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Fragen zum Tagesgeschehen

15. Februar 2016

Willst Du nicht das Tagesgeschehen kommentieren?

Nein, denn es hat sich nichts geändert, die bisherigen Aussagen sind immer noch aktuell – ich würde mich nur, ohne Mehrwert, wiederholen, ich glaube, das kann ich uns allen ersparen. Zudem sind die Vorgehensweisen immer noch dieselben: CDU/CSU sagen, dass die Organisation des Staates im Fall der Flüchtlinge schlicht nicht mehr als XY schaffen kann, Grüne und Roten haben gezeigt, dass es möglich wäre. Es auf die Beamten und Organisatoren zu schieben ist schäbig.

Aber es ist ein gutes Beispiel für das oft genannte Protegieren der Märkte, denn die Management-Entscheidung (hier: bestimmter Politiker), dass in diesem Punkt keine weiteren Lösungen benötigt werden, bremsen alles andere aus, erschweren den Beamten die Arbeit und wecken den Ruf nach mehr bzw. besserer digitaler Ausrüstung, der später dann dafür missbraucht wird, weit über das geforderte Format zu gehen und Dinge zu etablieren, die niemand (ausser den „Eliten“) wollte.

Man erreicht zwei Ziele mit einer Aktion: Die Flüchtlinge werden durch die Umstandskrämerei (wie beim BER – die bewegen so schnell nichts mehr, alles ist starr, nichts geht mehr) verschreckt und digitale Ziele werden erreicht, die sonst unerreichbar geblieben wären.

Heisst das, dass Du politisch nach links tendierst?

Politisch bin ich pragmatisch. Mal bietet die eine Partei mal eine andere Partei eine adäquate zur Situation.

Aktionen wie die aktuellen der CDU/CSU, die ihre Mitarbeiter quasi instrumentalisiert und sich die Parteien hinter diesen verstecken und behaupten, dass die Aufgaben nicht lösbar seien – obwohl rein organisatorisch und digital sind diese Aufgaben durchaus lösbar. Es fehlt der politische Wille.

Die Lösung wird verhindert, damit Legenden aufrechterhalten werden können. Die Parteien demaskieren sich als populistisch und hinterfotzig – letztlich als unzuverlässiger Partner für andere Parteien und das Volk – da wird es schwer das Kreuzchen bei ihnen zu machen.

Übrigens egal, ob sie gerade mit der eigenen Meinung übereinstimmen oder nicht, denn: Haben sie eine andere Meinung, dann erwartet einen einen Vernichtungskampf ala Mollath. Oder abstrakter: Immer knapp an der Grenze zum Machtmissbrauch und der Rechtsbeugung. Würde man genau hinschauen, würde man sich abwenden und es gäbe wohl viele neue Verfahren.

Mir wäre es lieber, wenn die nötigen Änderungen einfach gemacht werden würden. Wenn sie dann sehen, welche Welt sie über Jahre verhindert haben, sollte das schlechte Gewissen Strafe und Motivation genug sein um den neuen Dingen Aufschwung zu geben.

Was hattest Du vorgeschlagen?

Noch immer sind Wirtschaftsinseln im In- und Ausland die wahrscheinlich beste Lösung für viele Fragen. Dabei sind die Flüchtlinge aber auch (Langzeit-) Arbeitslose und wirtschaftliche „Manipulationen“. Kombiniert mit den 150er liesse sich unter den Flüchtlingen in Syrien und Irak die Demokratie trainieren. Die Kombination wirtschaftlich erfolgreich und eine demokratiefähige Bevölkerung wäre für alle anderen Interessensgruppen derart abschreckend, dass sie alles tun würden, um es nicht so weit kommen zu lassen – leider scheint das auch auf unsere Leute zuzutreffen.

Ist das WERDEN nicht nur Soziologie?

Sicher nicht. Es ist sehr viel älter und fusst auf Analogien. Dennoch ähneln sich die Ergebnisse.

Die Soziologie und andere Wissenschaften kommen zu ähnlichen Ergebnissen, aber auf anderen Wegen. Dennoch: Wenn die Leute meinen, sich das Werden durch die Wissenschaften zugänglich machen zu können, dann ist das schon OK.

Prinzipiell gibt es Parallelen aber auch Unterschiede – doch auf denen will ich nicht herumreiten (das liegt daran, dass Analogien ein schwer zu beherrschende Materie sind und es heute wahrscheinlich bessere zumindest gewohntere Denkweisen gibt).

Stimmt es, dass es ein Machtvakuum gibt?

Sicher mögen einige es so sehen wollen. Doch bei den Akteuren gibt es durchaus Männchen und Gruppen mit entsprechenden Egos, die kein Machtvakuum benötigen, um die alten Wege zu gehen.

Nutzniesser gibt es.

Die Gruppen sind die Vertreter der Nationalstaaten, dieser Gedanke belastet die (lokale und internationale) Politik seit langem. Die Personen sind nur Galionsfiguren. Hübsche, eloquente Menschen, die der Religion geopfert werden, nachdem das Volk geopfert wurde. Politisch haben wir es mit einem internationalen Machotum zu tun

– allerdings gehören die USA und der Westen auch in diese Gruppe, es allein den Regierungen Russlands, der Türkei und den arabischen Staaten und anderen zu unterstellen, wäre zu kurz gegriffen. Von einem Machtvakuum kann man also nicht reden, denn alle Beteiligten sind noch da, ihr Engagement (das sich schnell ändern kann) ist anders, als früher. Deshalb gehört eine ziemliche Fehleinschätzung und Übersteigerung der eigenen Rolle bei einigen Akteuren vor, den sie nutzten nur ein Scheinvakuum, einen Moment – das kann leider klappen.

Entsprechend den Genfer Konventionen, die viele unterschieben haben, sollten wir Inseln für evtl. Flüchtlinge einführen. Mit der Plastik-Fachwerk-Bauweise wäre das erschreckend günstig gewesen, mittlerweile werden wir den teureren Weg gehen müssen – Wohncontainer werden es nicht tun oder kann man damit ein Krankenhaus und ein Rathaus oder eine Produktionshalle oder Kirchenhalle von bislang unbekannten Ausmassen bauen können? Nein. Es wird einfach nur teuer und vieles wird schlicht fasst unmöglich. Es wird weniger gehen, weil Claims gesichert werden – Wirtschaft funktioniert anders.

Es gibt manche, die sagen: Erst wenn wir Wirtschaft gelernt haben (statt Zocken), werden wir diese Probleme lösen können – bis dahin werden wir mir der Lektion wieder und wieder konfrontiert werden, solange, bis wir sie gelernt haben. Übrigens: In den Analogien werden intensive Lernsituationen max. drei Mal offeriert. Zwei Mal (England und USA) haben wir bereits erlebt.

Wie geht man mit den „Rüpeln auf dem Schulhof“ um?

In der Demokratie geschieht das durch Masse und Volk – in Diktaturen wird ein „Ausgleich“ durch Waffen geschaffen. Doch die Masse gewinnt immer, einigt sich danach sehr schwer, es bilden sich kleinere Untergruppen, die oft streiten und kämpfen und wieder militärische Lösungen suchen. Andere nutzen die Situation oder befeuern sie noch.

Die 150er nehmen den Druck der Nationalstaaten heraus, es kann wieder über praktische Fragen geredet werden. SynErgy und Nutzung der lokalen Möglichkeiten ermöglichen eine flächendeckende Infrastruktur und damit Wirtschaft. Aus den 150er werden 7500er diese tun sich zusammen, um den Rest der benötigten Infrastruktur zu stellen. Das Vorgehen ist nicht regional gebunden und kann nahezu beliebige Grössen (von sehr klein bis sehr gross) annehmen.

Worin liegt letztlich das Problem?

Aktuell liegt vieles an der Gruppendynamik. Speziell an den Nationalstaaten und indirekt an den Führungsstrukturen und Gewinnler solcher Konstellationen. Die Aufgabe ist lösbar, doch die meisten wollen nur zurück in die „gute alte Zeit“. Wiederholungstäter oder Anhänger dieser Zeiten sind eines der konkreten Probleme.

Haben Staaten Grenzen?

