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Ich soll es erklären?

9. September 2016

Es ist doch so: Jeder hat schon mal von der Gruppe profitiert oder unter ihr gelitten. Jeder hat sich damit arrangiert, kalkuliert oder gezockt. Angeblich haben wir das grosse Gehirn um mit Menschen umgehen zu können – für Gruppen bräuchte es dann mehr Hirn? Die Forschung wird es schon wissen.

Erfolgreiche Gruppen wollen oft, dass sich nichts ändert; denn dann wären sie – erfolglos? Sie zelebrieren gerne die Erfolge ihrer Vorfahren. Erfolge gibt es dort selten – aber die Unterwerfung unter die Gruppenregeln. Das ist, was dort passiert – mehr nicht.

Wenn die Leute das wollen – was soll ich dann noch dazu sagen? Sie können ihren Dreck alleine machen – denke ich mir. Wer so gegen Erfolg ist, wer derart Angst vor Änderungen hat, wer keine Neugier kennt und nur nachmachen aber nichts selbst machen kann – das sollen Vorbilder sein? Für was bitte?

Wer ist wohl wirklich der Verlierer: Der, der nichts erkennt und / oder zulassen kann, oder der, der es durchaus gemacht hat? Ja, nicht jeder Schritt gelingt und nicht alles ist angenehm? Das muss nicht an ihm gelegen haben. Vielleicht hätte er es anderweitig doch gemacht – wäre am Ball geblieben, hätte es dann schon geschafft. Aber es gibt nun mal auch Leute, die nicht wollen, dass man es schafft. So mancher kennt Auftraggeber, die ganz andere Ziele verfolgten.

Wie es ausgeht, das hängt von Vielen ab. Allein, dass es da einen gibt, der es probiert hat, das ist der, von dem alle profitierten. Andere legen die Hände in den Schoss, haben schon aufgegeben, hatten sich und ihre Ziele schon seit langem verloren. Sie machen, was andere ihnen sagen. Oft, was er ihnen sagte – und sie hatten damit Erfolg.

Aber was sagen die Leute? Du bist nichts! Du kannst nichts! Aus dir wird nichts! Was sagen sie?: Nichts. Bestenfalls; Sei wie ich. Was aber, wenn das eher hinderlich erscheint und kein Vorbild ist? Etwas anderes als „so sein, wie die Gruppe“ oder „brave Mitglieder“, mehr bringen diese Gruppen nicht fertig. Für mich sieht Erfolg anders aus. Für ihn auch.

Ihr wolltet, dass dem Freund oder guten Bekannten, etwas mehr Gerechtigkeit zuteil wird. Das sei es nicht wert gewesen. Dennoch haben viele dabei mitgemacht.

Dies oder ähnliches, wird sich in der nächsten Zeit häufen, denn die Gruppen werden wieder kleinkarierter und werden wieder unterdrückender. Doch ich möchte Euch nicht aus dem Text entlassen, ohne einen Hoffnungsschimmer am Horizont. Die meisten werden nicht mal wissen, dass sie es machen, dann wird es der Krieg machen. Und Kriege wird es geben, weil die Gruppen wieder zu Parolen Megaphonen werden und die anderen eben dran glauben müssen.

Es hätte meist andere und echte Lösungen gegeben. Nun hat er alles mitgenommen – Euch ist viel entgangen. Sicher ist nur, dass ihr es nun mit euren Mitteln versuchen müsst. Dass ihr überholt werdet, habt ihr endlich verstanden, dass ihr übertölpelt werdet, noch immer nicht – aber wie sagt ihr so gern: „Die Guten stärkt es und um die Anderen ist es nicht schade“. Er hat es durchgestanden. Und ihr tut noch immer nichts. Ich glaube nicht, dass der Spruch stimmt. Um ihn ist es schade (und ja, auch um Euch – aber anders).

Gut, es war ein Unfall. Aber wieder einer der merkwürdig war, der in viele Richtungen interpretiert werden kann. Ihr wollt, dass ihm Gerechtigkeit zu Teil wird? Dann stellt Euch dem Leben und lasst die Leute nicht für Eure Verweigerungen und Blindheiden sterben. Denn so oder so: Es hätte sehr viele andere Lösungen gegeben. Jetzt ist es zu spät – für Euch, nicht für ihn.

Die Nachricht kam überraschend und traf mich tief. Und ich sollte unbedingt etwas dazu schreiben. Warum? Das habe ich nicht verstanden. Ein so engagierter Mensch wie er, wurde von vielen lieber in eine Ecke gestellt und diskreditiert. Wie oft habe ich gehört, dass er zu anstrengend sei und einfach anders wäre, dass es nicht einfach mit ihm sei? Tausende Male. Aber viele tausend Mal auch, dass viele durch ihn reich zumindest erfolgreich wurden. Glaubt ihr wirklich, dass er das mit Schmeicheleien hinbekommen hätte?

Ich könnte Euch der Reihe nach aufrufen und fragen: „Was hat er für Dich getan?“ Und ich könnte es bei vielen selbst nennen. Ich weiss auch, dass Ihr das auch könntet. Aber auch, dass er vielen peinlich war – nachdem und weil er geholfen hatte. Viele Eurer Erfolge sind seine. Er hat zu Euch gehalten, als das kein anderer tat und es Euch schlecht ging. Ihr habt ihn gemieden, habt ihm keine Chance gelassen. Er war und ist erfolgreich, hatte ein befriedigendes, wenn auch nicht unbedingt glückliches (wobei, da hätte er in Teilen wohl widersprochen) oder bequemes Leben gehabt. Bequem habt ihr es.

Sorry. Aber es wurde gedrückt, ich soll etwas schreiben. Wozu? Es ist einfach nur traurig, dass er nicht mehr ist und wie er vorher oft behandelt wurde.

Ich halte mich meist an die Wahrheit: Er war erfolgreicher als viele, weil deren oft seine Erfolge waren. Er gab seinen Teil dazu, den Teil, der ihm ständig verweigert wurde. Ja, ein guter Mensch. Ja, ein erfolgreicher und ja, oft ein glücklicher – dauerhaftem Glück hätte ihn mistrauisch gemacht, er hätte befürchtet, dass er etwas übersieht. Aber dieses Ende, das beschämt andere – ihn nicht. Aber es wird nicht lange dauern und alle werden mit dem Finger auf ihn zeigen und sagen: So sehen Versager aus. Viele von diesen Fingerzeigern sollten sich erinnern, dass er ihren Erfolg ermöglichte und sicherte, dass er ihnen beibrachte wie es geht und Jahre zeigte, wie sie es jetzt machen sollen. Euch wer er peinlich. Anders herum hat er nur Gutes gesagt – ausser, man hatte das Pech zu einem Beispiel von ihm gewirden zu sein. Aber selbst das empfahnden viele von Euch als Ehre. Er war Mensch, ein ehrlicher Mensch und für alle ein Vorbild – auch, wenn es vielen lieber wäre, wenn alles ganz anders wäre – es ist schon so und viele können es auch zugeben.

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