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Depressiv gleich suizidgefährdet? Mehr zu Trigger und warum man andere mitnimmt.

11. April 2015

Ein Gespräch folgte dem letzten Post. Es begann mit einer Frage: „Warum blieb der Mann, der auf die U-Bahn Gleise gefallen ist, denn stehen?“ Und dieser Frage folgte gleich die zweite: „Und was ist mit Menschen, die andere mitnehmen?“.

Beide Fragen will ich gerne beantworten – aber auch deutlich darauf hinweisen, dass das nicht der Stand der Wissenschaft und / oder Psychologie etc. ist, es ist das Wissen (bzw. die Vermutungen) eines Menschen, der Laie in diesen Fragen ist, einer, der zufällig Zeuge des einen oder anderen Selbstmordes war. Doch das macht mich nicht zum Spezialist für solche Fragen.

Doch machen wir weiter mit dem Erlebnisaustausch. Den Mann, der im Gedränge auf die Gleise gefallen war, den traf ich durch Zufall ein paar Wochen später, er war Angestellter bei einem Kunden – und erkannte auch mich fasst unmittelbar. Es dauerte ein paar Wochen. Zuerst mied er mich. Dann gab es ein paar Smaltalks in der Kaffeeküche. Dann traf man sich – zufällig – bei Veranstaltungen, und bei einer der Abschiedsfeiern am Ende des Projekts (damals war das noch üblich), kam die Sprache über Ausfallzeiten auf ihn, der nur einmal und da auch nur ein oder zwei Tage gefehlt hatte. Er wurde gefragt, erwartet wurde eine mehr oder weniger lustige Episode, sicher bereits die zehnte, über die Frage, wie man sich auf möglichst dämliche Art und Weise eine Erkältung zuziehen oder sich ein paar blaue Flecken holen kann.

Lange dauerte das bedrückende Schweigen nicht, ein anderer erzählte seine Geschichte. Etwas später – ich war schon in der Kaffeeküche – kam er, nachdem die anderen geflüchtet waren, ergab sich ein kurzes Gespräch: „Es war verstörend. Ich wollte, dass mich die Bahn erwischt. ‚Jetzt ist es so weit. Jetzt passiert es.‘ – und ich wollte, dass es so ist. Ich hatte nie solche „Gedanken“. Konnte nicht verstehen, was da abgegangen ist ~ ich jedenfalls nicht. Im wahrsten Sinn des Wortes. Ein paar Sekunden lang war das so und dann, dann war wieder alles normal.“

Ein Triggererlebnis. Verlieben ist auch eines. Plötzlich ist alles ganz anders. Im wahrsten Sinn des Wortes hat der Kollege, seinen Mann stehen wollen – gewusst, dass es aussichtslos ist, aber der Trigger sagte: „So und nicht anders“. Man glaubt das. Der Körper ist davon überzeugt und weder Verstand noch Gefühl können widersprechen, bzw. sie brauchen eine Weile. Im Fall von Verlieben soll das sieben Jahre dauern.

Ein Trigger ist entweder ein sehr starkes körperliches Empfinden oder ein trainiertes Verhalten. Dennoch ist das Erlebnis des Kollegen kein Selbstmordversuch – es hätte aber in einem erfolgreichen enden können. Es war nur die Feststellung der Situation und die Erwartung, wie so etwas endet. Also wartete er auf die unvermeidliche Bahn.

Es ist sicher viel zu einfach dargestellt, aber es sollte reichen, um die Macht eines Triggers zu erkennen und, dass ein Trigger im Leben oft sehr hilfreich ist um schnell in unerwarteten Situationen den Erfahrungen gemäss „angemessen“ reagieren zu können – oder um zu mindestens einen Versuch ausprobieren zu können, falls eine, plausibel erscheinende, bekannt ist.

Der Moment ist intensiv. Es kann gut passieren, dass man alles um sich herum vergisst. Dabei kann es passieren, dass andere mit in den Tod gerissen werden. Eher zufällig und unbeabsichtigt oder, weil es nicht anders geht. Als Jugendliche wurde einmal – aus traurigem Anlass – ausgetauscht, wer sich wenn wie umbringen würde. Die meisten wählten einen Weg, der etwas mitnahm entweder, weil es „geliebt“ wurde oder weil: „wenn ich es nicht mehr haben kann, es auch niemand anders haben soll“ oder ein Tod ohne dieses „letztes Mal“ einfach keinen Sinn machen würde. Wieder andere wollten den Schritt mit etwas kombinieren, das sie im „normalen“ Leben nie hätten erleben können.

