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Wie steht`s denn nun um EU und D?

29. April 2016

Der „emotionale Post“ zeigte Wirkung – überraschend starke Wirkung. Bei den meisten geht es um die Frage: „Steht es wirklich so schlimm um Alles?“.

Eine ganz schnelle Antwort kann es auf diese Frage nicht geben, dazu ist sie zu allgemein gehalten, denn hier kommt es auf die jeweiligen Ansichten und Vermutungen an. Wer sich sicher ist, dass die Finanzwelt die Weltmacht anstrebt, der kommt zu einem anderen Ergebnis, als einer, der überzeugt ist, dass der Markt alles retten kann und wird, oder die Technologie, oder von woher auch immer die Rettung, der Ritter mit der goldenen Rüstung, kommen wird.

Sicher ist nur, dass die Finanzwelt jeden Vorteil nutzen wird, es ruhiger angehen kann, als die Politik. Die Wirtschaft hat schon immer einen grossen Einfluss auf jeden Staat gehabt und sie hat heute eine ausgezeichnete Verhandlungsposition, die es erlaubt, dass sie ihren Einfluss stetig steigern kann.

Der goldene Ritter, der kommt sehr wahrscheinlich nicht – zumindest nur dann, wenn er / sie sich und seine Mittel hat vorbereiten können. In Deutschland sieht das aktuell ehe so aus: Der goldene Ritter waren ein paar grosse Konzerne, insbesondere die Autoindustrie, die heute etwas geschwächt dasteht. In anderen Ländern ist die ganze Wirtschaft geschwächt oder, wie in Deutschland, wichtige Teile davon.

Weder von der Finanzwelt noch von der Wirtschaft (ist schon merkwürdig, wie einfach das von einander getrennt werden kann), ist „Hilfe“ oder ein „Ausweg“ zu erwarten. Den müssten wir politisch schaffen. Wie steht es um die EU?

Sie wird aktuell so genutzt, dass die Staaten behaupten, dass alles Schlechte von der EU kommt und alles Gute von den nationalen Staaten.

Diese Schwarz / Weiss Malerei ist es, die die Nationalstaaten überhöhen, und so eine sinnvolle Verteilung der Macht verunmöglicht, im Gegensatz, die politisch rechte Seite stärkt, die bereits durch weitere Härten und den Abbau des Sozialstaats kräftig geschürt wird.

Hier soll es einmal deutlich gesagt werden: Der Mensch ist ein Gesellschaftstier, er braucht die Gemeinschaft und die Zusammenarbeit, wenn er gesund, glücklich und zufrieden sein und bleiben soll. Er ist als solcher ein Altruist (das Gegenteil von Egoist).

Der propagierte Egoismus fusst auf sehr alten Ansichten. Feudale Momente sind im Hintergrund aktiv und sind kontraproduktiv zu den erklärten, vordergründig altruistischen Zielen.

Wirtschaft geht auch anders – Politik meint aber, dass sie keine anderen Wege und Möglichkeiten haben. TTIP wird nicht helfen, da es protegierte Märkte schafft und sich schnell zeigen wird, dass es gut ist, um „Geld zu machen“ aber keine funktionierende Wirtschaft formt.

Man kann die Antwort kurz und knapp geben: Wenn es der Politik gelingt wieder Gesellschaft (das ist etwas anderes als Gruppendynamik) zu schaffen, am besten eine europäische Gemeinschaft, dann geht das gut aus. Ansonsten werden mit der Gemeinschaft die Demokratie, der Rechtsstaat zu Gunsten einer immer dominanteren Wirtschaft oder Konzerne abgebaut werden. Ein „weiter so“ und „alles ist gut“ führt in diese Richtung. Wer sich ehrlich macht und den Dingen stellt, mit vernünftigen, guten Lösungen arbeitet, der hat zumindest eine Chance, kann etwas machen. Mit „Augen zu und durch“ nutzt man keine Chancen.

Aber es geht D doch gut? Nur ein paar Punkte: Wer kauft unsere Exporte? Geht es denen gut? Wie lange werden sie kaufen können? Können wir Produkte anbieten, die deren Situation gerechter werden oder wollen wir Standards setzen, alle gleich behandeln, über einen Kamm scheren wollen?

In der IvaP sind Standards immer auf der Höhe der Zeit – grosse gesetzlich Aktivitäten sind nicht nötig. Sie entwickeln sich ständig weiter, denn: Wer weiss, dass es eine bessere Lösung gibt, der entwickelt diese zügig, sonst macht es ein anderer. Das ist positiver Wettstreit, negativer ist, wenn man was machen muss, was anderen schadet, wenn man es aber nicht macht, dass sich immer einer findet, der es macht.

Der Kunde setzt die Ziele: Grundsätze wie aktive und passive Sicherheit etc.. Das Gesetz setzt weitere wichtige Rahmen, z.B. bei Waffen etc. Da der Markt nicht gesteuert oder protegiert ist, wird er sich entwickeln. Der Entwickler immer etwas zu entwickeln haben, der Produzent immer etwas zu produzieren haben, der Verkäufer immer etwas anzubieten haben.

Bessere Standards kann man nicht definieren oder setzen – schon gar nicht gesetzlich oder vertraglich. Standards ergeben sich aus dem Markt. Nur wenn der (durch dominante Anbieter oder Kunden) ausser Kraft gesetzt wird, braucht es andere Regularien als: Die Standards sind das aktuell technisch machbare Optimum mit einem gewissen zeitlichen Spielraum.

Um endlich die Frage zu beantworten: Es müsste niemanden schlecht gehen.

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