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Was machen im Nahen Osten?

25. August 2014

Allem Anschein nach sind die einzigen Optionen den Krieg auf der einen oder anderen Seite zu unterstützen. Ist das sinnvoll? Nein. Das Problem ist seit vielen Jahren bekannt: Das Volk dort will nicht mehr. Und nicht mehr nur dort, es scheint in allen Bereichen zu kriseln, Die Leute wollen nicht mehr, das ist eine klare Aussage. Die aktuell geltenden Regeln scheinen nicht mehr zu greifen. Auch deshalb wollen die meisten eher zurück, statt vorwärts. Ziehen die bekannten Probleme, die grosse Strukturen nun mal nach sich ziehen, dem scheinbar ungewissen Neuen vor.

Menschlich, aber schlecht. Wir haben bereits begonnen, die alten Machtstrukturen wollen aber unbedingt ihre Bedeutung aufrecht erhalten. Deshalb gibt es überall den neuen Feind. Hätten wir die Fehler von damals genauso wie die Mauer damals und beides zeitnah fallen gelassen, dann könnten wir vorwärts, statt rückwärts.

Der neue Feind ist fanatisch und unerbittlich. Und er ändert Staatsstrukturen. Ihm kann der Zufluss nur dadurch gebremst werden, indem die alten Machtstrukturen gebrochen, die Rachegelüste politisch nicht greifen und der kleine Mann positiv in die Welt schauen können.

Dies wird man nicht erreichen, indem man eine Oberschicht durch eine andere ersetzt. Die Schwierigkeiten, die sich ergeben, kann man gut aktuell im Iran sehen.

Was kann man tun? Nun, es sollte ein Umfeld geschaffen werden, indem sich das Volk orientieren kann. Dazu ist es sehr gut, sie mit etwas ganz anderem als dem Gewohnten zu konfrontieren. Dieses Umfeld soll dann über mehrere Staaten hinweg und über ca. zwei bis fünf Jahre – auch über Friedenstruppen, die die Waffen einsammelt – aufrecht gehalten werden, danach kann und darf wieder über Staatsgrenzen gesprochen werden.

Der wichtigste Teil ist, dass das Volk leben kann und Perspektiven sieht. Manche werden eine gewisse Vorbereitung benötigen. Neben dem alt Gewohnten – gibt es da noch was? Sicher. Aber dafür ist es nötig, dass auch die weniger Extremen für diese Zeit die Orientierung zulassen.

Was wird passieren? Nun, das betrifft die Zukunft und da gibt es ein paar Ungenauigkeiten. Aber im Prinzip werden die Menschen – wenn es ruhig bleibt – zurückkehren und ihre Dinge erledigen. Dazu kommt, dass sie sich mit Staat, Organisation und Verwaltung kurz beschäftigen und dann die Zusammenarbeit üben.

Auf diesem Block ist klar zu sagen, dass die 150er ein geeignetes Mittel wären.Die Staatsgebiete, die sich anschliessen wollen, dürfen das. Es wird aber kein grosser Einheitsstaat geschaffen, sondern nur eine Übergangsstruktur, die primär wirtschaftliche Funktionen innehat. Politisch ist das Hauptziel, die nötigen Kräfte nach bestimmten Regeln aufzubauen. Genau hier greift der 150er Ansatz besonders gut, denn aus dem Inneren heraus, von den kleinen 150er her werden diese Strukturen wachsen. Eine wichtige Aufgabe ist der ständige Austausch dieser Gruppen mit anderen, nach Möglichkeit mit allen Strömungen reden zu lernen.

Dies würde bedeuten, dass es keinen Grund gibt, über Gebiete herrschen zu wollen, diese zu schaffen oder zu ändern – es gäbe sie nicht, man müsste alles ändern, aber das geht nicht. Dennoch sollen auch die, die es extremer lieben dort zumindest friedlich leben können, solange sie selbst friedlich sind.

An dieser Stelle kommt immer die Frage: Und was passiert mit den alten Verträgen? Nun, es gibt viel zu tun. Man sollte die alten Fehler nicht wiederholen, es kommt auf einen langen Atem an. Sicher kann sich der sein, der versteht: Funktioniert es, dann funktioniert auch die Wirtschaft und das Rechtliche. Mag sein, dass ein paar aktuelle Unsicherheiten hinzunehmen sind, aber die folgende stabile Phase ist es wert – klappt es nicht, wäre es wohl kaum anders gekommen. Denn ein besseres Angebot bekommt keiner.

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