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Was ist Freihandel?

19. September 2016

Diese Frage wurde mir tatsächlich gestellt. Da sie etwas „grundsätzliches“ hat, möchte ich sie hier beantworten.

Kurz: Märkte bilden sich. Zunächst wird alles vor Ort organisiert und umgesetzt. Etliche Produkte werden nicht von allen Menschen vor Ort benötigt, der Markt ist zu klein. Diese werden dann quasi in Teilzeit erstellt oder es tun sich mehrere Orte zusammen und einer macht das für alle. Da die Kunden wählen können wollen vergrössert sich der Markt, so dass es ein bisschen Konkurrenz gibt. Nach einer gewissen Zeit umfasst der Markt dann den Welthandel. Das kann ein „gewachsener“ Freihandel genannt werden.

Freihandel kann aber auch sein, dass die Effizienz bei der Produktion einen grösseren Absatzmarkt benötigt. Statt ein Zusammenwachsen der Märkte wird ein Verdrängungsmarkt etabliert. Solche Märkte neigen zu Monopolen.

Die aktuelle Wirtschaft stellt die These auf, dass sich alle Teilnehmer im Markt etwas suchen sollen, das sie am besten können und das dann für alle machen. Das wirft eine Frage nach ausgeglichenen Im- und Export Märkten auf. Für die ganze Welt produzieren bedeutet einen grossen Überschuss, der entweder mit Maschinen oder irgendwie auszugleichen ist, ansonsten ist er mit Zahlungen auszugleichen (wer den Überschuss hat, investiert auf irgendeine Art in den Ländern, die zu viel importieren. Oder diese reduzieren ihre Importe, falls sie es selber machen können – das bedeutet meist, dass sie ihre Märkte durch Steuern und Zölle schützen).

Wir wollten das mal simulieren und das Ergebnis war immer, dass sich bestimmte Blöcke aus wirtschaftlichen Gründen bildeten. Der Punkt ist, dass sich irgendwann Zentren ausbilden. Das beginnt schleichend, steigert sich dann schnell. Dann wollten wir verstehen, wieso es zu der Zentralisierung kommt: Wer etwas leistet, muss in diesem System alles andere kaufen. Zentrale Orte bieten kurze Wege und schnelle Absprache.

Unterbindet man die Zentralisierung, dann bildet sich eine gleichmässige Wirtschaft aus, die auf Lokal, Regional, Überregional und International Wirtschafts“ringe“ ausbilden. Ganz nach dem Motto: Viele kleine Zentren die sich überlappen (oder Dörfer und Städte. Das kennen wir schon, ist aber in diesem konkreten Fall nochmal genau zu durchleuchten).

Die Zentren bilden sich auch aus Kostengründen aus, konzentrierte Menschenmengen sind leichter zu „versorgen“ (und zu kontrollieren) ausserdem sind sie auf die Lieferungen angewiesen, das macht vieles leichter.

Fazit: Freihandel erleichtert die Erweiterung des Marktes. Daran haben viele sehr unterschiedliche Gründe. Es beginnt mit einer Art Versicherungscharakter des grösseren Markt der auch mehr Spezialisierung erlaubt, das kann das Leben spannender und angenehmer machen. Es entsteht ein innovativer, dynamischer, flexibler Markt. Dann gibt es wirtschaftliche bzw. wirtschaftssystemische Gründe, die anfangs schlicht pragmatisch sind. Daraus ergibt sich konsequenter Weise dass nicht nur die Menschen sondern auch das Geld an wenigen Stellen konzentriert – und damit die Machtfrage entscheiden.

Setzt sich das durch, dann haben wir im besten Fall eine Menschheit, die auf einem Fleck der Erde zusammengedrängt ist und die immer brav sein muss, schon allein, weil es in der Enge nicht anders zu organisieren ist.

Freihandel an sich – kann nicht verhindert werden, denn die Märkte verbinden sich von selbst, wenn sie gleichwertig sind. Wenn es nicht gut gemacht wird, kommt das Thema wieder und wieder auf – solange, bis es richtig gemacht wird.

Übrigens: IvaP hilft in diesem Punkt weiter und schafft Arbeitsplätze. Einfacher kann man es niemandem machen. Dennoch halten viele am erklärten Ziel: Kapital schafft Kapital (oder: Geld fliesst dorthin, wo es schon ist) fest und die ersten Vorschläge (dass eine oder wenige Firmen die Maschinen zentral liefern oder alleine die Software liefern, um weiterhin bestimmen zu können, was wann wie gebaut und geliefert werden kann) kommen schon auf. Letztlich werden sie davon wieder abkommen. Wie gesagt: Das kann auf Dauer erst funktionieren, wenn es richtig gemacht wird. Ansonsten kommt es wieder und wieder hoch.

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Manche haben es bemerkt, zur Zeit ziehe ich mich zurück. Man kann es in einem Wort sagen: Ich zog Bilanz und stelle mir zentrale Fragen – das lenkt doch sehr vom Chat und Blog ab. So was kommt vor.

Diese Bilanz hat Makel: Irgendwie kommt nichts zurück. Und irgndwann versteht man dann auch, dass die Menschen das nicht wollen, nicht verstehen und so weiter. Da ich mir auch die Frage stellte: Kannst Du daran etwas ändern? Dann war die Antwort immer: Ich habe mein bestes gegeben. Mir wird aber auch die kleinste Hilfe bei bestimmten Dingen verweigert – charmant verpackt aber dennoch immer mit dem Vermerk: „Wir haben es in unserer Gewalt, mach es, wie wir wollen“ – dann kann das nichts werden. Die meisten wissen sehr genau, dass es funktioniert, wenn ich es anpacke und dass sie selbst vieles in den Sand setzen. Verantwortungsvoll mit dem dann mir überantwortetem, kann unter solchen Umständen nicht gemacht werden. Sie zeigen sich von ihrer hässlichsten Seite. Die Bilanz ist also: Ich kann es nicht allein und ihr wollt es nicht. Zumindest versteckt ihr euch hinter vielen Ausreden. Ich kann keinen empfehlen, mit dem ich in letzter Zeit zu tun hatte. Weder werden Gelegenheiten erkannt, noch werden sie ergriffen, in einer erschreckenden Naivität wird auf „altbewärtes“gesetzt – die Mitarbeitern meutern, das Arbeitsklima schwindet, nur noch Druck und Zwang sind die Mittel der Wahl.

Ich verstehe schon: Nicht nur mir gegenüber sondern nahezu allen gegenüber.  Wieder wird nach Parolen gearbeitet und ihr wisst, was bei einem prominenten Beispiel daraus wurde: „Hat der Iran Chemiewaffen? – Egal, das wird sich schon zeigen, wenn wir drin sind.“

Zur Zeit wird aktiv und massiv gegen Konstruktives  gearbeitet. Das kann nichts werden und ich bin dabei mich da herauszunehmen. Ihr wisst, ich habe viele Karren aus dem Dreck geholt. Das hätte ich mit Leichtigkeit auf die Beine gestellt und zum Laufen gebracht. Es besteht leider Wunsch bei vielen, dass sie nicht aus dem Sumpf raus wollen sondern eher noch tiefer hinein. Da mache ich nicht mit. Ihr wisst: Mitanschauen, wie der Karren in den Dreck gesetzt wird, ist nicht meine Sache.

Ich denke, ich werde mich anderweitig umsehen. Bin neugierig, was es sonst noch gibt.

 

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From → Politik, Wirtschaft

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