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Wie kommt `s was gerade abgeht?

9. August 2016

Grob vereinfacht, aber hilfreich, fallen wir in die Phase der „grossen Männer die grosse Gruppen grösser machen“ zurück. Scheinbar immer nötig sind dann Kriege um Ressourcen, Möglichkeiten und Vorteile. Im Kontext des Werdens sind das „leidende WIR Gruppen“.

Von den Standardkontexten weisst die Gruppendynamik mehrfach Phasen aus, die gewalttätig werden können. Durch die staatliche Monopolisierung der Gewalt, bleibt es in solchen Staaten i.d.R. bei verbalen Auseinandersetzungen oder bei Ersatzauseinandersetzungen.

Doch ist eine Monopolisierung der Gewalt allein nicht ausreichend um die Gesellschaft zu „befrieden“. In der Regel haben die Menschen dort nichts weiter zu tun, denn es würde ihnen – bei Erfolg – weggenommen werden. Es setzt deshalb ein Wettlauf ein es besonders schlecht und kompliziert zu machen. Umstandskrämer gelten als harmlos.

Wer jedoch nur „menschliches“ Material benötigt, der wird diese Umstände schätzen, denn die Menschen sind schnell und für wenig zu fasst allem bereit. Sie haben keine Werte (ausser dem Selbsterhaltungstrieb), haben keine Bildung, kennen sich mit nichts aus und kennen Gewalt, setzen sie selbst ein. Es gibt keine Hemmungen mehr. Diese Menschen werden zu Darstellern und nehmen Jobs an wie eine lebende Schachfigur, die den Ausgangs des Zuges durch einen Kampf auf Leben und Tod entscheidet.

Das Wirtschaftssystem des Leidendes WIR ist Extremkapitalismus. Diesen gibt es, mehr oder weniger offen, auch in den Ländern, die den Kapitalismus erst kürzlich eingeführt haben. Dazu gehören China, Russland, Türkei u.s.w. Aber eben auch EU und USA, denn nach einer langen Zeit des „gemässigten“ Kapitalismus wurden in diesen Ländern alte, sich bewährte Grenzen verworfen, der Kapitalismus extremer fasst grenzenlos – auch hier leiden wir an einer Destrukturierung der Gesellschaft durch kapitalistischen Egoismus.

Dass heute die Leute auf die Strasse gehen, liegt gerade an diesen Umständen, denn sie gehen auf die Strasse um zu demonstrieren, dass es ihnen schlecht geht bzw. die Aussichten sehr schlecht sind. Die typische Reaktion ist leider, dass sie genau das, was sie befürchten, selbst einführen: Kleine und mittlere Gruppen, die sich selbst die Regeln geben und diese über die Regeln des Staates stellen werden: Übrigens: Weil es ihnen vom wirtschaftlichen Gruppenegoismus vorgemacht wurde. Das ist z.T. Mimikry befeuert durch Desillusionierung und dem Gefühl, dass „die“ das nicht mehr in der Hand haben.

Ein Beispiel könnte sein: Die USA wollten eine Säuberung von Terroristen in mehreren Staaten des Ostens durchführen – und haben ihn multipliziert. Ist das „erfolgreich“? Etliche Staaten („Eliten“), Dienste und Armeen sehen das als Erfolg an, denn ihr Job wird mit jedem Anschlag ein Stück sicherer und wichtiger. So manchem kann man unterstellen, dass sie Öl ins Feuer giessen wollten.

Mit Trump würde auch einer an die Macht in den USA kommen, der gar nicht anders könnte als so weiter zu machen, wie er es gewohnt ist: Seinen, und den seiner Gruppe, Vorteil sichern, koste es, was es wolle – auf wessen Kosten Wohl? Radikale Minimierung der bundesstaatlichen Aktivitäten führen bestenfalls zu einer Stärkung der Einzelstaaten – und konsequenter weise zu einer Auflösung der USA so, wie sie heute noch bekannt ist. Und warum? Schwache Staaten sind gut für die Wirtschaft. Aktuell wird die „Zersetzung der Staaten und Demokratien“ betrieben, eine Kooperation mit der Wirtschaft kann so oder so ausgehen. Schleichendes Nachgeben und kontinuierliches Gewöhnen und Aufbauen von anfangs nur geführten, später dann diktatorischen Herrschaftsstrukturen erst des Geldes, dann der Reichen zum Schluss des einzigen Reichen, der übrig blieb – das kann auch ein Konzern sein.

Was tun? Statt Euch in viele kleine Grüppchen zu teilen, baut grössere – aber richtig. Sucht Euch eine grosse, gemeinsame Aufgabe und geht das zügig aber qualitativ hochwertig an. Bietet der Wirtschaft Möglichkeiten an, aber bezieht auch klare Kante bei dem was geht und was nicht. Aber macht das richtig. Verlasst Euch aber nicht unbedingt auf die, die Euch in diese Situation gebracht haben (bestenfalls wussten sie nicht, was sie taten – und vielleicht auch, was sie tun werden) – aber schliesst sie nicht aus.

Ausschliessen ist das einzige Mittel, das das „leidende WIR“ kennt. Es kann scheinbar nicht mit einem, der anders denkt – dabei ist das nur ein Thema des sich öffnen können. Entgegen ihren Überzeugen wird der Himmel nicht einstürzen. Lässt man sie aber machen, dann dezimieren sie sich gegenseitig, denn Unterschiede stellen sich immer ein und Säuberungen, also wer einmal einen Putzfimmel hatte, der weiss, dass Staub einen paranoid machen kann.

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