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Brexit – und nun?

24. Juni 2016

Was wird werden? Da sind mehrere Blickwinkel zu unterscheiden: Von Aussen (und dort USA / China / Russland) und je GB und EU intern.

Von aussen betrachtet ist die EU angeschlagen. GB ist nicht der Favorit aber man weiss ja nie. Von aussen wird man nun zurückhaltend werden, man will sehen, was passiert. Den vermeintlich vorne liegenden wird man evtl. unterstützen.

Da GB im Prinzip alleine dasteht und die EU schlicht grösser ist, stehen die Aktien für die EU. GB kann aber punkten.

GB intern hilft nur dass alle in die Hände spucken und anpacken. Es wird beim Geld versuchen so etwas wie eine Steuer- bzw. Geldoase zu werden, in anderen Bereichen werden sie auf eine Reindustrialisierung setzen. Sie werden es zuerst mit einer engeren Zusammenarbeit mit den USA versuchen, das relativ bald verwerfen und es dann mit Indien und / oder China versuchen. Vielleicht sogar mit der EU, das ist aber unwahrscheinlich, weil dort wieder die Gefühle hochkochen könnten.

EU intern wird wahrscheinlich wieder nichts passieren. Meine Vorschläge sind bekannt, deshalb halten wir den Punkt hier kurz.

Schottland bleibt wo? Ich glaube nicht, dass es durch ein weiteres Referendum sofort die Krise verstärken will, es wird etwas abwarten und Tee trinken, Sollte GB schnell eine flexible und funktionierende Lösung anbieten können, dann kann es sein, dass sie bleiben. Sie werden erwarten, dass es ihnen mindestens gleich gut geht, wie vorher in der EU. Bleibt Lösung und Angebot aus, werden sie ihre Fühler ausstrecken.

Gibt es eine Kriegsgefahr? Unmittelbar wahrscheinlich nicht. Aber da die Gefühle hochgekocht wurden, bleibt immer eine Restgefahr. Kommen keine Lösungen aber spürt bereits die Folgen (das kann schnell gehen z.B. an den Börsen und wenn die Zurückhaltung ehemals guter Partner einsetzt), dann kommt zu den noch köchelnden Gefühlen neue negative weil Täuschung vermutet wird und Verzweiflung aufkommt.

Gibt es ein Zurück? Ich denke nicht, zumindest nicht so bald. Manche werden hoffen, dass man sich darauf berufen könnte, dass nur eine Hälfte raus will, die andere nicht. Doch das würde sich die EU teuer bezahlen lassen. Andere setzen vielleicht darauf, dass das, wie es in der EU üblich ist, gelöst werden sollte: Verschleppen und Aussitzen. Das Gesuch mit viel TamTam erstellen aber mit der Schneckenpost verschicken. Nur, wenn der Druck der Strasse es verlangt, würde man das dann beschleunigen, ansonsten geht es unterwegs irgendwann verloren.

Würdest Du mit anpacken? Wahrscheinlich meinst Du nicht beim Schneckenschubsen sondern ob ich bereit wäre in Berlin oder Brüssel mit anzupacken – freilich. Ein Mail oder Telefonat würde reichen.

Wie werden die Verhandlungen laufen? Falls sie zustandekommen, kommt es darauf an, was verhandelt wird: Ein Auslaufen lassen der Verträge wäre schnell zu verhandeln und sollte auch schnell passieren. Wie eine zukünftige Zusammenarbeit aussieht, ist nicht so einfach zu verhandeln, denn das kann man eigentlich nur sinnvoll machen, wenn man weiss, wohin die jeweilige Partei will – ich zweifle, dass das bereits bekannt oder aktuell das Vertrauen gross genug ist.

Welche Möglichkeiten bei den Verträgen gäbe es denn? Es gibt die Möglichkeit zwischen GB und EU einen Vertrag zu machen, das ist aber unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist, dass es sehr viele, zeitlich befristete Einzelverträge geben wird. Sehr wahrscheinlich wäre es für GB einfacher sich mit einem oder zwei anderen (grösseren) Ländern (USA/Indien) zusammen zu tun und deren internationalen Verträge zu nutzen.

Was wird werden? Politisch wird das dauern. Ich denke, dass die Wirtschaft schneller sein wird und z.B. zügig alles was mit Export und internationalem Geschäft zu tun hat schlicht aus GB abziehen werden. Ob das dann in EU wandert, ist eher unwahrscheinlich. Denn man weiss ja nicht, was dort passiert. Ich schätze dass vieles nach USA und ein bisschen nach Asien gehen wird.

Vielleicht werden EU ansässige Firmen neue Standorte in der EU suchen oder bestehende erweitern.

Ein positiver Effekt könnte aber sein, dass man die Märkte nicht aufgeben will und jeweils im Land für das Land produziert, dann wären „nur“ Rohstoffe oder -bauteile von Verwaltung und Logistik betroffen und da z.Z. (fasst) alle ein Interesse an frei fliessenden Rohstoffen hat, hat das sogar eine gewisse Chance. Eine Vorstellung, die vielen Firmen gefallen dürfte. Übrigens: Das ist ein Teil von IvaP.

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