So mancher hätte sein Fahrzeug genommen (ein Lehrer war mit seinem Motorrad, während einem Schlaganfall, gegen eine Mauer gefahren – das war in den Augen der meisten ein „guter Abtritt“) ein anderer hat – auf Nachfrage – detailliert erzählt, wie er es mit dem Motorboot der Eltern machen würde.

Ein Flugzeugabsturz kann so ein HighLight sein. Anfangs kann das Mitnehmen anderer Menschen in den Tod noch abstossen und ein Hindernis sein – doch, da Vorbereitungen und dieÜberzeugung und die Motivation Zeit braucht um bestätigt zu werden und sich zu verfestigen, irgendwann, wenn es denn als unausweichlich erkannt wurde und so sein muss, kann auch das akzeptiert werden.

Auch diese Entscheidung ist – erstaunlicher Weise – nachvollziehbar. Wenn die Schritte in sich logisch und konsequent erscheinen, dann können wir das nachvollziehen. Der Mensch macht nur – egal ob es ein kluger, oder ein dummer Mensch ist, was in sich stimmig, sprich: logisch, ist. Nur bei den Daten, auf denen die Überlegungen beruhen, macht der Menschen eine scheinbare Ausnahme: diese brauchen nur bestätigt zu sind. Der quantitative Beweis reicht. Die Wiederholung – in den Wissenschaften wurde das geändert und heisst dort: die Wiederholbarkeit – reicht. Die heorie oder das (Bildungs-) Gesetz ist nicht wichtig.

Auch das ist nachvollziehbar, denn, um die Theorie aufstellen und daraus das Gesetz ableiten zu können, dazu braucht es statistisch belastbare Daten – das ist beim Menschen so, und das ist in der Wissenschaft so.

Fasst jeder, der anderen etwas antut, der begründet das damit, dass er dem Opfer etwas Gutes tun wollte, oder es von ihm von der Gesellschaft erwartet wurde oder – oft in vorauseilendem Gehorsam – es gut für die Sache ist. Folter und Hexenverbrennung rangen um das Seelenheil der Delinquenten und Massenmord, im Krieg und in Lagern, war ein notwendiges Übel, das meist per Training automatisiert wurde, automatisierte, trainierte Handlungen und Trigger sind sich sehr ähnlich. Der Unterschied ist, dass der Trigger entweder durch Hormone und körperliche Reaktionen, Verstand und Gefühl ausser kraft setzen, oder wenn Überzeugungen sich plötzlich bestätigen oder bestätigt werden sollen, wenn sie durchgesetzt werden sollen, auch sie schalten Gefühl und Verstand aus, obwohl sie darauf beruhen, durch Überlegungen – wenn auch selten durch hinterfragte – geschaffen wurden.

Wem all das Training, Verführungen und die Ausnutzung des Tatendrangs – das sind Technische der Manipulation, die eingesetzt werden, um die Meinung eines Menschen zu ändern, wenn Bildung (im in sich und auf sich ruhenden Sinn), scheinbar zu mühsam wäre – (meist, weil diese Stadium nicht erreicht wurde) noch Zweifel im Subjekt des Objekts zulassen, dann greift die Dynamik der Gruppe. Man musste es tun, um nicht selbst dort zu landen und, da man Schritt für Schritt in die Gewalttaten eingeführt wurde, war man auch einer, der ab einem bestimmten Punkt nicht mehr anders konnte. Es gibt immer einen, der zu schützen ist.

Nichts entschuldigt solches Verhalten, das ist sicher nicht der Grund, warum das hier gesagt wurde. Es soll nachvollzogen werden können, wie es dazu kommt, dass Menschen gegen sich und andere grausam sind (es gibt weitere Gründe, dies ist keine vollständige Liste). Schönreden will ich weder die möglichen menschlichen Abgründe derer, die den Täter prägten, noch die derer, die es taten. Sie sind, wie sie sind. Manche sind hinein geraten, andere haben sich mehr oder weniger bewusst (aber doch manipuliert) irgendwann dafür entschieden – aus den verschiedensten Gründen. Damit sind sie die, die das gemacht haben; faktisch ist es unbestritten weil eindeutig.

