Skip to content

Kurze Frage kurze Antwort

2. März 2017

Warum ist Sicherheit eher ein Gefühl? Weil die Gegenspieler von „Sicherheit“ – Angst und Furcht – auch Gefühle sind. Beide Gegenspieler sollen unsere Aufmerksamkeit auf etwas anderes, vielleicht Wichtiges evtl. Gefährliches lenken. Erkennen wir nichts oder etwas Fremdes und gibt es kein geübtes „Programm“ in das jetzt umgeschaltet werden kann, dann entsteht Unsicherheit.

Was passiert, wenn der Mensch kein entsprechendes „Programm“ zur Verfügung hat? Der Mensch ist in diesem Fall ganz Gruppenwesen. Er sieht sich um, um zu sehen wer sicher wirkt, schätzt diesen Menschen ein und vertraut dann dem, den er als den verlässlichsten einschätzt. In dieser Situation macht er dann (praktisch ohne jegliche Kritik) mit.

Dann ist der Wunsch nach „Sicherheit“ der grösste Unsicherheitsfaktor? Sicher. Mit einer Ausnahme: In einer kleinen und gewachsenen Gruppe funktioniert dieses Vorgehen meist. Man kennt die Personen gut und weiss, was sie können. Diese Leute können einem wenig vormachen. Der Einschätzung kann vertraut werden.

Und in grossen bzw. anonymen Gruppen? Es gibt noch andere Kriterien, warum wir vertrauen. Aber kennen wir den Menschen aus den Medien, meinen wir ihn zu kennen, dann vertrauen wir ihm schneller als den anderen. Das ist eine Möglichkeit zu manipulieren. Sie wird ge- und missbraucht.

Was, wenn ein Mensch, der gegen die Medien ist, gross in den Medien herauskommt? Das kann schlecht für die Medien ausgehen. Wenn einer überall (von vertrauenswürdigen Menschen (die mit dem Anzug)) „zitiert“ wird, glaubt man der Person, nicht dem Boten. Der wird dann überflüssig.

Was soll eine Agentur machen – wichtige Nachrichten müssen sie bringen? Die erste Antwort steckt bereits in der Frage: Ist es eine „wichtige“ Nachricht oder nur eine, die Quote macht? Und ansonsten gilt, es so zu machen, wie sie es sonst auch machen: „Zitiere nicht das Original sondern das, was der Gegner dazu sagt“. Mit anderen Worten: Indirekt. Das stärkt auch den Gegner, der in der Schlagzeile steht, das Zitat folgt dann im unwichtigsten Teil des Artikels.

Aber ist das nicht Manipulation? Wenn es übertrieben wird, ja. Ansonsten sind Medien und die Ausrichtung des konkreten Mediums bekannt (darauf verlässt sich der Leser) und er erwartet in diesem Sinn kurz und knapp informiert zu werden (unter Wahrung bestimmter Regeln). Wenn die Meinung / Interpretation / Kommentar für den Leser interessanter ist, dann ist das für das Medium und den Leser die geeignete Information.

Aber ist das nicht Manipulation? Wenn die Regel eingehalten wird, das korrekte Zitat (besser incl. Kontext) im Text zu finden ist und die journalistischen Regeln eingehalten werden, dann nicht. Der Leser will gut informiert werden und es gibt andere Medien, die er kennt, im Zweifel greift er auf beide zu oder auf mehrere, bis er meint, gut informiert zu sein – wenn mehrere unabhängige Medien fair informieren, dann ist das gut.

Sind freie Medien Staatsfeinde? Nur, wenn die Demokratie auch Staatsfeind ist.

Warum sind Medien bei Politikern dann so unbeliebt? Unbeliebt? Sie leben fasst davon! Aber manchmal schmeckt das Essen und manchmal nicht. Politikern geht es um die „Deutungshoheit“. Mit Deutungshoheit, ist das (Durch-) Regieren sehr viel einfacher. Auf der anderen Seite, wer sich nichts zu Schulden kommen liess, braucht sich auch nicht zu verstecken. Auf dieser Ebene gilt das, weil nahezu alles offiziell ist und Folgen für alle hat. Wer im Kontext seiner Rolle agiert, wird auch in diesem Kontext gemessen.

Und im Privaten? So mancher hat etwas vor, will z.B. ein Geschäft aufbauen. Das ist noch kein offizielles Geschäft, sollte aber gesichert sein. Auch so manch anderes, zukünftiges sollte geplant an die Öffentlichkeit gehen – alles andere kann schlecht für das Geschäft oder die Reputation sein (bei Medien beides).

Aber ist das „privat“? Da es etwas vorbereitet, das evtl. mal offiziell wird, ist es per Definition privat. Vielleicht eine Zwischenstufe – die heute aber nicht definiert ist. Damit gilt viel Privates auch als Geschäftsgeheimnis.

