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Internet-Kreationisten

11. Mai 2015

Ein Kreationist denkt, dass diese Welt so beeindruckend ist, dass es einen braucht, der sie mit Ziel und Konzept so gestaltet hat. Ein Kreationist glaubt an eine gestalterische Kraft, die diese Welt erschafft und steuert – manche geben sich mit erschaffen hat zufrieden.

Ein Internet Kreationist glaubt, dass hinter dem Internet eine gestalterische Kraft steht. Wie soll das aussehen? Ein paar Leute, für die viel Geld nur ein bisschen Geld und nicht weiter wichtig ist, tun sich zusammen um „die Welt marktgerechter zu gestalten“, „die Welt der Elite zurückzugeben“ oder „die Demokratie zu stürzen“ bis hin um „die Weltherrschaft zu übernehmen“. Die Liste ist unvollständig und kann beliebig erweitert werden, der Tonus bleibt aber: wirtschaftliche, gesellschaftliche bzw. politische Gründe werden als Hauptmotivation angeführt.

Und wie es funktioniert, ist auch allen gemeinsam: Ein paar Leute suchen und fördern Produkte, die die Masse von der digitalen Welt abhängig machen, damit sie genügend über jeden erfahren können, damit sie ihn in der Hand haben – die Menschen handzahm zu machen, das ist das Ziel. Im Grunde sollen alle eine Figuren im Spiel weniger werden. Wegwerfmenschen – bei Bedarf.

Das Thema ist objektiv schwer zu fassen. Fakten kann man kaum finden. Wer dahinter steckt, ist auch offen. Manche vermuten, dass die (Nachrichten-) Dienste involviert sind, andere weisen das zurück.

Internetkreationisten, das wäre vielleicht ein guter Buchtitel. Für Fiktion eignet sich das Thema sehr, als Recherchegrundlage – nun, ich bin weder Detektiv, noch Ermittler oder Journalist. Das sollen andere entscheiden.

Das Buch würde sich gut schreiben, denn es gibt vieles, das heute beobachtet werden kann. Das Gerede von Eliten und die Geldflut, die offensichtlichen Designschwächen der digitalen Technik, der Hang, diese Schwächen zu vermarkten usw. all das kann im Buch anhand ganz konkreter Fakten, die sogar im Internet gesucht werden können, verwendet werden, was dem Buch einen unheimlichen Charakter geben würde – obwohl nur Fiktion. Zumindest, die Lücken müssten mit Fiktion gefüllt werden – alles andere ist purer Zufall.

Langer Rede kurzer Sinn: Dramatisch ist das gut verwendbar, aber da der Begriff Kreationisten bereits diskreditiert ist, würde ich den Begriff bei einer ernsthaften Arbeit nicht verwenden – aber als Titel für ein Buch ist er gut.

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