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Vorausgesetzt: Vernunft, Menschlickeit und etwas guter Wille …

24. April 2015

es ist sicher keine vernünftige Zeit in der wir leben. Es geht heute – wie so oft in der Vergangenheit (neu ist das wirklich nicht, Gier etc. ist schon seit biblischen Zeiten bekannt) – darum, dass manche Menschen vor der Wahl stehen, Geld zu vermehren (und liegen zu lassen) oder es einzusetzen um das Nötige zu tun.

Doch da scheiden sich die Geister

Wer „mit Geld umgehen kann“, dessen Nötige ist die Vermehrung des Geldes. Letztlich geht das nur auf Kosten anderer. Doch das ist für sie nicht das Problem – „die“ haben das Spiel einfach nicht begriffen, „die“ outen sich als die Dummen, die sich über den Tisch ziehen lassen. Zulässig sind alle Mittel, eines ist, dass Dumme generiert werden dürfen, denn, je leichter Geld verdient wird, umso besseres Geld ist es (geringerer Aufwand, besseres Preis / Leistungsverhältnis).

Das Spiel geht solange, bis es keine Dumme mehr gibt. Wer also will, dass es aufhört, muss Lernen und Beherrschen. Der muss es so machen, wie sie – denken sie.

Ein Blick zurück zeigt, dass Reiche selten lange reich sind. Wenn sich Dynastien, die „es geschafft“ haben, entwickelten, dann stand hinter diesen immer eine ganze Interessensgemeinschaft, aus deren Reihen die einzelnen Personen jederzeit ersetzt werden konnten. Gerade die erhöhte Sterblichkeit der Herrscher unterstreicht das.

Die Liste der Vergleiche von Äpfel und Birnen ist in diesem Zusammenhang fasst unendlich. Das hat Tradition, da in früheren Zeiten die Welt einfach nur irgendwie erklärt werden sollte. Mit dem Alltag kamen die Menschen selbst zurecht, doch wenn sich die Dinge änderten, dann wurden auf die Mittel der Zeit zurückgegriffen: Magier und Zauberer früher, dann eine Zeitlang Wissenschaft, heute steigt die Zahl der Magier wieder ins Mystische.

Für die Funktionäre des Geldes änderte der Wechsel nichts. Dass man mit Denken weiterkommt, das war für sie schon immer so. Dass man die Dinge separat zu betrachten hat auch. Schliesslich machen sie nichts anderes: Sie sind auf das Geld fokussiert.

Circa 20% der Menschen sind so. Es gibt viele solcher 20iger Gruppen, jeder ist Mitglied von mindestens 2 bis 4. Das Nötige der anderen 20iger Gruppen sind ganz andere Dinge. Der eine

Da jeder Mitglied mehrerer 20iger ist, hat so mancher, der nicht völlig auf eine Gruppe fokussiert die Erkenntnis, dass die wahre Herausforderung nicht daran liegt, das eine zu optimieren, da dieses sonst abhebt und sich selbstständig macht, alles andere unterwirft – und irgendwie nur noch Blödsinn dabei herauskommt.

Die Geldversteher akzeptieren z.B. Infrastrukturen. Die Kosten zwar, aber wenn die Gewinne, die sie ermöglichen, höher sind als die Kosten, dann kann man damit leben. Denkt man das konsequent weiter, dann wird schnell klar, dass alles Infrastruktur ist, was den anderen 20% wichtig ist bzw. ihnen nutzt. Denn nun erweitert sich deren Möglichkeiten – das erschliesst ganz neue Märkte.

Geht man mit der Zeit, dann hat man immer neue Märkte.

Will man, dass alles so bleibt, wie es ist, dann verschliesst man sich diese neuen Möglichkeiten, man wird blind für sie – ist auf die alten Erfolge fokussiert, sieht nichts anderes mehr und früher oder später verrinnt einem alles durch die Fingern. Der Markt regiert mit massiven Ausschlägen.

Weder hilft die Kompromisslosigkeit dessen, der akzeptiert, dass Markt nur auf Kosten anderer funktioniert, noch hilft der Narzissmus vergangener Erfolge. Jedes „nur auf eins fixiert sein und bleiben“ hilft auf die Dauer nicht.

