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Warum werden Menschen zu Attentäter?

26. November 2015

Mit den Erkennen / dem Erleben des Selbst kommt auch die Frage auf: „Was tun mit den anderen?“. Wenn alles gut geht, wird ein offener Mensch daraus, der neugierig auf die Welt ist und in sie hinein will: Das „Das und die Andere(-n) kennenlernen wollen“ und können, ist ein wichtiges Ziel: Neugierig bleiben.

Schön langsam komme ich dahinter, warum manche Themen von heute auf morgen auftauchen und diskutiert werden. Ich hoffe, ich konnte vorgreifen.

Egal wie gut man das mit der Erziehung macht, es ist immer möglich, dass es nicht klappt. Dennoch hat jeder Mensch noch die Freiheit zu wählen, ob die Tragik des Lebens seiner Umgebung der Grund für eine wiederholte oder eine überwundene Tragik sein wird.

Zugegeben: Es gibt gruppendynamische und / oder medizinische Gründe, die das schwer machen und die diese letzte Chance reduzieren bis unmöglich machen.

An dieser Stelle beginnt die Verantwortung der Gesellschaft. Hier eine typische Situation: Je unausgeglichener die Gesellschaft ist, je stärker die Unterschiede sind, desto mehr wird ausgegrenzt und umso höher werden die Latten intern gelegt über die jeder springen muss (sonst kann er nicht in seiner Gruppe bleiben). Es wird gesiebt und es werden immer mehr das Ziel nicht erreichen.

Beide Extreme, die Besten und Schlechtesten, dieser Selektionen tendieren dazu, die gesamte Welt nur aus ihrer Sicht zu sehen, nur sie machen es richtig. Daher kommt auch die Idee, dass Gott sie auserwählt hat, eine Spezialaufgabe für sie hat. Diese Menschen können zu Tätern werden.

Letztlich bleibt nur die Frage übrig: Welchen Preis bin ich bereit zu zahlen um mein Ziel zu erreichen? Ist die Antwort: „Alles“, dann droht Gefahr. Je einfacher die Regeln sind, je fokussierter (schwarz weiss) alles auf eine Regel zurückgeführt werden kann, umso leichter fällt die Radikalisierung und umso überzeugender ist dann der Schluss: „Ich muss mich dafür einbringen.“ Umso einfacher wird auch das Einfangen und die Kopfwäsche.

Bei manchen Menschenarten (z.B. Armen bzw. den Verlierer der Gesellschaft) (Der Begriff Art wurde verwendet, weil es tatsächlich so verwendet wird) sind diese letzten Schritte um so viel einfacher und schneller, wie die Menschen ärmer und abhängiger von Almosen werden.

Ein unsozialer Staat, grosse Umwuchten in der Gesellschaft, Absonderung und die Parole: „Wenn du nur willst, dann kannst Du das auch“ schüren die Vermutung, dass man selbst Schuld ist, wenn man es nicht schafft und wenn es dann jemand gibt, der einem die Chance bietet, dann nimmt man diese Chance an. Das kann die eigene Gesellschaft sein, das kann die hiesige Politik sein, das kann aber auch eine extreme politische oder religiöse Gruppe sein.

Heute spüren viele, dass die Gesellschaft nicht mehr an ihnen interessiert ist. Für Anbieter von „Kampfgruppen“ sind das die einfachen Opfer bei der Rekrutierung, genauso, wie die Zureiter sich zuerst um die Mauerblümchen kümmern. Mit den zivilen Sicherheitsfirmen sind die ersten Grundlagen für zivile Truppen auch in Deutschland und der EU für solche Gruppen gelegt. In der Vergangenheit hatten auch die grossen Firmen Truppen, oft stärkere, als die Länder.

Bedenkt man dann noch, dass wenn Wirtschaft auf die einfache Formel: „Je mehr leichter verdient, umso besser das Geschäft“ und man begreift, dass das letztlich auch der Grund für Betrug und unsoziales Verhalten ist, dann bemerkt man die natürliche Affinität der Akteure an beiden Enden der Fahnenstange, die Mitte wird regelrecht gemobbt, weil sie nicht alles geben wollen, sie sind das nächste Ziel beider Seiten.

Wir kennen diese Gesellschaften bereits und wir steuern direkt darauf hin.

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