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Was ist der Mensch: Egoist oder Altruist

27. Januar 2013

Bevor dieser Punkt geklärt werden kann, kommt Gewalt ins Spiel: Gewaltmonopol und -teilung.

Das Gewaltmonopol stellt sicher, dass nur der Staat das Recht hat eskalierende Streitereien mit Gewalt als (Teil-) Lösung zu „schlichten“. Der Bürger hat das Recht, sich zu Verteidigen und die Pflicht, die Aufgaben des Staates einzufordern und aufrecht zu erhalten, wenn der Staat – aus welchen Gründen auch immer – dies nicht macht. In Deutschland ging man noch einen Schritt weiter: Soldaten dürfen im Land nicht eingesetzt werden. Das soll Putsch vorbeugen aber auch den schleichenden Übergang vom helfenden zum durchsetzenden Soldaten verhindern.

Ein Nebeneffekt des Prinzip: „Versucht euch zu einigen, dabei darf der Stärkere seine Stärke und die Schwächeren ihre Masse nicht einsetzen. Wenn das nicht geht, dann entscheiden Staat und Gesetz.“ ist: Man redet mit einander und es geht gerecht zu. Das kann durch Gruppenbildung bzw. Missbrauch von Wissen und Netzwerken unterlaufen werden, aber das soll durch ständige Beobachtung – gegenseitig und durch den Bürger und die Presse – erschwert werden.

Damit Absprachen eingehalten werden können, ist es wichtig, dass jeder diese Absprachen kennt, versteht und interpretieren kann. Dennoch sollte man sich vor Gericht vertreten lassen, denn als Betroffener kochen die Gefühle schnell hoch und die Objektivität sinkt. In der Regel befindet man sich in einer besonderen, unbekannten bzw. ungewohnten Situation mit Regeln gegen die man schnell verstossen kann. Passiert das dem Profi, dann kann man alles von vorne starten, passiert es einem Selbst, dann ist es vorbei.

Die Gesetzt kennen, kann nur, wer die Gesetze selbst Lesen kann und die Gesetze öffentlich – für jedermann – zugänglich sind. Rechnen können ist auch von Vorteil. Schule, Bildung und Initiative sind für einen Rechtsstaat unumgänglich. Jeder darf, ist sogar dazu verpflichtet, die Dinge zu hinterfragen, sie zu beobachten und Missverständnis und Missbrauch zu klären.

Wenn jemand gelernt hat mit Worten umzugehen, dann wird er eher zum Wort als zur Waffe greifen. Eben wenn er es gelernt hat. Manche wollen das nicht, finden es besser, wenn die Typen prima Hauen und wenig Denken können. Hat er es nicht gelernt, dann bleibt ihm oft nichts anderes übrig als zum Letzten Mittel zu greifen. Sie ist doch auch seine Erste? Man zwingt ihn geradezu zur Gewalt und in letzter Konsequenz zur Kriminalität – Bildung zahl sich immer aus.

Wenn Menschen zusammenkommen, dann geschieht das nach bestimmten Regeln. Man einigt sich in einem ständigen Prozess, wie man die Dinge „macht“.

Das Wort „machen“ ist hier durchaus in allen seinen Bedeutungen wie durchführen, erledigen und „Macht haben“ gemeint. Wobei „Macht haben“ im Sinne von „kann bzw. könnte machen“ nicht im Sinne von „kann nichts anderes machen“ oder Willkür.

Im umgekehrten Sinn gilt das auch für die, die nach Regeln leben – denn es gibt nicht nur die eigenen. Die sind sicher anders: Man kann heiraten, Kinder kriegen, hat eine Aufgabe und es gibt Zeremonien, Feste und … na, das kennen Sie ja. Alles andere sind interessante Unterschiede aber eher marginale. Sie sind unterschiedlich, weil sie in anderen Zeiten und unter anderen Umstände aufgestellt wurden. Überraschend ist, dass sie oft mehr gemeinsam haben als sich zu unterschieden.