Wettkämpfe

Doch was ist vom viel gelobten Wettkampf zu halten? In einem bestimmten Rahmen sind diese gut. Wenn es für den Kunden keinen Unterschied im Aufwand macht, ob er zu dem einen oder anderen Bäcker geht, dann werden andere Kriterien entscheiden: Vielleicht die Qualität aber auch Netzwerke. Sie sind der grösste Gegner von Qualität, denn sie binden selbst viel Kraft, erlauben somit nur marginalen Einsatz beim zentralen Thema und sie beschäftigen sich am liebsten mit sich selbst. Märkte, Fakten und Gefahren sind in ihrem Dunstkreis nur Marginalitäten, maximal Spielverderber.

Wettkämpfe benötigen einen qualitätsbewussten Kunden, einen informierten Kunden und einen Kunden, der an Neuerungen interessiert ist, sie wünscht und gutiert.

Netzwerke belassen alles, wie es ist, solange man sich nur treffen, sich gegenseitig bestätigen kann, dass alles rechtens ist und man sich und sein Netzwerk zelebrieren kann.

Wettkampf als Motivation zweier Gruppen, die – in Sichtweite – Ähnliches machen, kann die Qualität steigern.

Was folgt daraus?

Wer allzu sehr fokussiert ist, der wird über kurz oder lang, irgend etwas verlieren. Wer nichts mehr zu verlieren hat aber sich voll auf etwas fokussiert, der wird sich durchsetzen, wer lange Zeit auf etwas fokussiert sein will, wird den Preis dafür bezahlen.

Im diskutierten Bereich, gibt es eine Gruppe, die seit Menschengedenken auf die Finanzen fokussiert sind, und mit ihrem Versuch, die Menschen über die Schlechtigkeit des Systems zu belehren, nerven.

Unsere Fehler

Die Dinge können nicht auf ewig gelöst werden. Jede Lösung beinhaltet immer auch Fehler, wer den Anspruch erhebt, dass nichts geändert werden darf, der betoniert vor allem Fehler.

Nichts ist statisch. Statt einmaliger Regeln, die oft genug auf Ignoranz bestimmter Möglichkeiten setzen, sind dynamische Regeln und Konsequenzen nötig. Jede Regelung kann missbraucht werden, was im Fall des Missbrauchs und in welchen Schwerefällen diese sind, gilt es zu regeln – allerdings steht immer das Erklären und Diskutieren, aufzeigen der Alternativen des Fehlers als erste Massnahme an. Dennoch kann ein Verstoss direkte Sanktionen nach sich ziehen, man muss nicht auf die Wiederholung warten, tritt die jedoch ein, dann kann Vorsatz angenommen werden.

Vorsatz aus Not. Es gibt Mundraub, wegen Mundraub wurden in England eine Schicht nach Australien ausgewandert. Wenn ein Mensch in eine Zwangslage gerät, der kann sich nur zwischen Teufel und Beelzebub entscheiden. Wenn es einen Menschen gibt, der diese Zwangslage forcierte, wer ist dann zu bestrafen?

Oder stehen dann Änderungen an?

Wenige Änderungen würden reichen, um allen das Leben etwas leichter zu machen. Statt Marken sollte um Ideen gewetteifert werden. Wann immer sich drei Menschen über eine Sache beklagen, ist das eine Idee wert (denn auch andere werden sich darüber ärgern und eine Alternative zumindest ausprobieren). Da jede Änderung Auswirkungen hat, ändert sich nun die Situation in anderen Bereichen, wieder werden sich einige wundern, wieder wird es Menschen mit Ideen geben.

Wer das Aufgreifen und Aufbauen von und auf Ideen belohnt, indem jeder einen akzeptablen Lohn bekommt, statt mit wirtschaftlichem Ruin durch endlose, instrumentalisierte Klagen zu drohen, der fördert Ideen, Varianten und Innovationen.

Jede Idee verallgemeinert sich, wird über kurz oder lang zum Gemeinschaftsgut. Am Werdegang praktisch jeden erfolgreichen Produkts kann das nachvollzogen werden. Neben der Produktidee ist immer auch die Produktion ein wichtiges Merkmal. Auch diese verallgemeinern sich und können an völlig unerwarteter Stelle neue Impulse setzen. Es macht also Sinn, dass der, der (neue Produkt-) Ideen liefern kann, diese liefert und der, der Produktionsideen, diese Liefert und der, der eine gute Idee hat, das Produkt anzubieten diese liefert. Nach etwas Übung sollte sich das etablieren können – wenn die Leute merken, dass, wer eine gute Idee liefert und diese weltweit umgesetzt wurde und es sich finanziell lohnte, der kann damit leben.

Wie gut kann man damit leben? Wenn pro Produkt ein Euro für die Ideen zu bezahlen sind, dann können hundert Ideengeber, jeweils einen Cent bekommen. Da von weltweit die Rede ist, wird sich eine halbwegs gute Idee sicher ein paar Millionen mal verkaufen. Zumindest so etwas wie ein Jahresgehalt sollte machbar sein. Jede Idee, die nicht nur ein paar Tage oder Wochen übersteht, dürfte einige Jahresgehälter liefern.

Ideen, die die Produktion nachhaltig verbessern, sind so etwas wie eine Leibrente.

Noch ein Wort zur allgemeinen Entwicklung von Ideen.

Praktisch jede Idee verbreitet sich und wird allgemein genutzt. Der Diebstahl der Idee ist das, was die Menschen davon abhält, die Idee zu publizieren. Heute kann die digitale Kommunikation nachweisen, dass X von der Idee des Y wusste (direkt oder indirekt). Diese Diebstahlsicherung ändert die Parameter des Patentwesens und sollte allgemein thematisiert werden.

Bislang konnte es schwer werden, ein Produkt an einem anderen Ort zu produzieren, denn die Mentalität des Landes und der Arbeiter konnten zur eigenen oder zur Produktionsweise nicht kompatibel sein. Vollautomatische Produktion individualisierbarer Produkte überwindet diese Schranke und macht die Arbeitskosten zu den regional üblichen – niemand wird also überfordert oder über den Tisch gezogen, auch wenn es sehr unterschiedliche Preise (in einer Währung) gibt.

Gesellschaftlich / gesetzlich sollte folgendes geregelt werden: Alle Gerätschaften, die zur individuelle Vollautomation verwendet werden, unterstehen selbst der Regel der Erweiterbarkeit und des Aufgreifens. Die Autoren von Ideen werden nicht publiziert. Veröffentlichen sie sich selbst, können sie keine weiteren Ideen einbringen (Senioren machen den Junioren Platz) (sollten sie eine Idee haben und einbringen, dann dürfen sie sich dieser nicht rühmen und die Gewinne sind zu spenden).

Die digitale Verwaltung. Leider ist diese Idee durch das Verhalten von NSA und Co. kompromittiert und es bedarf grosser Anstrengungen, diese (allgemeinpolitischen) Fehler zu neutralisieren. Aber davor wäre die digitale Verwaltung genau das Mittel, das uns eine schlanke Administration und eine nahezu unbestechliche zu liefern. Staaten wie Griechenland und die Ukraine etc. würden eine echte Chance bekommen – doch, die aktuellen Vorkommnisse zeigen, dass wenig Hoffnung auf eine sinnvolle Nutzung zu setzen ist, die Menschen sind verängstigt und riskieren lieber alles, um selbst die längst verlorene weil verspielte Kontrolle nicht zu gefährden.

Zum Schluss: Wer den politischen Willen hat, der könnte. Es fehlt am Willen, an den Vorstellungsmöglichkeiten, dafür sind wir gesegnet mit im Netzwerk verstrickten wirtschaftlichen und politischen „Fachkräften“.

Neben dem Eingeständnis der Fehler – ohne fehlt schlicht die Motivation, ohne, lässt sich nicht nachvollziehen, warum sich und wie sich alles ändern soll – sind es nur wenige Änderungen an der Gesetzeslage ein bisschen im Patentwesen und ein bisschen in der Steuerverwaltung. Einige Anstrengungen im Bereich der individuellen Vollautomation und die Wiederherstellung der Integrität der digitalen Kommunikation. Neben aall den anderen Vorschlägen im Blog, kann es rosige Zeiten geben – aber bei den aktuellen Aktivitäten glaube ich nicht mehr daran.

Schade

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