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Wegen Hackerangriff auf französischen Sender sollen die Dienste verstärkt werden

9. April 2015

Den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben – ist nicht effektiv. Erst die Wahrung der Interessen und Duldung und Unterstützung (durch Schönreden und Herunterspielen der Gefahren) der Aktivitäten der Dienste, rissen so viele und so grosse Löcher in die Sicherheit, dass Aktionen wie die in Frankreich – von jedermann – erfolgreich durchgeführt werden können.

Es klafft eine grosse Lücke in der Infrastruktur, die gerissen wurde, um genau solche Übergriffe – dass man das, kann, damit brüstet man sich öffentlich, ist also kein Geheimniss – selbst durchführen zu können.

Was möglich ist und was da gelobt wurde, wird durch diesen Angriff deutlich. Es sollte die Frage aufgeworfen werden: Ob wir wirklich wollen, dass das gemacht werden kann. Demokratisch, rechtstaatlich und wirtschaftlich sind diese Totalkontrolle bis zum Abschalten über Manipulation und Diskredition sind diese Aktionen kritisch bis zerstörerisch, egal, von welcher Seite und mit welcher Motivation sie durchgeführt werden.

Bessere Lösungen sind einfacher, kostengünstiger und vertrauensbildend – sie werden abgetan und diskreditiert – Warum?

Es ist die Absurdität, die Negativreaktion dessen, der nicht weiss, was er tut, oder der Gelegenheiten nutzt um wieder zu tun, was uns erst in die Situation gebracht hat. Wer aus dem Offenlegen von Übergriffsmöglichkeiten den Schluss zieht, dass dies mehr Nachrichtendienste nötig macht, der vergisst, dass technisch betrachtet, diese Nachrichtendienste und die Politik, durch die Verharmlosung solcher Möglichkeiten und dem etablieren der Schwarzmärkte für Sicherheitslücken, diese Möglichkeiten selbst zu einem grossen Teil ermöglicht haben.

Das Internet ist heute eine der wichtigsten Infrastrukturen für Mensch und Wirtschaft. Wer diese mutwillig schwächt, schwächt den Menschen in seiner (Bewegungs-) Freiheit und beraupt die Wirtschaft ihrer Entwicklungsmöglichkeiten. Wer dies zulässt oder fördert sägt am Stuhl von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Sicherheit der Infrastruktur, denn er selbst braucht die Schwäche um seiner Arbeit nachzukommen; er selbst hat guten Grund, die schwächste Infrastruktur kontrollieren zu wollen.

Um ein Beisiel zu nennen: Eine schwache Stromleitung bricht schnell zusammen, ebenso eine schwache Brücke usw. Wer eine schwache Infrastruktur hat, der hat immer auch eine schwache Wirtschaft, weil weder Transport noch (sicherer und verschwiegener) Austausch möglich ist. Die Menschen legen dann die Hände in den Schoss und es tut sich nichts.

Nicht der Sicherheitsapparat kann eine sichere Informationsinfrastruktur gewährleisten, die kann nur durch eine Kombination von zuverlässiger Technik und der Bereitschaft, sich an die Regeln zu halten. Je einfacher die Infrastruktur, umso auffälliger sind alle Aktivitäten, derer, die sich nicht an die Regeln halten wollen, umso kostengünstiger ist die Bereitstellung und Wartung der Infrastruktur und effektiver die Arbeit des – nun wesentlich kleineren – Sicherheitsapparats.

Technisch ist es durchaus möglich, die Daten derer, die zu Recht ihre Bürgerrechte verlohren haben oder aufs Spiel gesetzt haben, für Ermittlungen bereit zu stellen.

Es gibt keinen konstruktiven Grund, diese Möglichkeiten nicht zu nutzen. Auch, wenn die wichtigste Infrastruktur, heute politisch und rechtlich zu Gunsten der Nachrichtendienste vernachlässigt wurde, wird doch deutlich, dass erst dieser indirekte Schutz und das bewusste Schönreden und Ignorieren der Gefahren, viele solcher Angriffe ermöglichen – denn es ist das erklärte Ziel der Geheimdienste eben solche Schwächen nutzen zu können um selbst eingreifen, diskreditieren und manipulieren zu können.

Ein Beispiel dafür war die Meldung in den letzten Tagen, dass sie sich damit brüsten, Verabredungen zu spontanen Verabredungen durch Manipulation von Orts- und Zeitangaben zu neutralisieren.

Eine solide technische Kommunikationsinfrastruktur, die sowohl rechtlichen, wirtschaftlichen und privaten Belange gerecht wird, ist definitiv möglich. Eine Weigerung der Politik und in deren Fahrwasser einiger Konzerne, die Forschung und Entwicklung und Erfolgskontrolle an lebenden Menschen und Gruppen wegen einfacher vertraglicher Regelungen – die sehr verdächtig sind. Im Grundgesetz steht z.B. dass „die Würde des Menschen unantastbar ist“ egal, ob zugestimmt wurde oder nicht: es erscheint sehr fraglich, ob solche Experimente rechtens sind, ebenso, wie die gelobten Möglichkeiten der Manipulation und Diskredition im Internet – der Dienste.

Technisch, wirtschaftlich, rechtlich und gesellschaftlich ist diese Entwicklung definitiv falsch – dennoch wird er bewusst und gewollt gegangen, vielleicht, um alte Fehler nicht zugeben zu müssen, sicher aber, um neue zu begehen.

Es ist ein Armutszeugnis für den Westen, dass er aus zweifelhaften Gründen bewusst und gewollt Verhältnisse schafft, die Übergriffe ermöglichen, die von den internen Aktivitäten erst geschaffen wurden. Mit einem, einer Infrastruktur gerecht werdenden, verantwortlichem Agieren, wäre dieser Fehler nicht möglich. Aber Strassen und Brücken gehen kaputt – warum nicht auch die Kommunikation?

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