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Wahlen 2013 wählen oder nicht?

26. August 2013

Warum gibt es überhaupt Politik?

Als der Mensch noch Nomade war, brauchte es wenig Führung. Jeder wuchs in die Gruppe hinein und fand seine Position – Führung brauchte es wenig, eher Repräsentation und Zeremoniell. Fass alle Gruppen dieser Entwicklungsstufe kannten auch Chefs, Häuptlinge und Co. Meist waren sie für bestimmte Aufgaben gewählt, entweder auf Zeit oder abwählbar.

Spätestens mit der Sesshaftigkeit entwickelte sich Arbeitsteilung. Mit der Arbeitsteilung entstanden auch solche Jobs, deren Aufgabe es ist, mit anderen Gruppen zu reden. Und auch die, die ihr Werk nicht allein verrichten konnten. Z.B. das Erz aus dem Berg schlagen, Bäume fällen um Holzkohle zu machen, mit der man das Erz aus dem Gestein heraus holt, es weiterverarbeiten kann um es dann zu handeln. Aber auch Gebäude und … bauen, konnte nicht immer allein gemacht werden.

Führung etablierte sich temporär. Neue schauen sich die Sache eine Weile an und beginnen sich zu integrieren, packen mit an. Solange die Regeln abschaubar sind, funktioniert das. Solange die Zahl der Kooperierenden einen gewissen Wert nicht überschreitet, funktioniert das auch. Selbst das Umorganisieren der Gruppen funktioniert. Z.B. wenn die Bäume von immer weiter weg kommen, es immer mehr Transportierende gibt und jemand bemerkt, dass man sich viel Arbeit sparen könnte, wenn das Erz statt die Bäume einen längeren Weg nehmen würde. All das funktioniert gut.

Bis zu einer bestimmten Grösse. Ab diesem Punkt bildet sich in der Arbeitsteilung ein neuer Job heraus: Der Planer, Organisierer, Verwalter. Je grösser der Umfang an Mitarbeiter, Aufwand, Geschäften … wird, umso mehr Personen werden für diese Arbeit benötigt und sie spezialisierten sich.

Durch die Arbeitsteilung bekommen manche einen Job, der anderen gegenüber „weisungsberechtigt“ ist. Aus Buchhaltung, Bürokratie und Verwaltung, planen und Varianten durchrechnen wurde jemand, der, wenn er sich in das Gefüge einfügt, darin eine wichtige Stelle einnimmt.

So war es geplant. Wie auch diese Leute immer wieder feststellen, kann das Reale von der Planung abweichen.

Und so beginnen die Probleme.

Diese Gruppe macht regelmässig mehr Ärger als andere. Das liegt daran, dass sich Gleich und Gleich gern gesellt – die Aufgabe verlangt aber, sich ständig mit anderen zu gesellen. Gruppenbildung und -bindung wird bei dieser Arbeit zum Nachteil. Der Mensch kann nicht anders. Konflikte, zumindest Interessenkonflikte, sind unausweichlich.

Der Job wird nochmal härter, weil, wer diesen Job macht, auch Dinge machen muss, die in der Gruppe selbst geächtet sind. Man kann sagen, er wird sich wenigstens asozial wahrscheinlicher sogar gesetzwidrig verhalten. Mancher Arbeitgeber hat ehemalige Politiker als Veteranen bezeichnet. Auf Nachfragen erklärte er: Er habe mit ihnen ähnliche Erfahrungen gemacht wie mit den Kriegsveteranen aus Vietnam. Das gilt nicht für alle, viele haben mit diesen Themen nichts zu tun, wissen nicht einmal, dass es diese Themen gibt.

Was sagt uns das, über die Politik? Es gibt verschieden stark Eingeweihte. Es gibt im Zentrum einen separierten, harten und verhärteten Kern, der sich als Geheimnisträger und Entscheider des Unentscheidbaren, mit dem er aber nicht prahlen darf, profiliert hat und scheinbar nichts davon hat.

Auch hat er in seiner Arbeit immer mehr mit internen Regeln zu tun. Letztlich ist seine Lebenswirklichkeit weit entfernt von der, der anderen. Sie beschäftigen mit sich und untereinander, grenzen sich ab und instrumentalisieren alles, mit dem sie zu Tun haben – das kennt man auch von anderen Verwaltern.

Ein weiteres Problem des Politikers stammt noch aus den Urzeiten: Nomaden sehen Überfluss skeptisch. In der Anfangszeit war die Frage, was damit zu tun ist, offen. Die Geschichte von Joseph, der die Träume des Pharao deutet, zeigt, dass Vorratshaltung erlernt ist.

