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Sind „Besser-Erzähler“ gefährlich

17. September 2016

Wenn man sie ausschliesst ja. Sie wirken nach und sie sähen Ideen. Dass sie wirken werden ist, nachdem sie ausgesprochen wurden, meist gegeben, das Wann bleibt offen.

Dennoch kann man das nicht generalisieren. Meist läuft das so: Wenn einer einen guten Rhetoriker hat, dann besorgt man sich eben einen besseren. Auf diesem Gebiet kann nur versagen, wer nichts mehr sagen darf. Regiert das Tabu, dann funktioniert die erste Regel der Rhetorik nicht mehr: „Die Wahrheit spricht für sich selbst“ (allerdings ist es dazu nötig, dass man sie sich (auch gegen die Tabus ehrlich) zu erarbeiten – wer es durch Gruppe, Vitamin B oder so etwas versuchen will, wird scheitern selbst, wenn er ein grosses Talent hat).

Die freie Rede wird durch negative Gruppendynamik untergraben. Für solche Gruppen sind schon einfache Talente eine Gefahr – das wirft auf die zu erwartende Kunst- und Kulturentwicklung kein gutes Licht.

Falls ich recht vermute, basiert die Frage jedoch auf der etwas unglücklichen Rede von Frau Merkel (manchmal hat man den Eindruck, dass sie einen Redenschreiber (einen anderen?) nutzen sollte). Ich denke (weiss das aber nicht), dass sie die meinten, die es verkürzt, gefährlich verkürzt und damit meist verfälscht wiedergeben – aber eben auch so, dass Teile des Volkes jubeln (kurz: sie meint die Populisten).

Eigentlich gehört das zum Handwerk der Politik, sich aus solchen Disputen mit einer noch klareren und kürzeren Antwort zu befreien. Den Konservativen scheinen in diesem Punkt die Worte zu fehlen – oder eben auf die der AfD zurückzugreifen.

Mit dem Humanismus, den Menschrechten und den Menschen haben es ausgewiesene Gruppenmitglieder nicht. Sie mögen sich damit schmücken, Sonntags und bei Festreden, ihre Lebenswirklichkeit ist aber auf die Durchsetzung ihrer Vorstellungen von Recht und Ordnung, also reaktionär, gerichtet.

Eine Möglichkeit da herauszukommen wäre, die Gründe der Flucht, z.B. Krieg in den Heimatländern, zu bekämpfen. Doch Krieg ist Teil ihrer Politik, niemand will den Krieg bekämpfen (von ihnen). Und sie haben lange Zeit die politischen Systeme – übrigens: mit ganzer Überzeugung – unterstützt und gestützt. Jetzt haben sie ein Dilemma: Gegen die Mitglieder der eigenen Familie geht man nicht vor.

Im Blog wurde bereits vorgeschlagen (Siehe: Der entwaffnete Krieg) wie das gemacht werden könnte. Damals gab es einen, der einfache Unterkünfte in Katastrophen- und Kriegsgebiete plus eine Versorgung mit Energie und Wasser (zumindest in bestimmten Gegenden) hätte bereitstellen können. Dummerweise erlitt er einen (dieser merkwürdigen) Unfälle. Seit dem findet sich keiner mehr, der das unterstützen will. Der Weg geht z.Z. nicht mehr. Aber es gäbe andere. Und auf was setzen sie? Auf neue Regime, die die Grenzen dicht machen.

Vorschlag: Auf den Gebieten werden Areale zur Verfügung gestellt, in denen nach europäischer Art, Sprachen gelernt und Ausbildungen angeboten werden. Diese Gebiete gelten als europäisch und werden durch die Leute vor Ort (mit Unterstützung der EU) geschützt. Die Hauptgegenleistung sind: Es wird daran geforscht, wie die lokalen Ökosysteme früher genutzt wurde, da das meist verlernt wurde, wie diese aufgebaut werden könnten und es werden Infrastrukturen und Schulen usw. auch für die in der Umgebung lebende Bevölkerung in einem gewissen Rahmen angeboten.

Das kostet doch alles nur! Stimmt und stimmt nicht. Es gibt hier viele, die viele Erfahrungen gesammelt haben und nichts gegen ein paar Runden im Ausland haben, viele würden es begrüssen. Es sind erstaunlicher Weise überwiegend Ältere. Etliche, die hier keinen Job mehr bekommen. Das täte der Rente gut – auf beiden Seiten. Auch die anderen Sozialversicherungen würden profitieren.

Auch hätte man die Hand auf den Hilfsgelder, weil über deren Einsatz so gut mitgesprochen werden kann – statt oft in Korruption und Bereicherungseifer unterzugehen. Kommen dann Menschen aus diesen Staaten, dann sind sie gut vorbereitet, wissen, auf was sie sich einlassen und die, die bleiben, pflegen eine gute Beziehung zu Europa. Zumindest können sie sagen, wie es wirklich ist.

Allein das Angebot, das durch eine Entwicklungshilfe zur Selbsthilfe durch Lernen und Einbringen, stellt die Machthaber vor die Aufgabe selbst etwas ähnliches anzubieten – sonst laufen ihm die Leute in Scharen weg, in Nachbarländer, die das anbieten können und da sich dort entsprechende Wirtschaften aufbauen.

Effekte: In der (mittleren) Umgebung der Menschen, wird es ein solches Zentrum geben, das Lehrer, Handwerker und was so benötigt wird, für dieses Land und nach dessen Bedürfnissen ausbildet. Es wird Handwerk und Wissenschaftliches gelernt, keine Ideologien. Diese werden besprochen aber eben alle und – nach dem Stand der Zeit – zutreffend. Das sind Keimzellen der Freiheit, aber auch Hilfe zur Selbsthilfe.

Etwas anderes, vielleicht vergleichbares, wurde einmal als eine Art Kolonialismus beschimpft. Es kommt sehr darauf an, wie man es macht. Im Prinzip wird gezeigt, dass und wie Wirtschaft lokal und regional gehen kann (das muss nicht Brutaltkapitalismus sein, daran dürfte vor Ort kein weiterer Bedarf vorhanden sein). Wichtig ist, dass es anfangs sehr europäisch sein wird, mit der Zeit dann aber immer mehr lokal Chlorit annehmen wird. Letztlich werden Alternativen angeboten und erarbeitet – immer mehr von den Leuten vor Ort. Nach dem Aufbau bleiben aus europäischer Sicht ein paar Schulen und vielleicht Büros übrig – in einer fasst städtischen Umgebung.

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