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Wie steht es um Deutschland?

14. August 2016

Last uns gleich über den Westen und Osten bzw. über Macht, Blöcke, Wirtschaft und Entwicklung sprechen.

Um es kurz zu machen: Es gibt unter Gruppen aus verschiedenen Gründen Aggressionen. Meist geht es um Identifikation und dem Zusammenhalt der Gruppe, dazu werden Ausgrenzungen auf Grund von Gut/Schlecht Bildern und Projektionen, nach dem Schema: Der Gute ist besser als die Anderen, deshalb hat er zu überleben und ihm stehen mehr (bis alle) Ressourcen zu.

Die negative Seite der Gruppe ist damit als (geplante) Aggressionen nach innen (gegen die eigenen Mitglieder, gegen die eigenen Mitglieder, die aktuell die Abweichler sind) und nach aussen gegenüber den „Anderen“ definiert. Das ist etwas kurz, sollte in diesem Kontext jedoch in folgender Form ausreichen: Aggressionen sind Ausdruck von Verunsicherung, die auf irgendetwas gelenkt, dort gesammelt und damit oft (populistisch) verstärkt oder tabuisiert werden.

Die positiven Seiten der Gruppe überwiegen. Der Beitrag des Einzelnen wird effektiver und zusammen kann man schaffen, was der Einzelne (bzw. allein) nicht möglich wäre. Gruppen ermöglichen es, den eigenen Horizont und den der Gruppe zu erweitern, aus der relativen Sicherheit der Gruppe heraus über den Tellerrand auch mit Hilfe der Vorstellungskraft zu blicken und die Gruppe dadurch vor Unbill zu schützen.

Werden Unbill erkannt aber nicht in den Gruppen thematisiert, obwohl die Dringlichkeit (scheinbar) steigt, dann beginnen die Menschen „ihr Ding“ zu machen – sie separieren sich, werden scheinbar rechts obwohl sie einfach nur Dialog, Vernunft und Beratung, Diskussion haben wollen.

Werden die Unbill nicht erkannt und liegengelassen, dann wird das Thema emotionalisiert, die Aggressionen steigen, die Aggressionsspirale kommt in Gang und kann eskalieren.

Die 150er fangen die schlechten Eigenschaften der Gruppe ab, indem sie den Wechsel der Gruppe als etwas ganz Normales etabliert und die Gruppe keine Option auf Gewalt hat, diese würde die Mitglieder lediglich vertreiben und die Gruppe beenden.

Aktuell werden die Gewaltlösungen propagiert – abgestuft aber von allen Seiten. In D schimpfen z.B. die Politiker über die Bürger und andersherum. Dabei geht es durchaus emotional zu. Emotionen sind gut im Verkauf, denn nur, wenn die Gefühle Ja sagen, dann wird etwas gekauft (es gibt auch die notwendigen Käufe von Lebensmitteln und anderem, aber da werden keine Verkäufer benötigt sondern Verteiler).

Die europäische Politik hat sich verwissenschaftlicht. Sie organisiert sich in Projekten und in Entscheidungsphasen. Ihre eigentliche Aufgabe wäre die Thematisierung und Diskussion der gesellschaftlichen Entwicklung z.B. soll die Gesellschaft wissen, was u.a. Automation, Digitalisierung und Individualisierung bedeutet, welche Konsequenzen das hat und was wie gesteuert werden könnte, was dafür und was dagegen steht.

Herrscher entschieden aus dem Bauch heraus, beobachteten jedoch alle Entwicklungen und waren nicht überrascht, wenn die Dinge auf dem eigenen Tisch landeten (wenn sie gut waren). Es wird gemunkelt, dass sie das aus dem Hintergrund heraus forcierten.

Eine „natürliche Autorität“ ist ruhig, ausgeglichen, meist leise und erfahren – zumindest kann sie das „rüberbringen“.

Selbst im Stamm gilt die natürliche Autorität als Konkurrenz, doch die Stammesführer und alle weiteren Herrschaften, selbst die Demokratie imitiert dieses Verhalten.

Wer über Macht redet, meint solche Leute. Warum geht es in der Politik und der Gruppenbildung dann oft so laut zu? Aus wirtschaftlicher Sicht ist Politik eine Reihe von Ereignissen mit mehr oder weniger grossen Stars. Das Ziel ist es, den Gewinn zu steigern. In der Politik ist eine der Währungen, in denen man bezahlt wird, die Wählerstimme. Damit wird die propagierte politische Meinung zum Verkaufsprodukt – sie wird in Events verkauft, sie wird emotionalisiert, Demokratie wäre jedoch Kontinuität, eine ständige Diskussion in der Gesellschaft statt unter ein paar Interessenträger.

Was kann man tun? Es wird nicht reichen, mehr Demokratie zu wagen, gerade genug wird es sein, wenn Demokratie gemacht wird. Demokratie benötigt Menschen, die keine Obrigkeitshörigkeit kennen, die sich nicht (mehr) unterwerfen und mitreden wollen – und können. Es braucht entsprechende Vorarbeiten – übrigens auch in der EU. Um es etwas konkreter zu machen: In Deutschland bildet BILD nicht, eine neutrale Informationszeitung in den verschiedenen Branchen und branchenübergreifend könnte das leisten.

Wer mitreden kann, der braucht sich nicht auf Gefühle reduzieren, der wird nicht ausgrenzen sondern interessieren sich dafür, ob die Möglichkeiten anderer und dritter und vierter das eigene Portfolio ergänzen könnten und was dabei herauskommen könnte.

Die kürzeste Beschreibung ist: Bislang wurde versucht über die Köpfe der Bürger hinweg etwas durchzusetzen (das kennt man aus der Wirtschaft, Politiker sagen dagegen: Gegen das Volk kann man nur kurz regieren).

Den Bürger mitzunehmen, ihm die eigenen Verkaufsbilder zu verkaufen reicht nicht. Gut wäre es schon, wenn er gut informiert wäre – das kann man leisten. Heute fühlen sie sich eher „propagiert“.

Besser wäre es, wenn er mitreden und mitarbeiten könnte. Den Bürger einzubinden heisst nicht immer, dass er den Politikern jede Entscheidung abnehmen soll, Einige schon, aber das kann auf verschiedene Arten gemacht werden. Der Bürger würde gerne seinen Teil betragen, damit solide Entscheidungen nicht nur Interessenkämpfe entscheidend sind.

Er liefert gerne seinen Beitrag: Wissen, spezielle Daten und Einschätzungen. Wenn der Staat nun zeigen kann, wie welcher Beitrag sich wann ausgewirkt hat, dann kann über das Vorgehen fundiert gesprochen werden – ein Staat (und die EU usw.) entwickelt sich. Ein „weiter so“ geht in die falsche Richtung. Populäre Meinungen zu verkaufen statt an dem Prozess der Meinungsbildung teilzunehmen, macht Politiker zu Verkäufer, die es sich zu einfach machen wollen.

Echte Lösungen zu vertreten, mag Wählerstimmen kosten – oder Nichtwähler reaktivieren. Geht das Land vor dem eigenen bisschen Macht, dem der Partei und Unterstützer? Wählen wir Verkäufer oder verkaufen sich Politiker?

Viele offene Fragen – scchönes Wochenende.

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