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Von (Post) Enten und anderen Irrtümern

16. März 2014

Gestern bin ich leider einer Fehlinterpretation einiger Hinweise auf Nachrichten aufgesessen. Habe leider nur die Schlagzeilen gelesen.E-Mails mit der Meldung: „NSA / USA gibt Internetkontrolle ab“ habe ich nur zweimal und leider auch nur oberflächlich (Standard ist dreimal und exakt) kontrolliert. Statt dem angenommen Spionieren war es dann aber nur der Namensdienst. Falsche Hoffnungen wollte ich nicht wecken. Den Teil habe ich aus dem gestrigen Post herausgenommen – darin hieß es: Helfen würde es nicht, wenn aus nationalem internationales Spionieren würde. Andere Lösungen seinen nötig. Und ja, die Geschichte mit dem Honigkuchenpferd ist tatsächlich so passiert und nein, die Geschichte wie es zu dem Namen (und wer ihn abbekommen hat) gekommen ist, werde ich nicht erzählen. Schließlich will ich Euch den Spaß am Spekulieren nicht verderben.

Zum Thema Ukraine und Russland. Es ist mir durchaus klar, dass hier mit dem Feuer gespielt wird. Die Gründe, warum das meiner Meinung nach so passiert, habe ich aufzeigen wollen. Und auf die Gefahr hinweisen, dass man sich mit den meisten geplanten Aktionen, selbst den Schwarzen Peter zuschiebt – zumindest aus Sicht von Putin & Co. Auch ist es mir durchaus klar, dass die geplanten Sanktionen sich gegen die Führungsschicht richten und nicht gegen das Volk. Aber diesem wird keine Alternative geboten – es ist ohne Perspektive und hat eine gebranntmarkte Führung – das ist schlimmer.

Wir spielen X & Co in die Hände. Tun, was erwartet wird. Es ist freilich offen, ob X & Co letztlich das Volk im Sinn haben oder nur dessen Emotionen hinter sich wissen wollen. Aber das unterstreicht doch nur die Annahme, dass Ausreden und „Schwarze Peter“ von X & Co für ausreichend erachtet werden.

Echte Lösungen sind nicht das Ziel, wären sogar hinderlich (und genau deshalb sind sie eine echte Chance), hier wird gepokert. Der Einsatz sind Menschen, Leben und Völker. Es sollte fraglich sein, ob man sich von Spielern leiten lassen will.

Hier werden die Grenzen ausgetestet und das wahrscheinlich bis über deren Belastungsgrenzen hinaus. Es geht nicht um die Ukraine oder die Krim. Es geht nur um äußere Feinde. Ohne „echten“ äußeren Feind, kann sich das Regime kaum halten. Und auf „heim ins Reich“ fallen und fielen viele Leute herein.

Es ist eine gute Ausrede – „eigene Leute“ gibt es schließlich überall. Damit kann man letztlich alles rechtfertigen – wenn es die Leute die ersten paar Mal geschluckt haben, kann man das immer weiter treiben (z.B. indem man massenweise Pässe verteilt).

Und man kann sich selbst als den Guten darstellen, Zwar ist man der getriebene Retter – wider Willen, aber einer, der das Heft in die Hand nimmt und ein Retter ist. Man kann bzw. könnte – und Putin tut `s. Ist sein Service also der bessere? Sollten wir – streng der Logik folgend: „Was können wir dafür, dass unser Dienst besser funktioniert als eurer?“ – Putin folgen und einen Antrag auf Eingliederung stellen?

Um da wieder heraus zu kommen, braucht es gute, ehrliche Angebote. An alle Beteiligten. Das beste Angebot ist nun mal SynErgy. Was gäbe es sonst? Kapitalismus? Der Versuch diesen in Russland zu etablieren führte nur zu einem Oligarchensystem, zu einer Renaissance des Feudalismus. Das Gebet ist nicht erhört worden (oder vielleicht doch?). Die Lösungen von Gestern scheinen heute nicht zu wirken. Also braucht es die Lösungen von Morgen – und diese Perspektive bitte für alle.

Dennoch scheint es offen zu sein, ob es überhaupt gewünscht ist, da wieder heraus zu kommen, Schließlich wird damit auch X & Co zu einem „externen Schreckgespenst“ für den Westen. Die sind gut für Patriot Akts und andere Supergrundrechte. Sie sind hüben wie drüben gut, um die Grenzen zu verwischen und mit „na wenn das so ist, dann ist es – gut?“ Argumenten, die Nachwelt darauf hinzuweisen, dass man es nicht besser gewusst hat, dass man unschuldig war. Wir laufen da sehenden Auges hinein.

In diesem Blog geht es um Alternativen und um Alternativen sehen und unterstützen zu können, darf man sich nicht auf die verteilten rosaroten Brillen – oder welche politische / gewollte Farbe sie auch immer haben mögen – verlassen, man nimmt sie ab, sieht selbst und es braucht etwas eigene Meinung und Selbstvertrauen. Das geht nicht immer gut. Aber es ist besser als als Sehender sich von Blinden führen zu lassen. Anders herum wäre sinnvoller.

Nun wird gleich das Argument kommen, dass wir doch nicht alles sehen können, was so abgeht. Also ich will mir nicht mehr Honig ums Maul schmieren lassen, nur weil ich bereits mehrfach erfolgreich damit abgelenkt und (fasst) für dumm verkauft worden bin.

Und um auch das wiederholt und deutlich zu sagen: Es gibt die Gefahr, dass sehenden Auges alle Gefahren ignoriert und beiseite geschoben werden, nur um den Status Quo zu halten. Der wird sich mit dem Kommenden aber sicher ändern. Das ist unnütz, sogar kontraproduktiv – es erinnert aber so schön an Gestern. An etwas Gewohntes im Neuland.

Es besteht einfach die Gefahr, dass aus gruppendynamischen Gründen, nicht alle Möglichkeiten genutzt werden oder vieles übersehen bzw. ignoriert wird, nur weil es bequemere Wege zu geben scheint. So viele Fliegen können sich nicht irren.

Mit den 150er wäre diese Art von Gruppendynamik nicht möglich. Man müsste sich den Tatsachen und nicht den Wünschen stellen.

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