Und richtig „privat“? Vielleicht lässt einer mal von Kumpel zu Kumpel Dampf ab. Es kommt den Leuten wohl „wie am Stammtisch“ vor. Nur mit dem Unterschied, dass an diesem Stammtisch evtl. ein paar tausend sitzen. Ob das noch „privat“ oder schon „öffentlich“ ist, ist eine gesellschaftliche Frage (weniger eine juristische). Spätestens, wenn die Unterhaltung als „privat“ markiert wurde, sollte jedoch die Regeln gelten, wie bei „sich zu hause unterhalten“.

Warum? Weil an gleicher Stelle auch offizielle Dokumente abgelegt werden und die sind definitiv privat ebenso wie die als solche markierten Gespräche.

Sollen nicht nur die (Meta-) Daten von Personen sondern auch deren Ideen „frei verfügbar“ sein sollen? Dahinter steckt die Idee, dass Ideen an sich nichts wert seien und erst durch den, der sie umsetzt, werden sie zu Gewinnmaschinen.“. Letztlich werden Ideen damit freigegeben. Das ist im Grunde Strassenraub oder Piraterie. Ideen sind etwas, das letztlich nur unter den individuellen Bedingungen und Leistungen (da steckt Eigenleistung dahinter) der konkreten Person entstehen können. Eben weil eine entsprechende Eigenleistung vorhanden ist, sind Ideen Eigentum.

Aber ist nicht was wahres daran? Ob es wahr ist, dass Ideen erst durch ihre Umsetzung zu Gewinn wird? Mag sein. Aber kann man den zweiten Schritt ohne den ersten gehen? Ohne Idee keine Umsetzung. Das bedingt sich gegenseitig. Ist etwas wahr, das ohne eine Grundbedingung nicht existieren / gemacht werden könnte? Oder gar wahrer?

Aber viele haben einfach nicht die Mittel! Stimmt. Sogar mehrfach: Oft fehlt das Wissen, die Erfahrung und das Geld. Aber das kann man ändern.

Und wie? Innovationsinseln – Sie wurden im Blog im Rahmen von Wirtschaftsinseln besprochen.

Aber ist das nicht utopisch? Nein nötig wäre der bessere Begriff. Die Welt ist voll von jungen Leuten, die sich gerne an Neuem probieren würden und bereit sind zusammenzuarbeiten – sie lernen dabei sehr viel. Und sie engagieren sich, weil ein guter Arbeitsplatz dabei herauskommen kann. Es braucht nur die Anfangsinvestitionen, dann sollte sich die Einrichtung nahezu selbst tragen können.

Und wie wirkt sich das aus? Firmen merken, dass der Markt nicht mehr zu schützen ist und investieren wieder in Forschung und Entwicklung. Übrigens, sie bekommen aus den Inseln Leute, die wissen wie das geht und sie können die Inseln beauftragen. Das kann für den Markt sehr interessant werden, weil die Einrichtung unabhängig ist, gibt es verlässliches Material.

Aber diese Inseln mischen Wissen?! Das mag patentrechtlich und juristisch eine interessante Aufgabe sein. Mein Fachgebiet ist es nicht aber da grosse Firmen den Missbrauch von Patenten untereinander meist dulden (weil es auf Gegenseitigkeit beruht) könnte man das ähnlich regeln oder greift auf die Idee zurück, dass Patente (im Massenmarkt) grundsätzlich gegen eine entsprechende Gebühr nutzen kann.

Aber das bringt vieles durcheinander! Lassen wir es geht bald nichts mehr. Das ändert noch viel mehr.

<>

Was ist heute Wirtschaft? Verhandeln statt arbeiten und den Wunschzettel nie voll genug bekommen, um dann lieber nichts zu machen, weil man den Mund zu voll genommen hat und jetzt weder kauen noch schlucken kann..

Wie kommst Du zu der Meinung? Mitarbeiter sind nicht blöd. Und selbst wenn sie es wären, sie werden ja angewiesen so oder so zu handeln. Damit lernt er Extrem-Kapitalismus. Den wendet er auch an.

Warum ist das schlecht? Er soll er es nach aussen anwenden – meint der Chef. Der Mitarbeiter wendet es aber auch nach innen an und schützt seine Interessen.

Wie wirkt sich das aus? Z.B.: Wie lange ein Projekt dauert, bestimmen die Mitarbeiter. Wenn sie gelernt haben, dass Innovationen gebremst und damit die Zahl der Projekte reduziert werden, dann sichern sie sich ab. Sie sichern sich auf dem einzigen Weg ab, den sie kennen: Sie zieht das Projekt in die Länge, soweit das legal geht.

