Skip to content

Wieder: Flüchtlinge

10. Januar 2016

Was ich noch zu sagen hätte: Ereignisse wie die in Köln, zeichnen sich zwar ab: Taschendiebstahl, der geduldet wird, im Stile Dickens Diebesbanden in London; diese Banden wachsen, sie beginnen Strukturen aufzubauen, erkennen ihre Möglichkeiten und zelebrieren diese. Köln und Hamburg sind solche Beispiele, aber auch Rockergruppen und die meisten Rechten sind so organisiert – und selbstverständlich auch, die Organisierte Kriminalität. Sie sind die Archetypen jeglicher Gruppe in der Gruppe. Putin demonstriert die Nähe offen.

Andere Gruppen in der Gruppe machen es ähnlich, aber versteckt – kleverer? Sie selbst sehen es sicher so. ‚Eliten‘ leben früher oder später nach exakt demselben Muster. Für uns gilt das Gesetz nicht, das wir für andere machen; diese sind Mühsal, aber auch frei verwendbare Ressource für uns, wichtig, kreativ, denkend und wissend sind nur wir. Diese anderen stehen unter uns, wir müssen sie dort halten.

Aktuell wird uns vor Augen geführt, dass die staatstragenden Strukturen von zwei Seiten unter Druck stehen: Elitenbildung und Armut. Das geht meist Hand in Hand. Gibt es das eine, dann auch das andere. Da kann man so lange wegschauen, wie man will – das ändert nichts.

Flüchtlinge. Hoffentlich zum letzten Mal.

Das Volk will helfen und will so wenige Flüchtlinge wie möglich. Ein Widerspruch? Nein. Allem Anschein nach werden in den betreffenden Gebieten weiter Flüchtlinge produziert. Die Versuche in diese Richtung wirken nicht – auch, weil viele eigene, ‚elitäre‘ und nur oberflächlich als die des Landes, das sie vertreten, zu vertretende Interessen auf dem Rücken Schwächerer verfolgen.

Krieg scheint nicht zu helfen. Wirtschaftsinseln könnten vor Ort auf Wasser und in der Wüste das Leid der Flüchtenden zu mildern, Wirtschaftsinseln bieten sogar Perspektiven. Sie entwaffnen den Krieg – doch es tut sich nichts. Warum? Ökonomisch, ökologisch und gesellschaftlich sind Wirtschaftsinseln eine Lösung, die viel regeln würde – aber Machthaber könnten den Krieg als Druckmittel verlieren, oder andere Interessen setzen sich darüber hinweg; vielleicht, weil man das noch nie so gemacht hat.

Der Zustrom wäre durch Wirtschaftsinseln (oder ähnlichem) fast unmittelbar gestoppt, er könnte sich sogar umkehren. Der finanzielle Aufwand hielt sich in Grenzen und würde neue Märkte schaffen. Auch das diplomatische Gewicht derer, die ein gutes Leben statt ewigen Streit wollen, würde gestutzt. Wer es initiiert, der wird unterstützt werden, spätestens bei Erfolg, selbst bei einem Misserfolg, wäre Anerkennung sicher, weil er es versucht hat.

Soetwas kann Europa zusammenführen, schafft im Ausland Freunde und Unterstützter und schafft neue Märkte.

Warum will man das nicht? Der erste Grund: Das ist neu, das kennt man nicht, das scheint viel Risiko in sich zu bergen – besser nicht. Neu: Immer, wenn sich Gruppen aufmachen, bilden sie im neuen Gebiet, Inseln. Man hat die Wahl zwischen Getto und Integration. Kennen: Der Satz zuvor zeigt, dass das geschichtlich bekannt ist. Risiko: Was immer so geht, ist bekannt und kann gesteuert werden. Was ändert sich: Je besser wir es machen, umso weniger ändert sich – nichts tun, verschärft es.

Selbstverständlich ist ein weiterer Grund die Machtfrage. An dieser Stelle zeigt sich, dass der Einsatz von Wirtschaftsinseln im Inland vermieden werden sollen. Wirtschaftlich ist das keine Überraschung, denn sie lebt einfacher, wenn es Arbeitslose gibt, sogar Armut macht es für sie einfacher. Der unorganisierte Arbeiter ist leicht zu manipulieren.

Fatal ist, dass auch die Politik scheinbar einfacher wird, wenn es Arme gibt. Sie können sich aus verschiedenen Gründen politisch nicht einmischen, sind auf Almosen angewiesen und lieben ihre Wohltäter über alles („Brot und Spiele“ bei den Römern), sie geben alles für sie.

Die Dinge können dann untereinander geregelt werden, man ist unter sich und kann nach den eigenen Regeln leben. Das ist die Mini-Nation. Nationalstaaten sind tendenziell nur grössere Varianten.

Aktuell gibt es genug Beispiele, wie die Türkei, Ungarn, Russland aber auch in gewisser Hinsicht Griechenland etc., die dies belegen: Wenn gesellschaftlich Unterschiede gemacht werden, es Stände gibt, dann weicht die Demokratie, steigt die Kriegslust, leidet die Wirtschaft und die Menschen werden immer ärmer.