Wenn es Essensregeln gibt wie: Dieses Fleisch ja, das nicht, jenes nur, wenn … dann stehen oft ungute Erfahrungen dahinter (denkbar ist z.B. Folgendes:. Die Haltbarkeit sinkt vom Rindfleisch ausgehend über das Schweinefleisch hin zum Hühnchen. Bedenkt man noch, dass Hühnchen klein sind und von ein bis zwei Personen bei Bedarf geschlachtet und zubereitet werden, dann werden sie wieder unkritisch (quasi: Lebendfrischhaltung), ein Schwein bringt – ohne Innereien zwischen 40 bis 150 kg auf die Waage, eine Portion heute wiegt zwischen 200 bis 300 Gramm, selbst wenn man 500 Gramm pro Person rechnet, braucht es 80 Personen und mehr um ein ganzes Schwein an einem Tag zu essen – ob es bereits am nächsten Tag Schwierigkeiten gibt, hing von der herrschenden Temperatur ab. Schweine sind einfach zu gross für kleineGruppen – Schwein gehabt. Ein Rind ist noch schwerer – hält sich aber besser, das geht wieder. Wenn Rinder zur Milchgewinnung genutzt werden, dann würde man für ein paar Kilo Fleisch auf sagen wir 10 Jahre Milch verzichten. Da ist ein Schlachtverbot sinnvoll. Hatte ein Stamm aus der Tradition heraus auf Schwein gesetzt und siedelte dann um oder wurde das Klima wärmer, dann ist mit der Tradition zu brechen.

Diese Erfahrungen und Überlegungen führten zu Veränderungen, die irgendwie zu erklären waren. Es kam darauf an, sie plausibel zu machen. Denn kann man es plausibel machen, dann werden sie angenommen und eingehalten.

Man kann Dinge auf verschiedene Art plausibel machen. Am besten man bindet sie in die bisher bekannte Geschichten ein. So entstehen Mythen. Will man selbst mal Mythen machen, dann braucht man nur ein paar Menschen anzunehmen und sie in all die Situationen bringen, die man besprechen will. Wer noch die richtigen Themen und den richtigen Ton trifft, der kann Erfolg damit haben. Man sollte aber bedenken, gegen wen man da antritt: Es waren viele und jeder hat die Geschichtenam eigenen Leib erlebt und erfahren – hat eine Person da eine Chance?

Es gibt die „historischen“ Personen – die meist etwas idealisiert wurden und auf die, da sie schon mal da waren, passende Geschichten übertragen wurden. Was heute wie ein Plagiat wirkt, war in früheren Zeiten gewohnte Praxis, der nichts heilig war: Als Jugendlicher wollte ich einmal einen Stammbaum des antiken griechischen Götterhimmels erstellen. Das Unterfangen wurde schnell grösser als zunächst gedacht. Zwar sind die Familienbeziehungen der zentralen Götter schnell notiert, aber selbst Zeus vereinigt schon so viele frühere Gottheiten in sich, die mal ihm, mal einem anderen Gott zugeschrieben wurden – das kann nicht beendet werden.

In der Gegend, gab es folgende Götter, dieser wurde zu 30 Prozent dieser, zu … zugeschrieben. Daraus kann man einen eigenen Stammbaum erstellen, in den kann man leicht die Nachbarschaft und deren Götter einbeziehen. Nun ändern sich die Beziehungen. Es werden immer mehr Götter, immer mehr Beziehungen und immer mehr mögliche / wahrscheinliche Kombinationen. Um fertig zu werden, hilft da nur ein radikaler Schnitt.

In einer solchen Situation kann man alles plausibel (und unplausibel) machen. Da man Neues einbinden können soll, darf man auch etwas dazu erfinden. Solange es passt. Das wird immer schwerer und irgendwann kollabiert das Konstrukt. Die Leute kommen drauf, dass es erfunden ist.

