erwünscht, darüber zu reden, dass es Alternativen gibt. Neben Gewohnheiten also auch Tabus – aber Tabus sind auch nur Gewohnheiten.

Gruppen, Staaten – und die 150er?

Die 150er sind eine Organisationsform die sowohl mit als auch den Staat ersetzend eingesetzt werden kann. Nationalstaaten leiden wie alle Gruppen gelegentlich unter selbstgemachten Nachteilen, in die sie selbst und andere Gruppen verwickelt werden. Die 150er fangen diese Nachteile auf. Sie wären ein Gewinn für alle.

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