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Wirtschaftsinseln? Warum gibt es die noch nicht?

29. Oktober 2015

Innovation wird heute überwiegend von grossen Firmen geliefert – gemessen an den Bezieher der Fördergelder. Da jedes Forschungsprojekt in diesen Firmen durch mehrere interne Instanzen geht, finden sich immer genügend, die aus Gründen wie Konkurrenz, zu wenig Vorstellungskraft, was das Produkt leisten könnte oder die meinen, dass ihr Produkt das auch leisten könnte, oder einfach nur Nein sagen, weil sie irgendwas sagen müssen oder oder oder.

Auch weil Wirtschaftsinsel Forschung kostengünstiger machen würde: Wenn jeder Forschen kann, dann sind auch viel weniger Gelder vom Staat für Forschung zu bekommen; selbst, wenn keine eigenen Produkte betroffen sind, schaden Wirtschaftsinsel indirekt den aktuellen Schutzmechanismen des Markts.

Warum sollen neue Firmen für Forschung nötig sein? Nehmen wir Tesla als Beispiel. Ein Chef einer hiesigen Autofirma sagte zu seinen Mitarbeiter: „So was hätte ich von Euch erwartet.“ Alle Autobauer sind stolz auf ihre Motoren und Antriebsstränge, E-Motoren werden zugekauft und brauchen kein Getriebe. Für unsere Autofirmen sind E-Mobile keine Autos; deshalb werden aus kleinsten Anforderungen KO Argumente und die Sache wird beendet.

Mit anderen Worten: Ein Hersteller, der eine ganz andere Technik anbietet und einen Ersatz auf Befehl und als Nachfolger aufbauen soll, tut das mit dem Wissen seiner aktuellen Technik. Würden Sie einen Hersteller beauftragen mit der neue Waschmaschine, der Waschtröge herstellt? Das ist so ziemlich das Dümmste, was man machen kann. Aus Sicht des Herstellers ist es aber das Beste, was der Beauftrager machen kann.

Wer es mit der Wirtschaft, den Märkten, Innovation und Wettbewerb ernst meint, der kann nicht gleichzeitig derart missverstandener Investitionsschutz betreiben. Aktuelle Hersteller sind selbstverständlich und legitimer Weise daran interessiert, ihren Markt zu schützen, eine Aufgabe der Politik ist es, zu sichern, dass das Mass gehalten wird.

Wirtschaftsinsel wirken auf den Arbeitsmarkt, auf die Forschung, stärken den Mittelstand, nehmen Menschen aus dem „Normal“ -markt und würde der Wirtschaft und der Politik eine Disziplinierungsmassnahme genommen werden: Ausgrenzung durch Arbeitslosigkeit.

Wirtschaftsinsel nehmen den Begriff Wirtschaft ernst, unser aktuelles System richtet sich gegen elementare Kriterien der Wirtschaft: Innovation und Wettbewerb. Sie baut nur auf Gross. Deshalb baut sie Arbeitsplätze ab, der Preis der Produkte sinkt um Cents – volkswirtschaftlich gibt es Grenzen der Gewinnmaximierung. Es ist schlicht nicht sinnvoll, wegen einem minimal geringeren Kaufpreis, auf die Käufer zu verzichten, weil diese arbeitslos sind.

Wirtschaft ist in erster Linie ein gesellschaftliches Phänomen, die extreme Fokussierung auf gewissen Regeln dieses Werkzeugs mag im Eifer des Geschehens dem Einzelnen passieren, aufzuzeigen, dass er damit eine Grenze überschritten hat, ist Sache der Politik.

Um es kurz zu machen: Wirtschaftsinsel sind wirtschaftlich aktiv und das in eine Richtung, die dem reinen Geschäft, dem reinen Blick und Mass am Geld, nicht gefällt. Die Gesellschaft braucht aber Berufe und Produkte, das funktioniert auch ohne Geld, das ist nur ein Tauschmittel.

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