Besitz ist etwas Neues. Man braucht für die Sesshaftigkeit Land. Vorher war es einfach da, jetzt änderte sich die Bedeutung. Dinge konnten etwas wert werden. Was es Wert wurde, wurde bald in Geld gemessen. Alle Wirtschaftsfragen entwickelten sich damals.

Politik ist etwas, mit dem über Wirtschaft, Gesellschaft und Werte (moralisch aber nicht religiös) entschieden wird, das aber auch Interaktionen und Interaktives zur Aufgabe hat und gelegentlich, die eigenen Regeln bricht, um schneller informiert zu sein, als alle anderen.

Viele verstehen unter Politik etwas anderes: Mehrheit. Warum? Weil es für jede Aufgabe viele Interessen und Blickwinkel gibt, zum Teil sind diese widersprüchlich. Jede Entscheidung, die gegen die Interessen anderer durchgedrückt wird, wird ständig in Frage gestellt werden. Kann nicht gehalten werden. Erst, wenn Entscheidungen von einer tragenden Mehrheit unterstützt wird, kann das Vorhaben bzw. Gesetz glücken und wirken.

Wer meint, dass er für etwas keine Mehrheit bekommt, lässt oft von dem Vorhaben ab. Thematisiert es nicht, spricht Alltägliches aber Mehrheitsfähiges an. Die Zukunft versauert. Man wird von schon lang als kritischen bis kippende erkannten, Themen überfahren, weil man sich der Gruppendynamik und Bequemlichkeit ergeben hat.

Trotz des Mehrheitsprinzips, nur Anarchie, Faustrecht oder Gewaltherrschaft sind Alternativen, gibt es verschiedene Herrschaftsformen. Es gibt „gute“ und „schlechte“ Varianten. Die „Guten“ integrieren und suchen eine gemeinsame Lösung, die „Schlechten“ setzen alles gegen alle durch.

Es gibt schlechte Demokratien, die Diktaturen ähneln und Diktaturen, die demokratischer kaum sein könnten. Daneben gibt es noch das Königstum. Anhand des Königtums kann gut aufgezeigt werden, was es mit der Macht auf sich hat.

 

Macht, Politik und Gewaltenteilung

In den meisten männlich dominierten Gesellschaft gibt es einen, der Recht und Ordnung mit allen Mitteln durchsetzen darf und auch selbst bestimmt, was Recht und Ordnung ist. Sie waren Herrscher über Leben und Tod.

Eine zeit lang ging das gut. Bis ein Herrscher zum Herrschen nicht mehr reichte. Man teilte die Macht auf. Der eine wurde Verwalter, andere Polizist, andere übernahm die Rechtsprechung, wieder andere das Schreiben von Gesetzen … Es stellte sich aber bald heraus, dass es so etwas wie Machtmissbrauch gibt. Anfangs waren die Zuständigen finanziell unabhängig. Der eigenen Arbeit konnten sie auf die Dauer nicht mehr nachkommen. Sie finanzierten sich durch ihre neue Arbeit. Was sich auch auf die Arbeit auswirkte. Man konnte für den gewünschten Ausgang zahlen.

Machtmissbrauch und Korruption gehen oft Hand in Hand. Die Regeln werden nur eingehalten, wenn es allen relativ gut geht. Ansonsten schleichen sich Korruption und Machtmissbrauch wieder ein. Wenn die Wirtschaft besser zahlt als der Staat zahlen kann, dann ist das ein Grund. Wenn der Staat nicht mehr zahlen kann, ist das ein sicherer Grund.

Das Mittel der Demokratie war, dass keiner zu viel Macht hat und dass deren Arbeit kontrolliert wird.

Wirtschaft ist wichtig. Zur Wirtschaft kommt es wieder wegen der Arbeitsteilung. Um die Produkte austauschen zu können, wurde das Geld erfunden. Das sollte eigentlich ständig im Umlauf sein und ist es anfangs auch, aber es stellt sich bald ein Ungleichgewicht ein.

Das ist in Grundgesetz. Irgendwann hat einer mehr verkauft als er brauchte, er hat einen Überschuss erwirtschaftet. Bald merkte er, dass mit genug Überschüssen Preise und Märkte manipuliert werden können. Schon allein der Umstand, dass Geld bleibt, wo es ist – aus dem Umlauf genommen wird -, ändert den Markt massiv. Weiteres dazu gibt es hier im Blog.

Hier soll nur wichtig sein, dass Märkte manipuliert werden können. Auch Menschen können manipuliert werden. Die Manipulationen können mit Verantwortung oder ohne durchgeführt werden. Die meisten ziehen es allerdings vor, offen und nicht manipulativ zu interagieren.

Die Wirtschaft will meist absolute Freiheit. Das ermöglicht auch unverantwortliche Manipulationen. Es hat sich gezeigt, dass das sehr schlecht für die Wirtschaft ist. Der Wert des Geldes ist definiert in einer Formel, die Geldmenge, Produktion und Umlauf berücksichtigt. Da der Staat an manchen Stellen nur Geld verbraucht aber nichts produziert wird, gilt er als (unwirtschaftliche) Belastung. Nicht alles was er macht, aber vieles. Allein dieser Umstand, greift – ganz nach den Regeln des Marktes – bereits so massiv in die Märkte ein, dass weitere Regulierungen unumgänglich sind.

Die Aufgabe ist bereits gelöst gewesen, wurde aber wieder verworfen. Warum ist schnell gesagt: Aus einer am Boden liegenden Wirtschaft kann mit „Anpacken“ schnell eine florierende gemacht werden. Anfänglich verkauft sich fasst alles, solange das Einkommen der Bürger stimmt (das Geld fliesst). Irgendwann haben alle alles. Das ist der Moment, ab dem die Produzenten nichts mehr verkaufen, deshalb nichts mehr produzieren, deshalb keine Mitarbeiter braucht und deshalb alle entlassen. So etwas nennt man von Hundert auf Null. Kurz vor der Wende, waren die westlichen Märkte soweit. Dass sich neue Märkte im Osten auftaten, rettete das System damals.

Es führte sogar dazu, dass aus einem gemässigten aber praktisch gescheitertem System ein dereguliertes, entfesseltes System wurde. Politik sollte nicht pendeln und Extreme suchen, sondern den gangbaren Weg suchen, durch aktive Teilnahme an der Meinungsbildung. Ohne Bürgernähe und der Bereitschaft mit ihm zu reden, satt nur für ihn zu entscheiden, geht das nicht.

Der Bürger kann und soll mit entscheiden. Manche sind der Meinung, dass es reicht, wenn er alle paar Jahre wählen geht; manche, dass das ein demokratisches Placebo ist. Es ist eine Frage der Zeit: Wenn der Bürger in seiner täglichen Arbeit nicht oder nur wenig von politischen Themen betroffen ist, dann reicht ihm die Stimmabgabe alle paar Jahre. In den aktuellen Märkten ist aber sehr viele in ihrer Arbeit von politischen Themen betroffen und sie spüren sie immer bedrängender, abhängig von anderen, von denen sie sogar ihre Arbeit erledigen lassen und absolut narzisstisch auf sich selbst konzentriert und sind weltabgehoben. Kurz: Die Politik hat sich allem Anschein nach von einem (grossen, ) kompetenten Teil der Marktteilnehmer und Bürger verabschiedet. Hat den Wandel der Zeit nicht erkannt. Sie sitzt noch in der guten alten Zeit, in der Politiker für den „dummen“ Bürger entschied und sich unangreifbar in der Scheinwelt der Politik wähnte.

Soll man also wählen gehen? Nach allem was hier gesagt wurde, wäre es dringend nötig. Es gibt nur leider keine Partei, die auch nur in ungefähr in meine Richtung geht. Hier eine kleine Kostprobe: Ich bin für Europa, halte aber die bisherigen Schritte für handwerklich fragwürdig – es schleichen sich Dinge, wie die Möglichkeit der Todesstrafe ein, die einen sich fragen lassen, wer an diesen Sachen welche Interessen dort platziert hat. Dann fällt einem wieder ein, dass die Regierung selten echte Kompetenz in ihren Reihen hat – und der soll man so was Wichtiges wie eine Verfassung überlassen?

Hier zeigt sich einer der zentralen Punkte meiner Kritik an der Politik: Kompetenz ist nicht wichtig. Anstatt dass sich die Parteien – auch die Volksparteien – aus dem gesamten Angebot ihre Leute sammelt, werden nicht die, die fachlich oder sachlich etwas bewegen genommen und unterstützt, sondern die etwas Bequemeren, leicht Hand zu Habenden.

