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Feudal-Fetisch?

22. September 2015

Warum Feudal-Fetisch? Gefallen ist der Begriff im letzten Post, dort steht er dafür, dass solche Aktionen (hier besser: die aktuellen Reaktionen, die lediglich versuchen, die Regeln, die versagt haben, zu reetablieren) nicht funktionieren.

Einmal wegen dem „Fetisch“, weil diese Themen gefühlsbetont statt rational angegangen werden und somit Analogien (das haben wir immer so gemacht, da könnte ja jeder kommen) zur Entscheidung führen statt echte Überlegungen.

Und Feudal steht im Blog für eine Haltung, die gerne Wendungen wie „die anderen sind Schuld“ verwendet. Zumindest die Wendungen finden sich in der Flüchtlingsfrage sehr oft: Die Länder, deren Grenzen mit legalen Mitteln und auf europäischer Seite kaum „dicht“ zu machen sind, die Einfallstore in die EU sind, sagen wir, es seinen die südlichen EU Länder, behaupten das vom Norden und vice versa. Ob auch die Haltung dahinter steht bleibt offen. Wahrscheinlich ist es aber.

Um es anders zu sagen: Sie sind oft Teil des (tieferliegenden) Problems. Hier sind es wohl die tiefen Überzeugungen, dass, um das eigene Volk ernähren zu können, man andere leiden lassen und töten dürfe (das alte, missverstandene: „fittest“, dem Raubtier wird unterstellt, dass es die Herden „sauber“ halte, indem es die Kranken und vielleicht noch die Alten aussortiert. Raubtieren suchen sich in der Tat die Schwächsten Gegner aus, das ist in aller Regel der Nachwuchs). Diese Überzeugung wurde in die Wirtschaft und auf die gleichgrossen und kleineren Betriebe übertragen.

Das Wohlstandsgefälle wird als Lob des eigenen Volks angesehen, das „schlechtere“ Abschneiden der „anderen“ als deren Schuld. Dass da nachgeholfen wurde, spielt zu diesem Zeitpunkt keine Rolle, denn die Mission wurde erfüllt.

Wirtschaftlich ist es eigentlich Unsinn so viele Leute (es handelt sich letztlich um den Rest der Welt!) vom Markt auszuschliessen, aber mit Wirtschaft haben diese Überlegungen wenig zu tun.

Zuletzt waren solche Gedanken gang und gäbe in den feudalen Zeitaltern und sie keimen in Diktaturen immer wieder auf.

Bleibt diese Überzeugen (im Volk) bestehen oder kann sie dort vertieft werden, dann laufen wir schnurstracks in eine Diktatur hinein – wie auch immer diese gestaltet sein wird: Die aktuellen Überwachungstechniken und –möglichkeiten werden eine Diktatur von unglaublichem Ausmass und Unterdrückung des einzelnen ergeben. Nur ein oder zwei kleine Beispiele: Bevor sie Schlafen gehen können, zwingt die vollautomatische Wohnung durch Licht, Musik und so weiter sie dazu, 5 km zu laufen, weil heute zu viel geschlemmt wurde. Heute wäre das Folter und wäre verboten, morgen kann das schon (wieder) „Förderung des gesunden Volkskörpers“ sein. Der Diktator benötigt Soldaten, ihre 13 jährige Tochter kann einen (oder mehrere) machen, na, dann mal los. Bei einigen kommt er selbst vorbei, zu den anderen schickt er den Nachbarsjungen – oder die Polizei, wenn Sie den Jungen nicht reinlassen (und unterstützen). Ob der Sex vollzogen wurde, kann mit heutiger Technik bereits recht gut nachvollzogen werden, mit den Sensoren direkt am Körper, kann das auch kommentiert werden.

Man könnte ihn sogar auswerten. Wie das dann ausgeht? Das kommt darauf an, wer zuschaut und die Noten vergibt und was das Lob bzw. die Strafe wäre: Dauert es zu „lange“, dann kann der Frau ein paar Trainingsstunden verordnet werden, am besten jedes mal ein anderer Mann; oder der Junge wird zu einer Erfahren geschickt, oder der Junge wird aussortiert oder oder oder.

Hier wurde nur beschrieben, was mit den heutigen Mitteln bereits möglich wäre. Dass ich das nicht gutheissen würde, ist wohl selbstverständlich, und dass niemand man dann mehr etwas zu sagen hätte und der absoluten Willkür (feudales Element) bestimmter Menschen unterworfen wäre, sollte nun auch dem letzten begreiflich geworden sein – sollte er Kinder haben und nicht auf Kinder stehen.

Fazit: Feudal, weil durch die dort gebräuchlichen Gruppendynamiken, die Unterschieden zwischen den Gruppen verstärkt werden und dadurch absolute Abhängigkeiten entstehen, die heute weit effektiver Umgesetzt werden können, als jemals zu vor; und Fetisch, weil bei diesen Fragen bei den Betroffenen scheinbar der Verstand überstimmt wird.

Übrigens: Statt Wirtschaftsinseln zu machen werden sie den Krieg vom Osten schön langsam sich ausdehnen lassen. Fronten sind ein gutes Druckmittel, z.B. schaffen sie Flüchtlinge. Falsche Wirtschaftssysteme schaffen auch Flüchtlinge. Die viel gelobte Mobilität der Arbeitnehmer ist nichts anderes als ein Flüchtlingsstrom aufgrund wirtschaftlicher Massnahmen und Zielen.

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