Wem wurde dieses Sisyphusarbeit übertragen? Wen gab es in jener Zeit, wer spielte welche Rolle? Die Wissenschaftler streiten sich hier darum, ob es überhaupt ausgeprägte Rollen gab. Selbst das früher so gern zitierte Rollenspiel zwischen Mann und Frau wird bestritten: Bei der Mammutjagt brauchte es jeden zum Treiben. Bei Nomaden gibt es einfach kaum Rollen jeder machte alles, sagen die einen, die anderen: Frau = Höhle später Hütte die andern erwidern: Vaginalsymbolismus – mehr nicht?

Von diesem Streit abgesehen, eine Rolle gab es sicher, denn sie erfüllt das menschliche Bedürfnis nach Spiritualität. Darunter fällt alles was Religion, Aberglaube und Philosophie angeht. Schamanen, Druiden … Wie kommt es dazu, dass diese Themen ein Bedürfnis des Menschen, der Menschheit sein sollen? Überflüssiges Zeug werden die Meisten sagen. Was ist das also: Religion und Philosophie?

Zunächst zur Philosophie. Rechnen Sie bitte nicht mit einer Wiederholung der Definition des Lexikons. Das wäre mir zu langweilig. Hier soll ein anderer Weg probiert werden: Wenn ein Kind abends Angst hat, dann meist vor Monster, die sich typischer Weise unterm Bett, im Schrank oder .. aufhalten. Spricht man mit dem Kind allgemein über Monster, dann muss man täglich suchen. Ein Freundin erfrug den Namen des Monster, das Kind stutze und nannte ihn nach einigem Zögern. Am nächsten Abend erschien das Kind abends wieder und sagte: Das Monster namens X ist wieder da. Die Mutter darauf: Du kennst den Namen, dann weist Du auch, wie Du es bannen kannst. Sag mir den Bann und du sprichst es im Kinderzimmer und ich hier zur Verstärkung mit. Das Kind nannte den Bann ging ins Kinderzimmer, sprach `s und schlief.

Die Erziehungsmethode soll hier nicht besprochen werden, aber man kann an dem Beispiel gut sehen, dass es dem Menschen wichtig ist, dass die Dinge einen Namen haben. Nur das Unbekannte ängstigt, Bekanntes kennt man, man kann es kontrollieren. Angst ist jetzt nicht mehr möglich, nur noch Furcht. Die Mutter bekämpfte die vor dem Einschlafen unbeschäftigte, freilaufende Phantasie mit sich selbst – Feuer mit Feuer bekämpfen. Erst wurde dem grossen, bösen unbekannten Monster durch einen Namen eine Persönlichkeit verliehen, die man kennenlernen und Eigenarten, Interessen und Vorgehensweisen lernen kann. Was man kennt, kann man kontrollieren – freilich mit Aufwand und zusätzlicher Energie … ärgerlich – aber machbar. Und geht es allein nicht, dann zusammen mit anderen.

Ersetzt man Phantasie durch Denken und die Monster durch konkrete Aufgaben, dann hat man das, was Philosophie genannt wird. Sogar die Methode passt zu einer der Philosophie: Erkennen, Kennenlernen und Kontrollieren – ist zwar ein bisschen allgemeingültig, aber als erste Annäherung kann es akzeptiert werden. Die Philosophie hat kein geringeres Ziel als den Versuch, die Welt zu erklären. Logisch und analytisch – erklären nicht verzaubern.

Kern der Religion ist das Gefühl des Menschen, dass er Teil von etwas Grösserem ist (das kann man damit erklären, dass der Mensch in der Lage ist, selbst zu bestimmen, was zu seinem Körper gehört. Z.B. kann ein Werkzeug voll integriert werden, und das Gegenteil, dass man keine Grenzen sogar vom Körper getrennt / unabhängig ist, ist möglich). Das Bedürfnis nach Moral, Recht und Regeln kann erklärt werden, weil reine Anarchie zur Ausrottung des Menschen führen würde was den Regeln der Biologie widerspräche, und somit meist unterbunden wird. Der dritte Punkt ist  Kontrolle: Man kann sich vor der grossen bösen Welt fürchten und meint ihr ausgeliefert zu sein. Hier kann die Religion die Rolle vom Mama und Papa einnehmen, beruhigen und durch die eigene Grösse und Allmacht das nötige Selbstvertrauen wiederherstellen. Das kann aber auch jede Gruppe, dazu braucht es keine Religion. Die Welt zu erklären ist dann der letzte Punkt, der hier genannt werden soll. Diese Rolle ist eine geliehene Rolle. Sie entsteht, weil die Religionsvertreter mit der ihren zugesprochenen Spiritualität den Eindruck erweckten, die Welt zu erklären. Doch Spiritualität hat die geistig / seelische Einstellung und die Zeit vor und nach dem Leben zum Ziel. Die konkret faktische Welt ist der Spiritualität eher unwichtig. Zwar wurde die Religion wahrscheinlich durch die Angst vor der grossen bösen Welt initiiert und erklärte scheinbar was passiert, doch dieser Fokus verflog sehr bald, da die Konstruktion der Götterwelt eine erheblich erhabenere und grössere Aufgabe, jedenfalls attraktiver zu sein scheint.

Sicher spielen auch einige weltliche Gründe eine Rolle. Z.B. Macht. Wer gefragt wird ist gefragt. Das schmeichelt. So mancher kann sich dem nicht entziehen. Aber auch so mancher Kunde macht es sich mit nur einem Zuständigen für alles zu einfach.

Nur ein Zuständiger für alles, das ist auch das Ideal von Monarchien und funktioniert bei kleinen Gruppen – vielleicht sogar in Teilzeit. Bei grösseren Gruppen geht das nicht mehr. Das bekamen auch die Schamanen und später die Geistlichen zu spüren. Mann kann nicht zwei Herrn gleichzeitig dienen, heisst es.

Wie übt man Macht aus? Nun, die direkteste Form ist stärker zu sein. Fasst gleich auf: sich sicherer, zuversichtlicher zu sein als der Rest der Gruppe. Das könnte einmal einen Sinn gehabt haben: Wenn mehrere sich entscheiden müssen, welchen Weg man nehmen oder wie es weiter gehen soll, dann macht es Sinn auf den zu hören, der sich am sichersten ist. Zumindest, wenn man sich sicher sein kann, dass das heisst, dass er schon mal in der Gegend war oder sich besser erinnert bzw. in einer ähnlichen Situation war. Sonst kann das schief gehen. Vor allem, wenn der Zuversichtliche aus Selbstdarstellungsgründen zuversichtlich ist oder manipulieren will.

Was macht man aus welchem Grund? Kämpfen, weil man sonst keine Mittel hat. Gewaltenteilung stellt eine Regeln in grossen Gruppen dar. Reden führt dazu, dass man sich kennenlernt, zumindest, dass man etwas über den anderen erfährt. Mit dem Wissen kann man auf zwei Arten verfahren: Alles nur zum eigenen Vorteil nutzen oder – allen Versuchungen zum Trotz – zum Nutzen aller.

Wir sind mitten im Hauptthema: Ist der Mensch Egoist oder Altruist (für die, die Altruist nachschlagen müssten: Ein Altruist ist das Gegenteil vom Egoist). Man findet Vertreter beider Positionen. Das war lange nicht der Fall. In letzter Zeit finden sich immer mehr, die zum Altruist tendieren, ihn im Menschen erkennen. Gesehen wurde lange Zeit nur der Egoist. Wieder ist es die grosse böse Welt, gegen die man sich verteidigen muss und alle anderen sind nur Gegner bzw. Dumme, die selber schuld sind und um die es nicht schade ist. Egoismus ist Jeder gegen Jeden. Er bevorzugt aggressive Lösungen, weil er keine Geduld hat, weil der Träger selbst tief verunsichert ist und sich über alle andere stellt, keine Bindungen aufbauen darf, sondern Aufpasser der Welt sein muss.

