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Hilft ein Europäischer Arbeitsmarkt?

3. Juli 2013

Es dürfte heute verlockend sein, die Alterspyramide in Deutschland durch viele Auszubildende aus dem Ausland aufzufrischen – kurzfristig gedacht. Aber langfristig? Die Staaten, die heute eine „verlorene Generation“ haben, werden diese behalten. Das heisst, der Schaden dieser Länder bleibt sehr gross und wird sich über Jahre negativ auswirken. Zwar gibt es die Hoffnung, dass hier nur ausgebildet wird und die Jugendlichen kurz danach zurückkehren werden, aber wer sich in jungen / jugendlichen Jahren etabliert bleibt dort – wenn dort die Zeiten nicht schlechter werden.

Es ist eher populistisch und deutschzentrisch bzw. -egoisitsch gedacht, sicher nicht europäisch. Wird es den Jugendlichen in Deutschland bzw. im Norden wirklich besser gehen? Ein Blick auf die eigene Jugend zeigt, dass auch hier nicht alles Gold ist, was glänzt, auch hier sind viele in prekären Situationen und …

 

Aber hier sollen nicht die Details zum X-ten Mal aufgeführt werden, sondern einige der Gründe, warum es den Arbeitsmärkten schlecht geht.

 

Einer ist sicher das Wirtschaftssystem selbst. Es basiert auf immer niedrigere Kosten und solange es Bereiche gibt, die es billiger können, versucht man dort produzieren zu lassen. Vor Ort kann nur noch die Vorarbeit oder sehr hochwertige Arbeit geleistet werden. Weniger Arbeitsplätze verstärkt die Konkurrenz, das lässt die Lohntüten weiter schmäler werden.

Zwar erlauben es billige Importe die Lebensmittel und Gebrauchsmittel auch hier auf einem Level zu halten, das die immer weniger Verdienenden sich irgendwie selbst verköstigen – aber das läuft früher oder später auf ein „Brot und Spiele“ Mentalität heraus.

Es ist ein generelles Problem, ein dem System immanentes, das die einen zu Nutzniessern und die anderen zur Chancenlosigkeit verurteilt. Es resultiert in einem Kastenwesen – oder ähnlichem. Dies ist etwas, das es in der Geschichte mehrfach gab – eine Internetsuche reicht. Welche Märkte sind die „guten“ Märkte? Junge. Die Aufbruchstimmung ergibt sich von selbst, wenn man die jungen Leute nur lässt.

 

Was kann jenseits des politischen Aktionismus getan werden? Statt sich hilflos den Gegebenheiten zu ergeben, sollte man sich die Gegebenheiten zu nutze machen.

Eine Gegebenheit ist, dass der bestehende Markt nicht genug Arbeitsplätze bietet. Schaffen wir neue. Wo? Vor der Haustüre. Es gibt in vielen der südlichen Staaten weite verlasse Gebiete. Durch eine Re-besiedlung werden dort auf die Schnelle viele Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze geschaffen. Es kann auch eine Art Euro-Light für diese Gebiete eingeführt werden. Das Ergebnis wäre dann eine Art Parallelmarkt, der sich entweder eines Tages integriert oder der den aktuellen Markt übernimmt. Beides kann kontinuierlich, fasst natürlich gestaltet werden.

Wie kann dieser „Junge-Markt“ aussehen? Statt gegen die Automation anzukämpfen sollte man sie nutzen, sie weiter treiben, bis zu dem Punkt, ab dem jedes Produkt hoch individualisiert ist. Das Resultat kann dann sein, dass wer eine neue Kaffeemaschine will sich entweder eine aus dem Katalog oder Internet aus oder gestaltet bzw. lässt ein eigenes Produkt designen.

Die Produktion findet vor Ort statt – 3D Drucker machen vieles nötig. Eine der Aufgaben des Jungen Markts wäre für weitere Materialien und Kombinationen verschiedener Materialien herzustellen. Da kann der Alte Markt helfen – er glaubt zwar nicht, dass das klappt und will es auch nicht, aber es hilft auch nicht, die Augen zu zu machen und auf gestern zu hoffen.

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