Nach den menschlichen Funktionsweisen sind sie nachvollziehbar. Gesetzlich, die Schuldfrage ist etwas ganz anderes – und das ist ein Gebiet, das ich gerne dem überlassen würde, der sich intensiver damit auseinandergesetzt hat, als ich.

Es finden sich also immer – meist junge Leute – die gesellschaftlich konditioniert wurden, selbst nichts mehr zu verlieren haben (entgegen den landläufigen Meinungen sind das nicht nur „die“ aus der Unterschicht, es gibt auch viele aus der Mittel- und Oberschicht, die selbst oder deren Familie, Freunde oder Bekannte „ausgesiebt“ wurden. Übrigens: häuft sich das, dann wird es nötig, denen, die „nur ihren Besitz schützen“ das Recht über Leben und Tod zu geben – aus Notwehr wird schnell Willkür – Krieg und Aufstände sind meist, durch Perspektivlosigkeit und Ausstossen, hausgemacht) aber gern ein spektakuläres Ende vorziehen (doch nicht jeder Selbstmörder weiss, dass er gleich einer sein wird, diese sind davon auszunehmen) würden. Vielen würde es auch nichts ausmachen, so viel wie möglich mitzunehmen, bzw. legen es darauf an.

Gesellschaftlich wird diese Einstellung oft genug gefördert.

So mancher, der Soldaten anwirbt, kann ein Lied von denen singen, die Soldat werden wollen, nur um zu sterben – sie erfahren oft nur, dass sie ein weiteres mal ausgesiebt zu werden. Der frühe Tod ist im übrigen ein männliches Problem (das sich in den Überzeugungen der Zeiten wiederfindet. Für die Anhänger der Regeln von „damals“: Wenn „Frau“ Leben gebiert, dann muss „Mann“ es beenden). Männer waren zum Sterben da, da die Macht „Ordnung“ zu schaffen, die Gewalt war.

Das Faustrecht, das Recht des Stärkeren ist die erste Stufe der „Ordnung“, die in der menschlichen Entwicklung erst durch die Möglichkeiten der Sprache (durch Überreden und Überzeugen) abgelöst wurde, dann, durch die Regeln und Dynamik der Gruppe, die oft genug wieder zur Gewalt führten, und diese durch Überzeugungen, zu denen sich die Mitglieder der Gruppe zu bekennen hatten (daraus entwickelten sich Religionen), entkräftet werden sollten, aus denen sich allgemeingültige Regeln ableiten liessen (bzw. solche Regeln gefunden, gefiltert wurden), die Gemeinsamkeiten über die zu eng werdenden Grenzen der Kleingruppen, Stämme und ersten Städte, über alle Gruppen hinweg, postuliert werden konnten – wie: Mord ist eine Straftat und (abstrahiert dann Kants:) der kategorische Imperativ) die zur Staatlichkeit führten.

In Italien erzählten Jungs, die ausser Papa und den Mafia Mitgliedern keine anderen Vorbilder hatten, die „es geschafft haben“, dass sie es gern in Kauf nehmen würden, eine Zeit lang den Hiwi der Mafia zu geben, dann aber einer von denen sein wollen, die in den tollen Klamotten und mit den Waffen herumlaufen und die – konsequenterweise – irgendwann erschossen werden. Das gehört dazu. Die männliche Perspektive ist in diesen Gesellschaften ein früher Tod (die Gnade des langen Lebens, dürfte auch auf dieser Erwartung fussen).

Der Mann muss bereit sein, sich umbringen zu lassen und sich umzubringen (damit die Regeln bestätigt werden). Und es wird oft toleriert, wenn er andere vorausschickt oder mitnimmt.

Auch bei uns, gehörte es noch lange zum MannsBild – und es gehört auch heute noch bzw. wieder dazu: Angeblich gibt es bereits Wettbewerbe in sozialer Härte. Wer einen in den Selbstmord treiben kann, zeigt, dass er ein harter Hund ist, der es weit bringen wird – in der Finanzwelt (bzw. der Welt und Gruppe, die sich gerne die Elite, die Führungsschicht, die, die das Sagen haben und frei Leben können, aber die Bürde habe mit kurzen knackigen Aktionen, die anderen zu belehren).

