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Von Erdbeben und Hilfe

17. April 2016

Tote, Verletzte, Zerstörung in Japan und Ecuador – in Fassungslosigkeit und Bestürzung sind wir bei denen, die dieses Leid erleben und darunter weiter leiden werden.

In diesem Kontext wurden Fragen gestellt. Sinnvolle Fragen und Fragen zum Thema des Blogs. Es soll nicht der Anschein erweckt werden, dass hier auf Kosten von Menschenleben unbedingt Stimmung für die Sache des Blogs gemacht werden soll – das liegt mir fern. Doch als mir gesagt wurde, dass die gebotenen Möglichkeiten vielen helfen könnten, trotz der in ihrem Kopfkino laufenden „Was wäre wenn das mir passieren würde?“ – Episoden, zuversichtlicher zu werden, sagte ich zu das die Tage zu posten.

Es wurden Fragen gestellt, die ich beantworten kann, obwohl ich nur ein Fürsprecher bin und nicht der Erfinder. Da der z.Z. „verhindert“ ist, springe ich in die Bresche, soweit ich das kann – hier geht das:

Ist die Plastik-Fachwerk-Bauweise erdbebensicher? Ja, es kann erdbebensicher gebaut werden. Dies kann ich behaupten, weil der Erfinder und ich einmal darüber gesprochen haben. Er meinte damals: „Jetzt, mit deinem Vorschlag, können auch starke Beben gut überstanden werden. Das war schon vorher flexibel und relativ sicher, aber ab einem bestimmten Punkt braucht es mehr Material, das braucht es nun nicht mehr.“

Wie liefe eine Katastrophenhilfe ab? Weltweit braucht es nur eine paar Lagerflächen für das Plastik und die entsprechenden Maschinen und Infrastruktur. Das sind vielleicht drei oder vier Container, die in Flugzeuge verladen und über dem Gebiet abgeworfen werden. Dort werden sie geöffnet, aufgebaut und mit der Arbeit begonnen. Binnen weniger Stunden können alle mithelfen und zumindest eine sichere Unterkunft für die Nacht und Schutz vor den Elementen aufgebaut werden. Die Bauteile sind leicht, relativ gut handhabbar und sie werden in einem Steckverfahren zusammengebaut. Da kann jedes Kind mithelfen – und Tätigkeit, etwas machen können, das ist in solchen Situationen sehr wichtig.

Wir da irgendwer zu irgendwas gezwungen? Nein, das ist kein Aufzwingen von irgendwelchen Regeln. Wer das meint, der gesteht nur, dass er es nicht anders machen könnte, dass er der Versuchung nicht widerstehen könnte.

Diese Hilfe kann als internationale Ersthilfe organisiert werden. Es wird wenig Sinn machen, diese Dinge mitten im Dschungel für ein paar Naturvölker abzuwerfen – alle anderen kennen dieses Vorgehen (es ist ein internationaler Vertrag!), haben es mitgestaltet und unterschrieben. Angenommen, es gäbe ein verheerendes Erdbeben in der EU und der Leser wäre selbst betroffen, hätte Familienmitglieder und Freunde verloren, wäre vielleicht selbst nur knapp mit dem Leben davongekommen – wäre es dann nicht gut, die nächste Nacht wieder unter einem Dach verbringen zu können?

Die Ersthilfe ist sicher kein Versuch Wirtschaft und Politik heimlich zu ändern – diese Dinge wurden von der Katastrophe derart gründlich geändert, dass es nun nur noch auf die Zukunft und das „wie geht es jetzt weiter?“ ankommt.

Und? Wie geht es nach der Katastrophe weiter? Wenn die Bewohner mit ihrer Ordnung zufrieden waren, dann werden sie diese Ordnung wieder etablieren – schneller als man denken würde, denn das ist ein weiterer wichtiger Haltepunkt. Waren sie nicht zufrieden, dann neigen Menschen in solchen Situationen dazu, die alte Macht nicht mehr anzuerkennen – es sei denn, es gab schnelle Hilfe. Insofern steht eher zu befürchten, dass alte Strukturen durch rasche, effektive Hilfe betoniert werden. Dennoch, das kann missbraucht werden. Wie jede Hilfe. Deshalb sollte das zivil organisiert zumindest geprüft werden.

Für die Zeit danach kann die Ersthilfe kaum verantwortlich gemacht werden. Es gibt aber nur eine Sicherung für Regierungen: gute Arbeit leisten. Ansonsten bilden sich schnell andere Organisationen aus.

Die 150er sind eine Alternativen zu den lokalen Fürsten, die sich dann schnell einstellen. Aber das muss nicht angeboten werden – die 150er haben sich bereits herumgesprochen. Ich werde gelegentlich sogar von Dritten angesprochen, die mir mit vielen Worten erklären, dass da einer mit wenigen Worten eine Organisationsform vorgeschlagen hat, die usw..

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From → 150er, Politik

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