Es ist jedoch so, dass sich dieses Verhalten auch in der Wirtschaft wiederfindet. Man kauft Kompetenz ein, sagt, was sie machen soll, deutet das Resultat an und …

Wer so arbeitet, arbeitet sicher nicht ziel- oder qualitätsorientiert. Er arbeitet nach dem Prinzip „Sag ich will“ – hat was Magisches? Ein bisschen Harry Potter, wie? – aber die Geschichten … die sind durchsichtig und grausig erzählt. Muggelhaft. Irgendwie hat man den Teil mit der Arbeit vergessen.

Das Dumme an all diesem Sachen ist, dass fasst alle bei diesem Vorgehen mitmachen. Das Problem ist, dass zur Zeit nicht gestaltet wird, weder in der Wirtschaft noch in der Politik. Man wahrt den Schein, tut so, als ob, redet schlecht, zerreisst sich das Maul und denunziert, wer da nicht mit machen will – Effektivität, Qualität, Erneuerung, Wandel und Werden sind der ewigen Stagnation und dem „schau ma mal, wie lang das gut geht“ Motto, das vor der Finanzkrise schon von den Banken gesungen wurde, von einer Krise in die andere. Die Spieltheorie zeigt auf, warum das so ist.

Irgendwann geht es nicht mehr gut. Man weiss nur nicht, wann genau. Es gibt einfach keinen Möglichkeit bei der Wahl, an der richtigen Stelle ein Kreuzchen zu machen. Lemminge, auf dem Weg zu Steilklippe. Da macht nur mit, wer muss – oder alles für eine tolle Party hält.

Alternativen gäbe es genug. Einige sind im Blog skizziert, es gibt aber viele andere. Arm ist, wer sie nicht sehen kann.

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5 Kommentare
  1. „Als der Mensch noch Nomade war, brauchte es wenig Führung.“

    Das kann man so pauschal nicht sagen. Es gibt sowohl Nomadenstämme ohne Herrschaftselite als auch nomadisierende Monarchien mit sehr strengen Hierarchien. Man darf auch Führung nicht mit Herrschaft gleichsetzen, denke ich. Häuptlinge waren z.B. bei vielen Gruppen keineswegs Befehlshaber, sondern eher Repräsentanten bzw. anerkannte Weise. Führung durch Kompetenz, sozusagen. Aber Führung eben durch gewertschätzte Meinung, nicht durch Befehlsgewalt.

    Ansonsten finde ich deine Überlegungen sehr inspirierend. Sie decken sich in vieler Hinsicht mit meinen eigenen.

    „In den meisten männlich dominierten Gesellschaft gibt es einen, der Recht und Ordnung mit allen Mitteln durchsetzen darf und auch selbst bestimmt, was Recht und Ordnung ist. Sie waren Herrscher über Leben und Tod.“

    Hast du dafür ein vor-/frühgeschichtliches oder völkerkundliches Beispiel?

    „Die Manipulationen können mit Verantwortung oder ohne durchgeführt werden. Die meisten ziehen es allerdings vor, offen und nicht manipulativ zu interagieren.“

    Das würde ich nicht unterschreiben. Meinst du ernsthaft pauschal, die meisten Menschen würden es vorziehen, nicht manipulativ zu agieren? Das kann ich aus meiner Lebenserfahrung heraus nicht bestätigen. Die meisten Menschen ziehen es vor, Konfrontationen aus dem Weg zu gehen und statt dessen „hintenrum“ ihren Willen durchzusetzen zu versuchen, also zu manipulieren und zu intrigieren.

    „Ich bin für Europa.“

    Was ist Europa für dich? Es ist zunächst einmal ein Kontinent, ein bestimmter geographischer Bereich. Was meinst du, wenn du sagst, du bist dafür?

    • „Als der Mensch noch Nomade war ….“ Stimme zu, dass es beide Arten gab. Beziehe mich hier aber nur darauf, dass kaum jemand gesagt werden musste, was zu tun ist, jeder konnte – vom zuschauen bereits – alles.

      Freut mich eine verwandte Seele gefunden zu haben.

      „In den meisten männlich…“ siehe Antike, dann geht einem das Material ziehnmlich schnell aus, denn davor soll es weiblich dominiert gewesen sein. Mit der Sesshaftigkeit soll die Dominanz der Männer gekommen sein.

      „Die Manipulationen …“ Das kommt ganz darauf an, mit wem man sich umgibt. Sicher gibt es beides. Da ich es sehr oft mit Menschen – genannt Kunden – zu tun habe, die selbst etwas auf die Beine stellen wollen und die Kosten niedrig halten wollen, habe ich es sehr selten mit Intrigen und Manipulation zu tun. Das kann sich nur leisten, wer es nicht zahlen muss – oder wer weniger zahlen will.

      Europa ist (besser war. bis die 150er gekommen sind) für mich auch ein politisches Ziel. Und wie ein Restbestand ist es mir geblieben, dass ich eher für Europa bin, als dagegen. Jedoch nicht um jeden Preis und auch nicht ….

      Der Blog sollte mir anfangs nur zeigen, ob ich „so was“ kann. mitlerweile bin auch ich damit etwas unzufrieden, würde gerne vieles anders machen – einige auch zurück nehmen, die vielen Punke in der Menüleiste waren zum Beispiel einen Fehler, dden ich nicht zurücknehmen kann. Der Blog ist eben ein Versuchsballon gewesen und das merkt man ihm an. Aber ich bin offen und dankbar für Tipps.

      Zu den 150er kann ich evtl. demnächst wieder was schreiben, sie etwas verdeutlichen. Was interessiert am meisten?

      • Wie genau sich solche kleinen Gruppen bilden sollen. Allein in einer so kleinen Stadt, wo ich lebe, wären das ca. 35 Gruppen plus die der derzeit eingemeindeten umliegenden Dörfer. Finden sich diese Gruppen unabhängig davon, wo die einzelnen Menschen oder Familien wohnen? Durch gewachsene Beziehungen? Oder ist der Wohnort gemeinsames Alleinstellungsmerkmal? Oder was? Man muß ja irgendwelche gemeinsamen Merkmale haben, aus denen sich auch gemeinsame Interessen der Gruppenmitglieder ableiten lassen.

        Also, wie stellst du dir die möglichst schmerzfreie Transition aus den gegenwärtigen Verhältnissen vor?

      • Am Wochenende sollte ich Zeit haben. Die Umformung von Jetzt auf dann … schöne Frage! Danke.

      • Sorry, dachte, den hötte ich schon beantwortet.

        Die Frage kommt der Lösung sehr viel näjer, wenn man sich die Aufgaben der Gruppen annimmt: Sie soll aus möglichst vielen Mitgliedern anderer Gruppen bestehen – nur dann können sie miteinander Dinge leisten, die sie allein oder in einer homogenen Gruppe nicht könnten. Man suicht sich seine Grupppe zusammen. Das wird beim ersten Mal noch nicht klappen. Also sind mehrere Durchgänge nötig, in denen offiziell andere Dinge geübt werden, wie gemeinsam Entscheidungen treffen. Dabei stellt sich schnell heraus, dass in alten Strukturen Hierarchien bestehen, die homogene 150er zulassen. Man wird sich Leute suchen, die ähnliche Ziele haben. Eine zeitlang kann das die Arbeit sein, es kann aber auch Familie oder Hobby sein. Die 150er sind nicht auf immer und ewig sondern weil sie den Interessen aller entgegenkommen – da die sich ändern können, ändern sich auch die Gruppen.

        Sie sind politisch eher kommunal angesiedelt – also Länder Sache. Aber anfangs wird man alle Kommunikationswege offen halten müssen. Trotz NSA und so. Die Gruppen können anfangs mit Mitgliedern, die weit verstreut sind, leben.

        Es gibt übrigens einen Post, der sich mit dem Thema beschäftigt und Herrmann Hesses Morgenlandfahrer vielen mir bei diesem Thema gestern ein. Dort hat er irgendwann geschrieben, dass zur Gruppenbildung mehrere Motivationen eigene und die der Gruppe gehören. Gute Informationsquellen sind auch Gruppendynamik etc.

        Auch der Blog könnte einiges liefern, aber bitte: Er ist kein Nachschlagwerk und hat selten den Anspruch wissenschaftliche Arbeiten zu veröffentlichen, sein Ziel ist es neugierig zu machen, damit man selbst weitermacht, werden ein paar googlefähige Stichworte genannt. Bei den eigenen Ideen kommt man da freilich nicht weit – aber das sind eben auch nur Ideen, die auf Funktionsfähigkeit getestet sind – ansonsten soviel bieten, wie ein Mann das eben in aller eile skizzieren kann, damit man die Sache halbwegs begreift.
        Ein anderes Ziel des Blogs war „mal sehen, ob ich – der Techniker – Texte dieser Art schreiben könnte“ Das hat sich meiner Meinung nach bestätigt – müsste aber neu anfangen und dazu habe ich zur Zeit die Zeit nicht.
        Aber wenn Interesse an einem Thema besteht, versuche ich es zu beantworten.

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