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Kurze Fragen kurze Antworten

6. Januar 2016

Ich kann es einfach nicht lassen, Fragen zu beantworten. Wahrscheinlich bin ich ein Junkie. Aber manche Fragen sind einfach zu schön.

Waffen und Amis. Was geht da ab? „Demokratie ist nicht, wenn zwei Wölfe und ein Schaf abstimmen, was es zum Abendessen gibt; Demokratie ist, wenn das Schaf eine Waffe hat und mitreden kann.“ Und in Europa: Demokratie ist, wenn sich Menschen mit Worten einigen können.

Dazu kommt, dass es in den Weiten des Westens oft keine Polizei gab und man selbst für sein Recht einstehen musste. Dazu kommt, dass viele keine Naturflüsterer und -versteher sind, sondern gegen die Natur bestehen wollen; sie erkennen in der Natur einen Gegner, den es zu überwältigen gilt (der Natur Schaden zufügen zu können, ist in diesem Kontext wie Sieg über die Natur). Dazu kommt, dass ‚Waffen tragen‘ in vielen Ursprungsländern ein Privileg der Eliten war, manche meinen, dass sie sich diesen, nachträglich, gleichgestellt haben.

Das raubtierhafte ‚Einer gegen alle‘ steht dem eher europäischen ‚Einer für alle, alle für einen‘ oder das ‚Zusammen sind wir stark‘ oder gegenüber.

Im Werden ist der grosse Einzelkämpfer mit tiefen Wurzeln im Ich und Du, an der Schwelle zum Wir angesiedelt. Doch das ist er nur, solange die Umgebung dieses Verhalten toleriert oder gar forciert – das ist nur ganz am Anfang der Fall. Das ist bei der USA, damals, als sie gegründet wurde, auch der Fall gewesen. Das ‚die Traditionen aufrecht erhalten‘ haben sie wahrscheinlich von den Ursprungsländern mitgebracht. Zu den Traditionen wurden die ersten erfüllenden und irgendwie befriedigenden Regelungen. Solche Reformstaus können eruptiv gelöst werden. Sprünge im Werden sind dann möglich – aber auch Übertreibungen.

Köln – Chaos und Zeichen, dass Integration nicht funktioniert? Wenn man es sich leicht machen will, dann ja. Wenn man ‚die‘ Ausländer los werden will, dann ja. Wenn man sich selbst über die anderen stellen will, dann ja. Wenn man seine Ziele verfehlen will, dann ja.

Wer lieber unter der Laterne sucht, als dort, wo der Schlüssel verloren wurde, dem mag das probat erscheinen – er sucht sich aber nur einen Sündenbock aus, auch, um selbst besser dastehen zu können. Menschlich ist das nicht hochwertig und indirekt reiht man sich damit in die Reihe derer ein, die man stigmatisieren will, denn sie wissen nicht, wie man sich benimmt. Auch Frauen gegenüber.

Ja, es ist in vielen Städten zu derben Straftaten gekommen. Diese sind, auch weil sie aus der Gruppe heraus und im Schutz der Masse begannen wurden (Verabredung zur Gewalt, Vorsatz, geplantes Vorgehen, kommt es ganz hart und wurde die Aktion gestartet, um die Menschen zu verunsichern oder die Grundwerte ad absurdum zu führen, dann wird das rechtlich ein Monster), selbstverständlich entsprechend zu ahnden.

Was kann man tun? Die meisten haben ein Handy bei sich, eine Panik App mit einem von der Polizei ausgegebenen Alarmton, das schnell aktiviert werden kann und alle Kameras und Tonaufnahmen direkt auf eine geschützte Site stellt, dazu werden alle in der Nähe befindlichen Handys informiert, dass sie nun aufgefordert sind, das Geschehen zu dokumentieren (falls sie dadurch nicht selbst in Gefahr geraten (Verhältnismässigkeit)), stellt die Täter vor die Tatsache, dass sie identifizierbar sind und von einer Gruppe dokumentierender Menschen umgeben sind. Diese sollten den Tätern und der Polizei wahrscheinlich eine Gasse lassen. Achtung Gruppendynamik! Keine Selbstjustiz und nur Notwehr!

Für alle, die kein Handy haben, sollte es ein Signalhorn oder Hupe auch tun. Wer in einer Gruppe hupt sollte in dem Fall damit rechnen, dass sich alle Handys in der Umgebung auf ihn richten – und er sollte sich keinen Spass daraus machen. Hilferufe zu diskreditieren, ist eine ernste Sache.

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Einfach nur eine Site mit einer App reicht nicht, weil es zu lange dauern kann, sie zu aktivieren. Ausserdem ist – technisch, nicht ethisch – die beste Lösung, dass die Anbieter direkt auf den Panik-Knopf reagieren und die umgebenden Handys (incl. Richtungsangabe) informieren.

Es gibt zwar andere Techniken, die in der Nähe befindlichen Handys informieren können – nur leider sind diese oft Akkukiller und setzen damit das Hilfsmittel schnell ausser Kraft.

