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Europa und die Zukunft

18. September 2016

Die Wirtschaft ist neben dem Politischen und der Gesellschaft das, was die Menschen bewegt. Unter Wirtschaft kann man viel verstehen und das was auch schon immer so.

Im Prinzip waren die Menschen über tausende von Jahren autark. Als Jäger und Sammler auch als Nomade hatte man alles, was gebraucht wurde, bei sich. Mehr wollte man nicht – wer hätte das schon mitschleppen wollen? Wirtschaft war damals vernachlässigbar, Wurde aber schon geprägt: Auf Luxus und Upperclass (bzw. was einmal dazu werden sollte). Daran leiden wir noch heute.

Wann immer möglich wird versucht die Wirtschaft wieder so zu organisieren, wie das früher einmal war: Die Masse tut, was man ihr sagt; man kann sie beliebig manipulieren, dirigieren, diskreditieren und dezimieren; die Masse ist nur Spielball der Wirtschaft; egal was geht, die Gewinner sind immer die mit dem Geld. Ich glaube, das ist alles bekannt und braucht hier nicht weiter ausgeführt werden. Es ist aber wichtig, da diese Retro-Einstellungen sich leicht einschleichen und gefährlich sind. Man sollte sie im Hinterkopf behalten und etwas Vorsicht walten lassen.

Die Grundregel scheint zu sein: „Sichere dir deine Vorteile oder verschaffe sie dir; es ist ein Krieg, deshalb ist dir alles erlaubt.“ Dem war mal so, dem ist nicht mehr so. Das wissen auch einige, aber es reicht, wenn es einige wenige, die im Hintergrund agieren, das anders sehen. Die erste Regelung, die es eigentlich bräuchte, wäre dies festzuschreiben.

Wirklich entstanden oder besser gesagt: für das Volk relevant geworden, ist Wirtschaft mit der Urbanisierung und der damit einhergehenden Spezialisierung. Tauschte man anfangs noch direkt, suchte man sich schnell ein allgemeines Tauschmittel.

Dabei war die Währung etwas, das jeder zur Verfügung hatte. Der lateinische Begriff für Geld ist „pecunia“ der auch für Kleinvieh steht. Man nahm, was jeder hatte. Glückliche Zeiten! An sich ist das praktisch, setzt aber voraus, dass die Leute ihre Höfe weiter so betreiben, wie sie es früher gemacht haben.

Warum? Sagen wir, Hühnchen sind die Währung weil alle eine bestimmte Zahl zu Hause haben. Was passiert, wenn einer nur noch Hühnchen züchtet? Dann spricht sich das schnell herum und alle züchten Hühnchen – und es gibt nichts mehr, was eingekauft werden könnte. Die Regeln der Wirtschaft sind – wie bei fasst allen gesellschaftlichen Themen – „Erlaubt ist nur das, wenn es alle machen könnten“. Damit steht die zweite elementare Regel.

Es zeichnet sich ein Schema beim Regelbau ab, dass das mit den Regeln klappen kann, sollte nun deutlich geworden sein. Ein Regelwerk, das der Basis der Wirtschaft gerecht wird, nicht der Vorteilsnahme. Auch dieses Thema ist heikel – steht aber an, denn ohne Wirtschaft funktioniert nichts, doch das bedeutet nicht, dass sich alles einer aufs elementarste reduzierten (kastrierten) Wirtschaftseigenschaft zu unterwerfen hat.

Um es an dieser Stelle klarzustellen: Wirtschaft ist ein Gemeinschaftsprojekt, das von allen gelebt werden kann oder dessen Regeln – dann immer und in aller Konsequenz – nur gegen die Wirtschaft selbst angewendet werden. Wirtschaft sieht das fliessen von Geld vor, keinen Reichtum. Wenn der wichtig wird, wird die Wirtschaft missbraucht. Und dann beginnt es von vorne. In meinen Augen ist das höchst langweilig – seit Jahrtausenden nur Wiederholungen. Und da beklagen sich manche über das Fernsehprogramm.

Es ginge anders. Wie kann das aussehen?

Das hässliche Europa.

Es wird dominiert (was für ein Mensch muss das sein, der das braucht?!), ausgetrickst und im Grunde ständig gepiesackt mit dem Spruch: „Kannst Du es immer noch nicht? – Lerne. Lerne! Lernst Du endlich!?“. Im Grunde wollen sie damit nur eine Anpassung erreichen. Die Gepiesackten sollen sich endlich „mitschuldig“ machen, sollen gebrochen werden, damit ihnen klar wird, dass es nur so geht – solange sie das sagen haben. Das wird eine „sich selbsterfüllende Prophezeiung“ genannt. Der Begriff geteiltes Leid ist halbes Leid – wird von ihnen wortwörtlich so empfunden. Arme Menschen. Armes Europa.

Das schöne Europa. Der Einfachheit halber wird jetzt nur über Vorschläge des Blogs geredet werden. Es muss nicht so sein, Ähnliches oder ein anderes stimmiges Gesamtkonzept würde es genauso tun.

Europa fehlt es an Zielen – es einfach nur verwalten oder „weiter so“ heisst es zu ruinieren, weil das Stagnation bedeutet und das bedeutet nichts Gutes für die Wirtschaft.

Stellt man sich ehrlich die Frage, ob Wirtschaft Innovation kann, dann fällt die Antwort erstaunlich oft „Nein“ aus. Der Grund ist trivial: Innovation bedeutet, dass sich der Markt ändert. Kämpfende Firmen haben den Markt zu sichern – Änderungen mögen sie nicht und der eigene Markt wird gesichert. Wer also genug Geld und / oder Einfluss hat, kann konkurrierende oder die eigenen Investitionen bedrohende Innovationen unterbinden.

Um es deutlich auszudrücken: Wer heute investieren kann – hat sich meist breit aufgestellt, da gibt es nicht mehr viele Lücken. Wer setzt gegen sich selbst? Wirtschaft kann so nicht funktionieren, sie stagniert. Vieles von dem, was wir heute sehen, zeigt das deutlich.

Zwei Konzept wurden im Blog vorgestellt, damit das anders wird: Wirtschaftsinseln und die IvaP.

Die Inseln erlauben es sich aus bestimmten Marktsegmenten auszuklinken – hier kann nicht mehr geschützt werden, evtl. aufsteigende Konkurrenz könnte nicht unterdrückt werden. Die IvaP ist eine Art „Direkte Wirtschaft“ in der Hersteller und Kunde direkt zusammenarbeiten und in die sich jeder einbringen kann. Sowohl kontinuierliches Arbeiten als auch das „grosse Los“ sind möglich. Was würde sich ändern? Selbständigeres Arbeiten, direktes Engagement und jeder kann das tun, was er am besten kann. Ein Idyll? Wenn Arbeit ein Idyll ist – aber wir können ja nicht ohne.

Es gibt tausende weitere Möglichkeiten. Statt Forschungsgelder in Firmen zu stecken, könnten die Forschung von Inseln übernommen werden. Das ist wie ein Baukasten, der auch fremde Bausteine einbauen lässt – also nur zu!

Angenommen, es würde so gemacht werden, warum wäre das ein „schönes“ Europa? 80% der Menschen (aller Menschen, nicht nur in Europa) wollen einfach nur ein gutes, engagiertes Leben leben. Die 20% sind Spezialfälle, einige von ihnen drängen sich gerne in den Vordergrund und stören fasst schon aus Gewohnheit.

Die 80% könnten das nun machen – und hätten genügend Zeit, sich mit den „Störern“ angemessen zu beschäftigen bzw. sie zu beschäftigen. Die 20% haben die wichtige Rolle, dass es sich die 80% nicht zu gemütlich machen. Sie sind die „Seher“ und „Sehner“ – ohne sie entwickeln sich die Masse nicht weiter, weder zurück oder nach vorne.

Zudem würde auch die aussenpolitischen Konflikte entkräftet, denn das System baut nicht auf starke und schwache Teilnehmer, es braucht keine Verlierer, es kann gut erweitert werden und für alle Beteiligten sind Erweiterungen ein Gewinn (die Einhaltung der Regeln vorausgesetzt).

IvaP braucht noch etwas, es hilft nicht unmittelbar, aber mittelfristig ist es recht wirksam. Für die Soforthilfe ist SynErgy zuständig. Ein Merkmal einer stagnierenden Wirtschaft ist, dass das Kapital kein Ventil findet (letzter Ausweg, wenn es von allem zu viel gibt, dann muss man etwas kaputt machen). SynErgy braucht anfangs viel Kapital, bringt nach dem Aufbau Geld ein – so etwas ist genau das richtige für zu viel Kapital.

In seiner besten Form legt SynErgy ein Netz von Röhren in einiger gewissen Höhe über das Land. In den Röhren bewegen sich Fahrzeuge. In einigen Röhren wird richtig schnell gefahren (bis ca. Schallgeschwindigkeit) andere gehen es etwas ruhiger an. Es können auch Röhren praktisch bis in die Häuser gelegt werden (auch in diesen Röhren geht es etwas gemütlicher zu, zumindest am Anfang ist Schrittgeschwindigkeit angesagt).

Die Röhren werden an stehenden Ringen aufgehängt, diese gleichen Unebenheiten im Boden aus. Je grösser der Ringdurchmesser ist, umso grösser auch die Distanz in der Erdarbeiten nötig werden. Der Ring selbst ist eine verspannte Konstruktion und braucht vergleichsweise wenig Material.

Eine wesentliche Eigenschaft dieser Konstruktionen ist, dass sie sich selbst aufbauen können. Es werden keine zusätzlichen Erdarbeiten am Boden benötigt, um die Röhren zu installieren, alles kann von der bisher erstellten Röhre quasi aus der Luft beliefert und erstellt werden.

Warum das alles? Mobil – das gibt es doch schon und wenn wir gerade dabei sind, alles andere gibt es auch schon?! Die Kapazität der Röhren ist enorm, die Kosten fürs Erstellen sind geringer als die für „normale“ Strassen und Infrastruktur. Die Konstruktion kann von vielen genutzt werden und da Energie gewonnen wird, rechnet sich das alles, trägt sich wahrscheinlich selbst, kann gute Gewinne einfahren.

Autos mögen selbst lenken können und dann auch dicht auffahren dürfen. Das verspricht, dass es etwas flüssigeren Verkehr geben wird. Die Abgase, der Lärm und der Feinstaub werden direkt an die Umgebung und in die Städte abgegeben. Sie verbrauchen viel Energie und kosten nur. Auf die Dauer wird das teuer.

Die Röhren nehmen diese Stoffe und Ärgernisse auf und filtern oder neutralisieren sie. Die Fahrzeuge bewegen Luft, Luft bewegt Propeller, Propeller bewegen Generatoren und machen Energie. Die Energie, die zum Fahren aufzuwenden ist, ist weit geringer als die von Autos, denn ist die Luft einmal bewegt ist nur wenig weitere Energie nötig um sie in Bewegung zu halten.

Der Mensch benötigt jedoch frische Luft, deshalb ist die Luft regelmässig auszutauschen. Das hat gleich mehrere Vorteile: An die Bauweise werden geringere Ansprüche erhoben, es muss nicht luftdicht sein, erst durchlöchert wäre nicht mehr recht. Da die entweichende Luft nicht einfach so herausgelassen werden kann, sind bestimmte Massnahmen nötig, die zu mehreren Arten der Energiegewinnung und zur Filterung geradezu einladen. Je nach Bauweise der Ausleitung ist diese Luft entweder warm oder kühl und kann zur Klimatisierung der Röhren oder der sie umgebenen Kulturen benutzt werden – oder ausserhalb der Röhren für Fernwärme oder -kühle, Druckluft usw..

Neben mehrerer Arten der Energiegewinnung durch die Fahrzeuge und ihrer Bewegung, stellen die Röhren weitere Möglichkeiten dar: Die Fläche ist kumuliert recht gross, Photovoltaik wäre effektiv aber es können auch Kulturen um die Röhren angelegt werden (z.B. Im Wasser) können organische Stoffe oder Bakterien etc. aufnehmen, die Wasserstoff etc. produzieren. Die Form der Röhren kann zu Windenergiegewinnung verwendet werden und dann gibt es noch viele Vorschläge deren Aufzählung leider den aktuellen Rahmen sprengen würde.

Das schöne Europa basiert auf einer um Standards besseren Infrastruktur und Mobilität als heute, deren wirtschaftliche Belastung für die Gesellschaft weit geringer ist als die aktuellen Systeme. Es kann sogar ein Gewinn herauskommen. Dann werden die hoheitlichen Aufgaben zum Geldgeber der Region. In einer Stunde ist man quer durch das halbe Deutschland gefahren, Strom, Kabel und Wasser sind geschützt, gut erreich-, erweiter- und wartbar.

Es basiert auf einem direkten Handel statt auf einer ins Unendliche wachsenden Zahl von Zwischenhändler. Der Kunde steht im Vordergrund und da es überall welche gibt, die ihr Interesse an Ideen anmelden und solche, die diese Ideen umsetzen können, finden sich meist Helfer – wenn nicht, dann heisst es lernen und selbst machen. Aber das geht nun, auch, weil man meist neue Wege betritt.

Dazu könnten Wirtschaftsinseln helfen und freilich auch die 150er.

Diese Vorschläge können überall umgesetzt werden, aber Europa und einmal rund um das Mittelmeer aber auch in den Osten wäre möglich. Bei SynErgy gibt es auch Vorschläge, die Röhren über oder durch das Wasser zu leiten, manchmal ist dazu Energie aufzuwenden, oft aber kann auch Energie gewonnen werden.

Alle Vorschläge brauchen als Keimzelle nur ein relativ kleines Gebiet, können aber wachsen. Letztlich die ganze Welt umfassen – ich glaube, gerade eben bin ich wieder aufgewacht. Da hallt es noch in mir nach: Das wäre eine faire Wirtschaft, eine gute Möglichkeit alle miteinzubeziehen, Neuerungen testen statt vorschreiben zu müssen und so weiter.

Ein glückliches Europa, eine glückliche Welt ist möglich. Es wird auch dann wieder Herausforderungen geben, aber die Menschheit hätte in einem weiteren Schritt gelernt mit solchen Herausforderungen umzugehen und wäre auch dafür besser gerüstet. Möglich ist es. Die meisten sagen nun: Warten wir es. Ich nicht. Aber ich bin auch der Meinung, dass ich nicht sehr viel mehr, als die Vorschläge unterbreiten und vorstellen kann. Es ist mir auch möglich, die Umsetzung zu initiieren und zu begleiten. Aktuell fehlt aber der politische Wille.

Die Rechnung der Althergebrachten scheint aufzugehen: Die Menschen sprechen nicht mehr, sie wollen ihre Meinung durchsetzen, das tun sie, weil es ihnen heute nicht mehr so gut geht wie zuvor und selbstverständlich auch, um ihren Nachkommen (die nun produziert werden müssen, da es keine andere Versicherung mehr gibt als kontinuierliches Leben) zu sichern.

Mit den Worten des Blogs: Es scheint wahrscheinlicher zu werden, dass die westlichen Staaten, die mehrheitlich an der Schwelle zum IHR standen ins leidende WIR zurückfallen. Glückliches Europa? Schönes Europa? Hässliches Europa! – Mal wieder. Lieber nicht denken – Hass ist besser. Wirklich?

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