Manche vermuten auch, dass es in der Politik wieder soweit ist und selbstverständlich ist die Bürokratie und der Beamte nie ganz aus dem Verdacht herausgekommen.

Selbstmord ist nur verpönt, wenn Untergebene durch ihren Tod die Besitztümer des Herrn schmälern. Religionen stehen oft unter demselben Verdacht. Im Krieg – oft nur eine geforderte Form des Selbstmords – ist er willkommen. Gesellschaft will es angeblich nicht, weil es nur eine Phase ist, es meist nicht klappt und die Menschen hinterher als Krüppel oder Dauerkranke doch eh kein lebenswertes Leben mehr leben.

Neben dem willkommenen Ausweg, einen unliebsamen Dauerzustand zu beenden, ist der Todesmut eine – irgendwie menschliche aber doch auch gesellschaftliche Forderung an den „Mann“ ebenso die Bereitschaft, andere mit in den Tod zu nehmen – um anderen das Leben zu erleichtern.

Diese Einstellungen scheinen archaisch zu sein, dennoch treffen auch wir oft genug auf dieses Phänomen. Gewalt gegen sich selbst beginnt mit der „Überwinden des inneren Schweinehund“ (besser ist es, sich mit dem Kind im Menschen „diplomatisch“ bzw. verbal auseinanderzusetzen – ja!, das geht!) und endet in der Forderung, sich zum Wohle der Gesellschaft zu opfern. Nötig ist das in einer Gesellschaft, wie sie heute möglich wäre nicht mehr – im Gegenteil, wie das Beispiel zeigt, haben wir heute ein Problem mit diesen Einstellungen, Forderungen und Lobgesängen, auf das Heldentum. Auf der einen Seite. Auf der anderen sehen wir den, der sich wirtschaftlich durchsetzt durchaus als Helden an, vergessen und übersehen dann gerne den Beigeschmack, der bei anderen gebrandmarkt wird.

Das Thema ist schwer, es ist durchaus widersprüchlich und es können leicht Fehler bei der Einschätzung dieser Werte entstehen. Eine offene gesellschaftliche Diskussion dieser durchaus menschlichen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Werte würde vielen eine grosse Hilfe sein können, diesbezüglich bessere Entscheidungen treffen zu können – und, um allgemein die offenen Widersprüche anzugehen,

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Die Frage, ob man „solche“ Leute aussortieren kann, ist für mich, als Laie, nicht beantwortbar. Da die Gedanken häufiger anzutreffen sind, als man glauben möchte und die generelle Bereitschaft dazu gewünscht ist, taugt es allein nicht als Kriterium. Selbst die Art wie damit umgegangen wird, taugt nicht als Kriterium, denn es kann Heilung sein und die Auseinandersetzung mit dem Thema ist meist auch Heilung, vor allem, wenn es in sich logisch beendet werden kann. Das Ende ist selten bis nie der Freitod, meist endet es in einer einfach nur handhabbaren Positionierung der Person in der Welt.

Problematisch sind, neben der gesellschaftlichen Forderung, die, wenn sie nicht eingehalten wird, auch heute noch sanktioniert wird, die (unerträglichen) Zustände und Situationen, die beendet werden sollen (das kann man lernen), problematisch sind vor allem die Trigger, da diese die Steuerung übernehmen können. Da sie aber zum Konzept „Mensch“ gehören, ist es nicht damit getan, zu versuchen ihrer Herr zu werden – was mit aussichtslos erscheint – sondern sie zu erkennen und so zu verwenden, dass sie – wie sie auch „geplant“ waren – positiv werden.

Ein erster Schritt dazu ist in meinen Augen, seine Trigger dynamisch zu gestalten, so dass ein Erreichen nicht im Unglück sondern im Glück endet. Der Trigger „nur, wenn ich wirklich glücklich bin“ kann eintreten.Passiert das, kann der erreichte Trigger – durch einen Trigger, also quasi „vollautomatisch“ – durch einen bereits vorgesehenen Trigger ersetzt werden.

