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eigenes Produkt

14. Dezember 2016

Das scheint schwer zu verstehen zu sein, ich versuche etwas Licht ins Dunkel zu bringen. In der IT ist ein Konzept weit mehr als „nur“ ein Produkt, es ist die Basis für viele Produkte. Ein Beispiel aus der Hardware soll es verdeutlichen: Die Festplatte war ein gegebenes mehr oder weniger schnelles Moment für die Programmierung. Mit der SSD wurden Massenspeicherzugriffe zweifach schneller: Direktes Auslesen ist schneller als Köpfe positionieren und Datenlesen, dass das aber auch parallel geschehen kann, beschleunigt ein weiteres Mal – schon entstehen Programme, die das nutzen.

Das eigene Produkt führt gleich mehrere neue Konzepte ein: Z.B. standardisiert es, wie Daten präsentiert, übertragen, verwaltet und verarbeitet werden? Das kann jetzt vom Kunden direkt festgelegt werden? Dadurch können die Daten und viele Teilbereiche generiert werden, was die Entwicklungszeit (nicht das Können der Programmierer, Administratoren etc. sondern nur die Entwicklungszeit) reduziert. Die Planbarkeit wird verbessert und stabilisiert. Das alleine wird die Zahl der Aufträge steigern, die Individualisierung tut das ein weiteres Mal, es gibt mehr IT Arbeit, die schneller und effektiver geleistet werden kann und die zum „Gaspedal“ für die Endprodukte werden, statt wie heute zur Bremse.

Das eigene Produkt bringt für alle etwas. Es zwingt jedoch nicht dazu alles zu ändern. Wer will, überträgt alles einmal, kann dabei einiges Aufräumen, ist dann aber bereit etwas schnell und effektiv zu ändern, wenn man es will, wenn man selbst dazu bereit ist. Auf der anderen Seite, kann alles, was geändert werden soll auch geändert werden – wenn nötig alles.

Letztlich kann jedes Produkt neu erstellt werden. Wenn alle Features genutzt werden können, dann kann auch eine neue Hardware, Infrastruktur etc. zusammengestellt werden. Es ist alles bereit für einen Restart. Doch die meisten wollen, dass alles so bleibt, wie es ist. Das ist nachvollziehbar aber nicht zielführend.

Übrigens, jeder dem es teilweise vorgestellt wurde, wollte es kaufen können. Investieren wurde verweigert. Die wenigen, die sich dazu äusserten, meinten: „Das Ding ist toll, aber eine Nummer zu gross für ein Standard-Start-Up“. Ich sehe das nicht so. Es kann „im Kleinen“ vorbereitet werden, auf ein Projekt übertragen heisst das, dass in den ersten Monaten mit ein paar guten Leuten ein paar Sondierungsprojekte gestartet werden, die z.B. alles vorbereiten, dass ein Portal erstellt werden kann, in dem dann die Massen an Programmierer und Hardware zusammenkommen können und ihre Arbeiten koordinieren können. Eine Kooperation mit einer oder mehreren grösseren Firmen, hätte zur Folge, dass die Qualität der ersten Lieferungen wesentlich besser, überzeugender wäre und schneller ginge, da es weit weniger organisatorische Aufgaben gäbe.

Kann jeder das Produkt umsetzen? Es ist seit Jahrhunderten üblich, dass solche „Beschreibungen“ unvollständig evtl. sogar fehlerhaft sind, damit Leute, die irgendwie an die Unterlagen kommen, nichts oder nur sehr wenig davon haben. Ohne mich würde ich es niemandem empfehlen. Die schnellen Teile (die mit den Möglichkeiten des Produkts hergestellt wurden, sind kaum dokumentiert, weil sie in fünf Minuten erklärt sind – ohne sie wäre Entwicklungsarbeit nötig, da kommt mit Sicherheit etwas ganz anderes heraus: Entwicklungszeit kleiner gleich zehn Prozent des heutigen Aufwandes, Kundeneinbindung wollen würde sofort gestrichen werden – ich kenne die Ziele der Firmen).

Ich will jedoch das Produkt nicht an mich binden, es soll eine reale Chance bekommen, dazu ist es nötig, die Geheimniskrämerei fallen zu lassen; in der eigenen Firma  gibt es nach ca. drei Monaten kein Geheimnis mehr.

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