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Datenmythen II

14. Dezember 2013

Ihr treibt mich noch in die Hilflosigkeit – bis hin zur Wortlosigkeit. Wieder nur Kopfschütteln. Wieder nicht verstanden, was Daten im Zusammenhang mit Lauschen (und potenziellem Ändern), den propagierten Techniken, die dazu verpflichtet, Knotenpunkte technisch so auszurüsten, dass man immer und jederzeit von jedem Knoten aus lauschen kann, statt von nur wenigen speziell ausgestatteten Rechnern.

Sicher schon wieder zu technisch. Sicher schon wieder auf Abwegen. Also was fange ich mit Euch an? Zufällig weiss ich, dass die meisten von Euch zumindest den einen oder anderen Film von „Herr der Ringe“ gesehen hat. Das Buch beginnt mit einem Gedicht:

„Ein Ring sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkle zu treiben und ewig zu binden …“

Im Herrn der Ringe geht es lang und breit um eine simple Frage: „Heiligt der Zweck die Mittel?“ Die Antwort ist klar: Nein. Sonst würde der Ring verwendet werden.

Entsprechend dem Bild sind die Daten (in diesem Umfang und von so vielen Quellen genommen) der grosse Ring. Er macht sogar unsichtbar: Daten können gelöscht, variiert und fingiert werden. Und ja, er hat seinen eigenen Willen und manipuliert den Träger – Sauger. Aber wer ist Sauron?

Sauron ist der, der den Ring gemacht hat. Er hat noch andere Ringe gemacht und diese unter den Völkern verteilt. Wenn es stimmt, dann wurden die Programme unter den Geheimdiensten verteilt. Das Bild passt also in vielen Bereichen. Sauron ist ein hoch talentierter aber sozial frustrierter Magier. Zur Jahrhundertwende wäre es ein sozial frustrierter, tendenziell verrückter Professor, heute eine Nerd, der zu oft von irgendjemand geärgert wurde und der das nötige kriminelle Potenzial hat.

Also was war 9/11? Die amerikanischen Geheimdienste wurde gescholten, weil genügend Hinweise vorlagen, allerdings aufgeteilt auf die verschiedenen konkurrierenden Dienste, die – um bessere Karten bei der Geldverteilung zu bekommen – nichts weitergaben. Sie waren sicher sozial frustriert und wahrscheinlich haben die Standpauken das nicht besser gemacht. Man kämpft um das Überleben – und die anderen sind Schuld, sie fühlen sich angegriffen, unter anderem auch von Terroristen. Das Bild passt immer noch.

Aber was macht man mit Menschen, die die Entscheidung mitgetragen haben? Zum Teil wider besseres Wissen oder die unter die Kategorie: „denn sie wissen nicht, was sie tun“ fallen? Also kann man das wieder korrigieren? Dazu wäre menschliche Grösse in einem Volumen nötig, das die Entscheider (egal ob wirtschaftliche oder politische) zur Zeit nicht aufbringen. Und wenn, werden sie etwas Zeit brauchen.

Aber die Benutzer können etwas machen: Kryptet was das Zeug hält, dann lohnen sich die Ausgaben nicht mehr beide Interessierten Politiker und wirtschaftlich Interessieren beenden das Vorhaben wegen Ineffizienz.

Dazu brauchen wir nur einen Server pro Haushalt, Familie Haus oder Internetgemeinschaft, die nur über gesicherte Verbindungen kommunizieren, die die Daten mehrerer Parteien über eine Verbindung kommunizieren, selbst die Daten verwalten und speichern und über eine zentrale Anwendung die Server verbinden und Dinge wie Soziale Netze etc. ermöglicht ohne dass der Kunde das Recht an seinen Daten verliert.

Um im Bild zu bleiben: In diesem Feuer kann der Ring zerstört werden.

Bleibt die Frage offen, ob die Drohung, dass wir dann in Anschlägen untergehen werden, richtig sein wird. Zunächst: die Dienste hatten genügend Informationen, sie arbeiteten nur nicht zusammen. Die Arbeitsmittel hätten gereicht – so dürfte das heute auch noch sein. Und könnte der Staat dann noch ermitteln oder wäre er hilflos? Über die Netzsteuerungen könnte man das regeln. Um sicherzustellen, dass kein Schindluder getrieben wird, sollte dann eine öffentliche Überwachung der Knoten ermöglicht werden.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr mir durch ähnliche Beispiele bestätigen könntet, dass es nun verständlicher geworden ist. 😉

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