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Seit wann gibt es Krieg?

21. Januar 2016

Einige Unterscheidungen sind wichtig: Gewalt und Krieg. Gewalt kann es immer geben. Im ICH, DU und WIR ist Gewalt weit verbreitet. Krieg benötigt per Definition Gruppen, ihn findet man ab dem WIR. Vorformen kann es auch im DU geben. Sie unterscheiden sich jedoch in der Zahl der Beteiligten, denn eine Familie oder Clan haben weniger Mitglieder als Städte, Regionen, Staaten und verbündete Staaten.

Aus einem WIR Gefühl kommt man nur schwer heraus, denn es ist eine Sich-Selbst-Erfüllende-Vorhersage. Wer die negativen Seiten des WIRs befürchtet und / oder nutzen möchte, führt sie herbei. Es ist ein bewusster Schritt nötig, um da heraus zu kommen.

Im IHR ist weder Gewalt noch Krieg eine Option, kann aber vorkommen, da sich in bestimmten Zeiten schnell Gruppen bilden, die basieren auf dem WIR und bringen die Kriegsgefahr zurück. Auf das IHR folgt ein neues ICH, DU, WIR und IHR, die jedoch schneller und weniger heftig durchlebt werden können als das erste Mal. Gewalt oder Krieg kommt immer seltener vor.

Der erste Krieg, der in „Halbzeit der Evolution“ genannt wird, ist der erste (damals bekannte,) schriftlich dokumentierte Krieg. Der Verfasser rühmt sich, aus der, bislang als Krieg bezeichneten, ritualisierten Auseinandersetzung eine blutige gemacht zu haben.

In vielen nicht arbeitsteiligen Gesellschaften vor der Urbanisierung war jedes Mitglied der Gruppe ein wichtiges. Auseinandersetzungen werden in solchen Gruppen ritualisiert. Je nachdem, wie diese Ritualisierung aussieht, kann es durchaus zu Gewalt, Tod und Hinrichtung kommen.

Hierzu gibt es einen Grund: Kontrolle. Gerade für das ICH und das DU ist die Kontrolle anderer fast die einzige Kommunikationsform. Da sie aber nicht die Nähe zu anderen suchen sondern diese, wann immer möglich, meiden, sollten Auseinandersetzungen eher selten gewesen sein – wenn, dann können sie heftig ausfallen, weil sie nicht kontrolliert ablaufen, Doch diese Ausbrüche sind auch nicht koordiniert, um grosse Gruppen kann es sich nicht gehandelt haben.

Um es anders zu sagen, Krieg ist eine Zivilisationskrankheit, eine Sache der Gruppendynamik. Immer wieder gibt es die These, dass es Krieg auch im Tierreich gibt. In der Tat, Ameisen können andere Staaten überfallen und Affen jagen Affen, einige Tiere sollen andere bekämpfen und täten, aber – obwohl sie Raubtiere sind – nicht fressen. Ob das Krieg genannt werden sollte, ist fraglich. Denn bei den Ameisen kann man von instinktivem Verhalten ausgehen, bei der Jagt eben von einer Jagt und bei dem Töten von Fressfeinden, kann der Gewaltausbruch auch instinktiv sein.

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