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Werden: Esoterik und Religion

25. Dezember 2014

In den ersten Posts zum Thema Werden, wurden die 4*3 Schritte vorgestellt. Vier grosse Schritte werden durch drei kleine erleichtert. Alles, was „menschlich“ ist, findet in diesem Schema seinen Platz. Doch es bietet kein absolutes, sicheres Wissen, sondern ein taxierenden, vielleicht einen grob ordnenden Überblick. Es bietet die Möglichkeit, zu begreifen, dass und wie die Dinge ineinander greifen. Es schärft den Blick und ermöglicht es sich in die Dinge einzufühlen. Für Details ist dann das Gefühl zuständig, nicht mehr das Schema, das kann zwar bis auf Detailebene vorgetrieben werden, ist dort aber sehr fehleranfällig, denn an allen Ecken und Enden, sind Annahmen zu machen, das führt bald zu einem beliebigen, zum erwarteten oder zum befürchteten Bild. Big Data ist oft in derselben Klemme.

Mit Kleinigkeiten gebe ich mich nicht gerne ab, versuchen wir uns also an etwas Grossem. Was das ist, liegt im Auge des Betrachters. Für viele sind die Themen des Post mysteriös, zumindest nicht schlüssig. Ich will nicht behaupten, dass alles mit dem Verstand zu regeln ist, und das Schema würde das auch nicht schaffen, aber es ist hilfreich, die Dinge ein wenige einzuordnen.

Esoterik und Religion sind im Schema im dritten Schritt von Verbreiten angesiedelt und leiten über zum Verallgemeinern. Nimmt man andere Worte, dann wird es deutlicher, was das für Menschen bedeutet: Religion ist etwas, das sich aus der (Gross-) Gruppenbildung ergibt und in den Staat oder allgemeiner in die Menschlichkeit führt. Eine Überzeugung, die sich nicht nur verbreitet hat, sondern zum Allgemeingut wird, kann Religion genannt werden. Geld ist ein guten Beispiel.

Esoterik hat viele Definitionen. Die zwei Definitionen: „Etwas, das nur der innere Kreis kennt“ und

„etwas, das Allgemeingut ist“, zeigen, dass es nicht einfach ist, Esoterik und Religion eindeutig nur einem von den zwei grossen Schritten Verbreiten und Verallgemeinern zuzuordnen.

Das Schema siedelt sie in der Umsetzung der Verbreitung an und diese leitet über, wird zur Idee, der Verallgemeinerung. Der Grund ist, dass das Resultat einer Gruppe im besten Fall zu fasst allgemeingültigen Regeln führt. Eine Religion (aber auch jede andere konstruktive Überzeugung) schafft eine solide Grundlage für eine Gruppe. Sie zeigt den Menschen, dass sie Gruppen bilden können und öffnet den Weg, wenn sie das Gelernte abstrahieren können, dann können sie im besten Fall alle zusammen eine Gruppe bilden. Eine Religion ist in der Lage eine erste in sich geordnete Gruppe zu bilden. Mit ihr kam der Gruppengedanke in die Menschheit, mit ihr können Egoisten zu aktiven Mitglieder werden.

Es gibt auch andere Wege dazu, die Religion ist nur einer unter vielen. Letztlich werden nur Regeln aufgestellt, von denen alle Mitglieder überzeugt sind. Das ist alles.

Doch diese Regeln sind nur punktuell gültig. Das Schema weist eine derart grosse Mannigfaltigkeit, Flexibilität und Kombinationsmöglichkeiten auf und eine Dynamik mit Hang und Drang zur Veränderung, aber Statik und Stabilität, im Sinne von Gleichsein auf Ewigkeit, ist kontraproduktiv. Werden heisst Bewegung, nicht Stillstand. Wer Werden verhindert, spielt, provoziert mit einer Explosion. Dass sie kommt ist sicher, die Frage ist nur wann.

Auch Verallgemeinerung ändert sich ständig, ebenso die Gruppen. Das sieht man auch daran, dass kaum jemand ständiges Mitglied einer – wählbaren – Gruppe ist. Bleibt die Gruppe stabil, ändern sich die Mitglieder. Irgendwo ist immer Bewegung.

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Für viele ist es schwierig: Religion, der erste Schritt, der Sinngeber, soll nicht zum Staat gehören? Dabei kann einem das jedes Kind erklären. Fragen Sie mal eines, ob es identisch mit seinen Eltern ist. Im besten Fall bekommt man ein süffisantes Lächeln und mit dem Spruch: „hier ich, da Mama, da Papa“ wird man darüber aufgeklärt, dass das schon physisch nicht geht.

Es gibt nicht „die“ Religion. Es gibt nur viele Religionen und es gibt Abstufungen. Man kann sich der Religion völlig unterwerfen (phasenweise ist das sinnvoll, da man nur so neue Erfahrungen sammeln kann, auf die Dauer aber gibt man die Verantwortung auf); irgendwann hat man verstanden, dann gibt eine Phase, in der man andere missionieren will, entwickelt man sich weiter, wird man zum Lehrer; wer wirklich religiös ist, der wird zum Vorbild, mit einem Schönheitsfehler: der will die Sache mit und in sich selbst ausmachen – er tritt an den Rand und zieht sich zurück. Die allgemeine Form ist: unter dem Erkennen dann unter dem Erkannten leiden, es verstehen, es handhaben dann damit spielen können.

Auch Religion ist eine Frage des Werdens und nicht statisch. Die Macht benutzt sie gerne, denn, wer Menschen zu Gruppenmenschen macht, der hat Macht. Die Macht bevorzugt die unteren Stufen der Religionen und verweltlicht sie gern.

Auch an den jeweiligen Göttern kann man das Werden beobachten. Aus einer einfach nur belebten Welt, in der auch Steine und einfach alles „lebt“, destilliert sich mit der Zeit der „Geist“ des Steins, des Baumes etc, das sind Naturreligionen. Aus diesen Dämonen destillieren sich dann die ersten Göttern wie der Wettergott, der Gott der Äcker etc. Zum Schluss ergibt sich ein „Eingottglaube“. Dieses „Destillieren“ kann auch als Gruppenbildung angesehen werden. Das Thema ist hier allgegenwärtig. Aber es ist immer wichtig zu wissen: Eine Religion steht am Ende einer Gruppenbildung und diese – sie kann auch ohne Religion abgeschlossen werden – liefert die Grundlage für grössere Strukturen und weitere Erkenntnisse, bis hin zur Menschlichkeit. Alles ist nur ein Schritt unter vielen. Jeder hat die Freiheit stehen zu bleiben, jeder kann weitergehen. Wer was macht, ist sein freier Wille – der manipuliert werden kann.

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