Die Frage ist nicht besonders gut, denn alle Grenzen, die gezogen werden, sind entweder willkürlich oder unbedeutend, auf jeden Fall auf Zeit. Und sie werden instrumentalisiert.

Fast alle Staaten, die sich national definieren, stellen sich auf die Position, dass sie zu wenig Platz haben (es gibt noch weitere schlechte Gründe). Wenn man die Grenzen eines Staates nach diesen Regeln definieren will, dann gibt es nur eine Folgerung: „Sie sind zu eng griffen. Wir brauchen mehr.“.

Wer über die Grenzen von Nationalstaaten redet, redet immer auch über Expansion. Damit kann die Frage beantwortet werden: Nationalgrenzen sind immer zu eng. Sie werden kategorisch in Frage gestellt. Im Ergebnis heisst das, dass es keine festen Grenzen gibt – Wachstum ist Pflicht. Es kann nur einen geben.

Da jeder Staat in dieser Entwicklung andere Staaten integrieren muss – bleibt die Frage, ob das dann noch ein Staat ist. Meistens bleibt ein Wirtschaftsraum, der politisch unterschiedlich organisiert ist.

Anders gesagt: Ein erfolgreicher Nationalstaat löst sich selbst beim Versuch andere Staaten zu integrieren auf. Die alten Griechen betreiben die „nötige“ Expansion durch wirtschaftliche Kontakte, die letztlich zur Übernahme der Gepflogenheiten der dominierenden „Gesellschaft“. Aus der militärischen wurde eine wirtschaftliche (vielleicht feindliche) Übernahme.

Es gibt noch viele Varianten des Spiels – doch sie werden hier nicht gelistet.

Kann man das Spiel durchbrechen?

Es gab und gibt Regeln. Fordern wir sie ein, zeigen wir die Konsequenzen und Möglichkeiten. Allerdings geht das nur, wenn wir konkrete Änderungen der Regeln anbieten. Der Blog bietet hier einige Möglichkeiten an.

Um es kurz zu machen: Ja, es gibt solche Möglichkeiten. Man müsste sie nur nutzen – statt Claims zu sichern. Gelingt das nicht, werden Claims gesichert und es geht alles den Bach runter.

Wird es einfach?

In solchen Situationen gibt es keine einfachen Lösungen. Man kann sich allerdings etwas vormachen. Zur Zeit, wollen die meisten zurück zum vorteilbehafteten Dublin und sie wollen alle anderen Fragen ignorieren. Sie wollen zurück in eine scheinbar einfache und sichere Vergangenheit, dabei ignorieren sie die konkrete Situation bzw. sie verdrehen sie. Warum? Weil es bequemer ist und sie noch einiges bei der Welt gut haben – sie haben es sich verdient und die Welt ist ihnen das schuldig.

Es wird einfacher, wenn man sich der Realität stellt. In diesem Fall ist es einfacher, wenn man es sich schwerer macht – oder eben, wenn man es realistisch betrachtet.

Wer würde das wollen?

Es gibt genügend, die aus der aktuellen Phase Vorteile ziehen – oder meinen, dass sie (noch) einen Vorteil daraus ziehen. Es sind die „Claimer“, die, die meinen etwas zu verlieren zu haben. Sie sind mittlerweile in der Minderheit, sind aber noch in der Lage, alles zu kontrollieren. Wenn bestimmte andere Gruppen dazugehören, dann kann das dazu führen, dass diese Minderheit die Welt nach ihrem Willen gestalten – sehr wahrscheinlich zum Nachteil aller anderer.

Gibt es einen Ausweg?

Wir dürfen es nicht zulassen. Wirtschaften statt Zocken; Bürger statt nationale Interessen; etc. Ein Kollege meinte: „Demokratie statt Politik“. Da ist was dran.

Was für ein „Bashing“ ist das eigentlich?

Keines. Ein Vorschlag zu einem sinnvollen Weg, das ist alles, was hier passiert. Betroffen Hunde bellen freilich. Kann gut sein, dass sie einen Claim sichern wollen. Ansonsten stellen sie die Frage nicht.

Die Frage ist vielmehr: Wollen wir einigen (System-) Spielern noch ein paar (sinnlose) Runden gestatten oder wollen wir allen, einen effektiven Neuanfang gönnen?

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