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Wirtschaft und TTIPP

17. Juni 2014

Wirtschaften bedeutet zunächst einmal, sich an einer Gemeinschaft zu beteiligen, die sich auf Arbeitsteilung und Tauschhandel geeinigt hat.

Um den Tauschhandel zu vereinfachen, wurde Geld eingeführt. Geld ist besser als sein Ruf. Es ist geradezu altruistisch – solange der Rubel rollt. Bewegt sich Geld nicht mehr, dann beginnen die Schwierigkeiten.

Wie das funktioniert kann man an einer kleinen Geschichte nachvollziehen, die wohl meine Schwester aus der Schule mitbrachte: Darin lieben kleine Menschen – vielleicht waren sie so was wie Hobbits – kleine weiche Fellstückchen. Sie liebkosten sie und ständig schenkten sie sich die Felle gegenseitig. Alle waren glücklich. Und hätten glücklich und zufrieden bis an ihr Ende (oder das der Erde oder —) weiterleben können, hätte da nicht ein Fremder gesagt: „Aber wenn Dir die Felle so wichtig sind – dann sammle sie! Das ist doch besser, als sie zu verschenken?!“. Klar wurde in der Schule nun über Habgier, Neid und Missgunst gesprochen. Aber diese großen Themen sollen hier nicht aufgegriffen werden. Es reicht darauf hinzuweisen, dass man es mit sehr menschlichen Phänomenen zu tun bekommt, wenn Geld zur Ruhe kommt.

Technisch tut sich dann einiges. Der Preis berechnet sich (angeblich) aus Angebot und Nachfrage. Angeblich wurde eingefügt, weil weitere Faktoren wichtig sind. Unter anderem ist da das Material, die Arbeitszeit, Investition und Innovationen, der Markt und die allgemeine Wirtschaft. Die freiwillige Begrenzung auf Angebot und Nachfrage – hat ihren Preis.

Doch zurück zum Geld, wenn sich das Verhältnis von Güter und Geld ändert, dann ändern sich die Preise. Wenn sich Preise ändern, dann lernen manche schnell die Effekte zu nutzen. Speziell wenn die Preise fallen, dann sagen sich viele: „Warten wir ab, die Preise fallen bestimmt weiter, sparen wir uns etwas Geld.“ Sind die Preise stabil, dann läuft der Markt schön vor sich hin. Steigen die Preise, dann versuchen viele noch schnell ein Schnäppchen zu machen. Bei fallenden Preisen hört der Markt auf zu existieren, bei steigenden überhitzt er und hört ebenso schlagartig auf.

Beide Effekte sind selbstverstärkende Effekte, sie eskalieren. Die meisten wirtschaftlichen Effekte kennen diese Komponente, schliesslich sprechen sich Erfolge rum und werden nachgemacht. Der Mensch sorgt dafür, dass sie selbstverstärkend werden. Aus diesem Grund (und etlichen weiteren) sind Märkte zu regulieren. Manchmal finden sie selbst Regeln – meist jedoch selbst dann nicht, wenn derselbe Fehler bereits mehrfach gemacht wurde.

Neben selbstverstärkenden Märkten kann man auch von expotenziellem Wachstum reden. Das ist bekannt vom Josefspfennig Beispiel: Hätte Josef (Sie wissen schon, der – treusorgende – Vater von Jesus) bei einer Bank einen Schilling zu 5 Prozent angelegt, dann wäre er heute mit Zins und Zinseszins, stolzer Besitzer mehrerer Erden aus purem Gold.

Das Beispiel wird gerne mit den Worten abgetan: „Bis das passiert, sind ganz andere Katastrophen eingetreten – vergiss es einfach.“. Gut 2.000 Jahre sind eine lange Zeit. Aber wer sich die Kurve genauer anschaut, der bemerkt, dass es nicht so sehr auf die Zeitspanne ankommt, es scheint mehr auf die Verhältnisse anzukommen. Es gibt einen Punkt, an dem die Funktion steil anwächst. Wenn dieser erreicht wird, wird das Wachstum kritisch und kann nicht mehr beherrscht werden. Bald wird es anderes Geld geben – begleitet von oder nach heftigen Unruhen.

Neben dem Verhältnis spielt die Zeit (besser die Durchläufe) auch eine Rolle. An der Kurve kann abgelesen werden, dass die anfängliche fasst lineare Phase ab ca. 60 Durchläufen exponentielle Züge trägt. 60 Jahre sind viel weniger als 2.000. Und jedes mal, wenn sich die Menschen massive wirtschaftliche Schwierigkeiten einhandelten, dann machten sie den Fehler vor 60 Jahren und hielten daran fest.

Rechnet man heute zurück, dann landet man in der Nähe des zweiten Weltkrieges – sicher ein Fehler. Man landet aber auch in der Zeit, in der der Dollar von Gold auf Trust umgestellt wurde. Und in der Zeit, in der ein amerikanischer Wirtschaftler sagte: „Um ein Land zu beherrschen, brauche ich nicht seine Regierung, ich benötige seine Wirtschaft.“.

Wie gesagt, rechnet man heute zurück, dann landet man in dieser Zeit. Ähnliches haben andere davor gesagt. Dies ist kein Amerika Bashing, sie sind damals nur die gewesen, die vor derselben Frage standen, wie vor ihnen andere z.B. die Engländer: „Wir hätten das Zeug dazu, wir sind eine Weltmacht, wir können die Welt beherrschen“. Zur damaligen Zeit hätte das jeder gesagt, der die Gelegenheit dazu hatte. Und getreu dem Motto: „Was gemacht werden kann, wird auch gemacht“ fallen scheinbar alle, die vor dieser Frage stehen, von allen guten Vorsätzen ab – und lassen sich dafür einspannen. So mancher wird davon kontrolliert, auch wenn er denkt, dass er alles kontrolliert.

Wie damals bei den Engländern, war es nicht das Volk, es waren die Eliten, die, die etwas zu verlieren hatten, die, die vom Schicksal (oder direkt von Gott) gesegnet waren, einen Auftrag haben und den erfüllen müssen. In der Regel stehen diese Aussagen dafür, dass ein großes Reich mit List, Tücke und Gewalt zu erbauen ist. Ich frage mich seit geraumer Zeit, warum einer aus dem Volk, der solche Gedanken hegt, bald nicht mehr gesehen werden. Aber wenn es einer von denen sagt, dann werden ihnen gehuldigt? Aber bevor wir dieses Thema klären, hier noch der Hinweis, dass es keinen richtigen Unterschied macht, ob es sich bei dem vom Schicksal Verwöhnten um einen Staatsmann, einen Staat oder einen Konzern handelt. Zumindest ist das Resultat immer dasselbe.

An dieser Stelle ist zu beschreiben, wie Geld, das ruht, sich gegen die eigenen Interessen stellt. Das Grundprinzip ist einfach: Hat einer Geld auf der hohen Kante, dann kann er das Geld verleihen. Er bekommt wahrscheinlich mehr davon zurück, als die Inflation gefressen hat, und kann nun mehr verleihen, von dem er wieder mehr zurück bekommt – ich glaube, die weitere Ausführung der Reihe kann ich mir sparen, sie ist sicher deutlich geworden. Dieser simple Mechanismus steht hinter der Regel: Geld fließt dorthin, wo Geld ist. (Allerdings nur, wenn man Geld verleihen darf). Früher war das kein Problem. Die gute alte Zeit des Geldes und des Zinses waren königliche Zeiten. Damals gehörte dem König alles. Die Menschen, ihr Leben, ihr Hab und Gut und ihr Geld. Es war mehr ein Zeremoniell in dem der König das Geld wieder unter das Volk streute – an den Verhältnissen änderte sich damals nichts. Das änderte sich mit den Großreichen.

Als das Geld zu den damals globalen Händlern wanderte, sahen die keinen Sinn darin, einer vormals reichen nunaber verarmten Region Geld zu geben – und von „zurückgeben“ kann eh keine Rede sein, es waren gültige und ehrliche Geschäfte. Wenn sie nicht wirtschaften können, sind sie selbst Schuld. Damals geriet man in die Sklaverei, wenn man kein Geld mehr hatte. Heute zahlt manchmal der Staat die Schulden und dann droht dem ganze Staat die Sklaverei. Wirtschaftliche Abhängigkeit – eine gefühlte reicht auch – lässt die Menschen Dingen zustimmen, die sie sonst nie machen würden.Z.B. lässt man vom Verschenken der Felle ab und hortet sie.

Das ganze kann gut anhand von TTIPP verdeutlicht werden. Jeder will sich selbst auf Schulter klopfen, weil er seine Standards durchgesetzt hat. Da kann es passieren, dass die Blickerfarbe für sich entscheidet aber ethische Werte (die können schlecht berechnet werden) dafür aufgibt. Allein, weil man befürchtet, dass man Größe verlieren könnte, setzt man sie aufs Spiel.

Sinnvoll wäre es, wenn es mehrere Standards gäbe. Politisch sieht die Regelung wie folgt aus: Der heute höhere Standard wird als der aktuelle Mindeststandard festgelegt. Höhere Standards sind erlaubt und werden gefördert. TTIPP will das Gegenteil: Entschließt sich ein Staat dazu, einen neuen Standard zu setzen, dann kann Hinz und Kunz ihn vor bezahlten Anwälten verklagen. Es ist abzusehen, dass das ein sehr lukratives Geschäftsmodel wird und  dass vor so einem Gericht der gewinnt, der mehrere dieser Anwälte bereits engagiert hat oder absehbar noch engagieren wird. Mit anderen Worten: Das Recht droht kaufbar zu werden.

Nun sind wir bei der Abhängigkeit von der Wirtschaft angekommen. Auch die Politik wird so von der Wirtschaft immer abhängier. Die irtschaft gibt jetzt (bzw. reduziert) die Standards, der bekommt Recht, der letztlich mehr Geld hat (das muss nicht Bestechung bedeuten – aber wenn sie den nächsten Job in diesem Milieu bekommen wollen, dann werden sie entsprechend handeln. Da ist explizit kein Druck mehr nötig. Außerdem kommen für solche Aufgaben nur Leute in Frage, die sehr gut ausgebildet sind – schon ist die Elite wieder unter sich und eine Krähe hackt der anderen bekanntlich kein Auge aus).

Nun sind wir bei der Abhängigkeit von einer Kaste. Diese ist abhängig von der Wirtschaft und die Wirtschaft leidet, weil der Rubel nicht mehr rollen kann. Es gibt plötzlich wenige (egal ob Staaten oder Firmen oder Personen), die viel mehr haben, als dass sie es sinnvoll ausgeben könnten, also bedient die Wirtschaft den Spieltrieb dieses Klientels, Wasser, Energie – Infrastruktur und so weiter, alles spielt keine Rolle mehr, denn die, die viel haben, können es sich luxuriös einrichten und die anderen sind ja bekanntlich selbst schuld.

Dem ist nicht so. Wer was wird hängt einzig und allein von einem bestimmten Zeitpunkt ab. Von diesem Zeitpunkt war bereits die Rede. Der Zeitpunkt ist der, ab dem das Wachstum spürbar exponential wird. Ab diesem Zeitpunkt, werden die, die über einem bestimmten Level Vermögen haben, schnell sehr viel reicher, für diese Leute werden aber auch die Produkte, mit denen sie sich zu übertreffen suchen, sehr viel schneller sehr viel teurer und sie landen alle – schneller als es ihnen lieb sein wird – bei denen, die selbst Schuld sind; das sind die, die zu dem gewissen Zeitpunkt, weniger hatten. Nur dieser eine Moment zählt. Wo man steht, ist purer Zufall. Der eine hat einen Euro verschenkt und landet deshalb unten, der andere hat einen bekommen und ist oben auf. Oder es hat sich eine Überweisung verirrt – was auch korrigiert wurde – aber er war zu dem Zeitpunkt oben auf und bleibt es.

Wann wird dieser Zeitpunkt erreicht sein? Das ist schwer zu sagen, denn die Kurve zeigt, dass es sich um einen Bereich innerhalb dessen der Zeitpunkt liegt, dann wird der Kurs unumkehrbar. Theoretisch kann man dies lange diskutieren. Die Vergangenheit lässt darauf schließen, dass er bei 60 Jahren +/- 10 bis 20 Jahren liegt. Faktisch wird es gefährlich, wenn der Finanzmarkt den Realmarkt überflügelt. Wenn also mehr Geld im Finanzmarkt steckt als im Realmarkt (selbst wenn dann beide exponentiell wachsen würde (was der Realmarkt nicht kann), würde der Finanzmarkt nur wenige Durchläufe benötigen um den Realmarkt völlig abzuhängen); dann würde in den Realmarkt niemand mehr investieren (das verbieten dann die Markt- und Wirtschaftsgesetze) und er verkommt. Hergestellt werden dann nur noch Produkte, die verkauft werden können – und kaufen können nur die Reichen. Die wollen andere Produkte als das Volk – wer überleben will, der produziert Unbrauchbares für Wenige und ordnet sich deren Wünsche freiwillig unter.

Man merkt es daran, dass die Rendite immer wichtiger wird und ihr alles untergeordnet wird. Man hat die Grenzen zum Verschlimmbessern bereits überschitten und opfert alles, wenn es den Gewinn minimiert.

An diesem Punkt stehen wir heute. Die ersten Zeichen (Reichtumsschere, sichtbare Armut und Unruhen (auch in Europa)) und (Finanz-) Krisen haben wir auch schon gesehen – wer jetzt noch wegschaut, der hat bald weniger zu verlieren haben, als er heute zu haben glaubt. Krieg und Flüchtlinge wohin man schaut.

In diesem Post wurde aufgezeigt, dass Geld, solange es sich bewegt, eine brauchbare Sache ist. Es wurde gezeigt, dass sich die Märkte ändern, wenn es scheinbar viele gibt, die „auf immer ausgesorgt haben“. Produziert wird dann nur noch das, mit dem sich wenige produzieren (im Sinne von Aufplustern, angeben, sich übertreffen) können. Nachzureichen ist, dass sich diese Märkte wenig um die Geschäfte von morgen kümmern, denn es finden sich immer neue, interessante (-re) Geschäfte, die verbrannte Erde – egal ob weit weg oder vor der Haustür – interessiert niemanden, weil man es sich zu hause ja schön machen kann. Das Zuhause anderer zählt nicht, wenn es um das Geschäft geht. Draußen wird verbraucht, drinnen Geschäfte gemacht.

Hier ist es an der Zeit darauf hinzuweisen, dass nicht alle, die in der Wirtschaft sind, alles extrem leben, viele sind ganz in Ordnung – aber es gibt eben Ausreißer und solche, die als Extremisten schwer zu identifizieren sind.

Geschäfte machen bedeutet, dass man mit so wenig wie möglich Aufwand so viel wie möglich Geld macht. So lautet zumindest die reine Regel. Hier soll nicht die Nähe zu Räubern und anderen Verbrechern heraus gestellt werden und es soll auch nicht der Witz gerissen werden, dass viele von denen härter arbeiten – uups, hier soll darauf hingewiesen werden, das sie nicht gegen diese Regel verstoßen. Um diese Regel allgemein gesellschaftsfähig zu machen, benötigt sie einiger Erweiterungen, die meist als Gängelung durch Regulierung empfunden wird.

Was ist ein völlig freier Markt? Wirtschaftliche Anarchie und Selbstmord. Warum? Weil eine Wirtschaft, die nur ihren Basisregeln und keinen gesellschaftlichen Regeln unterworfen ist, die Tendenz hat, an dem Ast zu sägen, auf dem sie sitzt. Sie benötigt Vertrauen. Solange es Vertrauen gibt, kann man „leichte“ Geschäfte machen. Gibt es das Vertrauen nicht mehr – kann man keine Geschäfte mehr machen. Aber auch: Wenn es Geld ohne Leistung (selbst erbrachte Arbeit) gibt, dann stimmt die allgemein akzeptierte Definition, dass sich der Geldwert aus Produkte und Geldmenge errechnet, nicht mehr. Sie müsste um die nichtproduktiven Teile erweitert werden. Heute werden diese Teile herausgerechnet. Die versprochenen, aber noch nicht erbrachten Leistungen, die Kredit gestützten Anteile der Geldmenge werden ignoriert. Eigentlich müsste die Zukunft damit belastet werden und die Geldmenge könnte nicht steigen (keine Buchgelder etc) bis die Leistung erbracht wurde.

Man fragt sich, wie lange das gut gehen kann. Die kurze Antwort ist: Fließt das Geld kontinuierlich (und kontrolliert) wieder zurück, dann kann es dauern, kommt es aber auf einen Schlag oder einfach nur zu schnell zurück, oder fließt immer mehr Geld aus dem Realmarkt dort hinein, dann scheint es eine Weile gut zu gehen, kommt aber der Zeitpunkt, dann geht es schnell.

Wir haben die Wahl: Weiter weg schauen und uns ducken – oder sich den Aufgaben stellen. Bei vielen Interessenverbänden ist die Entscheidung bereits getroffen: Sie huldigen dem scheinbaren Erfolg (der die meisten von ihnen in den sicheren Ruin treiben wird). Denn es wird nur einer gewinnen. Nur der, der ganz oben in der Pyramide der Sammlung ruhender Gelder, steht, der wird gewinnen. Alle anderen verlieren – mit mathematisch beweisbarer Sicherheit. Dennoch haben die Menschen diese Lektion nie gelernt, weil Geld, das nur einer besitzt, für niemanden interessant ist – bevor es ganz offensichtlich werden kann, wurde das alte Geld von Neuen ersetzt, meist von Unruhen begleitet. Und wird das neue Geld eine offizielle Währung, dann werden die Guthaben niedriger übernommen als die Schulden. Guthaben werden vielleicht mit 20 Prozent, Schulden aber mit 30 bis 50 Prozent. Damit wird gesichert, dass alles so bleibt, wie es war. Es geht nur eine Runde weiter. Sonst ist weiter nichts passiert. Nichts Neues im Westen. Wie immer.