Fazit: Um die Demokratie zu erhalten, sind wir täglich gefragt: Alle. Es gibt viele Fragen, es gibt aber auch Lösungen. Wenn wir uns nicht einigen, dann verlieren wir die Freiheit, dann kreieren wir Diktaturen, dann fallen wir in alte Muster zurück. In Muster, die uns heute schocken. Diese Muster sind Muster der Macht, nicht der Menschlichkeit, nicht der Religion, nicht der Tradition nur der Macht – die Wirtschaft und gefährliche Objekte von der Masse fernhält und sie klein hält. Der Gemeinschaft geht viel verloren, auch, an Wirtschaftskraft und Reaktionsfähigkeit, sie wird angreifbar und instabil bei jeder Änderungen, durch jede neue Möglichkeit. Testen Sie es an sich selbst: Wenn Sie so denken, kann dann Neues zugelassen werden? Mit Sicherheit nicht, denn jedes Neue ändert die Strukturen und diese sind zu bewahren. Neues darf es nicht geben.

Wer etwas gut gemacht hat, der sollte entsprechend gut leben können. Das ist sein Erfolg, der sei ihm gegönnt. Er sollte aber auch nicht dem Erfolg anderer entgegenstellen müssen – sonst kann das auf Dauer nicht funktionieren. Soetwas kann in fast allen gesellschaftlich (auch international) umgesetzt werden. Damit korrigieren wir auch die meisten aktuellen Fehler.

<>

Die Regeln aller Gesellschaften sind angreifbar – sonst könnte es keine Änderungen geben. Je restriktiver und einfacher / pauschaler die Regeln sind, umso mehr Ungerechtigkeiten gibt es, umso mehr Gewalt und Unterdrückung ist nötig, um die Regeln durchzusetzen. Zu exakte Regeln, bewirken, dass für jeden Fall eine eigene Regel zu erstellen wäre – auch das ist unbrauchbar. Praktikabel ist nur, dass es allgemeine Grundregeln gibt, die gegebenenfalls konkretisiert werden. „So allgemein wie möglich, so detailliert wie nötig“ ist die Basis. Diese Basis ist auch die der Sprache bzw. der Wortwahl.

Beispiel: Namen oder Bezeichnungen sind sehr konkrete Details. Der Begriff ‚Auto‘ stellt die Eigenschaft, dass dieses Fahrzeug kein Zugtier benötigt, heraus. Die Aussage: „Ich ging von A nach B.“ ist ein Beispiel für die andere Wahl, denn auf der Reise kann eine ganze Reihe von Fahrzeugen benutzt worden sein, statt die Liste aufzuzählen, wird der übergeordnete Begriff ‚Bewegung‘ verwendet.

Die Regeln der Stämmler sind, wie unsere, angreifbar: Die meisten Stämmler weisen eine Religion in Kombination mit einem Verteidigungsauftrag auf (schon der Name weist darauf hin). Fragt man einen Stämmler, warum er ‚glaubt‘, dann bekommt man selten einen religiösen Vortrag, man bekommt Aussagen wie: „Jeder Mann braucht einen Gott, einer, der ihm hilft aber auch die Richtung weist“. Gott domestiziert den Mann in diesen Gesellschaften, unterstellt ihm dem Reht und Ordnung.

Recht und Ordnung gibt es auch bei uns. Wir halten diese Regeln aus Überzeugung ein, brauchen keinen strafend, zornigen Gott dafür, denn wir wissen, dass Gesellschaften ohne bestimmte Regeln nicht funktionieren – wir wollen aber, dass sie funktionieren. Deshalb halten wir uns freiwillig an die Regeln, brauchen den rächenden Gott nicht, um der Milde, Freiheit und Gewaltlosigkeit ihren Platz in einer ansonsten gewalttätigen Welt zu geben. Das Ziel der noch angestrebten Regeln ist es, ohne Gewalt Probleme zu lösen. Wer Gewalt verherrlicht, tut sich schwer damit, wird aber auch die Effizienz des anderen Systems verstehen lernen – wenn es sich nicht abschafft.

Diese Regeln sind Konventionen wie: „Wenn Dinge kaputt gehen oder Menschen, dann mach die Dinge kaputt.“ Im Prinzip wissen wir, dass Besitz weniger Wert ist als Menschen. Die meisten würden eher ein anderes Auto rammen als den Fussgänger. Und das bei allen Menschen egal welcher Gruppe sie angehören würden, Wäre es anders, dann funktioniert der Autoverkehr nicht, dann werden Autos (und Flugzeuge) zu Waffen.

Die Quintessenz des Stammes ist, dass es andere Stämme gibt und diese bevorzugt bekämpft werden (um Ressourcen zu gewinnen und Macht (nach innen und aussen), die des Gottes und die eigene, zu beweisen). Wirtschaft und Güter entstehen aber nicht durch die Einheit einer Gruppe, diese ergibt sich aus anderen Gründen, sie ergeben sich erst, wenn mehrere Gruppen zusammenarbeiten.

Wird die Machtfrage in solchen Gruppen diskutiert, endet das in Auseinandersetzungen und Krieg. Viele Völker, die sich von einem Joch befreiten, erlebten erbitterte Bürgerkriege unmittelbar danach. Das ist heute auch in Syrien, Iran und Ägypten der Fall. Erst, wenn sie verstanden haben, dass Krieg nur mehr Krieg gebiert, beginnen sie zu verstehen und zu reden – mit allen und sie zu akzeptieren. Hier wurden diese Schritte bereits gegangen. Ihr habt die Chance sie auch zu gehen und friedlich zu leben. Wenn ihr aber Macht, Kampf und Krieg wollt, erlebt ihr nur die Perspektivlosigkeit Eurer Welt, ein weiteres mal.

Advertisements
Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: