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Telefonat II

17. September 2013

Was ist für Dich ein grosses Thema? Was denkst Du, liegt an?

Das kann man im Blog nachlesen – wer will. Mir lag daran, ein Konzept vorzustellen, wie man grössere Gruppen – ohne Nationalstaaten – organisieren kann und wie man es schafft, diesen eine wirtschaftliche, ernergetische und infrastrukturelle Zukunft zu geben. Alles wird im Blog aufgeführt und skizziert – mehr nicht, denn es mit Leben zu füllen, bleibt den Mitgliedern überlassen. Über allem liegt die Diskussion um gesellschaftliche Grundfrage: Egoismus oder Altruismus. Persönlich komme ich zum Schluss, dass Egoismus im menschlichen Kontext eher ein Notfallprogramm ist, das den Menschen auch allein und in feindlichen Umgebungen überleben lassen soll. Der Altruismus unterscheidet sich von ihm nur darin, wie die letzte Entscheidung getroffen wird: Wer sich in einer Gesellschaft zu oft egoistisch verhält, der wird es schwerer haben als der, der Altruist. Allerdings verwischen hier die Grenzen schnell: man kann sich aus egoistischen Gründen altruistisch verhalten und Gruppenegoismus kann von der Gruppe belohnt werden …

Aber sind Ego- und Altruismus politische Themen?

Eine egoistische Gesellschaft lebt in ständigen Auseinandersetzung und Grabenkriege, sie ist eine Welt des Jeder gegen Jeder – nur so lassen sich auch die hohen Lieder erklären, die zur Zeit auf (geschlossenes) Networking gesungen werden – man sammelt Menschen um sich, die per Ritual an einander gebunden werden und freilich auch, durch gemeinsame evtl. fragwürdige Aktionen. Eine altruistische Gesellschaft kann dagegen aufbauen, kennt Ziele und bietet Perspektiven. Es ist nicht nur ein politisches, es ist auch ein wirtschaftliches Thema. Falsch verstandenes Wirtschaften – nur in die eigene Tasche und zum eigenen Vorteil – ist schlicht eine egoistische Ausprägung derselben. Im Kontext von Europa reden wir vom Egoismus der Nationalstaaten und von Europa / dem Westen / … selbst.

Ich glaube, das ist ein zu grosses Thema. Machtmenschen, Krieger und Finanzler werden nicht so leicht zu Altruisten.

Da gäbe es ein einfaches Werkzeug, das zu regeln. Die 150er. Das ist eine Idee, die mir erst vor ein paar Monaten hatte. Die 150er sind Gruppen. Die 150 ist die Standardgrösse von Gruppen. Die sich selbst organisieren können. Werden es mehr Mitglieder, dann werden Strukturen zur Verwaltung und Organisation nötig – bis 150 funktioniert das gut ohne. Entscheidungen werden von diesen Basisgruppen für sich selbst getroffen, strittiges kann in „Fachgruppen“ ausgelagert werden, die Fakten sammeln, Kriterien aufzeigen und Vorschläge erarbeiten.

Hey – Du behauptest, dass sich Gruppen bis 150 Teilnehmer selbst organisieren können?! Das glaube ich nicht! Wenn einer weiss, wie viel Arbeit es macht auch nur zwanzig Leute zu organisieren, dann doch Du! Und 150 und mehr hast Du auch schon organisiert – Also komm wieder runter – das funktioniert nie!

Nur mit der Ruhe – würde Dich Wissenschaft überzeugen? Dass der Mensch nicht gern alleine lebt, das weisst Du? Ein paar Menschen im Umfeld sollten es schon sein. Es können aber auch zu viele Menschen werden – bis auf im Stadion oder bei (Finanz-) Netzwerken. Beobachtungen auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken, von Soziologen und Neurowissenschaftler lassen auf eine wohlfühl Gruppenstärke von 150 schliessen. Mehr schafft das Gehirn nicht und weniger – dann fehlt uns was.

Das mag in der Steinzeit funktioniert haben, aber im Hier und Jetzt – niemals! Du weisst doch wie es ist – ständige Auseinandersetzungen und „Aufstände“.

Kannst Du Dich daran erinnern, als wir in der Gang 49 waren? Alles Spezialisten, die sich gegenseitig unterstützten und nur deshalb sich wieder trennten, weil einige „abgeworben“ wurden und andere abwanderten. Wie viel Verwaltung brauchten wir?

Das ist was anderes. Das waren alles Leute, die wussten, was sie machten.

Sind Deine Mitarbeiter nicht solche, die „wissen was sie machen“?

Doch schon, aber Du weisst doch … schaut man sich nicht regelmässig an, was sie machen, dann büsst man dafür mit Jobverlust ….

Das liegt meist daran, dass sie selbst keine Verantwortung tragen – und von den Informationen fern gehalten werden. Erinnerst Du Dich noch, wie wir das letzte Mal Deine Truppe „umgebaut“ haben? Du gibst die Ziele vor, sie gestalten Arbeitsprozess und -schritte, Zuständigkeiten etc.- ? Da hat es doch auch geklappt. Scrum ist ein gutes Beispiel. Nach einer Weile waren sie schneller, flexibler und – naja, dann hast Du alles rückgängig machen müssen, weil sie den Schnitt gehoben hätten, die anderen Abteilungen nicht mithalten konnten / wollten und weil sie zu fröhlich waren … Aber solange es erlaubt war, solange hat es prima funktioniert. So gut, dass Du Dir bereits neue Aufgaben gesucht und auch gefunden hast, wir haben die Statistiken und Auswertungen verbessert und die Aussagen deutlicher gemacht.

Ja, ja – ist schon gut. Aber einmal ist keinmal.

Warum hat die Autoindustrie Gruppen gebildet, die zu Beginn der Schicht ausmachen, wer heute was macht. Selbst organisierende Gruppen sind seit geraumer Zeit im Kommen, kleinere Firmen betreiben das seit eh und je – wie Du das auch bei der Gang 49 sehen konntest. Überraschend ist, dass das bis 150 Leute gut geht. Ich dachte – ähnlich wie Du – dass die Grenze viel tiefer liegen würde, aber dann: die militärischen Verbände sind auch in diesem Format und …

Also gut. Wie geht `s weiter?

Es ist ganz einfach: 150er Gruppen machen so viel, wie sie eben können. Wenn es nicht mehr geht, dann werden grössere Gruppen gebildet. Wenn es richtig gross werden soll, dann entsendet jede Gruppe ein Mitglied, die bilden wieder 150er Gruppen, die wieder … es braucht nur wenige Ebenen um die gesamte Weltbevölkerung so zu organisieren. Das „Problem“ Nationalstaat und unterschiedliche Interessengruppen oder Lebenskonzepte kann mit dieser Organisation behoben werden. Sie können dynamisch wachsen, sind offen für „Experimente“ und verschieden Lebensansätze können „parallel“ gelebt werden. Die einzige echte Aufgabe ist, dass die Gruppen durchlässig sind und miteinander reden. Fangen die Gruppen an gegeneinander zu arbeiten, dann ist das wie in einer Firma, in der die Abteilungen gegeneinander arbeiten. Das kann ins Auge gehen.

Und wie geht `s weiter?

Lies selbst. 150er und 7500er Es sollte genug Stoff auf dem Blog geben. Dass es funktioniert, weisst Du, aber es gibt noch viel Arbeit daran – es ist ein Entwurf und es soll auch gelebt werden, die direkte Beteiligung ist von der ersten 150er an integraler Bestandteil. Sie entscheiden für sich, welcher Vorschlag wie umgesetzt wird, die oberen Ebenen erarbeiten Lösungen und Vorschläge, sie entscheiden nicht.

Und wie geht `s weiter?

Jetzt wird es für Dich wahrscheinlich schräg. Aber zuerst: Was haben wir bislang? Mit den 150er und den 7500er haben wir eine Gesellschaftsform, die in der Lage ist, den Menschen unterschiedliche Lebensansätze zu ermöglichen und gegen die Unterschiede die positiven Effekte der grösseren Zusammenarbeit – und damit den / die Anderen – zu schätzen.

Schön. Und wie geht `s weiter.

Wirtschaftlich wäre ein Energie und Infrastruktur Update nötig. Gleichzeitig machen wir auf dem Automarkt eine zweite Anwendung auf. Lese dazu SynErgy. Damit könnte ein eurasisches Energie und Infrastruktur Lösung die sehr vielen Aufgaben gerecht werden. Auf dem Block finden sich genug Lösungen, wer wissen will, was ich für einen wichtigen Punkt halte, der braucht sich nur die Vorschläge ansehen. Von Vorteil sind auch, dass diese Konzepte sehr unterschiedlich umgesetzt werden können, die Investitionen Gelder aus dem Finanzmarkt wieder zurück in den Realmarkt – wegen guter Gewinnaussichten – ziehen können und, da durch die grosse Aufgabe, alle zusammen arbeiten auch zusammen gebacken werden. Zudem unterstützten sich alle gegenseitig.

Warte mal. Du hast mich angehängt. Was sagst Du da? Energie, Wirtschaft, Gesellschaft, Europa? Alles am Stück? Wie geht das zusammen?

Es gibt gesellschaftliche Aufgaben wie Energie und Infrastruktur … es gibt einen Finanzmarkt, der sich vom Realmarkt spaltet und ihm Geld abzieht, um das Geld zurück in den Realmarkt zu bekommen, braucht es Projekte mit guter Rendite (die wird freilich nicht expotential steigen aber stabil sein), das Projekt SynErgy kann das leisten. Die 150er reduzieren das Konfliktpotenzial und steigern das Gemeinschaftsgefühl. Wer vorwärts sieht und nicht Parteilichkeit lebt, der kann sich nur dafür begeistern.

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2 Kommentare
  1. „Lies selbst. 150er und 7500er Es sollte genug Stoff auf dem Blog geben.“

    Ist dieses Blog hier gemeint? Wenn ja, da finde ich jetzt nicht viel mehr Stoff zum Thema als diese TelefonGespräche. Wenn nicht dieses Blog gemeint ist, welches dann?

    • Hallo und ja, es ist dieser Block gemeint.

      Im Blog auf der Startsite sind oben Kathegorien: Starteite / About/ 150er …

      Beiträge der Kategorie ‘150er’
      https://roseny.wordpress.com/category/150er/

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