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Von WIs, Flüchtlingen, Religionen und Komplimenten

14. Dezember 2015

Wirtschaftsinseln als Flüchtlingshilfe

Ein Szenario: Häuser, so hat ein Bekannter angemerkt, können in Modul- bzw. Fachwerkbauweise sehr schnell aufgebaut werden.

Richtig billig (aber durchaus wohnlich) können diese aus Plastik aufgebaut werden. Sie können von den Flüchtlingen selbst aufgebaut werden, es sei nur Anlernen nötig. In diesen Wirtschaftsinseln können die Flüchtlinge nun eine Wirtschaft aufbauen und können weitgehend autark leben.

Es braucht am Anfang etwas Hilfe und dann immer weniger. Da sie sich wenig leisten können, benötigen sie nur das Material, um die Dinge selbst herstellen zu können. Mit dieser Miniwirtschaft sind sie in der Lage sich selbst zu versorgen und für Gesundheit und Schulen für die Kinder sorgen. Die dafür nötigen Gelder sind erstaunlich gering; die Effekte gross. Z.B. wird eine ganze Wirtschaft aus dem Nichts aufgebaut; den Bewohnern Mut gemacht und eine Perspektive aufgezeigt und sie wissen, wie sie es anstellen werden, wenn der Krieg vorbei ist.

Diese Wirtschaft, die in unmittelbarer Nähe zum Krieg, etabliert wird, führt diesen die Sinnlosigkeit ihres Handels vor Augen. Wer will schon kämpfen, wenn er direkt nebenan ein gutes Leben leben kann? Statt für das Gute zu kämpfen, sieht man, dass man das Gute angreifen müsste. Das mit dem Schwarz-Weiss funktioniert dann nicht mehr. Vielleicht beginnt dann das Nachdenken?

Diese Wirtschaftsinseln können strategisch so angesiedelt sein, dass sie leicht zu verteidigen sind. Kämpfer gibt es dort genug und die Luftmacht ist auch vorhanden. Auch die Kämpfer hätten ein Interesse daran, die Wirtschaftsinseln zu schützen, denn auch sie und ihre Familien können in den Wirtschaftsinseln sich ein Leben aufbauen.

Wasser und Energie können durch solares Erhitzen von Brach- oder Salzwasser (das herangepumpt wird) vor Ort gewonnen werden. Selbst wenn die Techniken noch etwas improvisiert sind: Sie helfen dabei und ermöglichen es, im Niemandsland Wirtschaftsinseln später vielleicht sogar Städte aufzubauen. (Die Verbindungen zwischen den Wirtschaftsinseln könnten mit SynErgy geschaffen werden, denn diese lassen sich schneller und leichter bauen und sichern als platte Strassen)

Das kann alles recht schnell gemacht werden, denn benötigt werden nur ein paar Spritzmaschinen für Plastikprofile, das Plastik, einige Füllstoffe, wenig Beton für kleine Fundamente und einige weitere Materialien evtl. plus Essen (davon haben wir in bestimmten Bereichen sogar zu viel produziert, da haben wir was übrig). Die Maschinen sind meist vor Ort verfügbar, das erste Plastik auch, nur die Profile bzw. die Pläne müssten dort hin gebracht werden – dann kann die Arbeit beginnen. Die initiale Organisation vor Ort (und hier) wird länger dauern als die eigentliche Arbeit dort.

Das ist der erste Schritt, die Hilfe zur Selbsthilfe. Wie sich die Menschen dort organisieren, gesellschaftlich oder politisch bleibt von dieser Hilfe unabhängig. Im Blog selbst wird freilich eine 150er Organisation vorgeschlagen, da sie selbstorganisierend sind und an die Demokratie heranführen. Wer einen besseren Weg kennt – man kann doch Reden (auch, wenn die meisten denken, dass ich nur Schreiben kann).

Dieses Konzept, eine Lösung vor Ort, das Syrien und Irak, aber auch alle Nachbarländer, schnell entlasten würden, das konstruktiv dem Phänomen begegnet, steht dem einigelnden, tendenziell destruktiven aber leider bevorzugtem „Konzept“: Grenzen dicht und Schluss ist, gegenübergestellt. Oder mit anderen Worten: Eine zügige, wirtschaftliche Lösung steht einer rein militärischen, die kaum zu gewinnen ist und sich hinziehen wird, gegenüber. Oder noch einfacher: Ist es besser, wenn alle an einer gemeinsamen Wirtschaft teilnehmen können oder sollen weiterhin Gelder ausgegeben werden, damit Menschen sterben?

Religionen

Es ist fast so, als würde sich ein Phantasie manifestieren. Oder: Wie es zu befürchten war. Das Thema Religion verursachte einen Sturm im Wasserglas. Religion ist nun mal ein kontroverses Thema. Und im Blog eben auch nur ein Thema des Werdens. Da kommt man nur durch, wenn man noch Werden kann.

In bestimmten Phasen tun sich Religion (und praktisch alle anderen Gruppen) allerdings schwer mit dem Werden: Scheinbar erdreistet sich das Werden in diesen Phasen nicht nur als eine Alternative, als direkter Konkurrent, aufzutreten, nein, es erdreistet sich auch noch die Religionen selbst bzw. deren Konzept zu erklären! In diesen Phasen hapert es bei ihnen mit dem Selbstbewusstsein. Das kommt vor – regelmässig.