Kann man was machen? Sicher. Wenn man will. Das Geld aus dem Finanzmarkt sollte kontrolliert und langsam vom Übermaß befreit werden, und zurück in den Realmarkt geführt werden. Dazu ist eine große gemeinsame Anstrengung nötig. Ein europaweites oder noch größeres SynErgy oder Ähnliches bietet sich an. Dann sollten die Kredit gestützten Gelder gedeckelt werden. Erwirtschaftete Überschüsse können in einem speziellen Markt für Innovationen investiert werden.

Behalten wir den aktuellen kompetitive Wirtschaftsstil bei, dann können nicht alle Dominations- und die anderen Geldmissbrauchstendenzen neutralisiert werden, dann werden sie wieder nur verschoben werden. Wird die Arbeitsteilung ernster genommen und die Produktion so organisiert, dass es sich lohnt Wissen und Techniken weiterzugeben, dann gibt es eine Chance, das Geld zu retten und weiterhin zu wirtschaften – ansonsten wiederholen wir nur, was gestern schon war oder haben einen sehr viel größeren Schritt zu leisten und wechseln in eine Gesellschaft, in der sich die Menschen Aufgaben suchen und diese erfüllen – ohne Geld und Wirtschaft. Soll angeblich funktionieren – wenn man nicht zu viele hat, die nur profitieren wollen.

Noch ein Wort zu TTIPP und den Innovationsschutz. Dieses Vorhaben, sichert die eigenen Erfolge von gestern und verhindert die von heute und morgen. Dadurch wird letztlich die Wirtschaft, die aus mehreren Märkten besteht, heruntergefahren und nahe an die Stagnation geführt – dies ist schnell zu verstehen, wenn man begreift, dass es folgende wirtschaftliche Regeln gibt. Sie widersprechen sich, ist eine Balance und nicht ein Entweder Oder anzustreben, doch genau das tun wir mit den Regeln, die TTIPP anstrebt. Märkte wollen sich entwickeln. Tun sie das, dann kann man das als nahe an dem Ideal des „Unendlichen Marktes“ nennen. Tun sie es nicht, dann bekommt man es schnell mit gesättigten und stagnierenden Märkte zu tun.

Ein gesättigter Markt besteht aus Marktteilnehmer, die alles haben und nichts mehr kaufen wollen – maximal Ersatz für Kaputtgegangenes wird noch gekauft. Das ist für die aktuelle Marktstrategie zu wenig. Wer nichts absetzen kann, produziert nichts, der bracht keine Mitarbeiter – folglich existiert das Marktsegment nicht mehr. Wenige solcher Marktsegmente reichen, damit die gesamte Wirtschaft erliegt.

Solche Märkte entstehen, weil es sehr schwer sein kann, ein Produkt zu platzieren. Und das hat Folgen. Wer sehr viel leisten und sich über die Masse anstrengen musste, der lässt von alten Erfolgen nicht los. Er verteidigt alte Claims. Er behindert alle (schaltet sie evtl. aus), die seine Sache verändern oder ersetzten wollen. Aber selbst wenn er sich nicht anstrengen musste und die Sache quasi geschenkt bekommen hat, dann verpflichten ihn die Geschäftslogik dazu seine Gewinne zu maximieren – und er wird sich genau so verhalten, wie oben beschrieben.

Wer erfolgreich war, sichert den Erfolg ab, wer Innovationen auf den Markt bringt, der macht aus einem endlichen Markt einen beinahe unendlichen. Beide Aktivitäten sind nötig. Aber sichern ist attraktiver. Und deshalb gewinnt es meist. Und die Vorhaben von TTIPP bestätigen dies wieder.

Umdenken wäre angesagt, aber leider gibt es zu viele, die zwar sehen, dass es nicht lange gut geht – aber es solange wie möglich genießen wollen. Und außerdem, gemeinsam den Karren gegen die Wand fahren macht mehr Spaß – und jeder hofft, dass er derjenige ist, der den Absprung rechtzeitig schafft (und dass so viele wie möglich dabei draufgehen, dann hat er, wenn es wieder losgeht, rechtzeitig wieder weniger „Gegner“).

Es gäbe Alternativen …

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