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Summa Summarum

29. Mai 2013

Ein paar mal ist es bereits passiert, in einem Artikel wird zusammengefasst (evtl. konkretisiert) was bisher in diesem Blog geschah.

150er Gruppen

Eine Sache hat besonders viel Rückfragen bewirkt, es sind die 150er Gruppen. Hier die Grundlagen. Menschen organisieren sich gut bis zu einer Grösse von 150 Mitgliedern (laut Hirnforschung sind es exakt 138). Gruppen dieser Grösse können sich selbst organisieren. Jedoch können sie nicht alles was nötig ist organisieren. Manches, wie Infrastruktur überfordert sie. Um diese Themen kümmern sich grössere Gruppen, die sich aus den kleineren bilden. Jede kleinere Gruppe entsendet zu einem Thema ein Mitglied. Auch diese Gruppen (des nächsten Levels) können max. 150 Mitglieder haben. Es ergeben sich mehrere Level

Level

(vertretene) Mitglieder

0

150

1

22 500

2

3 375 000

3

506 250 000

4

75 937 500 000

Am 27.05.2013 um 20:41h gab es 7.145.313.934 Menschen auf der Erde. In vier bis fünf Ebenen könnte die Weltbevölkerung sich „verwaltungsarm“ organisieren.Verwaltung gäbe es sicher noch, der Vorteil liegt in der geringen Menge und in der Geschwindigkeit, mit der diese Aufgabe gemeistert werden könnte. Auch die Selbstorganisation hilft hier sehr und die Nähe der Menschen zueinander. Jeder kennt jeden in der Gruppe, es gibt weit weniger Lug und Trug.

Auf der anderen Seite ist eine Gruppe zu wenig. Eine Gruppe kann „radikalisiert“ werden und kann über die Strenge schlagen. Es ist also ein wichtiges Element, dass jeder in mehreren Gruppen ist. Ob das nun zwei 150er oder mehrere oder mehrere kleine, die zusammen 150 ergeben, sind, ist ein noch zu klärendes Detail.

Das Detail auf das es in diesem Kontext ankommt ist: Die Gruppenmitglieder dürfen nicht einer Gruppe unterworfen sein. Deshalb gibt es auch Austausch und Wechsel zwischen den Gruppen. Und eine zeitlich begrenzte Zugehörigkeit. Die 150er bilden die Kern- und Bezugsgruppe, aber selbst diese kann gewechselt werden. Z.B. wenn man eine eigene Familie gründet, dann rückt die „alte“ Familie etwas nach Hinten.

Was ist mit den Nationalstaaten? Für die Menschheit im Ganzen ist es wichtig, dass die Menschen viele Gruppen bilden und mit Lösungen experimentieren, mehrere versuchen.

Nationalstaaten haben dagegen die unangenehme Eigenschaft, immer gleich in grossem Massstab zu arbeiten. Dadurch werden Alternativen zu „Experimente“, man kann sie leicht mit ein paar Spekulationen beliebig darstellen / wegwischen. Nationalstaaten stagnieren, stabile Staaten sind dynamisch.

In Nationalstaaten überlassen die Menschen die Lösungen dem Staat, sie werden dazu erzogen. Hierarchie und Obrigkeitsdenken machen eben unselbständig.

Die direkten Bezugsgruppen können sehr viel selber machen, das macht selbstständig. Man merkt aber auch, dass es Grenzen gibt und erlebt, dass diese Punkte in grösseren Gruppen gelöst werden können – auch wenn diese „nur“ viele andere 150er sind.

Ein Mensch kann Mitglied mehrerer solcher Gruppen sein. Beispiele dafür sind Familie, Freunde, Arbeit, Hobbys … aber auch Politik. Politik wird in solchen Gruppen etwas anders gemacht als wir das gewohnt sind. Jede Gruppe entscheidet so viel sie kann selbst. Das bedeutet, je konkreter desto tiefer. Je taktischer, strategischer und repräsentativer, desto höher. Das heisst auch, dass die Vorarbeiten und Absprachen der Rahmen in den höheren Ebenen gesteckt wird, die Umsetzung aber auf der kleinsten Ebene, die es (vorgeben und kontrollieren … ) kann, gemacht wird.