Und was hat das mit Extrem-Kapitalismus zu tun? Er gibt vor, ein harter Kerl zu sein, arbeitet viel mit Druck, Häme und Tricks. Die lernen auch die Mitarbeiter und wenden sie gegen den an, der diese Mittel gegen sie anwendet: Oft gegen den Chef, damit gegen die Firma und letztlich gegen sich selbst. Aber Menschen sind so. Manchmal sind sie zufrieden, wenn der andere einen Verlust hat, den eigenen nimmt er hin („In dem System habe ich eh verloren“).

Beweise? Geh einfach in die Firmen und hör den Menschen zu, sehe sie an und dann frag Dich: „Wie geht es denen?“. Persönlich habe ich das noch intensiver erlebt, weil ich oft in Firmen bzw. Abteilungen komme, die Existenzängste haben. Lange dachte ich, dass das, was ich da höre, dem geschuldet war; da habe ich mich gründlich geirrt.

Warum ist Extrem-Kapitalismus schlecht? Wirtschaft basiert auf Vertrauen, das der Extrem-Kapitalismus missbraucht. Er sägt am Ast auf dem er sitzt. Ein Markt verträgt nur wenige, die das tun, ansonsten wird nie erreicht, was möglich und das Ziel war. Mit anderen Worten: Er funktioniert nicht bzw. verspricht mehr als er halten kann, irgendwann merken die Menschen, dass sie einer vorgehaltenen Karotte hinterher rennen. Dann wird aus schwach, extrem gefährlich.

<>

Kann man alles kurz und bündig ausdrücken? Wenn man den Punkt nicht treffen kann (was oft ein Zeichen für „zu kurze Suche“ oder falscher Blickwinkel ist), liefert man eben ein Bild.

Und dann? Wichtig ist es den Einsteg zu finden, ihn dem Zuhörer leicht zu machen. Ein Bild aus dem Alltag des Zuhörers erreicht das. Dann noch den Unterschied verdeutlicht. Jetzt ist alles für eine Diskussion gesagt. Ansonsten folgen die (Lösungs-) Vorschläge.

Welches Bild würdest Du für „da gibt es keine einfache Antwort, da ist ein ganzer Katalog von Antworten nötig“ geben? Das ist kein Libero -Spiel, ein ganzes Team ist gefragt.

Warum wollen manche Leute „starke Männer“? Wo Macho drin ist, ist immer ein „starker Mann“ drüber.

Warum wollen manche Demokratie? Wenn etwas einen selbst betrifft, dann will man mitreden können.

Wie macht man Bilder? Auf den Punkt Gebrachtes ist eine Konstruktionszeichnung mit dem dünnen Bleistift. Bilder werden mit dem grössten Pinseln gemalt, den man hat. ;Mit anderen Worten: Weg vom Detail, hin zum Bekannten. Daran erinnern und mit einer Spitze (dem Punkt des Bildes) garnieren.

Warum haben manche ein Problem mit dem Bilder machen? Kreativität und Reden-können wird allgemein nicht geleert. Ist aber (bis zu einem gewissen Grad) lern- und lehrbar.

Was braucht es dafür? Übung mit Worten, Grammatik (und was wie gesagt wird), Stilmittel und Rhetorik. Dazu gehört Einfühlungsvermögen, Zuhören und Fragen stellen zu können. Kurz: Sich ins Thema und den Gesprächspartner einarbeiten, vertiefen Blickpunkte abgleichen, den Punkt suchen und das Ergebnis formulieren.

Warum verlaufen manche Gespräche chaotisch? Das passiert, wenn zwei im Allgemeinen hängen bleiben und weder eine gemeinsame Ebene noch einen gemeinsamen Punkt finden. Selbst wenn sie eines von beidem treffen, wird nichts daraus, das ist zu wenig.

Warum? Weil ein Punkt auf jeder Ebene wiederzufinden ist. Es sind letztlich unterschiedliche Punkte. Das ist vergleichbar mit einem Begriff (z.B. „Prozess“) der in verschiedenen Kontexten eine andere Bedeutung hat (z.B. Arbeitsvorgang oder ein Verfahren vor Gericht).

Wie kommt man zusammen? Das müssen zwei wollen. Einer allein hat keine Chance, wenn der andere nicht will. Einer kann aber lernen, wie der andere tickt. Hat er das verstanden und investiert dieses Wissen in die Beziehung, dann kann das klappen.

Sind zwei auf der selben Ebene und auf demselben Punkt „zusammen“? Nicht zwangsläufig. Es ist nur eine Momentaufnahme. Wohin das läuft, ob es so bleibt, wenn das über eine Strecke so bleibt, dann kann man davon reden.

Kann man das herausfinden? Ja. Ein dynamischer Fragenkatalog erlaubt es, das zu bewerkstelligen. Das ist jedoch keine einfache Arbeit. Es gehört ein gutes Stück Menschenkenntnis, Lebenserfahrung und Menschlichkeit dazu.

Advertisements
Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: