Skip to content

Wann ist man stark?

17. Juli 2014

Wann ist man stark? Eine Beschreibung ist: „Wenn einer in sich ruht und sich selbst und andere kennt, der weiss, was wann von wem kommt, kommen wird, der ist politisch stark. Er ist stark, weil er nichts anderes braucht. Andere Leute sind von Mitteln und Dritten abhängig, diese haben eigene Interessen, der Einsatz der Mittel muss sich für alle lohnen – da werden Grenzen unwichtig.“ Wer stark ist kommuniziert. Wer schach ist, zieht sich zurück. Verliert jeden politischen Kontakt undmauert. Das läuft immer auf Konfrontationen heraus.

Jemand soll gesagt haben, wir brauchen ein starkes Amerika. Und hat gleichzeitig auf die Spionageaktionen der USA hingewiesen – gemein, das wäre stark.

 

Wie stark ist jemand, der ein potenzielles Repressionssystem benötigt? In meinen Augen ist er schwach, denn er weiss, dass er die Massen gegen sich hat und dass er sie bald nicht mehr mit schönen Worten sondern mit anderen Mitteln führen wird.

Dies ist ein „Mittagspausepost“ also bitte nicht so heikel sein.

Wie stark ist jemand, der einen Aparat braucht, den er kaum bis nicht steuern kann, der mit der in der Bürokratie normalen Eigendynamik schnell wachsen wird und unkontrollierbar werden wird bzw. die Kontrolle jederzeit an sich reissen kann? Er ist schwach, weil er die Sache letztlich nicht steuern kann und sie ihm schnell über den Kopf wachsen kann.

Wie stark ist jemand, der allen und jedem misstraut? Vorsicht ist etwas anderes als Misstrauen. Vorsicht ist angebracht und genau deshalb sollte nicht jeder alles wissen. Zum Schutz beider Parteien.

Auch Staaten (und Firmen und Universitäten und Institute usw. ) haben ein „Privatleben“, wer das nicht respektieren kann, der respektiert auch nicht Besitz und Möglichkeiten, der reduziert die Welt auf sich, kann sich nur auf sich verlassen und verlässt deshalb früher oder später alle anderen – auch die Familie, die direkte Umgebung wird zum Gegner. Vorsicht ist angebracht. Misstrauen nicht. Vorsicht respektiert den Freiraum des anderen, damit der sich entwickeln kann und zum selben Zweck braucht man auch selbst diesen Freiraum. Nicht jede These, die im vertrauten Gespräch aufgestellt wird, wird auch ausgelebt – die meisten verebben. In den Verhandlungen wird meist etwas anderes verhandelt als in der Vorbereitung.

Wer Spionage im Extremen betreibt, der ebnet letztlich alles ein. Macht gleich, was unterschiedlich sein soll und bestraft, der eine Meinung hat. Wer nicht das sagt, was er gerade will, der fliegt, mit einem Tritt, in den die ganze Wut gelegt wird, die man durch den eigenen Weltschmerz bekommt, und der sich nicht beruhigen lässt. Man weiss, man hat auf das falsche Pferd gesetzt und macht nur weiter, weil man den Fehler nicht zugeben kann.

Wenn wirklich Meinungs- und Redefreiheit herrscht, dann braucht sich niemand zu verstecken. Wenn es aber nötig wird, dann findet er Mittel und Wege – immer. So ist das Leben. Wer das bekämpfen will, bekämpft das Leben. Wird er diesen Kampf gewinnen? Nein, er wird nur auf Kosten Vieler, lange viele Fehler machen. Das sind keine Windmühlen, das geht gegen sie Substanz. Das kann die Masse auf Dauer nicht dulden und so erreicht man nur, was man verhindern wollte.

Wer dermassen mit dem Rücken an der Wand steht, dass er alle und jeden als Gegner, sogar das Leben als Gegner sieht, der ist nicht stark. Der braucht Hilfe. Aber was hilft? FAnNet und andere techn. Lösungen, die kriminelle Handlungen oder auch Spionage aufdecken können, werden ermöglicht, aber es ist kein Massenabhören und auch keine illegale Tätigkeit nötig. Die Daten bekommt man – wenn nötig. Auch die Frage was Firmen mit Kundendaten machen können, wäre geklärt: Die Daten bleiben überwiegend beim Kunden oder werden gekryptet. Das kann man mit politischen Mitteln durchsetzen, das reicht.

Hin und wieder wird auf den Wert des Abhörens hingewiesen. Viele Spezialisten sollen sich den NSA Apparat angesehen haben und sind der Meinung, dass Terroristen nicht aufgeflogen sind (wenn wären das sehr dumme Terroristen – somit nicht sehr gefährlich). Dann wird gerne mit Kinderpornographie argumentiert. Die würden mit FAnNet auch gefunden werden – wahrscheinlich sogar besser.

Woher kommt der Spruch: „Der Lauscher an der Wand hört seine eigene Schand?“ Wer einmal gelauscht hat – freilich unabsichtlich -, der weiss, dass da schnell etwas mitgehört wird, das auf alles mögliche bezogen werden kann. Beispiel: „Das kann man so oder so machen. Ich mag es lieber so aber der / die XY (das ist man selbst) lieber so“. Je nachdem, wie man selbst drauf ist, kann vermutet werden, dass das nun die vernichtende Kritik war, weil der Sprecher nachtragend ist und die Sache von gestern nicht vergessen kann. Es kann aber auch ganz anders laufen: Da wurde besprochen, ob und auf wie viele Arten man die Schleife an den Schuhen binden kann und die Vorlieben wurden gleich mitgegeben, damit man sich die sonst notwendige Inspektion der Schuhe bei dieser Person schenken kann.

Wer aktiv horcht, neigt dazu, zu misstrauen und nimmt an, dass Kritik im Spiel ist. Hier wird auch deutlich, was die Interpretation von Daten nicht unabhängig von der eigenen Einstellung und Erwartung ist. Dies kann schnell zu selbst verstärkenden Effekten führen und das endet meist schlecht.

Wir werden oft mit Argumenten versorgt, dass man so und nur so alles was unangenehm ist finden und bekämpfen kann. Die Kehrseite der Medaille ist, dass alle gleichgemacht werden und niemand mehr sich was zu sagen traut. Das schadet so ziemlich allem, was gut für den Menschen, die Wirtschaft und dem Potential der Weiterentwicklung ist. Es geht stark bergab. Es gilt der Satz: Wer alles kontrolliert, kann überall nur soviel erreichen wie er selbst – und das ist für die Anforderungen des Lebens meist zu wenig. Dann müssen wir wieder Jäger und Sammler werden, entgegen deren Gepflogenheiten, werden diese Jäger und Sammler sich jedoch nicht zusammenschliessen und Mammuts hetzen, sie werden auf das Kleinvieh begrenzt sein, den man kann nie garantieren, dass der andere das tut, was er der eigenen Meinung entsprechen tun soll. Und das ist auch gut so, aus Fehlern lernt man, das ist nichts schlechtes. Gerade die Amerikaner sollten das Wissen. Wer in Deutschland einmal einen Fehler gemacht hat, dem wird kaum wieder etwas anvertraut – in den Staaten soll das anders sein – gewesen sein.

Advertisements
Schreibe einen Kommentar

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: