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Viele Fragen, eine Antwort

28. August 2015

Es ist verständlich, dass all das analysiert und erklärt werden soll – aber es ist viel. Es ist schlicht zu viel, um es im einzelnen aufzuzeigen. Dennoch will ich es versuchen. Dazu sind andere Wege zu gehen, als das übliche Fummeln durch die Details.

Leider landen wir bei Gruppendynamik; im Wir des Werden. Die Menschen, die hinter all den zu hinterfragenden Firmen und Diskussionen um Grösse, stehen, suchen nach Anerkennung und denken, dass sie diese bekommen, wenn sie Erfolg und Geld haben.

Nicht Gott, wie sie es gerne, die Religion missbrauchend, erzählen, zahlt seinen Lohn in harter Währung aus, ihr Interesse gilt dem Statussymbol, das – in einer bestimmten Entwicklungsphase – auch monetär gemessen werden kann.

Zur Erinnerung: Der Jäger und Sammler war ständig unterwegs, sich jederzeit aus der Umgebung das nötige Werkzeug herstellen zu können, dürfte sein Statussymbol gewesen sein.

Mit der Sesshaftigkeit kam Landbesitz dazu (der Prozess dürfte lang und kompliziert gewesen sein, endete dann mit dem Wort: (Land-)Besitz).

Über die Spezialisierung, über die Arbeitsteilung, wird der Handel und allgemeine Tauschmittel wichtig.

Wird Besitz verallgemeinert und führt man ein, dass „besitzen können“ gleichwertig zu „besitzen“ ist, erkennt man, woher die zwei Seiten des Geldes (Tauschmittel und „stellt einen Wert an sich“ dar) kommen.

Das Werden setzt den Jäger und Sammler mit dem Ich gleich, Besitz mit dem Du und das Wir mit dem Handel (bzw. schliesst es diese Entwicklung ab). Das Ihr kompensiert die Übertreibungen des Wir und stellt das Thema wieder auf die Füsse und den Boden. Das kann auf viele Arten geschehen, Geld und Besitz wird jedenfalls relativiert werden, erhalten bleibt nur, was man meint, als Funktion zu benötigen.

Da gerade das Werden thematisiert wird, hier die Antwort auf die Frage: „Wenn Religion im Wir angesiedelt ist, warum stellen sie ständig Ihr-Fragen und Antworten?“. Die Antwort ist einfach: Die Religionsstifter sahen und redeten darüber, wie diese Fragen gelöst werden können und landen dabei im Ihr. Die Menschen, Gruppen bzw. die Institutionen sehen das als unerfüllbare Ideale an und leben frühere Entwicklungsphasen.

Man sollte beim Wir nicht vergessen, dass es erkennt, dass die grössere Gruppe „gemacht“ werden kann. Es klärt nicht die ganze Frage und jedes Problem der Gruppendynamik, das bleibt dem Ihr überlassen, im Wir geht es nur um Grösse und Machbarkeit einer Gruppe. Die Grösse wurde wichtig, da im Du (dem Stamm) der grössere (bzw. der aggressivere) Stamm dominierte. Im Wir wird, von den „Mächtigen“, die Grösse max. als Eigenlob gesehen, ansonsten eher als Bedrohung betrachtet: denn gegen die Massen kann man auf Dauer nicht ankommen.

Wie das bewerkstelligt werden könnte, ist bis heute noch immer die grosse Frage in diesen Kreisen: Wie schafft man die absolute Kontrolle über die Menschen? In der Regel wird das über Polizei und Soldaten erledigt. Das Geschäft wird einfach mit Gewalt, Erpressung, Abhängigkeit und Manipulation betrieben.

Wie funktioniert das? Das ist relativ einfach: Zu jeder Gruppe gibt es ein Gegenstück, das in aller Regel weniger hoch angesehen ist. Meist reicht es bereits aus, eine Mitgliedschaft in der angesehenen Gruppe in Aussicht zu stellen oder der Hinweis, dass diese Rolle auch wieder verloren gehen kann. Das gleiche Spiel kann mit Geld und Arbeitsplatz gespielt werden, dabei ist es wichtig, dass es Armut gibt, kleine Jobs, mit denen sich die Massen über Wasser halten können und dann eine Gruppe, die quasi alles Geld unter sich verteilt – völlig willkürlich.

Das Wir rüstet ständig zum Kampf zwischen den Gruppen und zwischen den Teilnehmern der Spiele. Es sucht die Grösse um das Sagen zu haben, wirtschaftlich wird das Monopol genannt.

Monopolisierte Wirtschaft funktioniert jedoch nicht richtig, sie schleppt sich nur dahin, wirklich vorwärts geht nichts. Das ändert sich nur, wenn alle „mitspielen“ dürfen – was aber von der Gruppendynamik als unnatürlich eingestuft und massiv bekämpft wird. Es gibt aber genügend Modelle, die aufzeigen, dass und wie eine funktionierende und konstruktive Wirtschaft aufgebaut werden kann.

Ist Grösse an sich gefährlich? Definitiv ja. In der Demokratie wird die Macht geteilt, um Missbrauch zu verhindern. In den Firmen und Konzernen wird die Macht gerne konzentriert: Machtmissbrauch ist irgendwann unausweichlich.

Es beginnt im Kleinen, denn Machtkonzentration macht abhängig, die häufigste Reaktion darauf ist, das zu liefern, von dem man meint, dass es erwartet wird. Dazu braucht man Leute, die dasselbe für einen selbst machen können. Die Vielfalt der Belegschaft geht verloren, alle ziehen an einem Strang und alle marschieren in dieselbe Richtung. Grösse fördert Moden, Moden variieren nicht nur, sie „wagen“ auch immer mehr, zusammen werden Grenzen überschritten, irgendwann kippt das System um.

Grösse macht den Markt unflexibel und damit anfällig auf immer kleinere Störungen, die bald das Konstrukt von innen zerstören – das geschieht aber selten ohne dass „draussen“ viel kaputt gemacht wurde. Grösse ruft früher oder später in den Massen Unruhen aus und sie wird von der Masse „neutralisiert“. Deshalb ist es allen, die merken, dass ihr System / Spiel auf Dauer nicht trägt, wichtig, dass sie die Massen kontrollieren können.

Die westlichen Staaten glauben nun, in den Diensten (NSA & Co) genau das Werkzeug gefunden zu haben, das ihnen die Kontrolle der Massen ermöglicht. Die dazu passenden wirtschaftlichen Systeme gehen davon aus, dass alle staatlichen und sozialen Leistungen Geldverschwendung sind. Und diese Systeme gehen davon aus, dass, wenn man nur genug über den Kunden wüsste, wesentlich besser Produkte angeboten werden könnten. Darüber hinaus, sind grosse Firmen auch sehr daran interessiert, Markt und Menschen manipulieren zu können, da sie so, ihre Position weiter stärken können.

Wirtschaft geht von Wandel aus, Grösse will, dass alles bleibt wie es ist und sie sieht nur die Auswirkungen auf den eigenen Markt. Das Besser ist des Guten Feind, das ist eine alte Regel der Wirtschaft. Jeder dominierte Markt bekämpft das Bessere – es macht eigentlich nichts anderes, das Produkt zu bewahren ist das Ziel.

Das gilt auch für Finanzfirmen: Ist einer überall dominant, dann bestimmt diese, welche Produkte auf den Markt kommen und welche nicht. Entschieden wird das einzig und allen nach den Bedürfnissen des eigenen Portfolio (und der eigenen Gruppe). Von freien Märkten kann dann nicht mehr die Rede sein.

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Ihr habt zudem danach gefragt, wie man auf das Flüchtlingsthema reagieren soll. Darauf zu regieren ist an sich ein Fehler, vorbereitet hätte man sein sollen. Bei vielen Themen zeigt sich, dass die Politik der Aktualität hinterher hinkt – das verspricht nichts Gutes. Es verspricht, dass die Politik entweder abgelenkt ist oder schlicht den Überblick verloren hat. Das ist nicht gut und ich sehe z.Z. nichts, was wählbar wäre und das Lösungen bieten könnte.

An dieser Stelle biete ich deshalb an, was im Blog bereits mehrfach angesprochen wurde:

  • Flüchtlinge. Abgesehen davon, dass die Wirtschaft und die Alterspyramide in D suggerieren, dass Einwanderung eine wirtschaftliche Notwendigkeit ist, arbeiteten die Staaten der EU intensiv mit den ehemaligen Diktatoren rund ums südliche Mittelmeer zusammen, die das Problem bislang für die EU und mit der Unterstützung der EU lösten.

    Heute will die etablierte Politik das alte System reaktivieren oder eben ein adäquates installieren. Davon ist sie derart fasziniert, dass Alternative oder auch nur die aktuelle Situation einfach übersehen werden.

    Hier wurde vorgeschlagen, dass sogn. Grüne Inseln eingerichtet werden. Sie lösen gleich mehrere Probleme und könnten sich sogar ökonomisch lohnen. Grüne Inseln können in Wüstengebieten und / oder abgeholzten Gebieten, die nahe des Meers liegen, von dem Salzwasser hergepumpt wird und von der Sonne verdampft wird, wodurch das Salz vom Wasser getrennt und Energie gewonnen wird. Dadurch sind fasst autonome Gebiete, die viele Menschen aufnehmen können machbar, die den Vorteil haben, dass gezeigt wird, dass auch in Afrika und im Orient sich die Menschen konstruktiv organisieren können. Es kämen weniger und die, die dennoch nach D (bzw. in die EU) wollen, können normal einwandern.

  • Das Problem mit den Einwanderern ist, dass es im Volk ca. 20% prekäre Situationen Deutscher gibt, dass vielen die Rente nicht reicht und die Welt schlicht vom Abbau des Sozialstaats redet, die Leute meinen, dass ihnen bereits das Wasser abgegraben würde und sie nicht verstehen können, wie das klappen soll?:

    Entweder wir automatisieren massiv oder wir holen Leute ins Land, die die anfallenden Arbeiten auch leisten.

    Wenn wir automatisieren, dann brauchen wir ein BGE. Wenn wir die sozialen Berufe aufrecht erhalten wollen, dann brauchen wir auch ein BGE – oder diese Dienste werden so teuer, dass man sie sich nicht leisten kann.

  • Alle anderen Fragen wurden im Text oben bereits angesprochen, so weit, wie es hier angesprochen werden sollte. Wer mehr will, der kann sich gerne im Block umsehen.
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