Skip to content

Datenschutz

12. Februar 2016

Das Thema Datenschutz keimt immer wieder an verschiedenen Stellen und aus verschiedenen Gründen auf. Dann wurde eine zeitlang gefragt: „Hat der Datenschutz etwas mit dem Werden zu tun?“

Mit dem Werden hängt alles zusammen, was mit dem Mensch und mit Entwicklung zu tun hat. Die kurze Antwort ist deshalb eindeutig: Ja, Datenschutz und Werden hängen zusammen.

Dennoch habe ich mich lange geweigert, da, wenn alles auf das Werden bezogen wird, letztlich eine Inflation des Werdens betrieben wird. Schon gar, wenn der Zusammenhang so deutlich und einfach erscheint wie beim Datenschutz:

Wenn Wissen Macht ist, dann muss ich alles wissen, damit ich der Stärkste bin.

Es geht um Macht, Domination, um Gruppen und ihre Dynamik. Vordergründig geht es, bei der Etablierung solcher Systeme, immer um die Sicherheit (Bekämpfung der Kriminalität, des Gesindels, das sich eingeschlichen hat usw.) oder Reinheit und das Recht darauf, dass das Volk sein kann, wie es sein soll – Entschuldigung, es muss selbstverständlich heissen: wie es sein will. Wann immer solche System etabliert wurden, war es nur um die (eigene) Gruppe zu schützen.

Im ICH und DU des Werdens ist Wissen nicht weiter wichtig: Wer die Grenze überschreitet, hat ein Problem, das wird er dann schon merken, das braucht er nicht zu wissen. Wissen oder Techniken gab es, man konnte sie sich abschauen – oder abhören.

Erst im WIR werden Auseinandersetzung ekstatisch in Sachen Gewalt (vorher gab es einen Gewaltausbruch, der gleich wieder vergessen war, im WIR wird er in der Gruppe vorbereitet und durchgeführt) und gleichzeitig geht es darum die anderen Mitglieder mit „sanfter Gehalt“ bei der Stange zu halten, um die Unterschiede weiterhin hoch zu halten. Im IHR sind die Unterschiede wieder unwichtig, denn die meisten werden demaskiert, das wurden sie schon im WIR, nur durfte man damals nicht darüber reden.

Datenschutz wurde eingeführt, damit solche Gruppen, die mit allen Mitteln alle unterwerfen wollen (damals oft ein gewohntes politisches Werkzeug) draussen zu halten. Um es deutlich zu sagen: Bei der politische Meinungsbildung dreht es sich darum, die Menschen auf der Strasse dazu zu bringen, sich über ein bestimmtes Thema zu unterhalten und sich eine Meinung zu bilden. Wenn sie meinen demonstrieren zu müssen, dann hat man politisch bereits etwas falsch gemacht. Vielleicht, weil man sich selbst keine Meinung gebildet hat oder sie mit allen Mitteln durchsetzen will.

<>

Datenschutz ist direkt mit der Gruppendynamik verbunden: Wer einmal eine Gruppe erlebt hat, die ihre Interessen durchsetzen will, und deren „Methoden“ betrachtet, dann fällt auf, dass sie darauf bauen, dass nahezu jeder gegen die Regeln verstösst (Jede Gruppe baut auf Ideale, Ideale überfordern uns, um uns zu fordern) – genau dieses Material ist das bevorzugte Mittel ihrer Methoden. Das ist das Mittel, mit dem man jeden gefügig machen kann.

Es ist wichtig sich daran zu erinnern, dass Kapitalismus auch nur eine Gruppendynamik ist. Auch er greift zu diesen Mitteln – früher oder später. Vorbeugend wurde der Datenschutz etabliert, um die Dominanz staatlicher oder grossen Gruppen zu brechen und Chancengleichheit herzustellen.

Mit anderen Worten: Entsprechend einer, in den USA, beliebten Definition der Demokratie: „Es ist keine Demokratie, wenn zwei Wölfe und ein Schaf darüber abstimmen, was es zum Abendbrot gibt; aber wenn das Schaf eine Waffe hat, kommt das schon eher hin“ ist der Datenschutz die Waffe des bürgerlichen Schafs gegenüber den wölfischen Gruppen. Das trifft auf das allgemeine Bild von der Regierung in Washington in den USA zu, gerade auch, in der aktuellen Zeit.

Es zeigte sich übrigens, dass die Staaten die Informationen nicht brauchten – dass sie für sein Geschäft überflüssig waren. Die Wirtschaft benötigt ähnliche Daten, um sich effektiv aufstellen zu können – auch sie benötigt keine weiteren Daten. Sicher brauchen sie wesentlich weniger als „alle“ Daten. Das bringt nicht so viel wie erwartet, dennoch wird es weiter gefordert. Die Hartnäckigkeit weist aber darauf hin, dass es andere Motive gibt. Aber lassen wird das an dieser Stelle.

Datenschutz ist nichts weiter, als der Schutz „sich allmächtig wähnender Paranoiker“ vor sich selbst.

Datenschutz wäre das, was unmittelbar aus der Seele der US Bürger kommen könnte. Und was es in den USA schon mal vorbildlich gab: Geheimdienste arbeiten nur mit öffentlichen Meldungen. Das hätte auch bei Griechenland gereicht (alle Wege und Ziele waren angesagt) und bei den meisten anderen Problemen auch. Tut mir leid, als Journalist müsste ich jetzt eine Liste mit Beispielen anbieten, aber das ist ein Blog, keine solche Arbeit.

Es gab diese Art von Schutz, weil alle wussten, dass Nachrichtendienste, die Bürger hemmen und dadurch die Freiheit, sich gesellschaftlich und wirtschaftlich, gefährdet ist, da jeder sich an die Regeln halten muss, gibt es keine Bewegung: Indirekt entsteht ein Kastenwesen und wird der ganze Staat und dessen Entwicklung unterdrückt. Die USA setzte damals wesentlich auf die Freiheit, dass jeder sich wirtschaftlich entwickeln könnte: in protegierten Märkten kann das nicht funktionieren. Dienste schaffen protegierte Märkte, ohne Datenschutz schaffen sich die Firmen ihren Schutz selbst.

Advertisements

From → Politik, Wirtschaft

Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: