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Kommentar

11. Oktober 2015

Da hatte wohl jemand ein schönes Wochenende gehabt, dass ihn von seinem Blog abhielt:

http://neuewirtschaftswunder.de/2015/10/05/david-milleker-vom-nutzen-und-nachteil-des-bip-in-zeiten-der-digitalisierung/#comment-5076

Ein Teil der Frage war: “… rechnen wir korrekt, wenn statt mit Geld mit Daten gezahlt wird …”. Leider ja, bzw. mit einem geringeren Fehler, als vermutet. Der Grund ist, dass die Daten in einem weiteren Schritt zu Geld werden – würden sie das nicht, wie es im Post behandelt wurde, dann trifft die Aussage des Posts zu: “Es wurde noch nie alles einbezogen, es ist nur ein weiterer Stein”, die ergänzt werden könnte um: Wir rechnen uns die Welt, wie sie uns gefällt.

Wirtschaftlich interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Frage: Worin besteht die erbrachte Leistung? Wofür gibt es Geld? Wer zahlt es? und Wer erbringt die Leistung? Der unterschied zum Bau eines konkreten Produkts ist erstaunlich. Nicht das Auto, sondern die Zahl der Benutzer und deren Benutzung wird bezahlt. FaceBook und Co. sind in diesem Vergleich eine Car-Sharing-Company, die mit dem Verkauf der (Meta-) daten der Fahrten und Nutzer, bezahlt wird.

Könnte der Vergleich konkret umgesetzt werden? Taxiunternehmen sind diskret, sie werden diese Informationen nicht weitergeben, sie erhaten diese Informationen oft nicht, denn für eine Taxifahrt muss ich mich nicht ausweisen. Aber mit Uber habe ich die Daten. Gibt es einen Interessenten für diese Daten? Solange es Smartphones gibt, sind sie überweigend redundante Informationen. Die Preise werden gering sein.

Hier noch ein kurzer Hinweis: Wirtschaftlich betrachtet sind Daten Massenware, die unausgewertet praktisch nichts wert sind. An Wert gewinnen Daten, wenn sie zu Informationen werden. Wie sie zu Informationen werden, ist ein Firmengeheimnis. Es gibt keine Regeln. Heute werden überwiegend statistische Mittel herangezogen und Kollateralschäden hingenommen. Es wird eine der wichtigeren Aufgaben in der nahen Zukunft sein, zu klären, welche Wege der Informationsgewinnung in welchen Fällen und wenn wie zu regeln sind.

Warum? Angenommen Sie sind solvent, brauchen kurzfristig einen Kredit, der ihnen aber verwehrt wird. Jetzt haben Sie einen Schaden. Wenn bekannt ist, wie ihre Kreditwürdigkeit berechnet wurde und sie einen Mangel an Aussagekraft nachweisen können, können Sie den Schaden weiterreichen. Da die Verfahren aber Firmengeheimnisse sind, wird es ihnen schwer Fallen, den Nachweis zu erbringen.

Auch andere haben ein Problem mit der Informationsgewinnung: Die HighScorce von Google können über Wahlen entscheidend. Es gibt Firmen, die nach einer Änderung der Berechnung von Platz eins auf Platz zehn gerutscht sind und deshalb massive Verlusste verbuchen. Ist Google ein Naturereignis? Muss man sich dagegen versichern? Wieviele Zocker muss ich einstellen um immer Top platziert zu werden? Ist das absetzbar? Oder verlangt der Staat bald Google-Kassino-Steuer?

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