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Kurzes zu Kürzlichem

5. August 2015

Es ist nur ein Schritt, der ein grosses Fass aufmacht. Es gab schon mehrere solcher Schritte, doch das Fass will einfach nicht aufgehen. Im Fass liegen mehrere Themen: Abhören von allem und jedem, wegen dem Superinformationsrecht des Staates; die Art und Weise, wie diese Dinge etabliert werden sollen; der immer grösser werdende Einfluss von Wirtschaft auf Politik; was Politik heute an sich ist und welche Aufgaben sie hat … diese Liste endet nicht.

Es gibt sehr viel zu tun und die Aktiven wollen das am liebsten selbst entscheiden und im Hintergrund durchsetzen um die Bevölkerung vor vollendete Tatsachen zu setzen. Ob sie der Gefahr, die durch diese Dinge entstehen, genügend Achtung geschenkt haben, ist sogar zu vermuten, denn hätten sie das nicht, dann wäre ein demokratischer Entscheidungsweg eingeschlagen worden, auf dem das Ziel nicht erreicht werden könnte. Man macht es nicht auf dem richtigen Weg, weil das nicht geklappt hätte.

Die einzig richtige Reaktion der Bevölkerung wäre, der Regierung sehr genau auf die Finger zu sehen und solche Dinge nicht zuzulassen. Doch genau das Gegenteil passiert. Letztlich funktioniert der eingeschlagene Weg dennoch: Angst vor externem und extremen Terror ermöglicht internen Terror.

Die Dienste gehen eine gefährlichen Weg für Demokratie und Wirtschaft.

Die Demokratie wird gefährdet, weil die Dienste selbst eine grosse Macht darstellen, die sich jederzeit verselbstständigen können. Sie könnten von extremen Gruppen sehr leicht missbraucht werden. Jede extreme Vorgabe / Ethik / Religion / könnte von einem Tag auf den anderen absolut durchgesetzt werden. Oder am Beispiel: Beschliesst die Regierung das es keinen Sex bis zum 21 Jahr geben darf, dann wäre sehr wahrscheinlich binnen weniger Wochen alle unserer Kinder im Gefängnis. Das Beispiel zeigt, was die Dienste heute bereits könnten – Diskreditierung, ihre stärkste Waffe, wurde bislang noch nicht angefasst, dann wird es richtig interessant. Dazu ist es aber nötig, dass die Netze offiziell als sicher und vertrauenswürdig gelten.

Auch deshalb will man, dass das Internet völlig unbefleckt erscheint. Es gibt heute schon eine erstaunliche Computergläubigkeit, die zeigt sich z.B. dass kaum jemand die Summe, die ein Computer errechnet hat, kontrolliert. Doch sind die Netze nicht sicher und das nicht nur für für den Staat sondern auch für die organisierte Kriminalität.

Die Wirtschaft leidet, weil sich keiner traut etwas zu denken, er könnte damit schnell ins Visier der Inquisition kommen. Und so weiter …

Letztlich sammelt das Weltbild der Dienste Informationen und Geld an einer Stelle, macht alle von dieser Stelle abhängig und finden das gut, denn nur sie wissen, was gut für die Welt ist.

Griechenland Ihr wollt es wirklich nochmal wissen. Gut. Es geht weiter, der Grexit ist noch möglich und wird von einigen Kräften in Griechenland auch angestrebt. BitCoin scheint alles etwas abzuschwächen, wird aber wohl bald unter die Kapitalverkehrskontrolle fallen und deshalb verboten werden.

Ich erwähne das hier, weil sich die Welt schneller entwickelt hat, als die Politik ihr folgen konnte – das bedeutet, dass unsere Gesetze altbacken sind, die Dinge und Kontrolle der Aufführungen, so, wie wir sie kennen, greifen nicht mehr. Wir sind bereits im Neuland und Politik und grosse Wirtschaft hat nichts anderes im Sinn als einen weltweiten, digitalen Feudalstaat anzustreben. Andere meinen, dass es nicht so heiss gegessen wird, wie es gekocht wird: „Das wird schon wieder.“ Der Beobachter steht mit mulmigem Gefühl daneben und würde bei diesen grossen Entscheidungen schon mitmachen wollen – aber die Feudalen sind für demokratische Prozesse nicht offen und die Abwiegler meinen ja, dass sie das schon selbst machen werden. Kann mir jemand mal den Unterschied erklären?

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