Mit anderen Worten: Wenn Trigger zu erreichbaren Punkten statt zu beendenden werden, dann sind sie positiv wirksam. Wer nie einen Trigger erlebt (wer sich nie verliebt), der hat sie zu hoch gesteckt, wer ständig welche erlebt zu niedrig.

In einer psychologischen Untersuchen sollten solche Dinge jedoch leicht „simuliert“ werden können. Zumal hier über Menschen gesprochen wird, die, nach dem heutigen Wissensstand, stabil und clever genug sind, in den geforderten Extremsituationen korrekt reagieren zu können – demgegenüber ist jede Sitzung beim Arzt ein Spaziergang.

Sollen sie dadurch „dingfest“ gemacht werden, dann ist das maximal eine leichte Stimulation, ein kleiner Wettkampf, der sie kaum fordern würde – es zu versuchen gleicht dem Eingeständnis der Hilflosigkeit der, den Kandidaten umgebenden Welt. Wird der Versuch nicht lächelnd abgetan, evtl. sogar ernst genommen, dann ist er mehr dazu geeignet, jeden Betroffenen in eine Depression zu treiben, als die Gesellschaft vor ihm zu schützen (mit anderen Worten: durch den Test, durch den kleinen, billigen Sieg, würde einem Kandidaten sein Vorhaben erreichbar erscheinen lassen, da er, der verzweifelte, immer noch mehr drauf hat, als diese – Leute.

Wenn Leute gesucht werden, die die Disziplin haben, einen Plan selbst in der grössten Krise, in der es ums eigene Leben und dem vieler geht, dann sind diese Leute kontrolliert und clever genug, sich durch solche Tests durchzumogeln. Sehr viel wahrscheinlicher als ein Aufdecken ist, dass die Hilflosigkeit des Versuchs signalisiert, dass sie es schaffen können, und der Versuch (bereits die Aussicht darauf) die letzte dazu nötige Kraft, den letzten nötigen Impuls dazu sendet.

Also, wer es machen will, der wird einen Weg finden, der wird es machen. Es wird immer welche geben, die es „überkommt“, bzw. die mit dem Gedanken spielen. Eine absolute Sicherheit gibt es nicht, und es kann gut sein, dass die eine Sicherheit gegen die andere ausgespielt wird. Es bringt nichts, sich gegen das Leben zu versichern, das entspräche dem Tod – was es zu vermeiden gilt.

Es ist bei den Fliegern, wie bei allen Menschen, auf deren Leistung es ankommt: Sie zu unterschätzen, klein zu machen und ihre Entschlossenheit in Frage zu stellen und ihnen Steine in den Weg zu werfen, ist immer lächerlich und fördert den Gedanken, Wunsch und Willen, das System mit einem Lächeln zu boykottieren. Es verhält sich bei ihnen, wie mit den Triggern selbst: Statt bekämpfen, sollte man sich mit ihnen verbünden.

Die Alternative ist, auf Positionen, an denen Menschen, mit zu viel Macht, versagen können, zu verzichten. In der Regel pendelt es sich jedoch ein, jeder weiss um die Leistung und, wenn diese gewürdigt wird, provoziert man den Übergriff und den Missbrauch nicht, macht man diese Leute klein, kleiner als sie sind (oder glauben zu sein), dann kann es gefährlich werden – das ist ein Prinzip der Gesellschaft, das fest im Menschen verankert ist. Es macht definitiv keinen Sinn, sich dagegen zu stellen. Man kann es aber handhaben; man kann damit umgehen. Es zu ignorieren und einfach nicht wahrhaben zu wollen – verursacht Tote und hausgemachte Krisen.

Fliegen ist – statistisch – deshalb nicht unsicherer geworden, denn die überwiegende Zahl aller Piloten sind gerne Piloten und wollen das auch bleiben. Um das Phänomen aber eingrenzen zu können, sollten folgende Zahlen auf den Tisch: Wie oft passiert das bei Bussen, der Bahn und von was ist es abhängig, ob solche Versuche möglich sind. Es sollte nun genug Zeit vergangen sein, um die Toten dem ersten Impuls angemessen zu betrauern und um dieses Thema angehen zu können.

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