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Nachtrag: Skandalwettrennen

24. September 2015

Wird „Made in Germany“ geschädigt?

Ein Ruhmesblatt ist das nicht. Und gesellschaftlich und politisch ist Deutschland gefordert, da es auch zu einem Wettrennen zwischen „American way of business“ vs. „German way of business“ kommen kann, ist „made in germany“ kein Thema an sich. Denn ob es wieder attraktiv wird, hängt davon ab, wie das Thema gelöst wird. Mit anderen Worten: Wie es gehandhabt wird, entscheidet über „made in germany“. Es VW alleine anzuhängen, reicht nicht, geift zu kurz, denn es sind mehrere involviert. Wenn wir als „Partner“ ausmachen und wie der beginnenden Elitenbildung begegnet wird, das wird entscheidender sein, als so sau dumme Aktionen, wie die, die da durchgezogen wurde.

Wie läuft es, wenn es ganz schlecht für VW läuft?

Es würde zerschlagen. Ein Grosser weniger und viele Einzelteile, die zwischen den anderen Autofirmen (evtl. auch Google oder Apple) aufgeteilt werden, entlasten den geschützten Markt.

Wie wird es laufen?

Das hängt ganz von der Handhabung der Dinge ab. Beginnt der Aktionismus, dann kann es schnell schwierig werden oder gar eskalieren. Schön an der Frage ist aber, dass sie nicht auf VW begrenzt ist. Politisch und gesellschaftlich kann der Schaden viel grösser sein.

Volkswirtschaftlich wird offenbar, dass Deutschland fast nur auf ein Pferd setzt und sind diesem systemrelevanten Part gegenüber dementsprechend offen bis sehr entgegenkommend und schon allein wegen dieser Nähe früher oder später abhängig von ihm.

War es das schon?

Jein. Es ist gut möglich, dass nun alle Testverfahren auf den Prüfstand kommen und da erwartet jeder mehr oder weniger viele, aber weitere „Ausfälle“. Übrigens auch in den USA, denn dass das nun schon seit Jahren anhängig ist und eher dröge gehandhabt wurde, zeigt, dass alle sich keine Lorbeeren verdient haben. In den USA wird diese Diskussion anders ausfallen als hier, bei diesem Thema zeigen sich eine der Themen, die im Rahmen von TTIP skizziert wurden.

Es würde mich wundern, wenn es das nun schon war, denn dass dieses alt bekannte Thema nun offiziell wurde, bedeutet, dass es irgendwo jemand gibt, der das Risiko bewusst eingegangen ist. Damit wäre es nur der erste Akt, dem folgen in aller Regel weitere. Es gibt aber auch Einakter.

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From → Aussichten, Politik, TTIP

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