Wichtig ist, dass die Gruppen nicht nur das Recht haben, den Rahmen auszuschöpfen, sie haben sogar die Pflicht. Sie schlagen vor, was in den höheren Ebenen und in welchen Alternativen (die höheren Ebenen, können diese erweitern) von wem und wann diskutiert werden soll.

Gewirtschaftet wird in grösseren „Gruppen“, den 7500er. Ein paar Wissenschaftler sind der Meinung, dass diese Zahl die kleinste ist, die einen funktionierenden Wirtschaftsraum bilden können. Diese sind nicht starr sondern dynamisch. Es wird bevorzugt dezentral und zyklisch gewirtschaftet. Das hat seinen Grund: Zyklisch erlaubt „unendliche“ Märkte und dezentral ermöglicht eben die kleinen funktionierenden Wirtschaftsräume. Diese erlauben viele Varianten, viele Varianten wiederum bringen solides Wissen über viele Zusammenhänge, die sonst nur theoretisch simuliert werden könnten. Die Dynamik der Gruppen verhindert, dass solche Experimente schief gehen.

Es kann aber immer etwas schief gehen, dazu gibt es Solidargemeinschaften. Die kleinste ist die 150er, gefolgt von der 7500er und drei davon bilden dann das erste wirtschaftliche Level, gefolgt von den anderen Level, die benötigt werden, um spezifische Fragen zu klären.

Welche Auswirkungen hat diese Änderung? Die 7500er Gruppen versuchen so viel wie möglich selbst herzustellen. Dies mit dem Verfahren, das ich individualisierte, automatisierte Produktion nenne. Im Prinzip wird die Automation auf die Spitze getrieben, so dass individuelle aber voll automatisch produzierte Produkte erstellt werden können.

Aus Standardbauteilen (das können komplexe Baugruppen oder simple Materialstreifen bzw. -blöcke sein) werden die Produkte zusammengebaut und evtl. nachbereitet. Die meisten Arbeiten sollen von Robotern durchgeführt werden. Daher die automatisierte Produktion. Das „individuell“ kommt ins Spiel, weil jeder Artikel individuell variiert oder komplett neu designet bzw variiert werden kann.

Jeder, der sich berufen fühlt, kann ein Produkt designen. Spezialisten (oder Programme) erstellen die Baupläne aus Standardteilen, gibt es nicht alle, dann erstellen sie die neuen Teile. Die dann frei von jedem, der über die entsprechenden Geräte verfügt, produziert werden können.

Es wird also die aktuell notwendige „All in One“ Produktion durchbrochen. Also die aktuell nötige Kombination, dass der, der eine Produktidee hat, auch das ganze Drum und Dran selbst können muss. Das ist bis heute auch ein Grund, warum der Markt nicht wirklich frei ist, da das Prinzip der Arbeitsteilung beschnitten wurde.

Dies erlaubt eine kontinuierliche Entwicklung der Produkte und auch dynamische und komplette Umstiege aus einer Technologie in die andere. Dieses Verfahren würde einige der aktuellen Markthemmnisse entgegen wirken: Wer heute einen neuen Motor erfindet – spasseshalber einen „Düsentrieb“ -, der kann fest mit einer Ablehnung durch die, den Markt beherrschenden Firmen, rechnen. Er wird für solche Produkte auch keinen Finanzier finden … sprich, der Markt ist tot, er stagniert. Aufgrund der risikolosen Weiterentwicklung durch Varianten statt Neuerungen, kann der Markt nur noch konsolidieren – die Grossen kaufen sich gegenseitig auf, es etabliert sich das „Monopol der Konzerne“. Spätestens jetzt ist der Markt wirklich tot (er war es bereits, als sich „grosse“ etablierten, bemerkt wurde es nur nicht).

Das ist ein Phänomen, das vom aktuellen Wirtschaftssystem unterstützt wird. Denen, die gross wurden, kann man keinen Vorwurf machen. Sie haben sich nur an die Buchstaben der Gesetze des Wirtschaftssystems gehalten, sie sind dessen Funktionäre. Sie sind voll fokussiert auf diese Gesetze und holen aus ihnen heraus, was eben geht, alles andere wird ignoriert, dafür sind andere zuständig.

Man kann einen massiven Unterschied zwischen dem buchstäblichen und dem gefühlt / gewollten Gesetzen feststellen. Gesetze machen ist eben nicht einfach.