Dem gegenüber steht, dass der Mensch als hilfloses Wesen geboren wird. Andere, Ältere werden benötigt. Nur wenig älter brauchen die Ältesten Hilfe von den Jüngeren. Ein Generationenvertrag entsteht. Der Mensch ist zumindest als Gruppenwesen konzipiert. Wird der Vertrag gebrochen, dann gibt es keine Menschen mehr.

Scheinbar hat die Biologie dem einen Riegel vorgeschoben: Geht es den Menschen schlecht, dann beginnt die „Notgeilheit“. Aus Sicht des Egoisten können „die“ deshalb nicht aussterben. Im besten Fall hält man „die“ für eine unendliche Ressource, im schlechtesten für eine Seuche, die man ausrotten müsste, aber nicht ausrotten kann. Egoisten sind oft hilflos.

Dass die Biologie diesen Schritt geht, ist nicht weiter verwunderlich, denn sie will, dass der Mensch, dass die Menschheit überlebt. Dazu ist es nötig, dass sich der Mensch organisiert. In guten Zeiten geht das über Regeln der Gruppe und Gesellschaft,. Sie regeln unter anderem, ob und wenn wann und wie viele Kinder geboren werden. Droht die Gesellschaft unterzugehen, werden diese Mechanismen von der Biologie ausser Kraft gesetzt. Reset.

Es ist wie eine sich selbst erfüllenden Prophezeiungen: Erst durch das, wozu man sich gezwungen sieht, entsteht, was einen „zwingt“. Wie so oft bei den Egoisten, beobachtet man eine absolute Alternativlosigkeit, egal was man macht – und man macht ja was, man will ja – das Andere ändert sich nicht. Die grosse böse Welt zwingt einem das auf. Egoismus scheint einen in die Hilflosigkeit zu treiben. Wieder ein mächtiger Kreis. Man bleibt mit dem Finger auf dem Resetknopf und startet und startet … Produktiv wird man da nicht, aber man verbraucht Ressourcen.

Als Alternative steht der Altruismus bereit, und ist doch bereits verworfen und deshalb unbeachtet, auch weil er sich nicht an die selbst gesetzten Regeln, die etablierten Vorgaben und eigenen Erfahrungen hält. Man setzt sich selbst enge Grenzen und wundert sich, dass man da nicht mehr raus kommt. Freiheit erschreckt. Die grosse Wahl ängstigt, Kleineres zwingt einen, aber es ist einfacher. Zusammengefasst kann man sagen: Egoismus ist die Flucht vor der Selbständigkeit in die zwingende Trivialität. Egoismus ist zudem beleerend (das ist kein Schreibfehler, das war Absicht). In messaischer Attitüde soll Allen diese Regeln, dieser Zwang, diese sich selbst erfüllende Prophezeiung spürbar gemacht werden. Sie sollen Lernen, wie die Welt funktioniert – aus deren Sicht. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Alles andere wird abgetan. Phantasien, die man selbst ausgetestet hat – oder gar nicht testen muss, weil es klar ist, dass es nicht geht –, weil die eigenen Ängste einen schnell sehr sicher machen und beim Test automatisch zeigen, dass es so nicht geht.

Egoismus braucht Mangel, braucht Enge, braucht Angst, braucht Zweifel, braucht und macht mutlos, verhindert Freiheit, Selbständigkeit eigenes Denken und Zuversicht. Dafür setzt er – freilich missbrauchend – Macht, Geld, Wahre und stellt die These auf: Alles kann man kaufen oder kontrol-lieren. Doch der Ersatz ist vergänglich. Deshalb macht man wieder weiter und steigert es bei jedem Durchgang bis man verzweifelt, nachdem man viele andere verletzt, zerstört oder in Verzweiflung gestützt hat. Egoismus macht einsam. Viele haben keine Freunde, wenn, dann nur wenige, die sich gegenseitig immer weiter in den Egoismus treiben und sie sprechen sich gegenseitig Mut zu.Über alle anderen müssen sie beherrschen wollen – oder sie verachten sie. Man betoniert alles. Will, dass es nur eine Regel gibt. Alles ist fix. Man kann nichts ändern! Und sie setzen alles daran, dass es so bleibt.

Da kommt man nur raus, wenn man erkennt, dass es andere gibt. Das es gut ist, dass sie anders sind. Dass man von ihnen Lernen kann und wegen ihnen beweglich bleibt. Dass sie von einem Lernen, man sich gemeinsam bewegen und werden kann. Dass man sich ändern kann und will, selbst wenn alles bestens scheint, weil man konstruktiv in Fülle lebt und vieles ausprobieren kann aber nichts einen fesselt – nur zeitweise beschäftigen kann. Nicht Reduktion auf etwas, sondern Vielseitigkeit und sein können, was ist, war und sein wird. Nicht Enge und Mangel, sondern nach dem aktuellen Bedürfnis und Sein bewusstes Auswählen. Nicht ständig konsumieren müssen, sondern Genug erkennen und sich anderem zuwenden können und sich nicht darin verfangen.

Wird da das Paradies beschrieben?. Nein, alle Paradiese mit Adam und Eva, 72 Jungfrauen und dem Urozean. Und doch ist es nur eine Einstellung. Sie stellt sich ein, wenn man den Egoismus loslassen kann. Dann wird der Andere wertvoll und bereichernd für einen selbst sein, aber was er hat braucht und will man nicht, da es aus gutem Grund bei ihm und dort gut aufgehoben ist. Auch die Dinge sind dann wichtig und wertvoll, weil sie sind, wie sie sind. Nicht einfach nur eine antreibende Erinnerung daran, dass man sie noch nicht verwertet hat, sondern es ist eine Freude sie zu sehen. Wird gern beobachtet, gern bewahrt aber auch gern weitergegeben und verändert. Ein Zuviel wird zumindest als Makel meist aber als Belastung empfunden. Reichtum ist es, wenn man zusammen mit anderen etwas machen kann. Produkte werden erstellt, weil der Mensch Erkenntnisse suchen und anwenden darf, soll. Und nicht muss, damit er leben kann. In diesem Fall tut man alles unter Zwang und nur das, was notwendig ist, im anderen lebt man ein gesundes Wachstum und liebt die Veränderung. Selbst das Geld würde sich dort wohlfühlen. Nur Egoisten nicht. Sie fühlen sich getrieben, sie müssen sich entscheiden und wählen – alles überflüssiges Zeug, die sollen tun, was ihnen gesagt wird. Alle anderen tun was sie tun, weil es gut so ist, weil sie es gern machen und es sie bereichern. Man findet Lösungen statt Probleme.

Alles nur eine Frage der Einstellung. Eine Frage des Loslassen können. Warum ist das so schwer? Es scheint nur schwer. Die grösste Hürde ist, dass man es nicht allein machen will. So wenig es eine echte Gemeinschaft war, so war sie doch eine. Wie stark die Gruppen für den Menschen sind, kann man hier bereits erahnen. Deshalb haben viele noch was zu erledigen, dann … ja, dann …. Man hat Angst allein auf der anderen Seite zu sein. Wird man aber nicht. Vielleicht findet sicher Bekanntes, oder Neues oder Anderes – schreckt das noch? Übrigens: Das Leben ist kein Abenteuer, aber man kann es abenteuerlich gestalten – oder anders …

Die Frage ob der Mensch Altruist oder Egoist ist, ist geklärt. Er kann beides sein, hat die Wahl. Es ist eine Frage der Einstellung. Wer befürchtet oder sich ängstigt, wer sich durchsetzen oder angeben usw. muss, der gehört mehr oder weniger zur Fraktion der Egoisten.

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From → Politik, Wirtschaft

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