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Soll man das nun glauben?

15. Dezember 2015

Der heutige Tag stand bis jetzt ganz im Zeichen des Kollegen, der ein sehr einfaches System entwickelte, um Häuser zu bauen (für das er sogar schon Interessanten gibt), das sehr gut zu dem Konzept der Wirtschaftsinseln (die bei den Flüchtlingen helfen würde und den Sozialstaat und die Wirtschaft auf Trab bringen würde) passen würde. Er wurde auf eine Art und Weise abgelehnt, die einen nicht mehr daran glauben lässt, dass das alles mit rechten Dingen zugeht – sozusagen sind berechtigte Zweifel angebracht. Er wollte schon nach Amerika ausweichen, doch das hätte bedeutet, dass es eben nicht Wirtschaftsinseln geben würde sondern er in den Staaten auf Verkaufstour gehen müsste – familiär wäre das nicht machbar gewesen. Also Stopp. Ende. Aus. Und vorbei.

Sein Rückzug zieht Kreise und bedroht andere interne Projekte. Er war ein wichtiges Mitglied auch bei SynErgy und bei ein paar anderen Projekten. So etwas wie eine tragende Säule. Zumindest wird nun alles teurer und wir haben einen Haufen durchzurechnen, ob es noch weitergehen wird, ist sehr fraglich.

Es scheint so, als wären nun ein paar gute Leute wieder auf dem normalen Markt verfügbar. Und die Welt um ein paar gute Ideen ärmer.

In dieser Situation wird die Frage gestellt: „Und – was hälst Du vom Parteitag und den Reden?“ Es mag der aktuellen Situation geschuldet sein, aber innovationsfreundlich geht anders. In diesem Punkt kann man nur von einer sehr schlechten Note sprechen. Sehr viel mehr habe ich nicht mitbekommen, nur die eine oder andere Zusammenfassung und das Urteil lautet:

Das mag gut für einen Parteitag, das mag gut für das Selbstbild einer Partei sein – die Realität ist eine andere. Sie – schützt nur die Innovationen von gestern und sammeln Staatsgelder, um die Innovationen von morgen zu verhindern.

Nur ein Beispiel: Um Unterstützung für ein Programm zu bekommen, benötigt man eine andere Firma aus derselben Branche, die das Projekt unterstützt. Wirklich einschätzen kann das nur das direkte „Konkurrenzprodukt“. Wie wahrscheinlich ist es, dass dieses unterstützt wird?

Andere aus der Branche tun sich schwer mit der Beurteilung. Wer bereits Erfahrungen mit einer Sache gemacht hat, der macht in der Regel zu, wenn etwas in dieser Richtung kommt, weil er in der Regel schlechte Erfahrungen gemacht hat. Oder er nimmt sich als Massstab und plötzlich erscheint alles viel zu gross. Ab einem bestimmten Aufwand oder Betrag geht es nur noch, wenn man jemanden findet, der gerade genug Geld übrig hat, der sich schon über die Sache geärgert hat, selbst aber nicht aus der Branche stammt und es dennoch – der Wahnsinnige – probieren will.

Wer so jemanden kennt, der seine oder die digitale Welt verbessern will, der soll ihn zu mir schicken!

Das soll schon mal funktioniert haben: Correl Draw soll so funktioniert haben und selbst Facebook und Google haben – oft schon auf die Idee – einen Vorschuss bekommen. Umd ein anderes prominentes Beispiel ist: Das selbstfahrende Auto. Hätte Google nicht den Wunsch gehabt, dass Autofahrer während der Fahrt surfen können, dann hätten viele lieber weiter Staatsgelder gesammelt, um weiter am selbstfahrenden Auto / Panzer etc. arbeiten zu können, ohne je fertig werden zu müssen.

Beispiele gibt es genug. Für viele ist ihre aktuelle Welt auch scheinbar in Ordnung Ihre Welt ist einfach – und funktioniert scheinbar. Innovationen sind überflüssig, denn bis sie in Rente gehen, soll nach Möglichkeit alles so bleiben, wie es ist – nur nichts Neues! Das gefährdet die eigene Position.

Die Haltung ist nachvollziehbar. Sie kommt aber der Haltung: „Nach mir die Sintflut“ gleich. In einer Welt, in der Egoismus zum guten Ton gehört, ist das nachvollziehbar. Ist aber schlecht für die Kinder, die Gesellschaft und die Wirtschaft im Allgemeinen.

Wieder zu kurz, zu klein klein – zu unwichtig. Alles egal? Alles wurscht? Alles Aus. Vorbei. Ende. Finito?

Vielleicht. Gäbe es da nicht die Wirtschaftsinseln, die einen Weg raus aus der Misere liefern. Ihr geschützter Markt liefert von sich aus neue Ideen, da die Arbeiten nicht rein wirtschaftlich betrachtet werden (sondern Fähigkeiten gesucht und ausgebaut werden sollen), ist das der beste Ort für freie Forschung. Wirtschaftsinseln werden immer dann aktiv, wenn die Wirtschaft schwächelt und (per definitionem) Innovationen braucht. Da greift eins ins andere. Das funktioniert. Man müsste es nur machen (wollen). Aber glauben wir noch, dass „die da“ das noch machen wollen? Berechtigte Zweifel bleiben und sind berechtigt.

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