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Wenn schon, denn schon: Eckpunkte zum Anstehenden

25. September 2015

Da evtl. die Chance besteht, dass sich „nun endlich einige der längst anstehenden Anpassungen gemacht werden können“, sollte ich ein paar der über die Jahre gesammelten Zitate einiger meiner ehemaligen Kollegen ins Netz stellen, damit denen, die angeblich alles zum Guten richten, aufgeht, wo die eigentlichen Probleme liegen: Sie bremsen alle aus. (Ende des Zitats)

Ich teile die meisten der Zitate dieses Post nicht. Es ist aber durchaus erschreckend, wie viele (gerade in den grossen Firmen) unter ihren Arbeitsbedingungen leiden oder einfach nur einen guten Reibach machen wollen. Es könnte ganz anders sein. Arbeit bleibt freilich eine Anstrengung, sie kann aber auch Spass machen.

Hier wird freilich nicht für alle Abteilungen und über alle Firmen geschrieben, das variiert zu Teil von Tür zu Tür. Dennoch ist zu betonen: Es ist allgemeiner Konsens, dass die meisten von ihrem Arbeitsleben enttäuscht sind, kaum eine Perspektive sehen und es wie eine Rolle füllen aber nicht erleben. Dafür werden sie auch nicht bezahlt, mag mancher anmerken, für Leistung aber auch nicht. Wofür dann? Manche meinen fürs „hinten rein kriechen“. Andere sagen, wir sind alle nur kleine Prostituierte, studierte Prostituierte, aber Prostituierte.

Es folgen ein paar Zitate, früherer Kollegen und durchsetzt mit Kommentaren, die in letzter Zeit zum Blog gegeben wurden, die aber inhaltlich passen.

Die meisten halten doch nur still, haben keine Lust ihren Job zu verlieren, gönnen ihrem Arbeitgeber aber keinen Gewinn. Interessante Jobs – die gibt es nicht.

Wir verhandeln nur und schieben uns gegenseitig den schwarzen Peter zu – dass das bezahlt wird, ist ein Witz, aber sie wollen es so. Die kann man doch nicht ernst nehmen. Letztlich pflegen und verwalten wir doch nur die Probleme, wenn wir sie lösen wollen, dann wird es uns verboten und der Job ist weg – Spass macht es nicht, Leistung braucht man keine bringen (wird auch nicht gefordert), aber es wird bezahlt – ich frage mich warum?

Wenn es interessante Jobs gäbe, würden wohl jeder den haben wollen!

Wie?! Die Alkies und ewigen Looser (Langzeitarbeitslosen) sollen die schönen Jobs bekommen? Und wir?

Hier wird verwaltet, wir sind das Management. Ideen hat der Chef. Wir setzen sie nur um. Tun sie, was Ihnen gesagt wird, mehr wird nicht erwartet.

Der Betrieb stellt sich traditionell, aus mittlerweile nicht mehr nachvollziehbaren Gründen, gegen seine Mitarbeiter, und diese stemmen sich dagegen. Schade dem Betrieb, wann immer Du kannst, er erwartet das von Dir. Arbeite wenig, verwalte viel, Leistung ist verpönt, was dauern kann, wird dauern, wähle immer die langsamere Variante und erlaube nicht, dass es Fortschritte gibt.

Niemand erwartet Leistung, rede ihnen nach dem Mund, und Du wirst über den grünen Klee gelobt.

Wir sind Deutsche! Angeblich Dichter und Denker. Erfinder und Problemlöser haben bei uns ein so erbärmliches Leben wie Gaukler und die Künstler. Ordne dich unter, wenn du leben willst, ansonsten bleibt nur vegetieren oder sterben.

Was hier abgeht, ist schnell erklärt: Wenn Du ein gehorsamer Soldat bist, kann man es aushalten, wenn nicht, dann landest du auf einem Schleuderstuhl, um im Bild zu bleiben: Kommst du an die Front.

Lass den Chef denken, dass er führt; setzt Euch dann zusammen und macht es richtig.

Hier arbeiten nur 5 von allen (knapp 80 Leute). Die Fünf sind ausgelastet und fasst glücklich; die anderen sind Freunde vom Chef.

In dieser Firma arbeitet nur das Geld.

Leistungsverweigerungsgesellschaft und Arschkriechertum, das beschreibt unser erfolgreiches Team und unsere Zeit am besten.

Lösungen sind unerwünscht, denn sie diskreditieren die Kollegen. Wir machen weiter wie immer, das bringt keinen Ärger, dafür Geld.

Die Liste könnte unendlich weiter geführt werden. „Leistung wird nur in seltenen Einzelfällen interessant und bringt aber alles durcheinander. Auf die Dauer verkraftet das keine Gesellschaft“; das ist die These hinter diesen Aussagen und Erfahrungen.

Eine Wirtschaft, die auf Grösse setzt, befreit sich von ihren Ideen und Potenzial. Es gäbe andere Wege. Und es gibt grosse Anstrengungen, die zu umschiffen. Leider.

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