Skip to content

Griechenland: Was passiert, wenn es mit Nein ausgeht?

4. Juli 2015

Ich muss dazu sagen, dass in diesen Posts nur eines besprochen wird: Wie sieht das gr. Thema unter dem Aspekt der Verhandlungen aus. Alle menschlichen Aspekte lasse ich hier aussen vor. Ebenso die grossen politischen Themen, die waren Teil des vorigen Posts.

Um es kurz zu machen: Die Verhandlungen sehen für die griechische Seite schlecht aus. Unnötig und selbstverschuldet, trotzig statt konstruktiv usw.

Statt auf den Erfolgen, die die Geldgeber sehen, aufzubauen und zu argumentieren und zu belegen, dass das noch viel besser wird, wenn usw. (und das glaubhaft versichert werden kann), wurde schlicht gesagt: So oder gar nicht.

Ist schon dumm, wenn der andere sich nicht beeindrucken lässt, es kurz durchrechnet und sagt: Gar nicht ist günstiger – Deal. Doch die Reaktion war zu erwarten.

Taugt ein Referendum zum Befreiungsschlag, verleiht es mehr Gewicht? Weitet man den betrachteten Bereich auf die innerparteilichen Verhandlungen aus, dann ja, denn ein Referendum ist in diesem Kontext eine Entscheidung des Souveräns, wer dies nicht mittragen kann, für den ist es Zeit sich zu verabschieden. Man kann sich neue Partner suchen – theoretisch, denn praktisch hat man selbst mit nein gestimmt. Maximal ein Pyrrhussieg.

Anders sieht die Sache im Kontext der EU aus, dort wurden die letzten Karten (unter diesen Umständen ein Royal Flash) auf den Tisch geworfen und der Tisch verlassen um vielleicht wieder zurück zu kommen und mit neuen Karten zu beginnen – vielleicht ein Paar, denn die anderen haben nun das bessere Blatt. Da ist nicht mal mehr ein Pyrrhussieg drin.

Also ehrlich, es wurde bereits gesagt, dass es aus Sicht der Verhandlungen schlecht aussieht und es wurde auch begründet. Es besteht immer die Chance, dass sie zwei wieder einkriegen – doch auch das dauert. Ein Nein, läuft statistisch und von aussen betrachtet, darauf hinaus, dass immer nur für kürzeste Zeit das Nötigste gemacht werden wird.

Bedeutet es etwas, ob die Banken offen sind – für den kleinen Mann? Ja, man kann seine Wut an den Mitarbeiter auslassen, bekommt man mehr Geld? Sicher nicht. Die Beschränkungen bleiben. Bedeutet es etwas, dass es am Montag oder Dienstag neue Verhandlungen geben wird? Eigentlich nicht, entscheidender wird sein, was auf den Tisch kommt und auch, wer da verhandelt – weitere Eskalationen sollten vermieden werden, das wird aber immer schwerer.

Und was ist, wie lang soll sich das noch hinziehen?

Es ist mir ja klar, dass es irgendwann zu sozialen Unruhen kommen wird, das ist im Westen wie im Osten unausweichlich, wenn so weitergemacht wird. Es aber in Griechenland zuerst eskallieren zu lassen, nur um vielleicht an der Macht zu bleiben, nur um linke Notstandsgesetze einzuführen, nur weil man lieber erster in einem kleinen Dorf als zweiter in Rom sein will, nur um – usw.

Also wollen wir alle mal hoffen, dass das ein gutes Ende nimmt und nicht in einer Schlacht der niederen Instinkte endet – wie es sich leider abzeichnet.

Advertisements

From → Uncategorized

Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: