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Zusammenfassungen

12. Mai 2015

Einige Themen sind in letzter Zeit angesprochen worden und es ist Usus, dass diese hier zusammengefasst oder kommentiert werden.

Internet Kreationisten

Freilich können die Beispiele erweitert werden – die Liste jedoch ist so lang, dass sie begrenzt werden musste, sonst wird es sehr lang und evtl. langweilig. Es geht in dem Post nicht darum ihre Aussagen zu bestätigen oder zu verwerfen, es geht nur darum, die Frage „was ist ein Internet Kreationist“ zu beantworten und zu sagen, warum ich den Begriff – obwohl er griffig ist – nicht favorisierte, er ist nicht sehr bekannt.

Arbeitsplätze

Bei dem Thema wird der Blog berührt, da hier genannt wurde, dass 7.500 ein funktionierendes Wirtschaftssystem ergeben. Da ich hier direkt angesprochen wurde, hier nur, dass ich das aufgeschnappt habe. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es ein Wissenschaftler war, weiss aber nicht mehr, wer das war. Damals war nur interessant, dass 7.500 reichen würden um eine stabile Wirtschaft aufzubauen. Da mir die Details nicht mehr geläufig sind, sind wir da auf Spekulationen angewiesen – ohne weitere Informationen ist es mir nicht möglich konkrete Aussagen zu machen. Zudem steht dem die Aussage gegenüber, dass Gruppen von 150 Mitgliedern – das ist belegbar – lange Zeit die max. Grösse von Menschengruppen waren. Zugegeben, eine Wirtschaft, wie wir sie kennen, gab es damals wahrscheinlich nicht.

Soweit so gut. Es gibt Grössen von Gruppen, die definitiv funktionierende Wirtschaftsstrukturen aufbauen kann. Und ja, es ist möglich, diese Gruppen im Grunde autark aufzustellen, sie dennoch soweit zu vernetzen, dass Ausgleiche möglich sind. Und ja, die Möglichkeit besteht – wenn es politisch gewollt wäre – z.B. den arbeitslosen Jugendlichen in solchen Wirtschaftsinseln einen sinnvollen Rahmen inkl. Lebensplanung (in ihren Heimatländern) zu bieten.

Dies müsste auf freiwilliger Basis geschehen und es müsste organisiert werden, zudem sind rechtliche Fragen wie Besitz etc. zu klären. Einfach wird soetwas nicht, aber es wäre sehr hilfreich für die Menschen. Das würde sich sicher lohnen.

Warum wollen manche nicht, dass es gemacht wird? Die meisten werden diese Alternative nicht kennen und wenn sie davon hören, dann werden sie zu den gehen, die sich „damit“ auskennen. Genau diese Leute haben ein Problem: sie müssten zumindest zugeben, dass es Alternativen zu ihrem Weg gibt (als Guru ist das demaskierend und schadet der Rolle, das wollen sie nicht – nachvollziehbar, aber letztlich zum Schaden aller), der Kapitän auf der Brücke darf sich so eine Blösse nicht geben – sie werden es abtun.

Die meisten Menschen vertrauen darauf, dass es Menschen gibt, die diesen Job am besten machen und fragen sie deshalb. In einer Demokratie ist es aber notwendig, dass es nicht einen Guru, Propheten oder Modemacher gibt, es ist nötig zu reden. In einer Demokratie wird der, der es einmal gut gemacht hat, zu einem schlechten Ratgeber, weil er zu einem Beteiligten geworden ist.

Mit anderen Worten: Demokratie lebt davon, dass es verschiedene Meinungen gibt und diese auch jederzeit besprochen werden können. Alles andere sind Machtfragen und lassen sich nur im Kontext der Macht diskutieren. Doch bitte den Unterschied zwischen Macht und Machen erkennen: Ein Macher löst ein Problem, einer der Macht hat, wird früher oder später selbst zum Problem, da er sie erhalten oder ausbauen will.

Nur ein Beispiel soll es zeigen: Wenn eine Person in einer Gruppe einen gewissen Status erhalten hat, wer gibt den freiwillig auf? Das sind sehr wenige Menschen, die das können. Das sind sehr starke Menschen, die den Status nicht brauchen, die anderen tendieren dazu sich an den Status anzulehnen, Macher sind das selten, sie bieten genug Manipulationsfläche, die genutzt wird.

Abschliessend: Es ginge, den politischen Willen kann ich nirgends erkennen, im Gegenteil, praktische Lösungen, die nicht ins (Mode-) Mantra passen, werden mit demselben niedergemacht. Man sollte sich zumindest auf erheblichen Gegenwind einstellen.

Journalismus

Er soll objektiv informieren, aber selbst keine Politik machen. Gleichzeitig ist es nötig, Geld zu verdienen. Spätestens ab diesem Moment wird es nötig, ein Klientel zu bedienen. Dazu werden in aller Regel Kommentare verwendet. Darin kann der Autor seine Meinung äussern. Gruppendynamische Effekte sind inbegriffen. Sie handhaben zu können ist eine Eigenschaft, die bislang nicht wichtig war, denn – wenn man entsprechend auftritt und das Feedback nur aus den Reihen der eigenen Mitarbeiter kommt, kann ein falscher Eindruck entstehen. Beim Internet wird das Feedback direkt. Zum einen ist das gut. Zum anderen zeigen sich die Nöte und Ängste derer, die auf diese Art bislang mundtot gemacht wurden. Letztlich sollte es bei den meisten reichen, wenn ihre Einwände gehört und beantwortet, evtl. auch umgesetzt werden. Sich durchsetzen wollen ist in dieser Situation einfach nicht der beste Rat.

Es kann sein, dass der Journalismus sich mehr als das Sprachrohr der Politik zumindest als eine politische Kraft neben der Politik sehen – der Journalismus kann das alles sein, ist aber primär derjenige, der Informationen, die verheimlicht werden sollen, beschafft, damit die Politik nicht wuchert.

Die Rolle von Blogs und Internet bekommt in diesem Kontext nur eine Nebenrolle, die integriert oder die bekämpft werden kann. Das Internet und seine Ressourcen sind einfach nur ein weiteres Medium mit z.T. aktiven bzw. bilateralem Nicht mehr Autotorium sondern Kommentatoren. Diese Aufgabe zu meistern sollte der Journalismus aber schaffen – bislang tut er sich damit schwer.

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