Ansonsten wurde im Post klar gesagt, dass es, aus Sicht des Werdens, weder Krankheit noch Makel ist religiös zu sein. Dass es sogar gesund sein kann, zu glauben!

Allerdings gebe ich gerne zu, bei so mancher Stilblüte, die sich Religionen hin und wieder leisten (wie alle, die öffentlich Auftreten), nicht immer ernst bleiben zu können. „Leidet hier, lebt dort!“ Ist so ein Punkt. Er ist in sich offensichtlich widersprüchlich – allerdings kann das solange diskutiert werden, bis jedem alles recht ist, nur um diese Situation zu beenden, und – unter Folter – zu allem Ja und Amen zu sagen.

Religionen sind wichtige Elemente einer Gesellschaft (allerdings nicht nötige, bestenfalls gute Elemente). Es gibt zudem ein Bedürfnis nach Religionen und es ist gut, wenn diese ausgelebt werden können und nicht z.B. kriminalisiert werden.

Doch auch Religionen haben zwei Seiten. Auch hier in der EU oder D. Dann hat der Staat die Aufgabe einzuschreiten. Doch wo liegen die Grenzen? Vielleicht, wenn Menschen exorziert werden? Oder wenn durch Gruppenzwang, die Würde eines Mitglieds angetastet wird? Da ist noch etwas Diskussionsbedarf.

Religionen fördern die Gemeinschaft, auch indem sie Zeremonien und Rituale aufbauen. Religionen wollen jedoch nicht die Welt (im wissenschaftlichen Sinn) erklären, sie wollen die Sprache der Götter (oder eben eines Gottes) übersetzen. Damit hat sie ein Monopol und dieses Monopol wird in bestimmten Phasen auch genutzt. Damit erhält sie eine wirtschaftliche Macht und diese wird immer weltlicher. Jede Wirtschaftsmacht tendiert auch dazu, dieselbe auszubauen.

Selbst die aktuellen Wirtschaftsmächte denken laut über Staatsformen nach, die sie für angebrachter halten. Und selbstverständlich erweist sich ihr Denken darin als das einzig richtige. Auch das ist Gruppendynamik, ist zwar fast schon normal, aber eben auch egozentrisch und damit gegen die Wirtschaft und die Gesellschaft gerichtet.

Religion ist so etwas wie ein Menschenrecht, andere zu missionieren oder unter Druck zu setzen jedoch nicht.

Der eine braucht sie mehr als der andere, das erklärt ich z.T. daraus, dass Religion nur eine der möglichen Lösungen für die Frage ist, wie man viele (mehr als einen Stamm) organisieren kann. Sie setzt mit plausiblen aber magisch, mythischen Erklärungen an, um die Welt als Ganzes zu erklären (und nutzt dies, als Basis für die Resultate, die für sie daraus folgen) und endet mit dem geistigen Unterbau, der die grossen menschlichen Fragen für den Gläubigen klären soll.

Sie erklärt die Welt von oben nach unten, die Wissenschaft von unten nach oben. Werden sie sich treffen oder gar vereinen? Wahrscheinlich nicht. Es sieht mehr nach einem parallelen Leben ohne echte Verbindungen aus.

Reaktion auf die Komplimente

Wie ich auf die Komplimente aus der Gesellschaft reagiert habe? Da ich wusste, dass Statistiken aus dem Internet für alle ein interessantes Thema sind (und wie viel man mit öffentlicher Arbeit erreichen könnte), es recht plausibel scheint, andere mich auch schon darauf aufmerksam gemacht haben, hier aber Daten zusammengetragen waren (deren Echtheit ich freilich nicht prüfen konnte), habe ich es erst mal hier veröffentlicht: Es ist schon erstaunlich, was man mit Stil (zur Erinnerung: das ist das, wie man etwas sagt, nicht der Inhalt) alles erreichen kann.

Es beginnt mit der Verwendung von Satzzeichen. Nach bestimmten Posts häuft sich die Verwendung bislang ungewöhnlicher oder selten verwendeter Satzzeichen markant (statistisch weit über die Signifikanz hinaus). Und das zuerst bei Themen, die dem des Posts nahe sind, von dort aus verbreiten sie sich dann. Oder als die kurze Geschichte mit den Bildern war, häuften sich die Versuche Bilder zu verwenden (das scheint für die meisten aber sehr schwer zu sein, liesst sich aber nett).

Und es geht z.T. soweit, dass sich Meinungen änderten (auch der Inhalt). Alles wunderbar gelistet und notiert. Entweder ist ein ein Auszug einer detailreichen und gewissenhaften Arbeit, oder es ist prima und nahe dran geflunkert. Beides kann als Kompliment betrachtet werden.

Es kann plausibel sein, es muss es nicht sein. Da mir die Person nicht bekannt ist und nichts über sie auf die Schnelle zu finden war, habe ich erst mal nachgefragt, was mir über seine Person alles bekannt sein sollte, wer diese Person sei und was sie so mache. Alles war hübsch verpackt mit einem Dank für den Aufwand, der da betrieben wurde und der Bitte, um etwas tieferen Einblick in seine Vorgehensweise etc., ich würde die Person gerne etwas näher kennenlernen, wenn ich schon recht private Antworten geben soll.

Bislang ist von dort nichts gekommen aber es war auch Wochenende und für so manchen sind Emails wie Post aus der guten alten Zeit: Wochenlang warten, gehört einfach dazu.

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