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Trump nochmal!

28. Februar 2017

Soll man wach bleiben? So mancher spielt mit dem Gedanken. Ich denke nicht, denn eine Sensation wären gute Dinge (für die USA und den Rest der Welt) wie: „Mein Gott, jetzt kann er `s!“, Substanz oder fünf gerade Sätze. Das wäre nicht schlecht und macht dem Ausgeschlafenen den Tag noch besser. Alles andere kennen wir schon, das kann bis morgen warten. Medien und Nachrichten faken und bashen und Fakten zu ignorieren, ist es nicht wert wach zu bleiben, das kann man auch vom bösen Nachbarn haben. Zudem macht er Quote statt zu regieren und er will die Emotionalität des Wahlkampfs aufrecht erhalten. Politisch könnte der Grund sein, dass er den Druck der Strasse aufrecht erhalten will, um sich zum Sprecher der Emotionen zu machen. Wahrscheinlicher ist es aber, dass er morgens ohne gute Quoten einfach nicht in die Gänge kommt.

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Gemach, gemach. Er wird wie immer nichts sagen. Ausser dass er uns ein paar Brocken hinwerfen wird, zu denen jeder sich seinen Teil denken soll, wird nichts besseres kommen. Das am nächsten Tag zu lesen ist bereits rausgeschmissene Zeit. Die Schlagzeile zu lesen, sollte mehr als genug sein. Sich die Nacht um die Ohren zu hauen, ist für die meisten nicht nötig. Es gibt ja welche in der Gruppe, die das beruflich und zwei oder drei, die das privat so wie so machen. Überlasst es ihnen, das zu tun (sie würden im Fall des Falls ein SMS oder so schicken), der wichtigste Grund ist:

Eine echte Sensation wäre es, wenn er sich präsidial gäbe. Das wäre gut, ist aber einen miesen Arbeitstag nicht wert. Würde aber einen guten Tag besser machen. Das später zu lesen kann besser sein.

Gut wäre es, wenn er mal Substanz liefern würde, doch die sollte in Deutschland am nächsten Tag und ausgeschlafen betrachtet werden. Substanz wäre schön langsam auch nötig: Dann könnte man sich an die Arbeit machen. Aber das scheut er ja. Er bleibt im Unverbindlichen. Aufgaben schiebt er im Allgemeinen vor sich und allen anderen her, um ihnen dann die Schuld zu geben, dass es nichts geworden ist. Das kennen wir schon und ist aktuell nicht weiter interessant.

Alles andere hat es so oder ähnlich bereits gesagt. Das kennen wir schon und ist aktuell nicht weiter interessant.

Um ihn kurz zu beschreiben: Alles was wir bislang von ihm wissen ist, dass er gegen die freie Presse ist und Stimmung gegen sie macht. Definitiv ist er kein Politiker. Ein Politiker wüsste, dass so was an den Grundfesten der Demokratie nagt – hier wäre es ein Fall für den Verfassungsschutz.

Was sagt das über seinen Arbeitsstil aus? Wer sich so schwer mit Kritik von aussen tut – der tut sich noch schwerer mit Kritik von innen. Mehr als ein Mann alleine machen kann, wird dieser Präsident nicht liefern können. Er wird überlastet sein – und entsprechend überfordert. Er wird gefährlich werden nicht nur für die USA. Wir sollten einen effektiven Katastrophenschutz aufbauen und uns genau überlegen, wie die EU und die Zusammenarbeit mit anderen Ländern aussehen sollte.

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Wird die amerikanische Wirtschaft boomen? Wird sie das Militär finanzieren können? Weder noch. Nein. Wenn Protektionismus in einer westlich orientierten, am globalen Markt aktiven, sogar führenden, nationalen Wirtschaft nötig scheint, dann ist das ein Zeichen dafür, dass sie auf diesem Markt schwächelt.

Der ganze Neo-Liberalismus basiert auf: „Jeder tut das, was er am besten kann und das tut er für alle; da er alles andere einführt, sollte die Balance zwischen Im- und Export gewahrt bleiben“.

Nach dieser These müsste er die maroden Betriebe schliessen und andere Bereiche forcieren. Er macht genau das Gegenteil – was ist, wenn selbst die grundlegendsten aktuellen Regeln und Interaktionen an der Spitze einer Firma nicht bekannt sind?

Die Firma geht pleite. Nichts weiter wird mit den USA passieren, denn (auch) ein (politisch) geschützter Markt, freut sich über das Monopol und wird auf Gewinnmaximierung setzen. Bleibt er bei seiner Regelung, dann muss er einen Markt nach dem anderen „national“ schützen und jeder dieser Märkte wird weiter auf Gewinnoptimierung setzen. Gewinnoptimierung bedeutet: Ausgaben senken und Preise erhöhen. Also weniger Forschung und Entwicklung, mehr Automatisierung und weniger Mitarbeiter.

Selbst wenn er es richtig macht und Forschung und Entwicklung fördert, was passiert dann? Digitalisierung und Automation werden entweder bekämpft oder konstruktiv genutzt. Bleibt er in seiner alten Welt zurück, dann kann er das nicht mehr steuern sondern die Wirtschaft wird es steuern – und die macht (aus Gründen der Gewinnoptimierung) volkswirtschaftliche Fehler.

Die zu korrigieren wäre Aufgabe des Staates, den er minimieren will genau an der Stelle, die die Fehler korrigieren sollen (über die Frage, ob er das gut tut, kann und soll permanent diskutiert werden. Auch das ist eine Aufgabe des Staates).

Hier nur kurz: IvaP löst die Aufgabe „Arbeitsplätze“ indem überall vollautomatisch produziert wird. Dies geht, weil auch überall auf der Welt an den Produkten, Verbesserungen und auf anderen Einsatzgebieten und an den Produktionsschritten gearbeitet wird. Gut ist das, weil jetzt die Zahl der Produkte wächst, das passiert, weil es mit vielen Bedürfnissen und unterschiedlichen Lösungen und Ideen konfrontiert wird. Im Extremen werden es so viele Produkte wie Kunden geben. Sie alle benötigen individuelle Arbeiten. Nicht alle werden vom Kunden selbst geleistet werden können. Zudem sind Design, Produktion und Produkte an das neue Prozedere anzupassen und die alten eine gewisse Zeit aufrecht zu erhalten. Die Übergangszeit würde ich mit zehn bis zwanzig Jahren, die stabile Zeit danach mit mindestens 30 Jahren veranschlagen. Da ist Platz für zwei bis drei Generationen und über solange Zeit wirtschaftlich zu planen – ist schwer. Es kann schneller gehen, aber dann gibt es auch neue Chancen. Ausserdem gibt es da noch das eine oder andere, was heute schon bekannt ist und funktionieren. Also auf.

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