Übrigens, die 150er Gruppen können auch ohne dieses neue, von Staaten und Konzernen unabhängigem Wirtschaftssystem gemacht werden – tendenziell wird es dezentraler werden, um die 7500er zu stärken und die Wirtschaft flexibler zu machen.

Zusammengefasst kann gesagt werden, dass sich aus Kleingruppen, den 150er, die sich gerade noch selbst organisieren können, durch Vertreter und Sprecher dieser Gruppen immer grössere Gruppen gebildet werden. An diese Gruppen werden Arbeitsaufträge delegiert, die Aufgaben klären, die den Rahmen der Kleingruppen sprengen. Die Kleingruppen sind für den Menschen da.

Auch die Wirtschaft benötigt Gruppen, aber grössere, die 7500er. Drei von ihnen bilden eine des nächsten Levels. Die Level bereiten Themen vor und entscheiden die, für die sie zuständig sind. Das höchste Level entscheidet übrigens nichts. Es hat eine rein beratende Funktion.

Das bedeutet, dass Themen sehr früh thematisiert werden, es bleibt Zeit, diese Aufgaben zu lösen. Das bedeutet wiederum, dass auch die Leute der 150er Gruppen, die Weitsicht benötigen und beurteilen können, was da auf sie zukommt. Es wird eine entsprechende Bildung benötigt.

Statt die von den Jugendlichen in Spanien und Frankreich zu verlangen, dass sie sich in Deutschland eine Stelle suchen, könnte man sie genauso gut alles Nötige in einem der verlassenen Areale lernen lassen und ihnen die entgangene Ausbildung zum Menschen zukommen lassen. Motivierte Menschen mit Perspektive sind wesentlich effektiver als Menschen ohne alles. Man kann das sogar in bare Münze umrechnen. Es ist auch wirtschaftlicher. Wenn man Weitblick hat.

Individualität, Gruppe, Egoismus und Altruismus

Egoismus und Altruismus benutzen dieselben Werkzeuge um soviel wie möglich über sein Gegenüber herauszubekommen. Sie Unterscheiden sich lediglich in der letzten Entscheidung und diese wird in der Regel nach der Regel: „Gruppe oder ich“ entschieden. Gibt es keine Gruppe oder ist man mit der Gruppe nicht zufrieden, dann entscheidet man sich für das „ich“, ansonsten für die Gruppe. Da der Mensch für Gruppen (mit der Stärke 138) „gemacht“ ist, scheint der Altruismus der Normalfall zu sein. Da es aber mehr als 138 Menschen gibt, bilden sich auch mehrere Gruppen, die sich untereinander auch „gruppenegoistisch“ verhalten können. Ebenso wie der Egoismus des Einzelnen als Überlebensstrategie angesehen werden kann, genauso ist Gruppenegoismus eine – immer dann, wenn es schwierig wird. Egoismus ist demnach das Notfallprogramm. Egoismus ist ein sicheres Zeichen für Einsamkeit und Unzufriedenheit mit der Umgebung. Was wann welche Art von Egoismus ist, ist im Detail oft nicht mehr zu unterscheiden. Das macht die Verschleierung von Egoismus sehr einfach.

Viele Gruppen haben den Vorteil, dass sich unterschiedliche Lebensweisen ausbilden können, das kann man als evolutionäres Anpassungspotenzial ansehen. Das ist gut. Aber die Unterschiedlichkeit der Gruppen macht auch Auseinandersetzungen möglich und nötig. Dazu kommt, dass eine gute Gruppe ihre Mitglieder zu Individuen macht. Diskussionen und wie man miteinander umgeht werden also immer wichtiger.

Dass Hierarchie und Obrigkeitshörigkeit nichts für eine dynamische Wirtschaft ist, wurde bereits deutlich gemacht. Individualität wird von vielen auch als schädlich für die Wirtschaft bzw. Politik angesehen. Das stimmt so nicht. Letztlich ist es genau anders herum.Man darf nur nicht versuchen es auf 100% Einstimmigkeit zu bringen. 70% manchmal auch die kleinstmögliche Überstimmung ist meist ok.

