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Europa

26. September 2016

Sowohl in Griechenland als auch in England konnte man sehen, dass lokale Politiker lieber der EU die Schuld geben als zuzugeben, dass sich im Land selbst etwas ändern müsse – dass sie es selbst verbockt haben. Und die EU zum Sündenbock machen.

Die Engländer haben nun die einmalige Chance zu erleben, wie die Wirtschaft auf das Referendum reagieren werden. Freilich ist viel davon noch Drohkulisse, aber wie würde es wohl ausgehen? Wohin würde die englische Industrie wohl auswandern? Falls sie sich überhaupt die EU aussucht – was nicht sicher ist, denn Indien und andere Standorte können viel von dem bieten, was man zur industriellen Produktion benötigt – wäre es dann Frankreich? Unwahrscheinlich. Deutschland? Etwas wahrscheinlicher aber nicht sehr. Viel interessanter wären für England die östlichen Länder. Aus kapitalistischen Gründen würden die Polen aus England vertrieben um in Polen ehemals englische Firmen aufzubauen. Thatcher lässt grüssen – muss aber nicht mehr so laut schreien.

In Griechenland war es so, dass viele Griechen hofften, dass es mit der EU besser wird – dem war nicht so. Dass sie nun zu den „alten Regeln“ zurückkehren und meinten der EU die (dort gelebten) Demokratie erklären und als Muster vorgeben wollten. Wenn man nichts anderes hat, nimmt man halt das. Aber ich bin immer noch der Meinung, dass sich viele Griechen lieber eine Standardwirtschaft haben würden, wenn sie nur erleben würde, dass ohne Korruption die Preise sinken und das Geld wieder fliessen würde. Ob das, was die EU im Detail gemacht hat, hilfreich und / oder richtig war, soll hier nicht diskutiert werden – aber Korruption als Exportgut zu bezeichnen, das ist ein Stück, zu dem es viel XY braucht.

Flüchtlinge. Mit der Türkei und Griechenland (und England) wurden Flüchtlinge zum politischen Druckmittel. Grob gezeichnet war es so: Damals gab es die These, dass die schlechte Wirtschaft der südlichen Staaten der beste Einwanderungsschutz für die ganze EU sei. Also liess man das bisschen Elend zur Abschreckung zu – im festen Vertrauen darauf, dass sich das Elend nur dort abspielen werden würde. Doch das änderte sich, Italien und Griechenland liessen sie ziehen. Die Türkei schloss sich dem dann an.

Vieles von dem war angekündigt, doch vieles von dem, was dann passierte, kam für viele Offizielle absolut überraschend – ich verstehe das nicht ganz, aber ich bin ja auch nur ein einfacher kleiner Bürger.

Es gab viele Vorschläge aus dem Hintergrund des Blogs, wie man das hätte angehen können – das waren sehr konkrete Vorschläge, die getestet und aufgebaut waren, die hätten begangen und ausprobiert werden können. Statt dessen ereignen sich merkwürdige Unfälle.

Das scheint die Entscheidung dieser Zeit zu sein: Weiter so mit und für das Kapital oder „Menschen in den Vordergrund“ – dann klappt das auch mit der Wirtschaft.

USA Wahlen – da gibt s nicht viel zu sagen: Es wird wohl zu einer Entscheidung kommen – wie auch immer, wir werden damit leben müssen, sollten diesmal aber vorbereitet sein. Ich möchte an dieser Stelle nur eine Auffälligkeit wiedergeben:

Diese amerikanischen Wahlen zeichnen sich dadurch aus, dass eineFrau / Mann Paarung antreten wird – nur dass der „Mann“ narzisstisch, launenhaft, und zickig ist und die „Frau“ erfahren, konsequent und logisch ist – irgendwie passt das nicht?

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