So ein Panikknopf hat Konsequenzen, denn der Datenschutz wird zeitweise aufgehoben. Was für den Fall der Fälle tolerierbar erscheint, kann durchaus so umgesetzt werden (und diese Variante würde sehr wahrscheinlich gewählt werden), die den Datenschutz unterwandern. Ausserdem kann es ausgenutzt werden.

Können verschiedene Kulturen miteinander – oder zeigt einem der Viehstall, dass das nicht geht? Es geht, sie können miteinander. Bildung ist das Stichwort. Oder haben Sie jemals ein Rindvieh gesehen, das philosophiert?

Ja, ich weiss, so mancher (selbst ernannter) Wolf meint jetzt: „Die versuchen es doch alle mit der Diskussion, statt ihre letzten Worte zu sagen. Reden ist weibisch und nur Opfer versuchen zu verhandeln.“ Aber sagt die Selbsteinschätzung „Wolf“ nicht, dass sich der Redner selbst näher den Tieren als dem Menschen positioniert?

Das grosse Thema lautet Gruppendynamik. Religionen haben, neben anderen, die Eigenschaft, kleine Gruppen zu stabilisieren. Die propagierten Lösungen sind jedoch oft recht einfach, weil sie nur eine konkrete Situation bzw. Aspekt beachten müssen und sie sind Diener mehrerer Herrn, denn die Religion, Macht und Gruppendynamik sind alle zu beachten.

Eine Religion ist, wegen dem Anspruch allein zu wissen, was gut und recht ist, nicht geeignet mehrere Gruppen zu vereinen. Je grösser eine Gruppe wird, aus umso mehr Untergruppen besteht sie; irgendwann müssen ‚allein selig machende Religionen‘ in diesem Kontext scheitern.

Grosse Gruppen oder Staaten, benötigen eine andere Organisation oder sie machen durch Unterdrückung (das Gegenteil dessen, was Religionen an sich wollen) alles gleich und werden gewalttätig. Praktisch jede Religion stellt sich dieser Entwicklung entgegen, es sei denn, sie wird von Traditionen dominiert.

Wieder steht ‚eine verbale, menschliche, fachlich, sachliche Auseinandersetzung‘ der Gewaltlösung gegenüber. Die meisten Menschen finden sich in einer neuen Umgebung zurecht, stolpern vielleicht ein paar mal, aber sie fangen sich. Wer zu grosse oder zu viele Fehler macht, bekommt allerdings Ärger. Wie immer.

Was hätte man besser machen können? Jetzt wenden wir uns einem anderen Thema zu: Flüchtlinge. In der Gruppe wurde diskutiert, was organisatorisch hätte besser gemacht werden können. Die einhellige Meinung war, dass – solange das in Griechenland und Italien nicht funktioniert, die Wirtschaftsinseln als Fluchtziel vor Ort verweigert werden, oder andere echte Lösungen umgesetzt werden – die Flüchtlinge in einen Zug gesetzt werden, der durchfahren kann. Der Zug wird von ein paar Beamten, die viele Tablets mitbringen, begleitet. Bereits im Zug kann die Registrierung beginnen und die Daten könnten in ein entsprechendes Netz gestellt werden, in dem die Daten bereits vorsortiert und verteilt werden. Ausserdem können die Ausweise ausgestellt werden und bei der Ankunft verteilt werden.

Desweiteren sind die meisten der Meinung, dass die Länge der Flucht reduziert werden sollte und die umgebenden Länder entlastet werden sollten – durch Wirtschaftsinseln im Kriegsland selbst. Zur Zeit haben praktisch alle Staaten, die es betreffen würde, die Genfer Konventionen unterschrieben und sie müssten eine solche Hilfe unterstützen.

Wirtschaftsinseln und Flüchtlingshilfe vor Ort. Die Plastik-Fachwerk-Bauweise hat den Vorteil, dass zum Aufbauen der Häuser kein schweres Gerät benötigt wird. Selbst Frauen und Jugendliche können mitanpacken.

Für die Helfer haben sie die Vorteile, dass es wenig kostet, wenig Aufwand nötig ist, dass stabile Verhältnisse und Arbeitsplätze durch die Bedürfnisse der neuen Gruppe selbst geschaffen werden, dass nur Hilfe zur Selbsthilfe nötig ist, um eine Gesellschaft und ein Wirtschaftsraum aufzubauen.

Da die Häuser sehr einfach aufzubauen sind, den meisten Menschen wird es reichen, die Handgriffe eine Weile zu beobachten um sich dann selbst einbringen zu können. Allein dieses ‚Anpacken können‘ ist schon eine echte erste Hilfe.

Auch Europa hätte was davon: Neue Techniken beim Katastrophenschutz. Z.B. trockene, funktionsfähige Räume / Gebäude bei Überflutungen und Hochwasser, eine Institution, die den Katastrophenschutz übernimmt, eine Bauweise für temporäre Gebäude, die bei Veranstaltungen und Messen aber auch bei Flüchtlingen oder bei Wirtschaftsinseln bei der Talentsuche hilft, eingesetzt werden können.

Es ist schade, dass der Staat so wild entschlossen ist, sich diese Gelegenheit, die öffentlichen Bedürfnisse besser regeln zu können, entgehen zu lassen.

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