In der heutigen Zeit und je mehr Automation es gibt, gehören sämtliche Mitarbeiter dem Management an. Und jeder wurde ausgewählt, weil ihn Individuelles auszeichnet. Wer sie in einer Firma unterdrückt, der beraubt sich deren Fähigkeiten, der sollte besser anstatt Mitarbeiter automatische Prozesse verwenden. Das wäre wirtschaftsfreundlicher, weil benötigte Potenzialia nicht mehr verschwendet werden. Kann man das zulassen, dann organisieren sich die Mitarbeiter selbst und man braucht wesentlich weniger Kontrolle. Das geht aber nur, wenn man die Menschen auf ein bestimmtes Level heben kann. Auch hier ist Bildung, die Ausbildung zum Menschen, sehr wichtig.

Freilich braucht ein Kind Regeln. Vielleicht auch noch ein Jugendlicher. Als Erwachsener ist es dann wichtig, dass sie gelernt haben, dass es noch viel zu tun gibt, dass sie sich einbringen können und sollen, dass herausgefunden wurde, wo ihre Stärken und Schwächen liegen, dass sie gelernt haben damit umzugehen und dass sie mehrere Ziele und Möglichkeiten gefunden haben Eigenes im Dienste der Gesellschaft machen zu können. Es gibt keinen Unterschied zwischen dem Wirt, Arbeiter, Ingenieur, Priester oder Künstler. Sie werden alle benötigt und ohne jeden einzelnen wäre die Welt ein Stück ärmer. Ohne würde es weniger sein. Wer einen, seinen Platz gefunden hat, der wird ihn gern ausfüllen und jeder wird die Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen. Zufriedenheit bedeutet nicht Gemütlichkeit, es bedeutet, dass man Herausforderungen und Aufgaben jederzeit gewachsen ist. Manchmal ist ein Wechsel gut und konsequent, ein anderes Mal Flucht. Eine gute Schule bereitet den jungen Menschen darauf vor, diesen Aufgaben gewachsen zu sein.

Zumindest die Schule, die ich in Erinnerung habe, schlägt sich mit anderen Problemen herum. Da ist die Beurteilung der Lehrer und die Einhaltung der Statistiken. Es gibt die These, dass in einer Klasse nie alle alles verstanden haben können. Es gibt immer viele die es eben so schaffen und wenige, die es gar nicht und wenige die es sehr gut gemacht haben. Da die Jahrgänge unterschiedlich gut sind, die Kurve aber eingehalten werden muss, ist die Drei des einen Jahrgangs im nächsten eine Eins oder Fünf. Vergleichbarkeit und Aussagekraft sieht anders aus.

Dieses Muss macht Lehrer sehr gut darin, die Klasse und die Einzelnen zu taxieren und entsprechende Tests zu schreiben. Das ist grenzwertig und sehr manipulativ. In anderen Bereichen würde das als Machtmissbrauch bezeichnet werden. Die Schüler lernen so Willkür und Ducken. Das ist weit weg vom oben skizzierten Bild. Da gibt es noch viel zu machen.

Etliche der Artikel empfehle ich zu lesen. Darunter ist sicher Menschen und Entscheidungen. In „Ist Wirtschaft schlecht?“ wird aufgezeigt, dass die Wirtschaft eine missbrauchte ist und dass Wirtschaft , die nicht missbraucht wird, Spass machen könnte. Die „Musikalische Aggressionsbewältigung“ ist etwas für Musiker und Interessierte und letztlich ein Plädoyer dafür, dass jedes Kind ein Instrument lernen sollte.

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3 Kommentare
  1. Es ist schön einen Lebendigen zu wissen.
    Deine Perspektive gefällt mir. Ich werde regelmäßig vorbeischauen.
    Und jetzt will ich noch wissen, was Du über Musik zu sagen hast. Musiker bin ich ja.
    Bis bald

  2. Hay, freut mich ein „Lebendiger“ zu sein.

    Musik?! Find ich gut! Mach ich gern – auch, wenn sie einen heiser machen kann.

    Dass mich Musik auch heute noch überraschen kann, kann man hier sehen: https://roseny.wordpress.com/2013/05/21/musikalische-aggressionsbewaltigung/

    Ansonsten ist das wirklich ein sehr grosses Thema – kannst Du Deine Frage etwas enger fassen?

  3. Ich wollte nicht fragen, ich wollte Bloß schauen, was Du in der Rubrik „Musik“ über die Musik schreibst. Das hab ich auch getan.
    Gruß

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